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de mappes
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Spamferkel
Gefühlt bist du da jetzt seit 4 Wochen :lol:

Lass es dir gut gehen :prost:

Wetter is aber nicht so oder?

Cantona hat geschrieben:...jetzt ist seit neuestem auch die Cote D'azur lt. RKI Risikogebiet... bissle nervig, da bin ich gerade...


Gratis Test :banane:
Don't criticize what you can't understand

Cantona
...also wetter ist bei mir top... jetzt erstmal an den Strand...
:banane: :vfb:

@darkred:

:prost: (passendes Smilie fehlt... Admin bitte!!! :bounce: )

darkred
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Halbdaggl
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/covid-19-neuinfektionen-steigen-die-fallzahlen-weil-wir-mehr-testen-a-54c9273a-602e-4446-9561-e6fceec015f3?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

Die Positivenrate scheint bei den gegenwärtigen Testverfahren der Parameter mit der größten Aussagekraft über den Pandemieverlauf zu sein.

Diese ist zwar etwas höher als noch vor 4-5 Wochen aber seit 3 Wochen trotzdem auf "überschaubarem Niveau" stabil.

In Zahlen.
Für die KW 31/32/33 ist eine vordergründig hohe Zunahme (5.634/7.256/8.407) der positiv Getesteten festzustellen. Und das ist Basis für die verkürzte, jedoch medienwirksame Darstellung, dass wir uns vermeintlich dramatisch schnell auf eine "zweite Welle" zu bewegen.

Wenn man sich jedoch die Positivenrate anschaut, sprich das Verhältnis von Testungen zu Positivbescheiden, dann erhalten wir eine prozentuale Quote von 0.97/0.99/0.96
Um das in den Vergleich zur Hochphase in KW13 zu setzen: Dort lag die Positivenrate bei über 9%.

Man kann jetzt her gehen und sagen, letzte Woche hatten wir 1000 positiv Getestete mehr als in der Vorwoche. Das scheint bedrohlich. Das soll bedrohlich erscheinen. Aber unterm Strich sind das 0.1% weniger als in der Woche zuvor. Und das wird bei der auf ziehende Headlines zielenden Berichterstattung mehr oder minder gerne unter den Tisch fallen gelassen.

fkAS
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Frank N Furter hat geschrieben:...
Ob Du das jetzt als gutmeinend zusammengefasste Information akzeptieren kannst oder nicht, liegt von nun an alleine an Dir....

Ich nehme es zur Kenntnis, auch wenn die Quellensuche offenbar doch schwieriger ist. Inzwischen gibt es dazu auch einen Artikel in der Süddeutschen:
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ ... -1.5006777

In der Praxis sind falsch-positive Resultate weniger problematisch als die Zahlen suggerieren. In den meisten Laboren wird eine positive Probe routinemäßig erneut getestet. So sagt beispielsweise eine Sprecherin von Centogene, dem zuständigen Labor für die Reiserückkehrer an den Flughäfen in Frankfurt und Hamburg: "Alle positiven Befunde werden von uns in einem zweiten Labortest mit einem unabhängigen Testsystem intern validiert. Damit sind falsch-positive Testergebnisse sehr unwahrscheinlich."

Durch dieses doppelte Testen sind falsch-positive Ergebnisse in der Praxis nahezu ausgeschlossen. Beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass eine negative Probe irrtümlicherweise als positiv deklariert wird, beispielsweise zwei Prozent - dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das bei der gleichen Probe zweimal in Folge passiert, nur 0,04 Prozent. Teilweise kommen auch sogenannte Dual-Target-Tests zum Einsatz, bei denen parallel auf zwei unterschiedliche Gensequenzen getestet wird, die beide charakteristisch für Sars-Cov-2 sind.

Ob jedoch alle Labore, die mit dem Auswerten von Coronatests beauftragt sind, solche Maßnahmen zur Qualitätssicherung ergreifen, ist nicht bekannt. Auffällig ist beispielsweise der relativ hohe Anteil von positiven Tests bei Reiserückkehrern in Bayern, obwohl in diesem Umfeld eine eher geringe Quote zu erwarten wäre.

Frank N Furter
fkAS hat geschrieben:Ob jedoch alle Labore, die mit dem Auswerten von Coronatests beauftragt sind, solche Maßnahmen zur Qualitätssicherung ergreifen, ist nicht bekannt. Auffällig ist beispielsweise der relativ hohe Anteil von positiven Tests bei Reiserückkehrern in Bayern, obwohl in diesem Umfeld eine eher geringe Quote zu erwarten wäre.


Das ist ja genau das was ich bereits ausgeführt hatte. Der Quellennachweis ist übrigens überhaupt nicht schwierig, nur werde ich hier keine Nature- und Sciencepaper mehr (illegal) als PDF reinkopieren. Deine ursprüngliche Replik war hingegen wesentich apodiktischer:

fkAS hat geschrieben:Das muss Quatsch sein.


Die Falsch-Positiven Ergebnisse des PCR-Tests sind kein Quatsch, sondern sie sind real. Vor allem, wenn man wie jetzt das Stichproben-Verfahren bei Reiserückkehrern betrachtet, wo eben üblicher Weise (vor allem aus Kosten- und Kapazitätsgründen) keine Aufsplittung der Proben durchgeführt wird, um die Quote der Falsch-Positiven zu marginalisieren.

Wir haben im Moment die Situation, dass der vermeintliche Zuwachs von positiv Getesteten bei gleichzeitiger Ausweitung der Testung auf drei Hauptursachen zurückgeführt werden könnte:
1. Eine Zunahme Falsch--Positiver Ergebnisse
2. Eine stärkere Erfassung des Dunkelfelds
3. Eine tatsächlich verstärkte Ansteckungsdynamik durch das Reisegeschehen

Wie sich das genau abmischt für Deutschland ist unbekannt. An der Zahl der Toten sehen wir, dass der Hauptfaktor bisher sicherlich nicht der Punkt 3 ist. Da wir gleichzeitig auch keine verstärkte Aufnahme von Patienten auf Intensivstationen erleben - das passiert zeitlich schneller und in quantitativ größerem Ausmaß - ist klar, dass 1+2 eine erhebliche Rolle spielen. Vor allem auch, weil 1+2 immer wachsen, wenn man die Zahl der Tests erhöht.

Leider sind Politik und Medien gar nicht daran interessiert eine ruhige und besonnene Ursachenforschung zusammen mit Experten zu betreiben, bei der der Faktor Aufmerksamkeit keine dominante Rolle spielen muss.

Mal sehen wie sich das mit dem Thema Schulen entwickelt. Bisher ist es auffalend ruhig geblieben.

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Frank N Furter hat geschrieben:
AxelKruse_FG hat geschrieben:Aber selbst wenn man die von fnf angegebene geringere Spezifität von 1,3 - 1,5%, sagen wir 1,4% im Mittel ansetzt, käme man bei 875.000 Tests noch immer auf 12.200 Falsch-Positive in der Woche. Tatsächlich nachgewiesen sind aber nur 8.400.


So funktioniert das ja auch nicht in der Praxis. Bei seriösen Teststellen wird im Hals und im Rachen abgestrichen und die Proben vor dem Einsetzen in den PCR-Thermocycler nochmal geteilt (Bei 4 Proben geht die Quote Falsch-Positiver wieder gegen Null). An Autobahnteststellen wird hingegen tatsächlich häufig nur ein Rachenabstrich gemacht, so dass hier die Problematik mit den Falsch-Positiven voll zum Tragen kommt.

Wenn das so ist, verstehe ich nicht, weshalb Du weiter oben fKAS so vehement widersprichst. Er hat geschrieben, daß die Werte, die ich anhand des vom RKI genannten Versuchs über die Spezifität aus den Fallzahlen errechnet habe, nach seiner Auffassung nach nicht passen können. Vmtl. hat er andere Erkenntnisse / Erfahrungen. Deine Ausführungen bestätigen ja eher seine Aussage.

