Strafraumgitarre hat geschrieben:Fick die Klugscheißer!
Wäre ne gute Idee für ne Signatur

Don't criticize what you can't understand
Strafraumgitarre hat geschrieben:Fick die Klugscheißer!

Tamasi hat geschrieben:Nein. Die erste Welle hatte zwar in den USA ihren Ursprung, hat sich von dort aus aber fröhlich in die Welt verteilt - und das durchaus mit fatalen Folgen. Die zweite Welle wütete ebenso nicht nur "in Europa und dem Rest der Welt", sondern auch in den USA. Weitere Details: Siehe Wikipedia.
Oh, Tamasi....Tamasi hat geschrieben:Jein. Vermutlich ist das noch nicht eindeutig geklärt, aber Wikipedia verweist auf zwei Erklärungsansätze, von denen ich hier mal nur den zitiere, der als der Schlüssigere gilt:
Gemäß Gibbs et al. in Spektrum der Wissenschaft vom Januar 2006[32] war ein Faktor bei der ungewöhnlichen Verteilung auch die durch das Virus induzierte atypisch starke Zytokin-Aktivität. Die Überreaktion des Immunsystems in Form eines Zytokinsturms veranlasst Abwehrzellen zu einem Angriff auf das Lungengewebe. Da gerade die Gruppe der 20- bis 40-Jährigen über ein besonders aktives Immunsystem verfügt, ist hier die Ausprägung des Zytokinsturms besonders stark.
Tamasi hat geschrieben:Interpretationsfrage:
Ich glaube, SO erwartet die auch keiner. Also dass die zweite Welle anders & tödlicher wäre. Vielmehr ist das aktuelle Furchtszenario, dass die Ausbreitung des Virus kurzfristig abgeschwächt werden kann, dass jedoch mit der Lockerung der Maßnahmen die Ausbreitung wieder startet - und das womöglich ausgerechnet im Herbst, wenn auch bald wieder die normale Grippewelle dazu kommt. Dann könnten Krankenhäuser wieder schneller an ihre Grenzen kommen und ja, deshalb könnte es dann auch wieder viele Tote geben. Nicht weil das Virus tödlicher geworden ist.
Tamasi hat geschrieben:Was ich seinerzeit bei meiner kleinen Recherche aber nicht gefunden habe: Die Antwort auf die Frage, wieso die Spanische Grippe irgendwann plötzlich weg war. "Herdenimmunität" kann ja nicht sein, wenn das Influenza-Virus sich so leicht & gern verändert. Oder es ist halt einfach zu einem "nicht so tödlichen" Virus mutiert. Vermutlich, weil's uns so sehr lieb hat.
Und was Auswurf betrifft: ist er beleidigt? Weil ich ihm Unreife vorwarf? Soll ich nachschauen, was mir Auswurf hier schon alles an den Kopf geworfen hat? Entweder er ist Manns genug so etwas selbst auszutragen, oder er läßt es bleiben.
Manns genug
Manns genug
Auswurf hat geschrieben:![]()
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Auswurf hat geschrieben:ansonsten..
Beide wellen der spanischen grippe hatten ihren ursprung in den staaten und auch die erste erreichte europa keinesfalls folgenlos.
Zumindest wenn die doku, welche ich gestern sah nicht lügt
ttps://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo ... s-102.html
Tamasi hat geschrieben:Oder lies einfach Wikipedia.
Wikipedia hat geschrieben:Ende Mai 1918 starben in einem kleinen französischen Militärlager fast fünf Prozent der dort stationierten Soldaten an der Grippe bzw. ihren Folgen. Und in Louisville, Kentucky, tauchte bereits das Muster auf, das aus heutiger Sicht eines der charakteristischen Merkmale der Spanischen Grippe ist: Gut 40 Prozent der Todesopfer gehörten der Altersgruppe der 20- bis 35-Jährigen an.
Wikipedia hat geschrieben:Der Beginn der Herbstwelle lässt sich etwa auf die zweite Augusthälfte des Jahres 1918 terminieren....
Wikipedia hat geschrieben:....eventuell brach sie [die zweite Welle] erstmalig auf dem norwegischen Frachter Bergesfjord aus, der am 12. August 1918 mit 200 erkrankten Besatzungsmitgliedern in Brooklyn anlegte; zuvor waren schon vier an Bord Verstorbene der See übergeben worden.
Frank N Furter hat geschrieben:4. Fairer Weise sei erwähnt, dass der Artikel wenigstens auf einige der Unterschiede im Verlauf eingeht. Allerdings bleibt die Intention dabei unbeschädigt: nämlich einen Vergleich zwischen der verheerendsten Virus-Pandemie zu ziehen, die wir bisher bewußt wahrgenommen haben und der jetztigen Corona-Krise. Absolut unseriös sind deshalb auch solche Suggestionen:
...
Wu et al haben ausdrücklich gesagt, dass sie keine Schlüsse zur Sterblichkeit ziehen können! Das andere Paper ist von 2006, als es Sars-Cov-2 noch gar nicht gab. Was soll das? Was ist das für ein unseriöser Scheiß? Was neuste Studien tatsächlich bisher erahnen lassen - fern davon, schon evident sein zu können - ist eine wesentlich geringere Sterblichkeit bei Sars-Cov-2 als bei der Spanischen Grippe! Darüber könnte man aktuell berichten!
...
fkAS hat geschrieben:Wenn man ganz fair ist, muss man sagen, dass der Artikel auf alle Unterschiede eingeht, die du auch nennst.
Wir beobachten seit dem 15. März eine tägliche Wachstumsrate der Infizierten von circa 23 Prozent, das heißt, die Zahl der registrierten Infizierten verdoppelt sich alle drei Tage. Verwendet man allein zur Verdeutlichung ein exponentielles Wachstumsmodell und startet man mit 6.000 Infizierten (in etwa die Anzahl am 15. März), wären innerhalb von 14 Tagen knapp 109.000 Personen infiziert, nach 30 Tagen nahezu drei Millionen.
Das alles sind natürlich nur Beispielrechnungen. Aktuell gibt es zu allen drei oben genannten Faktoren – Reproduktionsfaktor, Ansteckungsdauer und Immunität – im Falle von Covid-19 keine endgültig gesicherten Informationen.
Es ist wiederum offensichtlich, dass diese Entwicklung die die Gesundheitsversorgung schnell überlasten dürfte [...] So wären beispielsweise bei 1,5 Million Infizierten und einem Anteil schwerer Verläufe von nur drei Prozent die in Deutschland verfügbaren Intensivkapazitäten schon bei Weitem ausgereizt, selbst wenn man dort keinerlei andere Schwerkranke zu behandeln hätte. Eine Rationierung von Intensivkapazitäten wäre dann nicht mehr zu vermeiden. Im Klartext hieße das, viele Todesfälle hinnehmen zu müssen.
Und doch reichen diese Beispielrechnungen völlig aus, um ein entschlossenes politisches Handeln zu begründen, das der Eindämmung der Neuinfektionen aktuell die absolute Priorität zuweist.
Flache9 hat geschrieben:Vorab: Ich finde es gut das man Patienten aus Frankreich und Italien hilft und sie einfliegt.
Auf der anderen Seite muss ich fragen, ob unsere Intensivkapazitäten ausreichen. Anscheinend schon.
Die ganze Zeit heißt es, man muss um jedes Bett kämpfen und suggeriert, dass zu wenige Betten vorhanden sind , auf der anderen Seite holen sie wöchentlich jeden Tag Patienten aus dem Ausland.
Unter Westfalen hat geschrieben:Ermutigende Aussage von BOSCH zur Serienreife der Schnelltests:
https://www.nzz.ch/wirtschaft/bosch-che ... ket-newtab
Unter Westfalen hat geschrieben:Flache9 hat geschrieben:Vorab: Ich finde es gut das man Patienten aus Frankreich und Italien hilft und sie einfliegt.
Auf der anderen Seite muss ich fragen, ob unsere Intensivkapazitäten ausreichen. Anscheinend schon.
Die ganze Zeit heißt es, man muss um jedes Bett kämpfen und suggeriert, dass zu wenige Betten vorhanden sind , auf der anderen Seite holen sie wöchentlich jeden Tag Patienten aus dem Ausland.
https://www.spiegel.de/panorama/gesells ... 74cd031baa
Haber hat geschrieben:Unter Westfalen hat geschrieben:Hi Airwin,
in diesen schwierigen Zeiten muss man sich gegenseitig helfen.
Dieser Artikel der taz ist hinter der Bezahlschranke. Könntest du vielleicht den Text hier einstellen?
https://taz.de/Corona-in-Bolsonaros-Brasilien/!5674157/
Manus manum lavat.
Im Gegenzug biete ich Dir - und natürlich allen anderen auch - diesen Artikel:
https://www.nzz.ch/international/corona ... ket-newtab
Die Autorin ist unverdächtig, Inhalt ist ok. Sehr interessant. Bin gespannt, wie Indien das Problem löst. Ich sah jetzt ein Video, in dem die Polizisten mit Schlagsöcken auf Passanten einschlugen. Einige mussten auch Kniebeugen und Liegestützen machen. Andere Kultur halt.
hallo uwe, die taz hat keine "Bezahlschranke", du kannst ohne schlechtes Gewissen zu haben lesen, du musst nur oben rechts anklicken, wenn du das gerne möchtest.
Daher glaube ich, egal welche Mengen sich infizieren werden, wir haben genug Kapazitäten.
Frank N Furter hat geschrieben:...Weiter hab`ich dann gar nicht mehr gelesen, entschuldige....
fkAS hat geschrieben:Frank N Furter hat geschrieben:...Weiter hab`ich dann gar nicht mehr gelesen, entschuldige....
Du musst man lernen, Texte unvoreingenommen zu lesen...
Auswurf hat geschrieben:flacheDaher glaube ich, egal welche Mengen sich infizieren werden, wir haben genug Kapazitäten.
sorry, aber ich glaube das stimmt so überhaupt nicht.
Man kann schon davon ausgehen, dass wir bei ungebremster ausbreitung keine chance hätten alle zu versorgen.
Wieviel infizierte haben wir jetzt in D. ?
Ich denke jede halbwegs realistische angenommene zahl,
ist nur ein minimaler bruchteil dessen, was auf uns im bezug auf zeitgleich infizierte zukommen könnte
Flache9 hat geschrieben:Nicht jeder infizierte benötigt ein Intensivbett.
Flache9 hat geschrieben:Wieviel % benötigen eine Beatmungsgerät?
Flache9 hat geschrieben:Man möchte die Kapazitäten auf 56.000 erhöhen und ist schon dabei.
Frank N Furter hat geschrieben:Flache9 hat geschrieben:Nicht jeder infizierte benötigt ein Intensivbett.
Korrekt. Hier ist auch die Quote entscheidend. In Deutschland ist es momentan so etwa jeder Vierte schwerere Fall. In den USA laut letzten Berichten etwa jeder Dritte; und in Italien wars zeitweise sogar jeder. Das hängt stark damit zusammen, wann die Leute ins Krankenhaus kommen.Flache9 hat geschrieben:Wieviel % benötigen eine Beatmungsgerät?
Man kann mindestens drei Formen der Beatmung unterschieden und im Detail noch viel mehr. Die einfachste Form der Beatmung muss nicht auf einer Intensivstation erfolgen. Wie viele prozentual eine Beatmung benötigen, hängt wieder davon ab, wie früh die Menschen kommen. Hochgerechnet auf die "offiziell" Infizierten, sind es bei uns aktuell nicht mal 0,5%.Flache9 hat geschrieben:Man möchte die Kapazitäten auf 56.000 erhöhen und ist schon dabei.
Das ist bereits erreicht worden. Man hat jetzt vor allem auch separate Klinikabteile geschaffen, die nur für Corona-Kranke da sind. Bei uns ist das eine komplette Klinik, 500 Betten. Dadurch will man erreichen, dass alle Leute erstmal ein Bett bekommen, auch noch mit frühen Symptomen. Und dadurch will man natürlich wiederum erreichen, dass die Leute nicht zu spät in Triage und Behandlungsverzug geraten. Die Klinikleitungen haben sich hier deutschlandweit wirklich schnell und effizient hervorragend abgestimmt.
Das darf man ruhig jetzt auch mal konstatieren: in letzter Zeit schien es ja so, als wäre Deutschland kaum noch in der Lage einen Flughafen zu bauen. Die Zeit die wir jetzt "geschenkt bekamen" wegen unserer anfangs überdurchschnittlich guten Testkapazitäten, haben wir, soweit man das heute sagen kann, wirklich hervorragend genutzt. Viel besser, als ich selbst noch vor 3-4 Wochen zu hoffen gewagt hätte. Der einzige Punkt, der aktuell noch nicht so gut beurteilt werden kann, ist die Versorgung mit Verbrauchsmaterialien. Da wirken die internationalen Handelbeschränkungen gerade sehr kontraproduktiv. Es wäre die Aufgabe der Politik sich hier international besser abszustimmen.