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Tifferette
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Grasdaggl
muffinho hat geschrieben:
Flache9 hat geschrieben:Trump ist ja nicht gut, aber Biden war ja höllisch schlecht. Keine Inhalte, keine Antworten, kein Konzept, nur ein „Was“ aber nicht „Wie“. Als Herausforderer muss mehr kommen als nur Trump anzugreifen. So wird das nichts. Trump hat sein übliches Spiel gespielt.


Meinst Du das wirklich ernst? Schaust Du das erste Mal diese TV Duelle an?


Don't feed und so...
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

muffinho
@UWe

Wen soll das interessieren? Die Leute, die diesen Artikel lesen und verstehen, sind nicht die typischen Trumpwähler.

Ich sehe ehrlich gesagt keinen Skandal, der ihm gefährlich werden könnte.... mehrere Klagen wegen sexueller Nötigung plus Tonbandaufnahme bzgl pussy grab, keine Konsequenzen. Amtsmissbrauch zu persönlichen Zwecken, nachgewiesen in der Affäre zur Ukraine... wen juckts. Leaks zu Steuererklärung inkl. seiner Tricks, die von seinem ehemaligen Fixer schon bestätigt wurden... was solls. Insidermeldungen über Kopfgelder der Russen auf amerikanische Soldaten... kommt vor. Beleidigungen toter Soldaten als Sucker und Looser.... ist halt Trump. Tonbandaufnahmen dass er die Gefahr von Corona schon lange kannte und zurückgehalten hat.... Fox and friends dreht das schon wieder richtig hin.

So könnte ich noch 10 weitere Beispiele aufführen, die in der normalen Welt zum Rücktritt des Staatsoberhauptes führen würde, aber in Trumps Amerika ist halt nichts mehr normal, da ist diese Geschichte für den normalen Trumpfan keinen müden Schmunzler wert. Ehrlich gesagt fällt mir kein ernsthaftes Szenario ein, dass ihm bei seiner Basis gefährlich werden könnte, nicht mal wenn er besoffen auf die amerikanische Flagge pissen und dabei laut die russische Nationalhymne gröhlen würde.


Flache9
Unter Westfalen hat geschrieben:
Flache 9 hat geschrieben:
Wenn Biden aber das Spiel von Trump eingeht, dann verliert Biden und genau das hat er getan.


Was hättest Du an seiner Stelle gemacht?
.


1. Ich lasse mich 2025 für das Bundeskanzleramt aufstellen. Dann kannst du sehen was ich tun würde. :mrgreen:

Ansonsten sagt Muffinho schon einiges was passt.

Da ich weder was von Trump oder Biden halte, versuche ich das so Neutral wie möglich zu sehen.
Deswegen glaube ich das war nix mit der ersten Debatte für Biden. Nächste Woche kann er ja sich steigern.

Tifferette
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Grasdaggl
@Muffi: Sehe ich ähnlich. Der Punkt ist aber, dass niemand so ganz genau weiß, wie groß seine Basis denn nun wirklich ist. Alle Analysten sind sich einig, dass er keine strukturelle Mehrheit im Land hat. Und dass Biden eigentlich (außer tot umfallen) kaum so viele Fehler machen kann, dass ausreichend Wechselwähler zu Trump übersiedeln.

Es verengt sich daher meiner Meinung nach auf zwei Fragen:
- Wie viele Amis gehen denn nun wählen?
- Gibt es ein Problem mit den Briefwählern (Verzögerungen, gerichtliche Klärung, etc.)?

Alles andere ist längst abgefrühstückt. Es mag noch ein paar Trumpis geben, die inzwischen so angeekelt sind, dass sie doch noch zu Hause bleiben. Das werden aber nicht viele sein.
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Flache9
Tifferette hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:
Flache9 hat geschrieben:Trump ist ja nicht gut, aber Biden war ja höllisch schlecht. Keine Inhalte, keine Antworten, kein Konzept, nur ein „Was“ aber nicht „Wie“. Als Herausforderer muss mehr kommen als nur Trump anzugreifen. So wird das nichts. Trump hat sein übliches Spiel gespielt.


Meinst Du das wirklich ernst? Schaust Du das erste Mal diese TV Duelle an?


Don't feed und so...


Du langweilst mit deinen Kommentaren. :vfb:

muffinho
Unter Westfalen hat geschrieben:
Wen soll das interessieren?


