de mappes hat geschrieben:JaJa
Ja
Quarantäne und Isolierung sind nicht das Gleiche
Aber was genau ist nun der Unterschied zwischen Isolation und Quarantäne? In offiziellen, internationalen Definitionen gibt es diesen tatsächlich. Demnach bezeichnet die Isolation die Absonderung infizierter Personen von anderen, die Quarantäne hingegen eine vorsorgliche Absonderung von Verdachtsfällen nach einer möglichen Infektion – aber ohne, dass diese bestätigt wurde.
Alex Beisenherz von Rapidtests hat geschrieben:Isolierung: betr. bestätigte COVID-19-Erkrankung
Quarantäne: betr. Kontaktpersonen (nicht erkrankte)
Unter Quarantäne hingegen stehen Menschen mit bloßem Verdacht auf eine Infektion - etwa, weil sie engen Kontakt zu einem Infizierten hatten. Damit soll vermieden werden, dass auch Menschen, die zwar keine Symptome spüren, aber dennoch schon infektiös sein könnten, das Virus weitergeben.
"Hier macht man 14 Tage Quarantäne und wartet auf die Entwicklung von Symptomen", sagt Drosten. Gegenwärtig diskutierten Expertinnen und Experten, diesen Zeitraum auf zehn Tage zu reduzieren. "Ich denke, das geht. Ich kann mir auch vorstellen, dass man sogar noch ein paar Tage weiter reduzieren kann, zum Beispiel auf sieben Tage", sagt Drosten. Andere Wissenschaftler befürworten diese Idee. "Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Quarantänezeit deutlich kürzer als 14 Tage sein darf und sollte. Wie lange genau hängt davon ab, wie viel Sicherheits- bzw. Gewissheits-Bedürfnis die Behörden haben", sagt Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Das gelte allerdings nur für asymptomatische Kontaktpersonen.
Der Begriff Cluster oder Quellcluster wiederum beschreibt eine definierte Gruppe, deren Mitglieder sich alle zur gleichen Zeit infiziert haben könnten, etwa während einer Hochzeitsfeier. Hier kommt der von Drosten etablierte Begriff der Abklingzeit ins Spiel - eine Art Mischung aus Isolierung und Quarantäne.
Er führe den Begriff ein, "weil in dieser Notfallsituation ein Quellcluster weitgehend unbestätigt isoliert wird und man einfach annimmt, dass die meisten Mitglieder infiziert sind", sagt Drosten. Als Kompromiss schlägt er vor, in diesem speziellen Fall dasselbe Vorgehen wie bei der Einzelisolierung anzuwenden: fünf Tage Isolierung, danach ein Test auf Restinfektiösität.
Damit soll ermöglicht werden, dass - kommt es etwa in einem Betrieb zu einem Ausbruch - ein großer Teil der Belegschaft früher als derzeit die Arbeit wieder aufnehmen und so ein "De-facto-Lockdown" verhindert werden kann. "Es nützt nichts, wenn man alle möglichen Schulklassen, alle möglichen Arbeitsstätten unter wochenlanger Quarantäne hat", sagt Drosten im Podcast. "Es muss kurz sein."
Der Vorschlag fußt auf der mittlerweile gereiften Annahme, dass Menschen wohl nur eine knappe Woche nach Beginn der - manchmal kaum spürbaren - Symptome besonders infektiös sind.

Tamasi hat geschrieben:Ja und nein - und wofür reichen fünf Tage?

Positiv-Rate in Schweden niedrig wie nie
Schweden meldet einen Etappenerfolg in der Bewältigung der Corona-Pandemie: Die Quote der Positiv-Tests ist auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch des Virus gefallen. In der vergangenen Woche wurden die Tests nach offiziellen Angaben auf den Rekordwert von mehr als 120 000 hochgefahren. Nur 1,3 Prozent fielen positiv aus.
Im Frühjahr lag das Niveau noch über Wochen um die 19 Prozent. Nach Ansicht mancher Experten zahlt sich nun die heimische Strategie aus, durch die sich die Ansteckungsrisiken mittlerweile verringert hätten.
Tamasi hat geschrieben:Smörebröd:Positiv-Rate in Schweden niedrig wie nie
Schweden meldet einen Etappenerfolg in der Bewältigung der Corona-Pandemie: Die Quote der Positiv-Tests ist auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch des Virus gefallen. In der vergangenen Woche wurden die Tests nach offiziellen Angaben auf den Rekordwert von mehr als 120 000 hochgefahren. Nur 1,3 Prozent fielen positiv aus.
Im Frühjahr lag das Niveau noch über Wochen um die 19 Prozent. Nach Ansicht mancher Experten zahlt sich nun die heimische Strategie aus, durch die sich die Ansteckungsrisiken mittlerweile verringert hätten.
Pah, "nur 1,3 Prozent fielen positiv aus"? Das haben wird doch auch ungefähr?!! Sind wir... Schweden?![]()
fkAS hat geschrieben:Stand heute kann sich Schweden mE nicht rühmen. Während die Italiener unvorbereitet getroffen wurden und >500 Todesfälle pro Mio hatten, hätte Schweden intervenieren können, es aber unterlassen und vergleichbare Opferzahlen - im Gegensatz zu den Nachbarländern.
fkAS hat geschrieben:Interessant und einfacher zu beobachten ist aber, wie der Vergleich bis Februar/März 2021 ausschaut. Evtl. profitieren dann die Schweden, während in Deutschland die zweite Welle um sich greift.



killroy hat geschrieben:ah, das mappus'sche "zweifelchen hier, wer weiß schon da, vielleicht ist ja doch was dran dort"
es ist doch recht eindeutig, dass der tegnell im frühjahr in teilen massiv scheiße gebaut hat. für ein paar bierchen in der kneipe haben eben tausende altenheimbewohner dran glauben müssen. gut, die haltung kann man schon haben ... das das kneipenbier für die jungen wichtiger ist wie die dahinsiechenden alten ... die eh keiner mehr haben will (heim und so) und die nur unnötig geld kosten. so sind eben "moderne" gesellschaften: um die alten und die kinder sollen sich mal andere kümmern, man selbst will/muss karriere machen/arbeiten gehen oder hat einfach wichtigeres zu tun.
klingt zu krass? ja, das hat sich der tegnell im vorfeld so sicherlich nicht gedacht, aber am ende ist es eben so gekommen. ist ja auch deren angelegenheit, das dürfen die dort gerne so machen. gut finden muss man das aber nicht (was i.Ü. die reaktionen vieler anderer länder auf den schwedischen "sonderweg" - einreiseverbote - ziemlich deutlich gemacht haben).
ich finde du hast keine ahnung

ich lese Nachrichten, so wie alle anderen auch ... mehr nicht. Dann bilde ich Zusammenhänge. Mehr nicht. Dann äußere ich eine Meinung. Du nie ... du machst immer nur "Einerseits-Andererseits-Spielchen". So lebt man natürlich ohne anzuecken.

Übrigens sehr schön euer Saarland, da kann man gut Urlaub machen
killroy hat geschrieben:Schwedisches BIP Einbruch um 8.6%
Deutsches BIP Einbruch um 10.1%
)killroy hat geschrieben:Saarschleife - Bexbach - Hunsrück (gut, das ist RP) - Homburg und noch in ein paar Flecken dazwischen

CoachingZone hat geschrieben:Man sollte aber auch berücksichtigen, dass man inzwischen wesentlich besser auf Covid-19 vorbereitet ist, weil das Wissen über die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen enorm zugenommen hat - nicht wenige sprechen sogar davon, dass man jetzt genug weiß, um Covid-19 gut zu behandeln.
Dieser Wissensvorsprung gegenüber dem März 2020 wird vermutlich helfen, im Herbst/Winter 2020/21 etliche Leben zu retten, während im vergangenen Frühjahr (2020) zahlreiche Menschen aus Mangel an besserer Kenntnis gestorben sind.
Goofy hat geschrieben:Aber vielleicht einfach mal abwarten, und dann irgendwann Schweden mit Frankreich, Spanien und anderen Ländern vergleichen.
Der Vergleich mit Deutschland ist vielleicht bisschen unfair.
fkAS hat geschrieben: Für Frankreich gabs Daten zu Regionen, in denen Corona wieder bei den Ü60 zulegt. Da gehen dann auch die Hospitalisierungen hoch.