Flache9 hat geschrieben:Halte den Artikel total pauschalisiert. Er sagt es nicht direkt , aber er suggeriert das jeder Moslem eher dazu neigt aus religioösen Gründen bereit ist zu morden und die Betroffenheit wäre geringer.
Gefährlich.
Was schreibt Kayman denn?
1. Das Töten von Menschen ist eine Hinrichtung, mehr noch ein „Schlachten“ unter Anrufung Gottes.
2. Der Mörder gibt seiner Tat eine religiöse Bedeutung und begeht sie als eine Art göttliche Strafe.
3. Die Äußerungen der Muslimoffiziellen folgt dem bekannten Schema, die der Autor „ritualisierte Betroffenheitsfolklore“ nennt. Aus den offiziellen Äußerungen unserer Politiker ist uns das seit Jahren ja ebenfalls geläufig („bestürzt, betroffen, gemeine, höchst verabscheuungswürdige Tat“). „Das ist nicht der Islam“. Natürlich ist es der Islam.
4. Mit der Tat und insbesondere mit der Art der Durchführung demonstriert man die Allmacht des vermeintlich Überlegenen gegen den vermeintlich Unterlegenen oder gar Minderwertigen.
5. In der muslimischen Gemeinde hat sich der Einzelne, Individuelle, dem Gemeinsamen, der von den Predigern alleine akzeptierten Lebensweise, unterzuordnen.
6. Es gibt unter den Muslimen eine unkritische Haltung zur Gewalt im Denken und im Handeln.
7. Wer in Kategorien von Über- und Unterlegenheit denkt, ist eher anfällig, auch menschliches Leben unter diesem Aspekt zu betrachten.
Zitat:
Wir müssen als Muslime deshalb aufhören, andere Lebensweisen und Glaubensauffassungen in eine Rangfolge der Glaubwürdigkeit oder Werthaltigkeit einzuordnen. Wir müssen aufhören, solche Abwertungs- und Ausgrenzungserzählungen in unseren Gemeinschaften zu dulden. Wir müssen aufhören, Rassismus, Antisemitismus und Misogynie als hinnehmbare Haltung, ja gar als kollektive Identitäten stiftende Merkmale eines "normalen" oder "guten" Muslims wahrzunehmen.
Ich weiß nicht, wie man aus diesen klaren und eindeutigen Aussagen über den Koran und die muslimischen Vordenker herauslesen kann, Kayman hielte jeden Moslem für einen potentiellen Mörder.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai