@Auswurf
weil du gestern in dem zusammenhang das wort infantil benutzt hast. In der welt - allerdings hinter der bezahlschranke - ein interessantes interview mit michel onfray zum thema infantilität und greta:
weil du gestern in dem zusammenhang das wort infantil benutzt hast. In der welt - allerdings hinter der bezahlschranke - ein interessantes interview mit michel onfray zum thema infantilität und greta:
WELT: Monsieur Onfray, warum regt Greta Thunberg Sie so sehr auf?
Michel Onfray: Sie regt mich überhaupt nicht auf. Die Dummheiten von Kindern sind immer die Fehler der Eltern oder der Erwachsenen, die sie umgeben. Mit 16 Jahren besitzt man noch kein eigenes Denken. In diesem Alter käut man wieder, womit die Erwachsenen einen gemästet haben. Niemand entkommt diesem Gesetz. Es ist folglich ein Zeichen des Nihilismus, wenn man angesichts der bauchrednerischen Diskurse eines jungen Mädchens, die ihm andere geschrieben haben, in Verzückung gerät. Ich nehme dies weniger diesem jungen Mädchen übel als denjenigen, die es instrumentalisieren. Die Erwachsenen hören gern zu, wenn sie wiedergibt, was man ihr beigebracht hat, seit der Kapitalismus die Ökologie als Verkaufsargument entdeckt hat, um beträchtliche Gewinne zu erzielen. Wer würde heute nicht am liebsten sauber, umweltverträglich, ökologisch, mit Rückverfolgbarkeit und natürlich CO2-frei konsumieren?
[...]
WELT: Sie lehnen Hans Jonas’ Konzept der Furcht ab. Wenn aber das Gefühl von Furcht weder legitim noch produktiv ist, welches Gefühl kann oder muss einem zukunftsgerichteten Denken zugrunde liegen?
Onfray: Als Philosoph bin ich der Auffassung, dass die Philosophie der Aufklärung dem Obskurantismus immer noch vorzuziehen ist, weil dieser Angst, Grauen, Glauben, Gläubigkeit, Niederknien, Bedrohung, Einschüchterung und das Gericht nutzt, um zu seinem Ziel zu kommen. Die vom Geld regierte Welt, in der wir leben, hat Vernunft, Bewusstsein, Betrachtung, Meditation, Analyse und Logik vernichtet, um mit Gefühlen, Emotionen und Affekten besser über die Menschen zu herrschen. Das ist der Punkt, an dem wir heute angelangt sind. Greta Thunberg und ihr Stab fügen ein weiteres Kapitel zu George Orwells Roman „1984“ hinzu.
WELT: Sie schreiben, einem Kind, das austesten will, wie weit seine Macht geht, sich die Erwachsenen unterzuordnen, könne man nichts vorwerfen. Was genau werfen Sie den Erwachsenen vor, die ihr zuhören und ihr applaudieren?
Onfray: Keine Erwachsenen zu sein. Von der Welt der Kindheit fasziniert zu sein, die zu verlassen sie unfähig sind, weil sie einer Generation von verhätschelten Kindern vorausgehen und an ihren Elektrorollern hängen wie an einer Nabelschnur, die sie mit ihrer eigenen Kindheit verbindet. Erlauben Sie dem Atheisten, der ich bin, ausnahmsweise mal aus der Bibel zu zitieren: „Weh dir, Land, dessen König ein Kind ist“, Prediger 10.
WELT: Sie bezeichnen die jungen Leute, die bei den „Fridays for Future“ auf die Straße gehen, als „Truppe von Lämmern“. Ist die Revolution von 68 auch von einer Lämmertruppe gemacht worden?
Onfray: Sie wurde von denen gemacht, die heute die Eltern dieser Königskinder sind, und die, nachdem sie Mao und Trotzki gefeiert haben, heute das Credo von Jean Monnet und Emmanuel Macron nachbeten. Es sind diejenigen, die vor den Kindern auf die Knie gehen, weil sie selbst nie fähig waren, erwachsen zu werden. Bei dieser Gelegenheit kann man daran erinnern, dass sich die Altachtundsechziger in den 1970er-Jahren massiv dafür eingesetzt haben, die Pädophilie zu entkriminalisieren. Das Wesen von Kindern ist es, über sich hinauszuwachsen, und nicht, als Fetisch oder Ikone gefeiert zu werden. Ein Kind ist gemacht, um erwachsen zu werden, und nicht, um ewig dieses Wesen im Werden zu bleiben.

. Und , nimms nicht persönlich, aber ich finde deine beiträge in letzter zeit zunehmen öde und sehr unterkomplex. Wenn ich allein an das von dir geschriebene bzgl Franks post zur kriminalitätsstatistik denke... .
Und es heißt ja nicht, dass Macron danach sein Kabinett zusammenruft und alle bisherigen Beschlüsse umwirft. So etwas ist eigentlich nicht der Rede wert. 


