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RedBlues
Halbdaggl
Tifferette hat geschrieben:
Balbriggan hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Curevac auf der Brust

warum nicht

Die Ultras würden im Viereck springen. Curevac du H....sohn ;)

Allein das wäre es mir wert.

Mir auch, wie wäre das schön :bleich:

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Auch Curevac bekommt frisches Geld. Nun sind auch die Quatarser eingestiegen mit 110 Mio. Zusammen mit Angie, Dietmar, Bill (und den anderen Brasilianern) macht das zusammmen: 500 Mios. Von einem Börsengang war aber keine Rede. Sie wollen jedenfalls bis Mitte ´21 "auf den Markt" kommen mit einem Impfstoff.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 69991.html

In Oxford ist scheints auch ein Gegenmittel gefunden. AZD1-222 hat, so heißt es, so gut wie keine Nebenwirkungen. Jetzt muß es nur noch helfen.

witzfeld
Lombaseggl
Hallo, hallo, isch hab mal ne Frasche. Mein Gumpel ist Obervirologe und er gab mir nun den Tipp, ohne Gebiss rumzulaufen, das würde helfen. Soll ich nun zahnlos mein Dasein fristen nur wegen Corona? Außerdem wäre verifiziert, Nasenpoppler hätten nicht grundsätzlich ein höheres Risiko. Was meint Ihr, verarscht er mich?

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:
Balbriggan hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Curevac auf der Brust

warum nicht

Die Ultras würden im Viereck springen. Curevac du H....sohn ;)

Allein das wäre es mir wert.


Als ob da Hopp höchstselbst fieberhaft im Labor rumwerkeln würde, das Eine hat nix mit dem Anderen zu tun...

RedBlues
Halbdaggl
Hasenrupfer hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:
Balbriggan hat geschrieben:Die Ultras würden im Viereck springen. Curevac du H....sohn ;)

Allein das wäre es mir wert.


Als ob da Hopp höchstselbst fieberhaft im Labor rumwerkeln würde, das Eine hat nix mit dem Anderen zu tun...

Ohne Leute wie hopp hätte curevac aber vermutlich nie die Finanzierung von Jahren ohne Einnahmen stemmen können




RedBlues
Halbdaggl
Haber hat geschrieben:
Studie: Homeoffice wirkt positiv
Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und eine höhere Produktivität: Der Wechsel ins Homeoffice infolge der Corona-Krise war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung. Das geht aus einer Studie der Krankenkasse DAK hervor. Fühlten sich vor der Pandemie 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, waren es während der Corona- Krise nur 15 Prozent.

Von denjenigen, die nun zu Hause arbeiten, sagten 56 Prozent, sie seien dort produktiver als im Büro. Zwei Drittel erklärten, sie könnten Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren.


ARD


Mh, also ich kenne die Statistik, ich kenne die Aussagen meiner Kollegen, diese stimmen überein mit den Statistiken, dass im Home Office produktiver mit weniger Stress gearbeitet wird.

Als einer der die erste Möglichkeit genutzt hat sein Eigenheim wieder zum Lebensraum zu machen und die Arbeit beim Arbeitsplatz in der Firma zu lassen muss ich aber sagen, dass ich skeptisch bin.

Punkt 1.
Ist man nicht im Büro, fallen die informellen Gespräche zum großen Teil weg. Das spart Zeit, kein Kollege platzt rein und will kurz was wissen, man kann besser ohne Unterbrechung an einer Aufgabe arbeiten.
Aber das hat weniger etwas mit dem Ort zu tun, als mit der Gestaltung von Arbeitsplätzen und der Disziplin von Kollegen.

Punkt 2.
Nur wenige wollen zugeben, dass sie weniger Produktiv sind, wenn doch gerade Home Office für moderne Arbeitswelt steht.

Punkt 3.
Virtuelle Meetings funktionieren seit Jahren wunderbar in bestimmten Situationen. Sie haben aber Schwächen die man nicht negieren kann, kein kurzes Gespräch Zwischen Kollegen um sich abzustimmen. Meetings verlaufen digital zum Teil erheblich anders als physische Meetings.

Punkt 4.
keiner kann mir erzählen, dass er mit 2 Kindern zuhause, oder einen Kleinkind, produktiver zuhause arbeiten kann als im Büro.


Meine Erfahrung mit Kollegen und Vorgesetzten im Home Office ist, dass es eine unterschiedliche Wahrnehmung von Produktivität gibt. Die Kollegen im Home Office sind davon überzeugt, dass sie produktiver sind, während ich der im Büro arbeitet das Gefühl habe, dass vieles langsamer geht, Fragen länger auf Antwort warten, es öfters zu Spannungen kommt, weil der persönliche Kontakt bei Meinungsverschiedenheiten fehlt.
Kollegen die ihre Arbeit über den Tag splitten und nur noch zum Teil während normaler Bürozeiten arbeiten führt nicht zu mehr Produktivität. Es führt auch nicht zu weniger Stress bei denen die auf Antwort warten, im Gegenteil.

Und dazu kommt, dass das was wir uns über Generationen an Arbeitsschutz erkämpften, wie ergonomische Schreibtische und Bürostühle, im Home Office auf einmal wie weggeweht ist. Was ist modern daran am Küchentisch zu arbeiten?

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Hallo RedBlues,

interessante Erfahrungen, die Du da gemacht hast und die ich persönlich eigentlich genau so bestätigen würde. Zwei Punkte fehlen vielleicht noch in Deiner Liste:

1. Man spart die Anfahrt zur Arbeitsstelle. Nicht nur ist es unfassbar viel Zeit, die verlorengeht, wenn man bspw. in Ballungsräumen wie Stuttgart jeden morgen in den Stau steht, oder die S-Bahn mal wieder nicht kommt, es ist auch der damit verbundene Stress, der wegfällt. Für fast alle, mich eingeschlossen, ist das ein extremer Zugewinn an Lebensqualität.

2. Auch Deine Fahrtkosten fallen weg, und das kann je nach Entfernung jährlich ganz schön ins Geld gehen. Es soll sogar Leute geben, die ihr Abo oder gar ihr Auto drangegeben haben. Auch der Brötchengeber spart massivst an Raumkosten ein, was letzten Endes bei einer Abwägung über die Kosten eines Arbeitsplatzes auch dem Arbeitnehmer zugute kommen kann. So betrachtet kann das sogar zur Arbeitsplatzsicherheit beitragen. Zudem kannst Du Deine Aufwendungen für das HomeOffice steuerlich geltend machen. Innnerhalb der legalen Grenzen gibt es da auch gewissen Gestaltungsspielraum.

Dieser erste Punkt ist für mich der entscheidende Punkt, möglichst häufig von zuhause zu arbeiten. Bei den anderen Überlegungen halten sich Vor- und Nachteile die Waage.

RedBlues
Halbdaggl
@ axel
Zu deinem Kommentar der steuerlichen Absetzbarkeit. Hält sich das nicht massiv in Grenzen da die wenigsten ein Arbeitszimmer haben werden, dass sie fast ausschließlich zur Arbeit nutzen?


Bzgl Anfahrt. Ja da gebe ich dir Recht, aber ich bevorzuge den Arbeitsweg um zum einen eine räumliche Trennung von Privatem und Arbeit zu haben, und zum anderen weil ich diese halbe Stunde zum Abschalten von der Arbeit nutzen kann, nicht nur Laptop zuklappe und in ein anderes Zimmer gehe.



Aus Sicht des Arbeitgeber sehe ich diese mobile Arbeit sehr zwiespältig, ich würde wenn ich denn einer wäre immer darauf achten, dass die Mitarbeiter die meiste Zeit vor Ort sind. Ja es spart Geld, aber ich glaube dass das eher auf den ersten Blick der Fall sein wird.

Zudem, es entsteht ein enormes Ungleichgewicht zwischen denen die von Zuhause arbeiten können und denen die das nur sehr eingeschränkt oder gar nicht können, weil ihr Arbeitsmaterial eben einen Arbeitsplatz mit passender Ausstattung benötigt.

Frank N Furter
Hinter dem harmlosen Wörtchen "Homeoffice" verbirgt sich die größte Revolution im gesellschaftlichen Prozess von Arbeit und Leben seit Jahrzehnten.

Die Vorteile sind ja noch wesentlich größer und politisch gewichtiger:
1. Große CO2-Einsparung, wesentlich größer als z.B. durch Umstieg auf Elektroautos wären möglich.
2. Der Staat spart bei der Bereitstellung der Infrastruktur für die Arbeitsplatzmobilität. Auch steuerlich bei der Pendlerpauschale.
3. Die Unternehmen sparen gewaltige Summen an teuren Büromieten, inklusive Nebenkosten. Dafür könnte man den Arbeitnehmern wenigstens einen Teil als Lohnaufschlag anbieten, was sicherlich für viele eine interessante Option wäre.
4. In den Innenstädten würde plötzlich richtig viel Raum frei, den man zum Wohnungsbau verwenden könnte, was sich wiederum auf den Hauptlohntreiber Mietkostenanstieg positiv zurückwirken würde.
5. Weniger Verkehr generell. Damit verbunden weniger Staus, weniger Unfälle, weniger Versicherungsfälle, weniger Polizeikosten, weniger Verletzte und Tote, weniger Krankenkassenkosten.

Was steht dagegen?
Dass jemand zu Hause am Küchentisch arbeiten müsste? Grotesk. Homeoffice würde eh nur auf freiwilliger Basis funktionieren. Diejenigen die das wollen, kaufen sich natürlich einen gescheiten Schreibtisch, möglichst einen höhenverstellbaren, wie ihn heute jeder rückengeplagte AN verdient hat. Auch die Kinderbetreuung ist überhaupt kein Argument. Die Kinder musste ja auch vorher tagsüber betreut werden.
Und dass angeblich im Büro effizienter gearbeitet und kommuniziert würde? Soll das ein Witz sein? Es gibt Untersuchungen, dass gerade Leute die in Büros arbeiten zu 80% nur Büro-Gulu-Gulu machen. Also mit Kollegen tratschen und persönliche Konflikte austragen. Gerade hier wäre das Home-Offive eine riesige Chance für mehr Effizienz.
Grundsätzlich: die Leute bekommen Aufgaben und die müssen fristgerecht erledigt werden. Wo und wie sie das hinbekommen ist doch wurscht. Wer es dann nachweislich zu Hause nicht packt, muss eben doch im Büro arbeiten.

Wenn aus dieser ganzen Corona-Scheiße irgendetwas Positives bleiben soll, dann sehe ich nur eine massive Ausweitung des Home-Office als Option. Ich selbst kann übrigens nicht im Home-Office arbeiten und schreibe das nicht aus einer Position der Eigenvorteilsnahme.

RedBlues
Halbdaggl
Dass jemand zu Hause am Küchentisch arbeiten müsste? Grotesk. Homeoffice würde eh nur auf freiwilliger Basis funktionieren. Diejenigen die das wollen, kaufen sich natürlich einen gescheiten Schreibtisch, möglichst einen höhenverstellbaren, wie ihn heute jeder rückengeplagte AN verdient hat.


Ein wenig Weltfremd oder?
Frag mal wie viele Familien ein Zimmer übrig haben in den sie den Schreibtisch stellen können

Und dass angeblich im Büro effizienter gearbeitet und kommuniziert würde? Soll das ein Witz sein? Es gibt Untersuchungen, dass gerade Leute die in Büros arbeiten zu 80% nur Büro-Gulu-Gulu machen. Also mit Kollegen tratschen und persönliche Konflikte austragen. Gerade hier wäre das Home-Offive eine riesige Chance für mehr Effizienz.
Grundsätzlich: die Leute bekommen Aufgaben und die müssen fristgerecht erledigt werden. Wo und wie sie das hinbekommen ist doch wurscht. Wer es dann nachweislich zu Hause nicht packt, muss eben doch im Büro arbeiten.


Punkt 1, zeig mal die Studien
Punkt 2, würdest du uns verraten wie du deine Brötchen verdienst?

Ich habe vom Startup bis zum alteingesessenen Konzern in verschiedenen Unternehmen gearbeitet, Büro Gulu Gulu in dem Maß hab ich nirgends erlebt.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Einige Fragen an die Homeoffiziere:

Kann man noch privat von beruflich trennen, sprich klappt man den Rechner irgendwann zu und ist NUR noch Privatmann?

Kann es sein, dass man zu Hause insgesamt mehr Zeit aufwendet, um dem Arbeitgeber zu signalisieren, dass man keinen Nutzen aus der Situation zieht? Wird diese Zeit vergütet?

Gibt es in Unternehmen, die einen Betriebsrat haben, Betriebsvereinbarungen über Homeoffice?
Wir haben damals, gut, ist schon 20 Jahre her, eine über "Heimarbeitsplätze" abgeschlossen, wohl wissend, dass die beste Betriebsvereinbarung nichts taugt, wenn der einzelne Beschäftigte und sein Vorgesetzter stillschweigend ihre eigenen Regelungen treffen.

Sinnvollerweise müssten Beschäftigte, die in Homeoffice gehen, finanziell, entsprechend ihrem Arbeitsanteil, am Einsparvolumen der Unternehmen beteiligt werden. Sind die Betriebsräte noch stark genug, um das durchzusetzen?
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

RedBlues
Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Einige Fragen an die Homeoffiziere:

Kann man noch privat von beruflich trennen, sprich klappt man den Rechner irgendwann zu und ist NUR noch Privatmann?

Kann es sein, dass man zu Hause insgesamt mehr Zeit aufwendet, um dem Arbeitgeber zu signalisieren, dass man keinen Nutzen aus der Situation zieht? Wird diese Zeit vergütet?

Gibt es in Unternehmen, die einen Betriebsrat haben, Betriebsvereinbarungen über Homeoffice?
Wir haben damals, gut, ist schon 20 Jahre her, eine über "Heimarbeitsplätze" abgeschlossen, wohl wissend, dass die beste Betriebsvereinbarung nichts taugt, wenn der einzelne Beschäftigte und sein Vorgesetzter stillschweigend ihre eigenen Regelungen treffen.

Sinnvollerweise müssten Beschäftigte, die in Homeoffice gehen, finanziell, entsprechend ihrem Arbeitsanteil, am Einsparvolumen der Unternehmen beteiligt werden. Sind die Betriebsräte noch stark genug, um das durchzusetzen?


Ich persönlich fand die Trennung von Beruf und Privat während Dem Lockdown im HomeOffice schwierig. Ich habe dann ein paar Regeln aufgestellt wie aus dem Haus gehen vor der Arbeit und nach der Arbeit, also einen Arbeitsweg zu simulieren. Ohne Auto, halt zu Fuß. Eh ganz hilfreich weil man sich im Home Office weniger bewegt.

Bringt man mehr Zeit auf? Nun ich würde sagen insgesamt ist man länger mit der Arbeit beschäftigt, die Pausen sind aber länger, Beispiel Mittagessen, das will auch gekocht werden.

Da das plastische Erklären von Sachverhalten sich virtuell als etwas schwierig gestaltet, benötigt es zum Teil mehr Zeit um zu vermitteln, dass X so evtl keinen Mehrwert bringt.

Da wir vertrauensarbeitszeit haben ist der Mehraufwand den man evtl hat generell nicht vergütet, das Problem ist eher, dass es für Vorgesetzte extrem schwierig ist abzuschätzen ob ich nun 8 Stunden gearbeitet habe oder nicht. Wie FnF geschrieben hat, gemessen wird man an der Fertigstellung des Projekts, wie lange das dauert ist erst mal egal.

Betriebsräte sind meiner Meinung in der Vergangenheit immer schwächer geworden und ich sehe keinen Grund warum sie durch HomeOffice gestärkt werden sollten. Im Gegenteil.

Sämtliche Einsparungen werden mit Sicherheit nicht an die Arbeitnehmer weitergegeben. Man sieht ja schon wie begeistert Unternehmen zum Teil diese neue Welt annehmen. Das spart enorm Geld. Und Arbeitnehmer die sich am Kaffeeautomat nicht absprechen und austauschen können arbeiten mehr in Silos und sind generell weniger gut in der Lage zu protestieren

higgi
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Grasdaggl
Im Büro verbringt man "Totzeit" mit Schwätzchen halten oder im Internet surfen
Zuhause kann man sinnvolle Dinge tun, wie Mittag essen kochen, mal eben durchsaugen etc....
von daher

RedBlues
Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Hinter dem harmlosen Wörtchen "Homeoffice" verbirgt sich die größte Revolution im gesellschaftlichen Prozess von Arbeit und Leben seit Jahrzehnten.


Im übrigen möchte ich dieser Aussage explizit zustimmen. Dem ist so.

Nur ich sehe diese schöne neue Welt aus Sicht des Arbeitnehmers bei weitem nicht so positiv wie FnF.

Hier wird einiges an Industriellem Wandel einfach auf den Arbeitnehmer abgewälzt. Schön verpackt als ein Bündel an Vorteilen.

Frank N Furter
RedBlues hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:Hinter dem harmlosen Wörtchen "Homeoffice" verbirgt sich die größte Revolution im gesellschaftlichen Prozess von Arbeit und Leben seit Jahrzehnten.


Im übrigen möchte ich dieser Aussage explizit zustimmen. Dem ist so.

Nur ich sehe diese schöne neue Welt aus Sicht des Arbeitnehmers bei weitem nicht so positiv wie FnF.

Hier wird einiges an Industriellem Wandel einfach auf den Arbeitnehmer abgewälzt. Schön verpackt als ein Bündel an Vorteilen.


Deshalb schrieb ich ja und wiederhole es gerne: Kein AN darf explizit oder implizit gezwungen werden von zu Hause aus zu arbeiten. Diese "Revolution" kann nur auf freiwilliger Basis gelingen. Wer nicht möchte, bleibt im Büro des AG.

Es lohnt sich ja auch nicht für alle AN in gleicher Weise. Wenn ich Homeoffice arbeiten könnte, würde ich es vermutlich gar nicht tun. Ich brauche gerade mal 12 Minuten mit dem Rad an meinen Arbeitsplatz. Dort finde ich eine perfekte Arbeitsinfrastruktur vor, z.B. auch mit hervorragender IT-Betreuung durch unsere IT-Abteilung. Da muss ich mich um nichts kümmern. Habe ich ein Problem, ist in 10 Minuten ein kompetenter Kollege bei mir und löst es. Zuhause sähe das ganz anders aus.

Würde ich aber zu den armen Schweinen gehören, die jeden Tag im Stau stehen oder in Berlin auf die immer unzuverlässigeren Dienste des ÖPNV wartete und vielleicht 2-3 Stunden täglich (und 10-15 Stunden wöchentlich) An- und Abfahrt zur Arbeit hätte, würde ich wahrscheinlich sehr gerne von zu Hause aus arbeiten...

.. muss eben jeder für sich selbst entscheiden dürfen. Die AG machen es ihren AN sicherlich einfacher, wenn sie jedem AN vielleicht so 300-400 € mehr im Monat zahlen, der im Homeoffice zuverlässig seinen Job macht*. Da macht dann sowohl der AG noch was gut, und für den AN ist das mindestens teilweise eine Lohnsteigerung, wobei er ja noch gleichzeitig Zeit und Geld auf der Pendelstrecke einspart.

Außerdem sind viele flexible Lösungen denkbar. 1 Tag im Büro, 4 Tage zuhause. Oder 2 Tage - 3 Tage usw. Wie viele Menschen arbeiten in Deutschland in Büros? Rund 25% der 41 Millionen Beschäftigten habe ich eben gegoogelt? Kommt das hin?
Sagen wir also mal grob 10 Millionen. Wenn davon vor allem die Zuhause arbeiten wollten, die besonders lange Fahrwege haben (was ja naheliegend wäre), könnten davon vielleicht 2-3 Millionen von zu Hause aus arbeiten. Schon in 2-3 Jahren würde man dann viel besser abschätzen können, wie sich das Homeoffice bei diesen Menschen auf das Stresslevel, auf die Familie, auf Freizeitaktivität usw. tatsächlich auswirkt. Man kann da auch ein bisschen auf die Mechanismen der Evolution vertrauen: falls es gut klappt (für AG und AN) wird sich das Homeoffice sicherlich weiter durchsetzen. Falls schwerwiegendere Probleme auftauchen sollten, die man heute noch gar nicht sieht oder unterschätzt, wird sich das Homeoffice eher nicht durchasetzen. Aber man sollte Corona jetzt wenigstens mal nutzen den Feldversuch zu starten.

*wäre interessant zu wissen, wie viel Geld ein AG im Durchschnitt wirklich einspart - inklusive Versicherung und Pipapo - pro eingesparten Büroarbeitsplatz. Vielleicht sind das auch schnell mal 1.000 bis 1.500 € im Monat?

Southern Comfort
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Grasdaggl
Im Homeoffice ist auch Zeit totgeschlagen mit:

- Ah, der Postbote...
- Mmmh, ich schick nur kurz ne Waschmaschine los...
- Boah, ich hab Hunger!
- Nur (nochmal) kurz Forum checken... Mann, der XY hat sowas von Unrecht! Das muss ich klarstellen!!! Gut, dass kein Chef zusieht.
- Komm, nur die Bergankunft schauen... Oder den Col de la Madeleine noch davor... Ah, wir lasse es einfach nebenher laufen.
- Das Kind schreit/lacht/hat Durst/hat Langeweile
- usw. usf.

Aus der eigenen Erfahrung: Es ist schon anders als im Büro.

Die Ablenkungen sind andere. Die Konzentrationszeiten sind andere. Meines Erachtens kann man da so pauschal garnicht entscheiden, was jetzt "grundsätzlich besser" ist. Ich vermute, das hängt auch stärker mit dem Individuum und seinen Neigungen zusammen als mit der Arbeitssituation.

Aus meiner Sicht stört mich eine Sache gewaltig, selbst wenn ich produktiver wäre: Ich reagiere nicht gut auf Geschäft, das mir nach einem gefühlten/verordneten Feierabend noch vor der Nase rumsteht. Diese Trennung fällt mir schwer. Daher genieße ich es auch 20 Minuten täglich zu pendeln. Das schafft Distanz, auch im Kopf, zur Arbeit. (Siehe oben... individuell... Das mag anderen Leuten anders gehen.)

Die Chancen digitaler und dezentraler Arbeit liegen natürlich gleichwohl auf der Hand. Das sorgt für Produktivität. Das mag gelassener machen. Es mag auch einfacher sein, seinen Rhythmus anzupassen und so einen günstigeren Arbeitsalltag zu erleben mit weniger Stress.

Dennoch hat man eben auch eine wesentliche Komponente nicht: die Kollegen sind sozialer Kitt, zwar in der Regel keine Freunde im engeren Sinne, aber es tut auch gut, andere Leute zu treffen. Natürlich geht das auch mit Freunden nach Feierabend, aber wer hat schon täglich einen persönlichen Kontakt zu seinen Freunden. Und komme mir da keiner mit Georg Niedermeier Videostelefonie. Das ist nicht das Gleiche. Daher wäre ich auch mit den weichen Faktoren (insb. Stress) vorsichtiger. Der Mangel an sozialen Kontakten ist ggf. auch ein Stressfaktor...

Und weil wir diese Diskussion im Coronathread führen und einige Seiten vorher das Thema häusliche Gewalt ganz akut war... wollte ich das nochmal aufwärmen. Geh ich also auch häufiger spontan mal meine Frau verhauen, wenn der Chef ne doofe Mail geschrieben hat?
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Cantona
Kurzum: ich bin kein Freund von Home Office.

Die Argumente haben Rufus und Redblues bereits dargelegt, denen ich mich anschliessen kann.

Das staerkste Argument dagegen ist aus meiner Sicht die dadurch wegbrechende soziale Komponente, die das Arbeitsleben bekanntlich mit sich bringt.

Bin froh, dass mein Arbeitgeber Home Office zurueckgefahren hat, aber wiederum recht sensibel und flexibel mit den unterschiedlichen Situationen der Arbeitnehmer umgeht: Eltern mit Kindern, etc... koennen weiterhin home office machen.


RedBlues
Halbdaggl
Aus meiner Sicht stört mich eine Sache gewaltig, selbst wenn ich produktiver wäre: Ich reagiere nicht gut auf Geschäft, das mir nach einem gefühlten/verordneten Feierabend noch vor der Nase rumsteht. Diese Trennung fällt mir schwer. Daher genieße ich es auch 20 Minuten täglich zu pendeln. Das schafft Distanz, auch im Kopf, zur Arbeit. (Siehe oben... individuell... Das mag anderen Leuten anders gehen.)


Dito

Altes amerikanisches Sprichwort: Don‘t shit where you eat

Das staerkste Argument dagegen ist aus meiner Sicht die dadurch wegbrechende soziale Komponente, die das Arbeitsleben bekanntlich mit sich bringt.

Auch das, absolute Zustimmung. Und als Single hat es für mich darüber hinaus keinerlei Reiz den kompletten Tag alleine rumzusitzen. Das ist wie Strafe


RedBlues
Halbdaggl
higgi hat geschrieben:Achtung SEXISMUS:
Ja, ich freu mich auch immer wenn die Mädels von der Personalabteilung ihren Hintern Richtung Kantine wackeln


Hach, waren das noch Zeiten :mrgreen: