killroy hat geschrieben:Tifferette hat geschrieben:@killroy: Herdenimmunität und Abwägung der gesellschaftlichen Folgen der Beschränkungen haben zwar ihre Überschneidungen, spielen aber auf verschiedenen Ebenen. Man kanm die Idee der Herdenimmunität für populistischen Unsinn halten und trotzdem für eine Begrenzung der Einschränkungen sein.
finde ich nicht, die Dinge haben eng miteinander zu tun. Wenn man sich aus welchen Gründen auch immer auf die Position verlegt, dass man momentan nicht im Ansatz über Öffnungen der Kontaktrestriktionen sprechen darf (und die Idee von Frank, Risikogruppen zu quarantänisieren, damit dies eben möglich ist, geht in diese Richtung) - und das als populistischen Bullshit abtut - dann sollte man auch eine Antwort für diejenigen haben, die nicht in einer abgesicherten Sesselpupser-Situation, wie ich z.B., sitzen.
Die "verordnete" Herdenimmunität (und darum geht es ihr) ist eine politische Entscheidung. Die Meinung meiner Schwester kommt aus der medizinischen Ecke, da spielen andere Kategorien eine Rolle. Und die Politik argumentiert da verkürzt, deswegen Bullshit.
Diese Idee der wachsenden Herdenimmunität lehnt meine Schwester auch nicht grundsätzlich ab. Sie sagt lediglich, dass man das nur dann machen sollte, wenn die Systematik besser bekannt ist. Sehr pragmatischer Ansatz: Wenn das tatsächlich zu 1,0 % Toten führt, dann würde das vermutlich sogar genau so stattfinden. Weil es keiner SICHER BESSER weiß, wäre das derzeit reine Zockerei. Sie sagt auch, wenn wir bereits Daten über die Immunisierung der Bevölkerung hätten, könnte man da auch ganz anders drüber nachdenken.
Erneut: Wissenschaftlicher Denkansatz. Politiker sind da leider riskoaffiner. (Ihr Zitat zu BoJos Idee: "Der Trottel! Dieser Trottel!" Und sie hat früher in London gelebt und fand den BoJo irgendwie ganz nett, also im Soinne von ulkig.) Das sind auch Ebenen, die man trennen darf/sollte.
Und darüber hinaus... ist das halt eine Meinung. Zwar von einer diesbezüglich qualifizierten Person, aber da schwingt sich keiner zu irgendwas auf. Der Drosten beschwert sich auch alle zwei Folgen, dass Leute was in ihm sehen, was er nicht ist, oder sein will. (Und nein, ich vergleiche nicht meine Schwester mit Drosten...)
Mein persönlicher Senf: Ich nutze meine Schwester als Infoquelle, weil ich ihr zutraue, eine fachliche Sortierung vorzunehmen und: weil ich ihr vertraue, und da nicht irgendein medialer (mglw. sensationsheischender) Filter drauf liegt. Da kriege ich ne ehrliche Antwort. Sie würde mir sagen, wenn es krasser kommt, oder wenn es milder wird. Ich dachte, ich teile das mal mit Euch.
Ich fände es schön, wenn die Welt mehr Abstand zu einander hält (Schaut mal die Parkplätze von den Baumärkten... Brutal! Lauter Heimwerker...),aber wie bereits oben geschrieben: Ist nicht mein Einfluss! Was ihr daraus macht, ist mir somit nicht egal, aber ich steh hier auch nicht auf der Kanzel.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.