Aus der FAZ:
Cihan Çelik betreut als Arzt eine Covid-19-Isolierstation – und gibt uns ab sofort alle zwei Wochen ein Interview. Im ersten spricht er über die steile Lernkurve der Mediziner, junge Patienten, und seine Gedanken, wenn er volle Parks sieht.
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Wir lernen noch sehr viel Neues, auch erfahrenere Ärzte sind immer wieder überrascht. Es gibt erste wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das Lungenversagen im Falle einer Covid-19-Erkrankung als ganz neue Kategorie klassifizieren möchten, weil der Ablauf anders und zum Teil viel schwerer ist. Es ist eine spezifische Therapie nötig. Wir können unter den Covid-19-Erkrankten mittlerweile Subtypen klassifizieren. Es gibt den L-Typ, das ist ein Patient, der kaum Luftnot verspürt, aber schlechte Sauerstoffwerte hat. Die Lunge wird gut belüftet, ihre Durchblutung ist aber schon so gestört, dass das Blut nicht mehr so gut mit Sauerstoff angereichert wird. Das ist für eine Lungenentzündung fast schon Covid-spezifisch und war für uns am Anfang völlig überraschend. Im späteren Verlauf kann die Krankheit zum sogenannten H-Typ voranschreiten, dann hat der Patient ein wirklich schweres Krankheitsgefühl, die Zellschäden in der Lunge werden immer schlimmer und Wasser sammelt sich in ihr an. Da kann eine intensivmedizinische Behandlung mit Beatmung notwendig werden. Dieses ganze Wissen haben wir erst in den letzten Wochen gewonnen, im Januar war von so was noch gar keine Rede. Da war das eine virale Lungenentzündung von vielen.
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Wir sehen hier im Krankenhaus die schwer betroffenen Patienten, die sind schon meistens älter. Aber wir haben auch Zwanzigjährige, wir haben Dreißigjährige, wir haben Fünfzigjährige. Am Anfang waren es mehr jüngere Patienten, die Urlauber und Skifahrer – eben Menschen, die besonders viel unterwegs gewesen sind. Jetzt kommen mehr Pflegeheimbewohner und ältere Menschen mit Vorerkrankungen zu uns. Aber man kann auf keinen Fall sagen, es betrifft nur die älteren Menschen. Wir haben immer auch jemanden auf der Station, der 20 oder 30 Jahre alt ist.
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaf ... 49033.html
Cihan Çelik betreut als Arzt eine Covid-19-Isolierstation – und gibt uns ab sofort alle zwei Wochen ein Interview. Im ersten spricht er über die steile Lernkurve der Mediziner, junge Patienten, und seine Gedanken, wenn er volle Parks sieht.
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Wir lernen noch sehr viel Neues, auch erfahrenere Ärzte sind immer wieder überrascht. Es gibt erste wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das Lungenversagen im Falle einer Covid-19-Erkrankung als ganz neue Kategorie klassifizieren möchten, weil der Ablauf anders und zum Teil viel schwerer ist. Es ist eine spezifische Therapie nötig. Wir können unter den Covid-19-Erkrankten mittlerweile Subtypen klassifizieren. Es gibt den L-Typ, das ist ein Patient, der kaum Luftnot verspürt, aber schlechte Sauerstoffwerte hat. Die Lunge wird gut belüftet, ihre Durchblutung ist aber schon so gestört, dass das Blut nicht mehr so gut mit Sauerstoff angereichert wird. Das ist für eine Lungenentzündung fast schon Covid-spezifisch und war für uns am Anfang völlig überraschend. Im späteren Verlauf kann die Krankheit zum sogenannten H-Typ voranschreiten, dann hat der Patient ein wirklich schweres Krankheitsgefühl, die Zellschäden in der Lunge werden immer schlimmer und Wasser sammelt sich in ihr an. Da kann eine intensivmedizinische Behandlung mit Beatmung notwendig werden. Dieses ganze Wissen haben wir erst in den letzten Wochen gewonnen, im Januar war von so was noch gar keine Rede. Da war das eine virale Lungenentzündung von vielen.
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Wir sehen hier im Krankenhaus die schwer betroffenen Patienten, die sind schon meistens älter. Aber wir haben auch Zwanzigjährige, wir haben Dreißigjährige, wir haben Fünfzigjährige. Am Anfang waren es mehr jüngere Patienten, die Urlauber und Skifahrer – eben Menschen, die besonders viel unterwegs gewesen sind. Jetzt kommen mehr Pflegeheimbewohner und ältere Menschen mit Vorerkrankungen zu uns. Aber man kann auf keinen Fall sagen, es betrifft nur die älteren Menschen. Wir haben immer auch jemanden auf der Station, der 20 oder 30 Jahre alt ist.
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaf ... 49033.html
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai







