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Nilkheimer
Halbdaggl
Ich könnte mir vorstellen, dass das Schlimmste schon vorbei ist erstmal. Die Entwicklung sieht doch nachhaltig positiv aus: https://experience.arcgis.com/experienc ... 327b2bf1d4

Maßnahmen scheinen schon gewirkt zu haben (wäre ja auch noch schöner) und wirken sicher weiter. Und danach sehen wir mal. Wahrscheinlich wäre es sinnvoll, die stickigen Sündentempel noch länger zuzulassen, und natürlich sollte das Distancing nicht so schnell nachlassen, aber ansonsten. Und im Mai wirds warm :-).

Aber gut, kann auch anders kommen.
Aber das macht doch nichts.




higgi
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Grasdaggl
Finds sehr interessant dass die Japaner die flachste Kurve aufweisen, sind sie doch das Volk mit größten sozialen Distanz.
von daher

Cantona
widerspricht sicht total mit folgendem Artikel:

Secondo, l’enorme numero di test somministrati, che ora in Germania marciano al ritmo di oltre 160 mila la settimana, quasi il totale dell’Italia dall’inizio della crisi.

https://www.corriere.it/esteri/20_marzo ... 8720.shtml

L’anomali a e le possibili cause
Coronavirus, la mortalità allo 0,3% tre spiegazioni all’eccezione tedesca

Cantona
Würde mich interessieren:

wieviele Menschen wurden nun in Deutschland getestet? Davon wie viele infiziert, wieviele nicht, wieviele infiziert und wieder gesund.

Dass jemand einen negativen Test hat, heisst natürlich nicht, dass er sich nicht nach dem Test ansteckt.

Möglicherweise gibt´s die Antworten bereits im Thread, und ich habe sie überlesen... ;)

Cantona
Das muss man sich wirklich mal geben:

Olivier Véran a commencé par rappeler que « les vérités d'hier ne sont pas celles d'aujourd'hui », et qu'après la grippe H1N1, il y a dix ans, on avait raillé Roselyne Bachelot qui avait fait ample provision de masques. La France disposait il y a dix ans de 1 milliard de masques chirurgicaux (basiques) et de 600 millions de masques FFP2 (sophistiqués). « Ces stocks se sont réduits année après année », a-t-il rappelé, avec une brusque chute en 2013, pour des raisons budgétaires. Au démarrage de la crise, il n'y avait donc plus un seul FFP2 et seulement 117 millions de masques chirurgicaux.

https://www.lesechos.fr/economie-france ... es-1187594


Cantona
Haben sie eben nicht mehr, das ist es ja, im Gegensatz zu 2011 nach der H1N1-Geschichte, als die damalige zuständige Ministerin dafür belächelt wurde, dass sie solche Lagerbestände anhäuft.


publicenemy
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Halbdaggl
Die Schwierigkeit am Umgang mit dieser Krise ist, dass alles, was gemacht wird, auf Nichtwissen basiert. Und deshalb werden die schlimmsten Szenarien zugrunde gelegt.

Eine der wenigen Dinge, die man weiß, ist die Belastungsgrenze unseres Gesundheitssystems. Im Gegensatz zu allen anderen Infrastrukturen (Lebensmittelversorgung, Energieversorgung, Wasser/Abwasser/Abfall, Internet, Medien,...) wird dieses nicht ausreichen, um Hunderttausende zu versorgen.

Wie lange eine Volkswirtschaft einen Lock down aushält, wird man sehen. Ich vermute, sie ist relativ robust.

Frank N Furter
publicenemy hat geschrieben:Wie lange eine Volkswirtschaft einen Lock down aushält, wird man sehen. Ich vermute, sie ist relativ robust.