Es bliebe die Frage, wie groß der Anteil der "einfachen" Schnelltests ist. Wenn ich das richtig vernommen habe, ist ein Großteil der Ausweitungen der Testkapazitäten genau darauf zurückzuführen. Hieß es im März noch, man könne 300.000 Tests durchführen, hat man die Zahl doch recht schnell auf etwa 600.000 Tests verdoppeln können. Meine Vermutung ist, daß hier vor allem die betriebsinternen Abläufe optimiert wurden (Auslastung etc.). Der rasante Anstieg der Kapazitäten im Sommer könnte jedoch eher auf die Schnelltests an Flughäfen, Autobahnen etc. zurückzuführen sein. Genannt wird nun eine Kapazität von 1,2 Mio. Tests pro Woche. Ins Blaue hinein vemutet also vielleicht 50% Schnelltests. Wer genaueres weiß, bitte melden.

Dieser nahezu konstante 1%-Anteil macht einen schon stutzig, denn bislang hieß es (sicher zurecht), das Geschehen sei unvorhersehbar, die Pandemie hochdynamisch und die Lage labil bis instabil.. Dem steht diese Zahlenreihe aber entgegen. Ich stelle daher mal ganz provozierend die ketzerische Frage in den Raum: Was wäre, wenn die Pandemie besiegt und das Virus ausgetrocknet wäre?

Würde man die Tests weiter durchführen, obwohl es keine Infektionen mehr gäbe, was wäre dann das Ergebnis? Man würde ausschließlich falsch positive Ergebnisse erhalten, da es ja keine echt positiven (mehr) gäbe. Und diese falsch positiven Ergebnisse wären mehr oder weniger - konstant! Dieses Phänomen ist nicht unbekannt. Die Statistiker nennen sowas in Anlehnung an die Akustik Grundrauschen oder einfach nur Rauschen:
http://www.statistics4u.com/fundstat_ge ... noise.html

Und gleich hinterher: Wie stark wäre das Grundrauschen, oder: Wie groß ist der Anteil der Falsch-Positiven prozentual? Wären nur bei der Hälfte der Tests Falsch-Positive durch Wiederholung ausgeschlossen (so wie es ich oben in den Raum gestellt habe), kämen man den realen Zahlen auffällig nahe. Und zuguterletzt, weil es gerade so Spaß macht: Gibt es einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Einführung der Schnelltests und dem Anstieg der Positiven-Quote von 0,6 auf 1%?

Ich habe keine Antworten, bin aber gespannt, ob solche Fragen demnächst in der öffentlichen Diskussion eine Rolle spielen werden.

Nachtrag: Kaum mache ich den Mund zu:
https://www.faz.net/aktuell/politik/inl ... 22415.html

Nachtrag 2: Den Beitrag habe ich vor dem obigen Posting von fnf erstellt. Die Sache mit diesem Kontinuum wird auch immer komischer...

Frank N Furter
AxelKruse_FG hat geschrieben:Wenn das so ist, verstehe ich nicht, weshalb Du weiter oben fKAS so vehement widersprichst.


Ich habe seinem vehementen Widerspruch ebenso "entschlossen" widersprochen. Sowas kommt vor. :D Ich hoffe, mit meinem letzten Posting ist der Punkt erklärt...

AxelKruse_FG hat geschrieben:Es bliebe die Frage, wie groß der Anteil der "einfachen" Schnelltests ist.


Wir reden hier glaube ich völlig aneinander vorbei: Schnelltest? Die RT-PCR, die auch bei Reiserückkehrern durchgeführt wird, ist kein Schnelltest, sonder DER Test - weiterhin. Es macht jedoch einen Unterschied aus, ob Du in ein Krankenhaus gehst und da nimmt jemand mit einem Abstrichstäbchen einen Abstrich aus Deiner Nase und anschließend mit einem anderen Abstrichstäbchen einen Abstrich aus Deinem Rachen. Dann hast Du nämlich schon 2 unabhängige RT-PCR-Ansätze! Und wenn dann jeder Ansatz nochmal in Suspension gebracht und geteilt wird, hast Du plötzlich 4 Ansätze. So wird ein Fehler von 1,4 / 100 zu einem Fehler von 0,000004 /100 (wenn ich mich eben am Taschenrechner ned vertibbd hab). Mit anderen Worten: bei nur einem PCR-Ansatz ist die Zahl der Falsch-Positiven erstaunlich hoch für eine RT-PCR zum Nachweis von Sars-Cov-2. Schon bei 4 Ansätzen sinkt die Quote der Falsch-Positiven jedoch gegen Null.

Hier gehts also gar nicht um Schnelltest versus "Ollumkorrekttest", sondern darum, wie viel Plätze in einem 64-well, 128-well oder 256-well die Probe eines einzigen Patienten in Thermocycler belegt. Nur einen Messplatz (=~1,4% Falsch-Positiv) oder 4 Messplätze (Falsch-Positive = ~0). Wenn Du 4 Testplätze pro Probe besetzt, kannst Du a) viermal weniger Leute testen und b) wird der Test 4x so teuer. :!:

Die Zahl der Tests steigt übrigens auch nicht deshalb, weil man jetzt auf "Schnelltests" umgestiegen wäre, sondern weil zig Diagnostik-Buden in Deutschland den Test mittlerweile anbieten. Alles was diese Buden tatsächlich limitiert, ist die Verfügbarkeit von Testkits. In so einem Testkit ist z.B. der Primer vorgelegt, sowie die RT-Polymerase, die Taq-Poymerase, Nukleotide, zweiwertige Metalionen und entsprechendes Medium. Die beiden Polymerasen sind hochkomplexe Proteine/Enzyme. Die kann man nicht beliebig schnell in beliebig großer Menge nachproduzieren. Vor allem, wenn gerade die ganze Welt danach schreit.


AxelKruse_FG
Granadaseggl
Danke für Deine Antwort. Der Begriff "Schnelltest" ist wohl nicht genau bestimmt, und trotzdem wird er häufig verwendet. Vielleicht sollte man ihn tatsächlch nur synonym mit PCR-Test verwenden, im Gegensatz zum Antikörpertest oder zum CT. Ich habe ihn nun im Zusammenhang mit den Autobahntests verwendet, wo anscheinend nur ein Abstrich genommen und dann vielleicht auch nicht geteilt wird. Ich nehme nämlich an, daß man das deshalb macht, um schneller zu einem Ergebnis zu kommen ;) Ansonsten waren deine vorherige Ausführungen weiter oben schon so, daß ich folgen konnte :lol:

Der Labormediziner Renz spricht im FAZ-Interview über eine "Güte" von 99,5%, wobei nicht klar wird, was er damit meint, vielleicht tatsächlich die Spezifität. 0,5% von 875.000 Tests (KW32, Stand letzte Woche) wären aber noch immer 4.400 bei einer Zahl von 8.400 Nachweisen. Dann wären immer noch mehr als die Hälfte Falsch-Positiv. Kann das sein?

Frank N Furter
@Mappes
:vfb:
Beim Lungen-CT kann man direkt auf corona schließen?
Gibt doch bestimmt diverse andere entzündliche Lungenkrankheiten oder ist das Bild so spezifisch?


Genau das ist ein ziemliches Problem. Laut Leitlinie sollen die Ärzte die Triage und das Screening gerade nicht mittels Lungen-CT machen. Vorallem wegen der Röntgenbelastung. Tatsächlich bleibt den Ärzten oft aber gar nichts anderes übrig, um die Patienten schnell korrekt zu versorgen und vor allem die anderen Patienten und das Pflegepersonal vor weiterer Ansteckung zu schützen. Das viel zu langwierige Warten auf einen doch in der Summe zu unverlässigen PCR-Test ist jedenfalls auch keine Alternative.

Die Intensivmediziner die ich kenne, sagen, dass sie mittlerweile Corona in einer CT-Aufnahme einwandfrei identifizieren können. Ich bin kein Radiologe und kann denen das auch erstmal nur so glauben.


