- Tifferette
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- Grasdaggl
Auswurf hat geschrieben:Was mich hingegen "irritiert", ist die erschütternde Ruhe in den Händen deutscher Journalistenschreibgriffel, wenn es darum geht, wenigstens mal gaaaanz, gaaaanz zart zu hinterfragen, ob ein solcher Eingriff in die Grundrechte, wie wir ihn hier veranstalten, überhaupt faktenbasiert gerechtfertigt ist.
augstein und ken jebsen liegen da voll auf Deiner linie
Ist vor allem Blödsinn. Selbst in meiner total staatstragenden Blase (so mit SZ, FAZ und ZEIT und solchem Mist) lese ich regelmäßig Artikel, die Fragen nach der Angemessenheit der Mittel und der Dauer stellen. Auch und gerade vor dem Hintergrund der unsicheren Faktenlage. Nix zart. In das gleiche Horn stoßen übrigens die Gerichte, die manche Maßnahmen kassiert haben und generell sehr deutlich darauf hinweisen, dass sehr viel davon abhängt, wie lange diese Maßnahmen währen. Es wird diskutiert, es wird geklagt, da geht im Grunde alles seinen Gang.
Diese lamentierende Argumentation liest man aber häufiger, ein Klassiker ist das deutsche Büro der NZZ, die "den Deutschen" eine Form von Kadavergehorsam oder Lust an der moralischen Richtigkeit oder was auch immer unterstellen. Ganz schön unverfroren. Manche Leute können es einfach nicht verwinden, wenn ihre Meinung halt nicht der Mehrheitsmeinung entspricht. Dann muss halt abgewertet werden - alle anderen (sic!) sind ahnungslos, blablabla.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."
(Batman)