Southern Comfort hat geschrieben:Zurück zum RKI:
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/arti ... a-rki.htmlIch bin mir sicher, dass wir die 54.000 ohne weiteres rückverfolgt bekommen. Den Airwin hätten wir schonmal im Sack!

Zum anderen Teil von @mappes:
So oft, wie Du grad die individuelle Freiheit verteidigst ("jeder so, wie er es für richtig hält"), klingst Du wie ein FDP-Wähler oder ein Talkshow-Moderator der 90er.
Individualismus ist ja gut und schön, aber das hier ist eine Aufgabe der Gesellschaft als Ganzes. Es gibt eben nicht immer nur die eigene Extrawurst, nur weil man das eben so geil findet. Wenn einige wenige das mit dem Arsch einreißen, was andere versuchen aufzubauen und dafür genau die Opfer bringen, auf die der Eine halt keinen Bock hat, dann ist das schon einen "Gong" wert. Das passiert in Familien, Vereinen und eben auch in Gesellschaften. Individualismus braucht Schranken.
Ganz ohne Schaum vorm Mund: Ich finde egozentrisches Verhalten zum Kotzen. Und das fängt bereits an der Supermarktschlange an. Du lieferst brav die Argumentationslinien dafür, dass das ok ist. Für mich ist das Scheuklappendenke. Du beziehst das "vorsichtige Verhalten" nämlich nur auf den Einzelnen, als ginge es darum sich sebst zu schützen. Mir geht es um die Eindämmung der Verbreitung in der Masse. Das betrifft alle.
Nächster für Dich unpassender Vergleich: Beim Mülltrennen sieht jeder sofort die Zusammenhänge der gesemtgesellschaftlichen Verantwortung: "Umweltschutz lebt vom Mitmachen!". Aber es ist natürlich völlig ok, wenn einer lieber alles in eine Tonne schmeißt, weil er das so richtiger findet.
Tiffi hat das neulich kurz und prägnant ausgdrückt, dass es manchen eben schwer fällt, die Ebene zu wechseln. Es geht eben nicht um den Einzelnen und deswegen, bitte bitte, spar Dir den nächsten Anlauf, dass das ja trotzdem jedem selbst überlassen sein sollte. Wir haben wohl grundverschiedene Auffassungen hinsichtlich der Abgrenzung von Egoismus und Individualismus.
nein ich fürchte einfach, dass ich nicht gut genug darlegen kann, was ich meine.
das tut mir leid
denn wenn ich lese, was du über meine Schilderungen schreibst, fühle ich mich nicht nur missverstanden; ich glaube du redest von jemand anderem
nochmal in kürze:
Bis vor kurzem gab es keine Anweisung der Gesundheitsämter, Großveranstaltungen abzusagen.
Warum ist es dann derart verwerflich, hinzugehen?
Weiter: Du kannst dir nie sicher sein, dich nicht infiziert zu haben. Man geht arbeiten, man geht zum Arzt, man kauft ein.
Meine Handhabung deswegen: Ich gehe derzeit sicher nicht meine 90 Jährige Oma im Altenheim besuchen. Vielleicht hab ich den Virus schon...vor ein paar tagen war ich leicht angeschlagen.
Ich betreibe intensive Händedesinfektion und empfehle sie jedem. Ich lasse Abstand wo es geht.
Mit Symptomen würde ich Menschenansammlungen meiden und sollten sie heftiger sein würd ich wohl eine eigene Etage beziehen.
ABER: Bei jedem Husten auch schon? Weil da könnte ich das Virus schon freisetzen...sogar seit Tagen
Ich finde den Umgang mit der Thematik sehr schwierig und die Experten ebenso.
Deswegen finde ich persönlich es intolerant, andere an den Pranger zu stellen, weil sie eine gegenläufige Meinung zum Beispiel zum Thema Großveranstaltungen haben.
Bei Nilki weiß ich, dass er es schlicht falsch oder nicht versteht...Toleranz ist auch nicht seine Stärke.
Bei dir würd ich mich freuen, wenn wir uns wenigstens ein bischen in die gleiche Spur annähern.
Mülltrennung zb. lebe ich auch sehr strikt, obwohl ein einzelner wenig ausrichtet

Gilt für viele Bereiche im Leben.
Bei Corona sehe ich einfach diese Einschränkungen (Flughafen meiden, Bus meiden, Praxen meiden, EInkaufspassage meiden) als nicht gerechtfertigt aufgrund der aktuellen Faktenlage.
Dass man bis auf weiteres große Veranstaltungen absagt finde ich ok. Man muss halt den Schnitt machen. Vorgestern war es noch in Ordnung, gestern nicht mehr...Zeitpunkt ist schwer zu wählen, aber IMO gibt es da kein richtig oder falsch