Wenn die Krise nur Deutschland beträfe: ja. Aber eine Exportnation wie die unsere, kommt schwerlich wieder aus dem Quark, wenn die ganze Welt aus den wirtschaftlichen Angeln gehoben wurde. Autos und viele andere Produkte, können nicht im Homeoffice hergestellt werden. Und die Digitalwirtschaft ist in Deutschland ein Zwerg. Ich halte eine tiefe Rezession oder eine schwere Weltwirtschaftskrise nicht für unwahrscheinlich, wenn der Lock Down das ganze Jahr über anhalten sollte.


publicenemy
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Halbdaggl
Ich bin kein Ökonom und von daher eher auf den gesunden Menschenverstand angewiesen. Wenn unsere Wirtschaft 10% schrumpft, sind wir auf dem Stand von vor 10 Jahren. Da musste hier auch keiner Hunger leiden.

Der seither erzielte technische Fortschritt bleibt, also braucht es weniger Leute für diese Wirtschaftsleistung. Andererseits wird man aus Vernunftgründen einige Lieferketten nicht mehr in China starten und einiges wieder in Europa produzieren. Das hätte eine dämpfende Wirkung.

Das bleibt spannend in allen Sektoren.

Frank N Furter
publicenemy hat geschrieben:Wenn unsere Wirtschaft 10% schrumpft, sind wir auf dem Stand von vor 10 Jahren. Da musste hier auch keiner Hunger leiden.


Wie kommst Du auf die 10% Schrumpfung?
Ich befürchte einen Schneeballeffekt, der nicht bei Minus-10% halt macht. Zehntausende Insolvenzen, Millionen Arbeitslose und Kurzarbeiter senken die Nachfrage bei allen Arten von Produkten und Dienstleistungen dramatisch. Das führt dann zu weiteren Insolvenzen, Arbeitslosen und Kurzarbeitern, usw.

publicenemy hat geschrieben: Andererseits wird man aus Vernunftgründen einige Lieferketten nicht mehr in China starten und einiges wieder in Europa produzieren. Das hätte eine dämpfende Wirkung.


So schön/interessant sich das anhört, sobald es um Gewinnmargen geht, wird sehr schnell wieder dort produziert, wo es am günstigsten ist. An diesem ökonomischen Verdikt wird sich meiner Meinung nach gar nichts ändern. Interessant ist allenfalls, ob der Staat bei lebenswichtigen Produkten, wie z.B. Medikamenten sich getraut einzugreifen und planwirtschaftliche Maßnahmen einzuführen. Aber auch hier kann ich mir nicht vorstellen, wie das in der Praxis aussehen soll. Man müsste das gesamte Patentrecht dazu neugestalten und zwar krasser Weise mit nationalen Regelungen. Also das halte ich für nahezu ausgeschlossen und auch nicht erstrebenswert. Gerade das Patentrecht ist noch eines der wenigen Regelwerke, welches international ganz gut funktioniert. Wenn man da reinpfuscht, wirkt das wie eine weitere Dämpfung auf die Innovationskraft und dann wiederum auf die wirtschaftliche Entwicklung...

Tamasi
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Allmachtsbachel
Bei Franks zuversichtlichen Prognosen (Charité, 18.000 Mitarbeiter, kein Problem) bin ich skeptisch.

Bei seinen düsteren Prognosen gehe ich mit.

Was das wohl über mich sagt? :lol:

publicenemy
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Halbdaggl
...habe heute in den Nachrichten gehört, dass einer der Wirtschaftsweisen mit 5% Schrumpfung rechnet. Deshalb habe ich 10% angenommen, um auf der sicheren Seite zu sein. Die Volkswirte rätseln in ihrem Gebiet aber genauso, wie die Epidemiologen in ihrem.

Dass bei einer Korrektur der Lieferketten das Patentrecht die große Rolle spielt, glaube ich nicht.

Frank N Furter
Tamasi hat geschrieben:Bei Franks zuversichtlichen Prognosen (Charité, 18.000 Mitarbeiter, kein Problem) bin ich skeptisch.

Bei seinen düsteren Prognosen gehe ich mit.

Was das wohl über mich sagt? :lol:


Dass Du mir (immer) (noch) nicht zu 100% vertraust. :mrgreen:


publicenemy hat geschrieben: Korrektur der Lieferketten


Nur mal als verallgemeinerbares Beispiel: Ich hatte am vorletzten Montag ein Gespräch mit dem Geschäftsführer* einer kleinen Firma (26 Mitarbeiter), die stellen chirale Moleküle her. Moleküle also die ein Stereozentrum haben und als Razemat vorliegen, das man erstmal in seine Stereoisomere trennen muss. Das ist aufwendig und teuer. Bis zu einigen Kilogramm kann er diese Dienstleistung am deutschen Markt anbieten, weil er sehr schnell ist als kleine Firma. Ab ca. 10 Kilo hat er keine Chance mehr gegen die Billigkonkurrenz aus China. Wenn diese kleine brandenburger Firma jetzt in der Krise den Löffel abgibt, hat sie keine Chance mehr zu reüssieren, denn sie hat ihre Nische vor über 20 Jahren gefunden, als die Konkurrenz aus Übersee noch gar nicht auf dem deutschen Markt war. Patente spielen da tatsächlich seltener eine Rolle, aber Innovationen in der Herstellung. So geht es ganz vielen kleinen, hoch innovativen Firmen located in Germany. Die stehen jetzt kurz vor der "Marktbereinigung".

Wie will der Staat später dann solch einen "Player" ersetzen? Soll er eine Pharmafirma verpflichten aufgetrennte Razemate als Ausgangsprodukt von Medikamenten bei einer 10x so teuren Firma aus Deutschland einzukaufen? Und falls er es könnte, wie will er den Krankenkassen verklickern, dass das Produkt jetzt 2-3x teurer geworden ist, weil Ausgangsstoffe in Deutschland hergestellt wurden? Und wenn die Krankenkasse dann höhere Beitragssätze nehmen muss, verteuert sich wiederum die Herstellung in Deutschland über die ohnehin schon hohen Lohnnebenkosten, weil die Krankenkasenbeiträge dafür steigen müssten. Das ist ja alles mitterweile miteinander verquickt.

Wir beziehen die Produkte ja nicht zufällig aus China. Wenn Du hoffst, dass Vieles nach der Krise auch in Deutschland hergestellt würde, müsstest Du auch den (teureren) Preis dafür zahlen. Wir redeten hier also über weitreichende Wirkungen auf die Inflation. Also über einen Effekt, der bei der letzten großen Weltwirtschaftskrise in den totalen Kollaps geführt hat...

Nach 6 Monaten Lock Down redete kaum noch ein Mensch über diesen Virus, da nehme ich Wetten drauf an. Dann reden wir nur noch über die fatalen wirtschaftlichen Folgen. Und die werden ebenfalls zu erheblichem menschlichen Leid, und ja, auch zu Toten führen.

Eher mal als wüste Mahnung gedacht:
Was ist nochmal nach 1929 auf der Welt passiert? Weltwirtschaftskrisen haben die sehr unangenehme Gewohnheit noch wesentlich Widerlicheres im Schlepptau mit sich zu führen als eine Virusepidemie bieten kann...


*Übrigens der letzte Mensch, der mir zur Begrüßung ohne zu zögern die Hand gab.

publicenemy
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Halbdaggl
@ Frank:
Dein Beispiel ist super speziell und ich kann dazu nicht viel kommentieren. Außer vielleicht, dass unsere ach so innovative Finanzbranche sich etwas einfallen lassen könnte, um solche Läden mit Kapital auszustatten. Dietmar Hopp kann es doch auch.

Tifferette
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Grasdaggl
Das bestehende Patentrecht hat Regelungen, um im öffentlichen Interesse Zugriff auf patentgeschützte Technologien nehmen zu können. Vielleicht(!!!) müsste man irgendwo irgendwelche Normen leicht ändern (wobei ich nicht wüsste, welche das sein sollten). Den Bedarf für eine komplette Neugestaltung sehe ich nicht. Was sollte das sein?
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Tifferette
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Grasdaggl
Zu den heutigen RKI-Zahlen: sind nicht aussagekräftig, weil viele Gesundheutsämter am WE nicht melden. Hätte ich mir eigentlich denken können.

:roll:
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

de mappes
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Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:Zu den heutigen RKI-Zahlen: sind nicht aussagekräftig, weil viele Gesundheutsämter am WE nicht melden. Hätte ich mir eigentlich denken können.

:roll:


Herrlich :roll:
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