11189 Beiträge

Flache9
Paradoxerweise beschwert sich der Wettbewerbskönig Söder und wirft anderen genau das vor ,was er die letzten Wochen des Öfteren selber getan hat. Genug ist Genug. Alle machen Politik und Wahlkampf. Nicht nur Laschet, sondern ALLE !


jagdhuette
Benutzeravatar
Halbdaggl
Flache9 hat geschrieben:Paradoxerweise beschwert sich der Wettbewerbskönig Söder und wirft anderen genau das vor ,was er die letzten Wochen des Öfteren selber getan hat. Genug ist Genug. Alle machen Politik und Wahlkampf. Nicht nur Laschet, sondern ALLE !


Fängt doch schon damit an, wie oft man Söder im Tv sehen muss.
Ist das proportional zur Bundeslandgröße? Eher nicht.


Flache9
jagdhuette hat geschrieben:
Flache9 hat geschrieben:Paradoxerweise beschwert sich der Wettbewerbskönig Söder und wirft anderen genau das vor ,was er die letzten Wochen des Öfteren selber getan hat. Genug ist Genug. Alle machen Politik und Wahlkampf. Nicht nur Laschet, sondern ALLE !


Fängt doch schon damit an, wie oft man Söder im Tv sehen muss.
Ist das proportional zur Bundeslandgröße? Eher nicht.


Söder hat 10 Tagen lang Bayerns rettenden Papa und den Hardliner gespielt. Er hat sich nicht an Ländervereinbarungen gehalten gemeinsam zu kommunizieren und ist nach vorne geprescht nach Donald Trump Manier und war der Held.
Was ja inhaltlich nicht falsch war, aber Wahlkampf hat er dennoch betrieben.

Laschet macht nun das selbe.
Ich halte Laschets Entscheidung auch Inhaltlich für vertretbar den Shit-Down zu lockern. Aber auch er betreibt Wahlkampf und macht das gleiche wie Söder.

Während der großen Corona Angst hat Söder viele politischen Sympathiewerte gewonnen, diese können sich aber auch sehr schnell negativ ändern, sobald aus Angst der Bevölkerung, eine Wut und Panik um deren Existenzen und Zukunft entwickelt.
Meiner Meinung nach wird Söder auch in seinen Umfragewerten wieder etwas verlieren.

Gefühlt bringt medial Laschet die Freiheit wieder zurück. Die anderen stehen gerade als böse Gegner da, obwohl das nicht so ist.
Wer eine Entscheidung dagegen trifft, wird sich in der Bevölkerung auf Dauer keine Freunde machen.
Deswegen sehe ich Laschet aktuell vorne.


Frank N Furter
@Leopoldina

Was der Postillion da schreibt, kann man zwar grundsätzlich als Kritik bezeichnen, basiert aber in der Summe auf einer Falschdarstellung des Sachverhalts.

Wir hatten in Deutschland mal über 2.000 Krankenhäuser (in der vollständigsten Liste, der sogenannten NUB-Datei). 2/3 der Gesamtkosten im Gesundheitssystem flossen ehemals in diese 2.000 Krankenhäuser. Das wurde auf Dauer als untragbar erachtet. Deshalb hat man in der letzten Dekade zwei Maßnahmen durchgeführt:
1. Alles was ging von stationär auf ambulant umgestellt, um Krankenhausbetten einzusparen.
2. Kleine Krankenhäuser zum Schließen "zu bringen" (nötigen, denn viele waren ja privatisiert. Die musste man schon gezielt in die Pleite treiben)

Aber die Leopoldina hatte nicht nur stumpf eine Schließung von Kliniken vorgeschlagen, sondern parallel und begleitend einen Aufbau der Polykliniken, die sich in der DDR als sehr sinnvoll bewährt hatten. Polykliniken sind einfach Zusammenschlüsse mehrerer Arztpraxen (also tatsächlich keine Kliniken, sondern eher medizinische "Hubs"). Diese Idee war und ist weiterhin gut, weil sie auch eine Antwort darauf beinhaltet, das Hausarztsterben im ländlichen Raum einzudämmen (erkläre ich jetzt nicht ausführlich).