Möglicherweise einige Millionen Afroamerikaner.
Und natürlich Dich und mich!
;)


Wenn sie die bisherigen Skandale nicht interessiert haben, dann wird es dieses Skandälchen auch nicht tun. In Florida gab es vor kurzem den Skandal, dass man versucht hat, Wähler ihr Wahlrecht abzusprechen, wenn sie offene Geldstrafen hatten. Wurde deswegen bekannt weil Bloomberg eingesprungen ist und viele Strafen bezahlt hat. Das muss man sich mal vorstellen, man verweigert den Menschen wegen ein paar Dollar offener Strafe eines der elementarsten Rechte unserer modernen Gesellschaft, nämlich das Recht auf Beteiligung bei einer freien Wahl.
Ist klar dass dieses Gesetzt eher auf die schwarze Bevölkerung abzielt, in einem swing state können ein paar hunderttausend Stimmen gleich viel ausmachen. DAS ist ein richtiger Skandal, wen hat es interessiert? Niemand.

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Ich hab mir den Quatsch gespart, aber klingt nicht gerade, als ob Biden sich in irgendeiner Art zurück gehalten hätte:

Biden mostly kept his cool, preferring to laugh in world weary bemusement. “That was really a productive segment, wasn’t it?” he said sarcastically early on. “Keep yappin’, man.”

Other memorable lines included: “You are the worst president that America has ever had”; “The fact is that everything he’s saying so far is simply a lie. I’m not here to call out his lies. Everybody knows he a liar”; “It’s hard to get any word in with this clown – excuse me, this person”; “President Trump wouldn’t know a suburb unless he took a wrong turn.”

And, on the coronavirus crisis, which has killed more than 200,000 people in the US: “‘It is what it is’ because you are who you are,” Biden said as he blamed Trump for mishandling the pandemic, and added: “Maybe you can inject some bleach into your arm, that would take care of it.”

muffinho
Tifferette hat geschrieben:@Muffi: Sehe ich ähnlich. Der Punkt ist aber, dass niemand so ganz genau weiß, wie groß seine Basis denn nun wirklich ist. Alle Analysten sind sich einig, dass er keine strukturelle Mehrheit im Land hat. Und dass Biden eigentlich (außer tot umfallen) kaum so viele Fehler machen kann, dass ausreichend Wechselwähler zu Trump übersiedeln.

Es verengt sich daher meiner Meinung nach auf zwei Fragen:
- Wie viele Amis gehen denn nun wählen?
- Gibt es ein Problem mit den Briefwählern (Verzögerungen, gerichtliche Klärung, etc.)?

Alles andere ist längst abgefrühstückt. Es mag noch ein paar Trumpis geben, die inzwischen so angeekelt sind, dass sie doch noch zu Hause bleiben. Das werden aber nicht viele sein.


Eine Mehrheit hatte er noch nie, aber er hatte halt Glück dass das Wahlsystem mit dem Wahlmännern so beschissen kompliziert ist. Aber das spielt imho nur eine untergeordnete Rolle, das wurde in letzter Zeit ja schon oft genug analysiert, dass der Mix aus Maßnahmen durchaus einen Trumpsieg bringen könnte, besonders die Stimmen per Briefwahl werden ja seit Monaten beharrlich bekämpft, und wenn ich es richtig gelesen habe, haben viele Menschen aus Angst vor der Verzögerung schon lange abgestimmt, wobei es noch rechtliche Unsicherheiten geben soll und ich denke, dass viele Dinge noch vor Gericht landen werden.

Wenn die Meldungen stimmen, dass Trump mit seinem persönlichen Vermögen haftet und die meisten Kredite in den nächsten 4 Jahren fällig werden, dann hat er gar keine andere Wahl als POTUS zu bleiben und darauf zu bauen, dass er sich selbst Straffreiheit zusichern kann (laut seinem Selbstverständnis wird das völlig normal sein) und der SC dies dann auch noch bestätigt. So gesehen wird Trump wohl eher das Land in den Abgrund ziehen, als persönlich die Konsequenzen für sein Handeln zu tragen. Bisher habe ich die Gefahr, dass er mit aller Gewalt, auch durch Milizen oder Militär, als abwegig abgetan, aber mit dem neuen Wissen, wie es um seine Finanzen steht, sehe ich das durchaus als realistisch an. Chaos stiften, eine Art Notstand ausrufen und einfach weiterregieren.

Tifferette
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Grasdaggl
Das System mit den Wahlmännern ist überhaupt nicht kompliziert. Ich verstehe gar nicht, warum das in den Medien immer so kolportiert wird. Mehrheitswahlrecht. Winner takes it all, fertig. Die Wahlmänner sind nur Folklore. Die theoretische Möglichkeit, dass einer anders abstimmt als es daheim Wahlergebnis war, ist doch nur theoretischer Natur.
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Spätzlesboi
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Seggl
Hab mir den Faden jetzt nicht komplett durchgelesen, aber allgemein sind die beiden Kandidaten halt mal wieder ein Armutszeugnis für die US Demokratie.
Über Trump wurde ja schon hinlänglich diskutiert, aber Bidens teils offensichtliche Senilität ist schon auch beängstigend. Er verliert zu Hauf den Faden, spricht wirr, sein Duktus und seine Rhetorik hat mit dem jungen Biden am Anfang seiner Karriere nichts mehr zu tun.
Ich wolle ja noch nie gern Ami sein, aber noch nie weniger als heute.
*What ain't no country I've ever heard of! They speak English in What?*


*English, Motherfucker, do you speak it?*

fkAS
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Halbdaggl
Komplizierter ist das Wahlmännersystem für die Meinungsforscher, weil sich die Fehler in den Einzelstaaten kumulieren können. Beim popular vote sind die Prognosen ziemlich genau.
Ansonsten ist das Wahlverfahren kompliziert, weil man sich erst registrieren lassen muss, die Wahlen an Arbeitstagen sind und lange dauern können und keine unabhängigen Stellen die Wahl leiten, so dass viele Möglichkeiten genutzt werden, "unliebsamen" Leuten die Wahl zu erschweren.

Tifferette
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Grasdaggl
fkAS hat geschrieben:Komplizierter ist das Wahlmännersystem für die Meinungsforscher, weil sich die Fehler in den Einzelstaaten kumulieren können.

Das resultiert aber nicht aus dem Wahlmännersystem, sondern aus dem Mehrheitswahlrecht. Das ist doch zB bei den Wahlen zum britischen oder australischen Unterhaus genauso. Das mit den Wahlmännern ist nur dieser (eigentlich charmante) Anachronismus, dass jeder Mitgliedstaat vor zweihundert Jahren eine Delegation in die Hauptstadt geschickt hat, um dort abzuschicken. Wahlmänner sind nix anderes als Brieftauben. Die Komplexität für die Meinungsforscher kommt vom Mehrheitswahlreicht.

Ansonsten agree, natürlich.
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Auswurf
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Grasdaggl
so dass viele Möglichkeiten genutzt werden, "unliebsamen" Leuten die Wahl zu erschweren.


Wohngebiete sozial schwächerer "randgruppen",
die sich eh von keinem vertreten fühlen
und sich stundenlang in die schlange vorm wahllokal einreihen müssten,
ganz im gegensatz zu den bewohnern von whitegolfplatzhills
das ist doch keine Musik

jagdhuette
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Halbdaggl
.......zu Beginn der Trump Administration dachte man auch noch, dass Checks & Balances funktioniert. Er hatte sich irgendeinen rassistischen Scheissdreck überlegt und man wusste, das kassiert das Repräsentantenhaus oder der Senat. Passierte dann auch und dann wurde es halt als Notstandsdekret durchgedrückt. Irgendwann wurde es von einem Gericht kassiert. Dann wurde es eben minimal umformuliert und wieder als Notstandsgesetz von ihm alleine durchgesetzt.

Er hat letzten Endes keine Möglichkeit ungenützt gelassen, die Schwachstellen der amerikanischen Demokratie / politischen Rahmenbedingungen hinsichtlich präsidialer Handlungskompetenzen aufzuzeigen.


Deshalb wäre es nahezu absurd, wenn er dies nicht auch bei einer gefährdeten Wiederwahl tun sollte.
Daher wäre ein knapper Wahlausgang sehr bedenklich. Aber mit nichts anderem ist zu rechnen.

Auswurf
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Grasdaggl
würd ich so nicht zwingend sagen.
Angenommen florida fiele mit seinen vielen wahlmännern unstrittig an Biden,
ist schon fast schicht im schacht für trump
das ist doch keine Musik




Southern Comfort
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Grasdaggl
Das geht sogar noch enger, da es letzendlich in des swing states auch nur um wenige counties geht. Und wann immer mal wieder im Rahmen des gerrymandering ran darf, hat man genau diese counties besonders im Blick.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Vielleicht könnte man das System ja übernehmen.
Das Markgräflerland, der Bayrische Wald, die Niederlausitz und Essen-Carnap entscheiden darüber, wer die Wahl gewonnen hat.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai



muffinho
Tifferette hat geschrieben:Das System mit den Wahlmännern ist überhaupt nicht kompliziert. Ich verstehe gar nicht, warum das in den Medien immer so kolportiert wird. Mehrheitswahlrecht. Winner takes it all, fertig. Die Wahlmänner sind nur Folklore. Die theoretische Möglichkeit, dass einer anders abstimmt als es daheim Wahlergebnis war, ist doch nur theoretischer Natur.


Nicht kompliziert in Sachen Verständnis, denn das Prinzip, dass der Gewinner eines Staates alle Wahlmänner bekommt, ist ja relativ einfach. Nein, ich meine kompliziert in den Folgen, denn es zeigt nicht die wahre Legitimität einer Wahl, die Situation, dass Clinton mehr Stimmen landesweit bekommen hat, die Wahl aber verloren, zeigt das nur zu deutlich.
Aber so ist das halt wenn man jeden antiken Scheiß aus der Gründungszeit immer weiter laufen lässt, hatten wir ja vor kurzem auch bzgl. der Verfassung.