@Axel
Dann wären immer noch mehr als die Hälfte Falsch-Positiv. Kann das sein?


Fände ich auch überraschend. Man weiß halt nicht, wie viele PCR-Tests auf einem hohen Qualitätsniveau mit geringer FP-Quote gemacht werden und wie viele auf geringen Qualitätsniveau mit einer hohen FP-Quote. Aber mit großer Sicherheit werden Stichproben-Tests bei Reiserückkehrern auch im Dunkelfeld stattfinden. D.h., man wird da Leute testen, die sonst nie getestet worden wären, weil sie weitgehend asymptomatisch bleiben und nie Eingang in die Statistik gefunden hätten. Ich persönlich schätze, dass bei einem Dunkelfeld, dass sehr grob zwischen dem 5- bis 20-fachen des Hellfeldes angesiedelt sein dürfte, der aktuelle Zuwachs positiver Tests auf die Testung im bisherigen Dunkelfeld entfallen.

Aber wie gesagt: niemand hat hier bisher Zahlen geliefert. Ich kenne jedenfalls noch keine Publikation dazu.

fkAS
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
fkAS hat geschrieben:Das muss Quatsch sein.


Die Falsch-Positiven Ergebnisse des PCR-Tests sind kein Quatsch, sondern sie sind real. Vor allem, wenn man wie jetzt das Stichproben-Verfahren bei Reiserückkehrern betrachtet, wo eben üblicher Weise (vor allem aus Kosten- und Kapazitätsgründen) keine Aufsplittung der Proben durchgeführt wird, um die Quote der Falsch-Positiven zu marginalisieren.

Meine ursprüngliche Aussage bezog sich auf den Umfang von 5% falsch-positiven. Dass es falsch positive Befunde geben kann, wollte ich damit nicht ausschließen. Was ich bislang dazu gelesen hatte, war, dass das Problem deutlich geringer ist und in der Umsetzung eher falsch negative Befunde vorliegen. Allein schon die Tatsache, dass im Juli die Positivenrate mit 0,6% bei einem Bruchteil der angenommenen falsch positiven Ergebnisse lag, zeigt doch, dass das Problem da nicht liegen kann. Dass mit der Ausweitung der Tests die Qualitätskontrollen vernachlässigt werden, wusste ich nicht. Das kann natürlich die Positivenrate überzeichnen und zu einem scheinbaren Anstieg führen.

Goofy
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Grasdaggl
Aktuelle Zahlen:

0,88% positiv.

228 Personen auf der Intensivstation.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Southern Comfort
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Zahlen, Zahlen, Zahlen,... Mal was anderes.

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2020/3 ... er-rettung

Nicht um Betroffenheit zu heucheln. Wir reden hier immer nur um harte Fakten, statistische Messwerte und deren Fehleranfälligkeit. Das hier ist einfach eine weniger abstrakte Perspektive.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

AxelKruse_FG
Granadaseggl
Southern Comfort hat geschrieben:Zahlen, Zahlen, Zahlen...

Die Behauptung des FAZ-Volontairs lag bei "unter 5%" Falsch-Positiver. In diesem Thread wurde nach meinem Dafürhalten ausreichend belegt, daß das nicht sein kann, außerdem weitere Betrachtungen zu statistischen Besonderheiten angestellt, die zwingend zu beachten sind, wenn man irgend etwas mit diesen Zahlen anfangen will. Das zu ignorieren, wäre, ich will es vorsichtig formulieren, unklug. Es sei denn, man macht sich eh wenig aus Fakten.

Ansonsten sind wir ausgehend von "unter 5%" Falsch-Positiven über die von fnf zitierten Untersuchungen von 1,3 bis 1,5% wir bei wiederholten Tests nun bei 0,02% angekommen, auf die sich das Risiko eines falsch positiven Befundes mindestens reduzieren läßt. Für de mappes z.B. oder für meine Wenigkeit ist das sehr erhellend, um die Aussagekraft dieser in Zahlen gegossenen Informationen abzuklopfen.

Southern Comfort hat geschrieben:Wir reden hier immer nur um harte Fakten, statistische Messwerte und deren Fehleranfälligkeit.

Wir reden hier nicht immer nur um harte Fakten. Aber wir müssen darüber reden, weil sonst niemand etwas mit diesen Informationen anfangen kann, vor allem die nicht, die es nicht so mit den Zahlen haben. Die dann noch aus ihrer Unkenntnis völlig falsche Schlüsse ziehen. Was für dummes, faktenbefreites Zeug behauptet wird, kann man jeden Tag lesen. Man hat sogar den Eindruck, es wird immer mehr. Da ist es doch nicht schlecht, wenn man mal die Linien ein bißchen geradezieht.


AxelKruse_FG
Granadaseggl
Frank N Furter hat geschrieben:Die Intensivmediziner die ich kenne, sagen, dass sie mittlerweile Corona in einer CT-Aufnahme einwandfrei identifizieren können. Ich bin kein Radiologe und kann denen das auch erstmal nur so glauben.

Das habe ich auch so gehört, wenn auch nur aus zweiter Hand. Von einer Medizinerin ;)

Frank N Furter hat geschrieben: Aber mit großer Sicherheit werden Stichproben-Tests bei Reiserückkehrern auch im Dunkelfeld stattfinden. D.h., man wird da Leute testen, die sonst nie getestet worden wären, weil sie weitgehend asymptomatisch bleiben und nie Eingang in die Statistik gefunden hätten. Ich persönlich schätze, dass bei einem Dunkelfeld, dass sehr grob zwischen dem 5- bis 20-fachen des Hellfeldes angesiedelt sein dürfte, der aktuelle Zuwachs positiver Tests auf die Testung im bisherigen Dunkelfeld entfallen.


Vor einigen Tagen war hier drin die Frage, ob die Tests "spezifischer" oder "breiter" ausfallen. Auch wenn man "nur" Einreisende aus Risikogebieten durchgängig testet, spräche das doch für ein "breiteres" Messen als bisher. Jemand meinte, das würde bedeuten, die Infektionszahlen würden tatsächlich ansteigen, da bei unterstellter gleichbleibender Ausbreitung und breiterem Messen eher eine Abnahme der Befunde zu erwarten sei. Du meinst also hingegen eher, man könnte das auf Dunkelfeldausleuchtung zurückführen?

Southern Comfort
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Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:Absolut. Richtig & wichtig. Das von SC verlinkte Interview ist ja auch kein „Widerspruch“, sondern die perfekte Ergänzung.


Danke. Hätte es definitiv nicht so kurz, knapp und treffend schreiben können. :)
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Man kann lange über Bruchteile von %-Zahlen diskutieren
oder über Sinn und Unsinn von Corona-Auflagen.
Die Erfahrungen von Betroffenen sind die Wirklichkeit,
das andere ist Akademie.

Danke SC :prost:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

fkAS
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Halbdaggl
AxelKruse_FG hat geschrieben:Vor einigen Tagen war hier drin die Frage, ob die Tests "spezifischer" oder "breiter" ausfallen. Auch wenn man "nur" Einreisende aus Risikogebieten durchgängig testet, spräche das doch für ein "breiteres" Messen als bisher. Jemand meinte, das würde bedeuten, die Infektionszahlen würden tatsächlich ansteigen, da bei unterstellter gleichbleibender Ausbreitung und breiterem Messen eher eine Abnahme der Befunde zu erwarten sei. Du meinst also hingegen eher, man könnte das auf Dunkelfeldausleuchtung zurückführen?

Man testet schon breiter, auch wenn die Teststrategien regional unterschiedlich umgesetzt sein können. Bspw. sollen seit Juni/Juli alle getestet werden die Symptome haben auch wenn kein Kontakt zu Infizierten oder Risikogebiet vorlag. Dann kamen Reihentests bei Pflegeeinrichtungen dazu. Außerdem konnten die Infektionsketten wieder verfolgt werden. Jetzt die Urlaubsrückkehrer. Wenn man breiter testet und gleichzeitig die Positivenrate ansteigt, dann würde ich darauf schließen, dass es auch tatsächlich mehr Infizierte gibt und es sich nicht nur ums Dunkelfeld handelt. Wenn mit der Ausweitung der Tests aber die Testqualität runtergeht und mehr falsch positive herauskommen, dann verzerrt das natürlich die Befunde.

de mappes
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Spamferkel
gestern kurz einen Bericht bei "Kontraste" gesehen.

Corona-Testzentrum Berlin-Tegel.

Um 22 Uhr haben die Soldaten dort "Zapfenstreich"...wer um 22:05 Uhr erst "ausgecheckt" hat geht leer aus.
Diese Leute bittet man dann, innerhalb der nächsten 3 Tage einen Test zu machen.
Es landen natürlich weiter eine Maschine nach der anderen auch aus Risikogebieten. Eine aus Malle, die nächste aus Beirut.

zwei Libanesen aus der Maschine wurden dann befragt: Ich fands toll (Wirklich!), dass die ÖR dieses "Interview" auch sendete. Der eine meinte, niemand lässt sich anschließend testen, weil es die Leute nicht interessiert und Corona sowieso nicht existiert. Der zweite meinte dann, nachdem er höflich fragte, ob er was sagen darf, dass Trump, Merkel, Putin und Co sowieso nur Marionetten der Zionisten und Illuminaten sind.
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de mappes
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Spamferkel
Southern Comfort hat geschrieben:Zahlen, Zahlen, Zahlen,... Mal was anderes.

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2020/3 ... er-rettung

Nicht um Betroffenheit zu heucheln. Wir reden hier immer nur um harte Fakten, statistische Messwerte und deren Fehleranfälligkeit. Das hier ist einfach eine weniger abstrakte Perspektive.


danke fürs reinstellen.
Bin zwiegespalten. natürlich liefern diese Berichte von betroffenen viel mehr als die nackten zahlen.
Trotzdem kann man die zahlen nicht ignorieren und man muss ja auch mit was arbeiten.

Es gibt ja auch viele "Einzelfälle"; harte Schicksale mit anderen Erkrankungen, die man mit harten Maßnahmen eindämmen könnte. Antibiotika resistente Bakterien zb und und und.

Das soll aber keineswegs das Leid der Leute, die hart von Corona getroffen werden, in irgend einer weise in Abrede stellen oder reduzieren.

Eigentlich laufen Corona-Diskussionen in meinem Umfeld oft gleich ab:

Die einen sagen: Quatsch, wie andere Krankheiten auch, war nicht so schlimm...kenne Ärzte, Krankenhauspersonal ect...die das bestägien.
Von den anderen kommt dann: Das ist Quatsch, kenne Ärzte, Krankenhauspersonal ect...die erzählen von den Jungen auf Intensiv und den vielen Fällen...

Schwer, sich ein Bild zu machen.

Anderes Beispiel (gehört fast in den Impressionen-Thread):
Wir hätten am Samstag ein Spiel mit der AH gehabt. Nun gab es in der Jugendabteilung des Gegners zwei Fälle. Laut deren Aussage aber keine Kontaktkette zu den AH-Spielern.

War dann aber dennoch einigen zu heiß (aber nur wenigen einzelnen) und sie sagten ab; es entbrannte darüber ein Streit, wer Corona wie ernst nimmt.

Da ich die Ansteckung während eines Spiels nahezu ausschließe, hätte ich keine Probleme damit gehabt, aber ich verstehe jeden, dem das zu heiß ist.
Dazu kommt auch (völlig ungeklärt nach wie vor): wer muss in Quarantäne, wenn beim Gegner ein Fall auftritt? Die ganze Mannschaft? Der Teil, der am nächsten dran war? Der Gegenspieler? Alle?
Wird vermutlich überall anders ausgelegt; die Corona-App (wenn man sie am Körper hätte) würde vermutlich in den wenigsten Fällen ein hohes Risikio ermittelt haben wollen
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