Grundsätzlich ist es richtig kleine Kliniken zu schließen, das hatte ich neulich schon ausgeführt. Denn die kleinen Kliniken liefern meist wegen der viel zu geringen Fallzahlen einfach nicht die Behandlungsqualität die man braucht (noch sehr vornehm ausgedrückt).

Das Paper von der Leopoldina, welches der Postillion jetzt zitiert, war also qualitativ durchaus anspruchsvoller und hatte die richtigen Ansätze.

Wenn man im Hinblick auf Corona im organisatorischen Bereich etwas an unserem Gesundheitssystem kritisieren will, dann gibt es andere Punkte. Einer der offensichtlichste ist meiner Meinung nach, dass man die eigenen Epidemiepläne nicht umgesetzt hat. Das ist generell ärgerlich. Ständig werden Komissionen beauftragt Pläne für bestimmte Risikoszenarien auszuarbeiten; die Leute machen sich dann wirklich über Jahre einen Arsch voll Arbeit und am Ende setzt es die Politik nicht um, weil die Umsetzung doch ein paar Euro kosten würde, aber keine Wählerstimmen verspricht, solange jedenfalls, wie das Risiko nicht eintritt (und selbst dann bekäme man keine Wählerstimmen, sondern der denkfaule Wähler würde es als Selbstverständlichkeit betrachten...)

@Für Forums-User mit Kindern oder Enkeln die eine allergische Erkrankung haben, noch eine gute Nachricht:
https://idw-online.de/de/news744676

@Haber
Interessanter Artikel!

@publicenemy
Deiner neulich übrigens auch! Sehr sogar.

Unter Westfalen
Benutzeravatar
Grasdaggl
Söder hat 10 Tagen lang Bayerns rettenden Papa und den Hardliner gespielt.


Söder ist intelligent und hinterfotzig.
Seehofer halt nur bauernschlau.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Flache9
Unter Westfalen hat geschrieben:
Söder hat 10 Tagen lang Bayerns rettenden Papa und den Hardliner gespielt.


Söder ist intelligent und hinterfotzig.
.


Bringt es auf den Punkt.


vivafernanda
Benutzeravatar
Granadaseggl
@frank,

keine Ahnung, wie Du kleine Kliniken so allgemein als sinnlos, da unerfahren bezeichnen kannst.


In Stuttgart gibt es viele kleine Kliniken, alle hochspezialisert und viele noch am Leben. Die Furtbachklinik ist eine kleine psychiatrische Klinik, sie gehört heute zum Marienhospital. Das Charlottenhaus ist eine winzige Entbindungsklinik und gehört heute zum Robert Bosch Krankenhaus, das sich auch die Schillerhöhe, eine Lungenfachklinik, einverleibt hat. In S haben die großen Häuser dafür gesorgt, dass die kleinen nicht sterben, aber halt auch nicht mehr eigenständig sind.
Das was Du eher meinst, sind wohl die ländlichen Kliniken, aber auch da gibt es Abläufe. Mein Vater hatte im Sommer einen kleinen Herzinfarkt, in der größeren Kleinstadt, in der meine Eltern leben, hat man ihm in der Ambulanz Blut abgenommen und ein EKG geschrieben, um ihn dann mit Blaulicht in die nächstgrößere Klinik zum Herzkatheter zu bringen.
Hätte es diese kleine Klinik vor Ort nicht gegeben, wäre er wohl nicht gegangen. Ich habe ihn von M aus am Telefon bearbeitet, da von meinen näherwohnenden Geschwistern niemand zuhause war. Total froh war ich um diese kleine Klinik, die mal einen exzellenten Ruf hatte, bis sie kaputt gespart wurde. Diesen Weg haben in meiner Wahrnehmung mehr Kliniken genommen, als den von Dir beschriebenen.
Eine Hand, die schiebt, ist besser als 100 Hände, die ziehen.


Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Flache9 hat geschrieben:Grossveranstaltungen frühestens ab dem 31.08.2020 laut den Medien.
Könnte für die neue Saison reichen.


Schlau gemacht, der Zeitpunkt.
So kann man über die großen Volksfeste später entscheiden, erstmal die Entwicklung abwarten, und muss jetzt nichts dazu sagen.
Und auch Fußball und andere Sportarten kann man dann mal abwarten.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Rufus
Granadaseggl
Vorhin im Heute Journal:
Die "nette" Frau Slomka nimmt sich Armin Laschet zur Brust.

M. Slomka "Hatte Herr Söder das ganz falsch verstanden als er vor einem Überbietungswettbewerb warnte"
Laschet "Ich weiß nicht wen er damit meinte?"
M. Slomka (lächelt) "Ich glaube Sie"
Laschet "Nein, das glaube ich nicht. Das ist ein netter Kollege und wir verstehen uns gut!"

Ja klar, und morgen geht die Sonne dann im Westen auf, oder?

Ich mag den Laschet, er kommt aber irgendwie immer ein bischen "Pfarrermäßig" rüber aber auch ein Pfarrer sollte eigentlich keine Notlüge anwenden. :mrgreen:

Auswurf
Benutzeravatar
Grasdaggl
und kurz danach flimmerte noch unser beinahe riehtmüller als vertreter eines lades unter 800qm über die scheibe
Wir (VfB) sind wieder wer !
das ist doch keine Musik

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Rufus hat geschrieben:Vorhin im Heute Journal:
Die "nette" Frau Slomka nimmt sich Armin Laschet zur Brust.

M. Slomka "Hatte Herr Söder das ganz falsch verstanden als er vor einem Überbietungswettbewerb warnte"
Laschet "Ich weiß nicht wen er damit meinte?"
M. Slomka (lächelt) "Ich glaube Sie"
Laschet "Nein, das glaube ich nicht. Das ist ein netter Kollege und wir verstehen uns gut!"

Ja klar, und morgen geht die Sonne dann im Westen auf, oder?

Ich mag den Laschet, er kommt aber irgendwie immer ein bischen "Pfarrermäßig" rüber aber auch ein Pfarrer sollte eigentlich keine Notlüge anwenden. :mrgreen:


gehört ja eher in den Politik-Thread

Interessant war aber das Interview mit dem HZI-Prof (auch einer, der etwas extravagant im TV auftritt)
Der hätte die Maßnahmen gern noch weiter so streng gelassen oder gar verstärkt, um R0 deutlich unter 1 zu senken, damit seiner Meinung nach dann in vielleicht 2 Monaten wieder ein richtiger Neustart möglich wäre statt den partiellen Schritten wie veranlasst.
Wenn ich ihn richtig verstanden habe möchte er also das Virus quasi richtig eindämmen. Ob das funktioniert, insbesondere wenn die Grenzen wieder öffnen, vermag ich nicht zu beurteilen. War ja auch ein stark verkürztes Interview.
Zu dem aktuellen Plan meinte er: wenn kein Medikament oder Impfstoff gefunden wird, hat man beim aktuellen Tempo dann am Jahresende eine Million infizierte; wenn man Faktor 10 Dunkelziffer drauf rechnet wären es 10 Millionen. Dann würde es, wenn alles so bliebe, 5 Jahre dauern bis zur Herdenimmunität.

Aber gut, alles wieder sehr theoretisch
Don't criticize what you can't understand

Frank N Furter
vivafernanda hat geschrieben:@frank,
keine Ahnung, wie Du kleine Kliniken so allgemein als sinnlos, da unerfahren bezeichnen kannst.


Lissy, ich kann doch nicht jedes mal 10 Seiten schreiben, um jedem Aspekt gerecht zu werden? Mein Beitrag sollte aussagen, dass man die Leopoldina jetzt nicht einfach wie den Bock darstellen kann, den man plötzlich zum Gärtner macht.

Ein Aspekt dabei war, dass die medizinische Behandlungsqualität 1:1 mit den Fallzahlen korreliert. Und das ist 100% korrekt! Da wirst Du niemanden finden, der das bezweifelt, weil das so evident ist, wenn man zu verschiedenen ICD-Codes sich das Outcome von Kliniken anschaut. Und das ist einer der Gründe, weshalb in ganz verschiedenen Gutachten - also nicht nur dem von Leopoldina - den kleinen Kliniken "der Kampf" angesagt wurde.

Die Kliniken die Du beschrieben hast, haben ja gar keine kleinen Fallzahlen! Sie haben sich eben spezialisiert. Spezialisierungen funktionieren wirtschaftlich natürlich auch nur wieder im urbanen Raum. Auf dem platten Land kannst Du z.B. keine zentrale Stroke-Unit mit hohen Fallzahlen aufbauen....

Mir ging es also ziemlich offensichtlich nicht darum kleine Kliniken grundsätzlich runter zu machen und deswegen redete ich auch nicht von allen, sondern verwendete das Wort meist und bezog mich dabei explizit auf die Fallzahlen, wemmers schon so genau nehmen....

Was das Beispiel mit Deinem Vater betrifft, gehen viele Expertengutachten davon aus, dass die Leistung von der er profitierte auch von einem dichten Netz von Polykliniken erbracht werden könnte (günstiger und besser, wie manche vermuten).

vivafernanda hat geschrieben:Total froh war ich um diese kleine Klinik, die mal einen exzellenten Ruf hatte, bis sie kaputt gespart wurde. Diesen Weg haben in meiner Wahrnehmung mehr Kliniken genommen, als den von Dir beschriebenen.

Da sage ich ja nichts anderes. Dass man Krankenhäuser zuerst privatisierte und heute gezielt kaputt spart, ist natürlich keine wirklich gut durchdachte Strategie.

de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
@frank
was hälst du von den Theorien vom HZI-Professor? (sofern du sie vernommen hast; es kommen ja derzeit aus allen Richtungen von so vielen Fachleuten Theorien; nicht wenige widersprechen sich ja vehement)
Don't criticize what you can't understand

Frank N Furter
de mappes hat geschrieben:@frank
was hälst du von den Theorien vom HZI-Professor? (sofern du sie vernommen hast; es kommen ja derzeit aus allen Richtungen von so vielen Fachleuten Theorien; nicht wenige widersprechen sich ja vehement)


Welche Theorie meinst Du....?


Haber hat geschrieben:Menschen müssen damit leben.

:nod:

Haber hat geschrieben:edit: Ich habe gerade das Slotderdijk Interview gelesen, toll, in der ZEIT

Undn? Wat sachter?


Frank N Furter
@de mappes

Was soll man von einem "Wissenschaftler" halten, der einen Reproduktionskoeffizienten behauptet, welcher keine evidente Zahlenbasis hat? Mehr noch: wo man sogar weiß, dass die Zahlenbasis um mehere 100% falsch ist? Wir kennen doch weiterhin die Zahl der Infizierten nicht und wissen nicht wie viele sich täglich neu anstecken. Woher denn?
Die Kanzlerin redet ja denselben Unsinn. Das ist dermaßen grotesk.... ein schrecklicher Purzelbaum ins Mittelalter...

Diese Geschichte wird mit etwas zeitlichem Abstand mal dereinst als der große Corona-Hoax in die Geschichte eingehen.


Spielgerät
Benutzeravatar
Halbdaggl
Manche Beiträge hier sind von einer geradezu grotesken Peinlichkeit
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."


Flache9
Haber hat geschrieben:
@frank
was hälst du von den Theorien vom HZI-Professor? (sofern du sie vernommen hast; es kommen ja derzeit aus allen Richtungen von so vielen Fachleuten Theorien; nicht wenige widersprechen sich ja vehement)


Ich glaub der Gute ist nicht ernst zu nehmen.
Ein Virus will sich ausbreiten, das kann man doch nicht in 2 weiteren Monaten ersticken. Und wenn man es tot impfen will erfindet es sich neu und kommt als Variante wieder.
Oder als Waffe.

Menschen müssen damit leben.



Die Menschheit lebt seit Jahrtausenden mit Viren und Bakterien.

cron