11189 Beiträge


redrum
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Lombaseggl
Nur mal schnell aus der Ferne: Der Vergleich Schweden / Norwegen ist meines Erachtens statthaft. Ungefähr gleiche Größe, ungefähr gleiche Einwohnerzahl und die Verteilung Stadt/Land ist ebenfalls ähnlich.

So und jetzt geh ich wieder, denn bei diesem Thema kann ich nicht mitreden. Die Stimmung in D kenne ich nur über Telefon und Netz, deshalb kann ich mich zu den Auswirkungen der Beschränkungen nicht äußern. Ihr wisst schon, Blinder und Farbe.

Hier gab es knappe vier Monate eine vollkommene Abriegelung der Inseln. Keiner kam rein, keiner raus. Das Ergebnis wird als die große Bierkrise in die Annalen des Landes eingehen. Der heimischen Bierindustrie gingen aufgrund der Abschottung die Rohstoffe aus und Importbier war nach zwei Wochen alle. Das wurde allerorten beklagt. Jetzt ist aber wieder alles gut.

Ach und weil es der Coronafred ist: Coronafälle hier vergangene Woche: einer. Landesweit. Eine weitere Zunahme sei nicht zu erkennen, sagt das Ministerium und die müssen es ja wissen. :)


Unter Westfalen
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Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Iwo, Muffi. Es ist halt generell schwieriger zu diskutieren, wenn man es über große soziale Schranken hinweg versucht. Sagen wir beispielsweise mal zwischen einem schizoiden, antikapitalistischen Paketlieferknecht des Konsumadels mit einem designierten Nobelpreisträger für Liebe und Nachsicht. :arr: :banane:


Beim Eigengesülze fand ich Cordoba besser.

Merkwürdig, dass man sich mit nahezu jedem Diskussionspartner anlegt. Erst die pseudotherapeutischen Persönlichkeitsbewertungen und dann die Verächtlichmachung ex cathedra.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Lenny
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Granadaseggl
Nach der hitzigen Debatte zur Abwechslung und Entspannung mal wieder Neues aus Uhlenbusch:
Im Sportunterricht des Jüngsten der Coronamilf stand plötzlich die Schulleiterin in der Halle und hat den Nebensitzer des Milfsohns davon in Kenntnis gesetzt, dass seine Mum positiv getestet wurde. Der musste natürlich sofort nach Hause und wurde vom Opi :bounce: abgeholt. Keine Ahnung , wer jetzt alles getestet werden muss. Eigentlich ja seine direkten Nebensitzer und ich ( :?: ) als Sportlehrer. Alle anderen Kinder (29!) in einer Minihallenhälfte schwitzend, rennend, Hockeyspielend aber nicht, oder doch? Jedenfalls hat die Coronamama gesagt, sie wird ihrem Balg das auf keinen Fall antun. Great ;)
P.S.: Heute war sie geschickter. Beim Abholen hat sie im Auto gewartet und ist erst ausgestiegen, als ich schon am eigenen Auto war.


de mappes
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Spamferkel
Auswurf hat geschrieben:für ein paar tage letzte anmerkung zu furter
- am liebsten würd ich nichts sagen, was aber durch die überpräsenz schwerfällt.

bei dem ganzen wust an selbgefälligen geschreibsel ohne je ein fremdwort auszulassen, bräuchte man 5 stunden um auf jeden beitrag erschöpfend zu reagieren

top strategie - die "gegner" durch schiere masse erdrücken
- könnte von mappes sein.

stets ne agenda verfolgen und sich dann die "argumente" drumrumzimmern.

stehe voll hinter killroys einwänden..
klargestellt wird da nie was - eher nochmal scheisse drübergeqirrlt


Tut mir leid, dass du so denkst
Und dass zumindest ich dich nicht davon überzeugen konnte, wie ich das sehe
Dafür bekomme ich jetzt noch einen mit, wenn du wie so oft fränk anpisst

Irgendwie schon traurig
Don't criticize what you can't understand

de mappes
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Spamferkel
Tamasi hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:
Tamasi hat geschrieben:Aber mappes & Franki, wenn ihr beim Korrigieren den Vergleich mit den skandinavischen Nachbarländern eingebaut hättet - um den es ja ging! - dann wäre ein Bild herausgekommen, das zwar nicht so krass, aber grundsätzlich nach wie vor zu Ungunsten von Schweden ausfällt:


Pardon? Warum ging es um einen skandinavischen Vergleich? Also wenn es darum gegangen wäre, dann hätte ich aber auch gerne mal Deutschland fairer Weise mit Finnland oder Nowegen verglichen.

Der Vergleich mit der falschen Zahl ging um Skandinavien. Um Schweden im Vergleich zu Dänemark und Norwegen. Von daher.

Aber weiter:
Oder hältst Du das für "ausgewogen argumentiert", wenn Schweden sich Vergleiche mit Norwegen oder Finnland gefallen lassen muss, Deutschland sich aber mit Belgien, Italien oder Spanien vergleichen darf? Willkürvergleichsmaßstab im Querformat? Ich muss Dir nicht erklären, dass es so nicht funktioniert beim sachgerechten Vergleichen.

Deutschland mit Spanien/Italien zu vergleichen, finde ich auch nicht angemessen. In Spanien und Italien gehen die Menschen doch viel inniger miteinander um, blabla, das hatten wir alles schon. Auch aus diesem Grund ist ein Vergleich dieser Länder mit Schweden unpassend. Und wo ist Deutschland? In der Mitte vielleicht? Wir knutschen uns zur Begrüßung nicht ab, aber wir sind & leben auch nicht so distanziert wie die Skandinavier. Allein schon, weil es bei uns nicht 333 Tage im Jahr nonstop DUNKEL ist und der Alkohol bei uns ist auch erschwinglicher.

Grundsätzlich hinken die Länder- und Gesellschaftsvergleiche eh. Hatten wir auch schon, Stichwort Mitmach-Disziplin in Südkorea oder Japan.

Dennoch ist es natürlich immer interessant, Schwanzlängen zu vergl... zu schauen, ob bzw. wie viel man sich von anderen Herangehensweisen abschauen kann. Und da hilft es nicht, einen "Schwedischen Weg" schlecht zu reden. Es hilft aber auch nicht, ihn selektiv zu verteidigen. Und so kommt es mir vor.

Vielleicht ist das ja ein Reflex bei dir und mappes. Nicht wegen Rechthaberei, sondern weil Schweden halt grundsätzlich bei vielen skeptisch gesehen wird. Deshalb lieber volles Rohr dagegen feuern, sozusagen aus Solidarität. Befeuert m.E. halt das Lagerdenken, aber da geben sich beide Seiten nichts. Ich bin ja seit dem heutigen Zahlen-Desaster ein offizieller Fake-News-Nutzer. :D

Fränk, kannst du damit jetzt was anfangen? In Bezug auf:
Ich frage das absichtlich, weil Du Dich leider auch immer gerne mal wegduckst, wenn Argumente kommen, die Dir einfach nicht gefallen.

Betonung auf "auch". ;)

Und:
Jeder bald in seiner eigenen Filterblase? Ach, mal sehen. Ich kenne dich ja nicht persönlich, aber deine Beiträge hier wirken halt oft sehr schwarz/weiß. Meine womöglich auch & womöglich auch oft, obwohl ich das selbst gar nicht so sehen würde. Aber von Internet-Debatten kann man eh nur bedingt auf die tatsächliche Person schließen. Von daher bleibe ich entspannt.

Das Spitzer-Ding ist übrigens auch so ein Schwarz/Weiß-Ding - und ein wunderbares Beispiel dafür, wie leicht ein immens wichtiges Thema im Schützengraben zerredet wird. Dabei ist doch offensichtlich, dass zu viel Internet schlechte Auswirkungen hat. Verteufeln à la Spitzer geht aber an der Realität vorbei und dann erreicht man erst Recht nix.


Guter Beitrag, Tamasi
(Hätte von mir sein können :mrgreen: ;) )

:prost:
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de mappes
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Spamferkel
redrum hat geschrieben:Nur mal schnell aus der Ferne: Der Vergleich Schweden / Norwegen ist meines Erachtens statthaft. Ungefähr gleiche Größe, ungefähr gleiche Einwohnerzahl und die Verteilung Stadt/Land ist ebenfalls ähnlich.

So und jetzt geh ich wieder, denn bei diesem Thema kann ich nicht mitreden. Die Stimmung in D kenne ich nur über Telefon und Netz, deshalb kann ich mich zu den Auswirkungen der Beschränkungen nicht äußern. Ihr wisst schon, Blinder und Farbe.

Hier gab es knappe vier Monate eine vollkommene Abriegelung der Inseln. Keiner kam rein, keiner raus. Das Ergebnis wird als die große Bierkrise in die Annalen des Landes eingehen. Der heimischen Bierindustrie gingen aufgrund der Abschottung die Rohstoffe aus und Importbier war nach zwei Wochen alle. Das wurde allerorten beklagt. Jetzt ist aber wieder alles gut.

Ach und weil es der Coronafred ist: Coronafälle hier vergangene Woche: einer. Landesweit. Eine weitere Zunahme sei nicht zu erkennen, sagt das Ministerium und die müssen es ja wissen. :)


:prost: (Achso :stumm: )
Lass mal öfter von dir und den Umständen vor Ort hören (bitte)
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de mappes
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Spamferkel
Endlich mal ein guter Vorschlag vom dauerpräsenten Karel Lauterbach:

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert vor den Beratungen von Bund und Ländern in dieser Woche umfangreiche Maßnahmen an Schulen zur Verringerung der Corona-Infektionszahlen. Neben eine Aufteilung in Präsenz- und Digitalunterricht müsse auch die Ansteckungsgefahr auf dem Schulweg vermindert werden, sagt Lauterbach der Zeitung Rheinische Post (Montagsausgabe).

„Es ist paradox, dass überfüllte Schulbusse und Straßenbahnen die Infektionszahlen anheizen und gleichzeitig viele Reisebusunternehmen um ihre Existenz fürchten. Sie sollten jetzt sofort einspringen und mit Reisebussen den öffentlichen Nahverkehr zu den Schulen und zurück entlasten“, so Lauterbach.


aber auch da: warum erst jetzt drüber nachdenken? Warum nicht vorher bereits umsetzen?

auch sehr wohlklingend:

Kinderärzte haben in einer breit angelegten Datenauswertung keine Hinweise auf eine hohe Corona-Dunkelziffer unter Kindern gefunden. Das Risiko, dass sich Kinder in Kitas und Schulen unbemerkt mit dem Coronavirus infizieren und das Virus weitertragen, sei somit möglicherweise deutlich geringer als angenommen, berichtete die „Passauer Neuen Presse“ unter Berufung auf die Analyse, die am Montag vorgestellt werden soll.

Die Mediziner werteten demnach die Daten von mehr als 110.000 jungen Patienten aus, die seit Juli in knapp hundert deutschen Kinder- und Jugendkliniken routinemäßig auf Corona getestet worden seien. Da der überwiegende Teil der Betroffenen wegen anderer Erkrankungen oder Verletzungen die Klinik aufsuchte, kommt das nach Ansicht der Ärzte einer „Zufallsstichprobe am nächsten“. Bis zum Stichtag 18. November seien „im Mittel nur 0,53 Prozent der Kinder und Jugendlichen positiv“ auf das Coronavirus getestet worden.


und eine weitere Maßnahme, die ich gut finde und die Spahn zeitnah einführen will (auch da: warum nicht früher):

Bei positivem Corona-Test Klasse in Quarantäne; nach 5 Tagen Schnelltest. Negativ --> wieder in den Unterricht
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Goofy
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Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:
„Es ist paradox, dass überfüllte Schulbusse und Straßenbahnen die Infektionszahlen anheizen und gleichzeitig viele Reisebusunternehmen um ihre Existenz fürchten. Sie sollten jetzt sofort einspringen und mit Reisebussen den öffentlichen Nahverkehr zu den Schulen und zurück entlasten“, so Lauterbach.


aber auch da: warum erst jetzt drüber nachdenken? Warum nicht vorher bereits umsetzen?

Wird in Italien schon lange praktiziert, dass Reiseunternehmen mit ihren Busen im Nahverkehr fahren.
Dadurch fahren insgesamt mehr Buse.

Ist jetzt ja auch nicht so tierisch kreativ, auf solche Ideen zu kommen :roll:
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

de mappes
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Spamferkel
der gegen uns und Leipzig in Topform befindliche Barkok von Frankfurt wurde positiv getestet...auch krass
nicht nur symptomlos, auch noch richtig stark aktuell leistungstechnisch
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Iron
Grasdaggl
Das interessante kommt zum Schluss.

Schweden ist traditionell ein Land mit hoher Impfrate. Man vertraut dem Staat und den medizinischen Ratschlägen seiner Behörden. Aber bei Corona ist das anders. Nach einer aktuellen Umfrage des schwedischen Fernsehens will sich derzeit nur rund die Hälfte der Bevölkerung gegen Covid-19 impfen lassen. Die andere Hälfte ist entweder unentschlossen oder dagegen. Viele befürchten unbekannte Nebenwirkungen eines Impfstoffs. Denn Schweden hat bittere Erfahrungen mit der bisher größten Impfaktion des Landes gemacht.

Das war vor ziemlich genau zehn Jahren. Damals ging es um die Schweinegrippe. Die Menschen standen landesweit Schlange, um sich gegen die vermeintlich gefährliche Krankheit impfen zu lassen. Aber nach Berechnungen des schwedischen Instituts für Infektionsschutz hat man mit der Massenimpfung nur 44 Menschenleben gerettet. Viel schwerer wiegt: Zehnmal so viele Menschen – vor allem Kinder – erkrankten später als Folge der Impfung an Narkolepsie, einer unheilbaren Schlafkrankheit


Tamasi
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Allmachtsbachel
Aber auch Futter für die Tegnell-Skeptiker. Fair von Iron, dass er den letzten Absatz weggelassen hat. Der ist in der Tat sehr auf effektiv getrimmt. Dabei: Irren ist halt menschlich.

So oder so ist es mir Recht, wenn es viele Impfskeptiker gibt. Dann muss ich nicht so lange warten, bis ich dran bin. :-)

Aber warum spricht denn keiner die WIRKLICH, WIRKLICH SCHLIMME Info aus dem Artikel an:
Schweden hat geschrieben:Ein neues Pandemie-Gesetz ist deshalb auf dem Weg. Damit soll es in Zukunft möglich sein, das Schließen von Einkaufszentren, Bahnhöfen oder Konzerthäusern landesweit anordnen zu können

Nun... ist... auch... Schweden... eine Diktatur!! :bleich: :lol: :lol:

Welche Flagge soll ich dann auf der nächsten Querschwenker-Demo schwenken?! Nicht hingehen ist keine Option; ich habe die Demo schließlich selbst angemeldet, "seit gestern" nämlich.

CoachingZone
Halbdaggl
Ich persönlich finde das Gegeneinander-ausspielen von Impfbefürwortern und Impfgegnern immer schwierig, denn beide haben auf ihre Weise recht.

Eine Impfung ist ein Eingriff in körperliche Abläufe wie eine Operation oder eine sonstige Therapie - und natürlich kann es dabei zu Komplikationen und Nebenwirkungen kommen, die je nach Individuum unterschiedlich schwer sein können.

Bei keinem dieser Eingriffe lässt sich vorhersagen, was dann beim Einzelnen passieren wird, sondern eben nur die Wahrscheinlichkeit, mit der unerwünschte Wirkungen passieren können.

Die statistische Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen braucht ein recht großes Testkollektiv, damit auch seltene Nebenwirkungen erfasst werden können. Außerdem ist es für manche Nebenwirkungen wichtig, dass man auch einen größeren Zeitraum als nur ein paar Tage oder Wochen erfasst, weil sie eben verzögert auftreten können.

Typische rasch auftretende Nebenwirkungen von Impfungen sind:
- Rötung und Schmerz an der Einstichstelle
- Fieber, Gliederschmerzen, Schüttelfrost
- bisweilen Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit

Dies sind in der Regel alles typische Symptome einer Immunreaktion, wie sie (bis auf die Symptome an der Einstichstelle) auch bei einer Erkrankung auftreten.

Unklarer ist das Wissen über Spätfolgen von Impfungen - und hier liegt der Hund, also der Hauptstreitpunkt zwischen Befürwortern und Gegnern von Impfungen, begraben:

Die Befürworter halten sich an die von der Stiko und dem BGA veröffentlichten Ergebnisse, die nämlich keine anerkannten langfristigen Nebenwirkungen nennen, weil ein ursächlicher Zusammenhang in der Regel (also praktisch immer) nicht nachweisbar ist.

Die Impfgegner, so sie sich denn informiert haben, weisen darauf hin, dass es eben auch solche langfristigen Nebenwirkungen einer Impfung geben kann und dass der ursächliche Zusammenhang von den Impfbefürwortern (absichtlich oder nicht) eben nicht gesehen wird, auch, weil es dazu leider praktisch keine kontrollierten Studien gibt.

Am meisten werden diese offiziell nicht anerkannten Nebenwirkungen auf den Zusatz von Hilfsstoffen (z.B. Aluminium) zurückgeführt, die die Wirkung der Impfung verstärken sollen. Aluminium wurde beispielsweise mittlerweile eliminiert, weil es im Verdacht steht, Alzheimer zu verursachen.

Wesentlich schwieriger zu beweisen, wäre eine durchaus logische Nebenwirkung von Impfungen, die allerdings genauso individuell auftreten kann wie die individuelle Immunantwort auf eine Infektionskrankheit, nämlich die Autoimmunreaktion. Dabei richten sich die humorale und/oder die zelluläre Antwort (also bestimmte gebildete Antikörper und/oder bestimmte auf den Erreger spezialisierte Immunzellen) auch gegen körpereigene Zellstrukturen.

Typische Autoimmunerkrankungen sind beispielsweise Diabetes Typ 1, rheumatoide Arthritis oder Multiple Sklerose.

Bei bestimmten Impfungen im Kindesalter hat man in retrospektiven vergleichenden Studien festgestellt, dass beispielsweise Diabetes Typ 1 seltener in der Gruppe auftritt, die nicht geimpft wurde. Leider kann man die Gruppen statistisch nicht wirklich miteinander vergleichen, die Gruppe der nicht geimpften Kinder ist beispielsweise deutlich kleiner als die der geimpften Kinder. Und diese Art von Studien entspricht nicht dem Goldstandard einer klinischen Studie. Also kann man aus diesem Ergebnis halt nur eine Vermutung/Hypothese ableiten, aber nicht einen statistisch gesicherten Beweis (obwohl das auch nicht immer ein Beweis ist...).

Das Risiko einer Autoimmunerkrankung ist dennoch nicht zu unterschätzen. Bezüglich SARS-CoV-2 haben Forscher an der Charite bei der Herstellung eines Antikörpercocktails zur passiven Immunisierung beispielsweise durchaus Antikörper identifiziert, die sich auch gegen körpereigene Strukturen richten.

Insofern muss man sich das bei jeder Impfung bewusst machen: Man tauscht das Risiko einer (möglicherweise) lebensgefährlichen Erkrankung gegen das Risiko eines (allerdings in der Regel sehr seltenen) Impfschadens.

Impfen beruht wie jeder andere Eingriff (s.o.) immer auf einer Nutzen-Risiko-Bewertung. Und aus diesem Grund darf man die Entscheidung der Impfgegner denn auch respektieren :!: Auch wenn Impfen ja nicht nur eine individuelle, sondern auch eine soziale Wirkung hat (nämlich den Schutz der anderen, weil man selbst nicht Krankheitsüberträger wird) :!:

Kleine Anmerkung zum Schluss: Zu einer unerwünschten Wirkung gehört übrigens auch, dass der Impfstoff wirkungslos bleibt, also keine Immunität hervorruft (für die Coronavirusimpfstoffe aktuell bei 5 von 100 Geimpften) und man deshalb doch - trotz Impfung - an der Infektionskrankheit erkranken kann :!:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Tamasi
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Allmachtsbachel
CZ,
vielen Dank für die ausgewogene Erläuterung zum Thema Impfen. Hilft mir beim Verständnis der Impfgegner, die ich bisher nicht sonderlich ernst genommen habe. Ich bin ein klarer Impfbefürworter; aus meiner Sicht überwiegen die (gesamtgesellschaftlichen) Nutzen die Risiken. Und ich finde es auch schlichtweg toll, dass es solche wissenschaftlichen Entwicklungen gibt. Meine Kinder sind entsprechend standard-geimpft und das wird auch so weitergeführt. Aber ich verstehe die andere Seite nun besser. Hab ich mir bisher nicht die Mühe gemacht.

Mir ist natürlich klar, dass die neue Corona-Impfung nochmal etwas ganz anderes ist als die über Jahrzehnte erprobten Standard-Impfungen. Dennoch möchte ich mich sehr gerne impfen lassen (Hallo, Big Pharma, hier ist ein freiwilliger Tester! :lol: ) - allein schon, weil wir ohne Impfung garantiert nicht ins Heimatland meiner Frau einreisen dürfen. Und das geht auf Dauer nicht.
Zuletzt geändert von Tamasi am 24. November 2020 22:27, insgesamt 1-mal geändert.

fkAS
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Halbdaggl
CoachingZone hat geschrieben:Ich persönlich finde das Gegeneinander-ausspielen von Impfbefürwortern und Impfgegnern immer schwierig, denn beide haben auf ihre Weise recht...

Wenn von Impfgegnern die Rede ist, dann sind doch Leute gemeint, die Impfungen generell ablehnen. Und das ist dann unwissenschaftlicher Quatsch.
Wenn ich sag, dass Impfungen best möglich getestet, so sicher wie möglich und nur nach sorgfältiger Risikoabwägung angeboten oder gar vorgeschrieben werden sollen, dann bin ich ja kein Impfgegner. Die Risikoabwägung nimmt ja auch die Stiko vor, obwohl man die nie als Impfgegner bezeichnen würde.


killroy
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Granadaseggl
Und aus diesem Grund darf man die Entscheidung der Impfgegner denn auch respektieren

Darf schon ... Muss nicht.
Letztlich ist dein Vergleich nicht statthaft, bei allem Bemühen.

In der linken Ecke .... Impfen .... hat weltweit für eine millionenfache Zurückdrängung von Tod und Leid gesorgt. Pocken, Kinderlähmung, Masern ... alle sind sie KO gegangen. Impfen ist sozial engagiert, Teil der Gesellschaft, der Italian Stallion von nebenan, der alle kennt, alle mag, und immer ein offenes Ohr für alle hat. Impfen kümmert sich um die Schwachen und hat mehrere Medizin-Nobelpreise gewonnen.

In der rechten Ecke .... Impfgegner ... der kleinkarierte Feigling einer satten Wohlstandsgesellschaft. Hat in seinem Leben noch keinen Kampf gewonnen, da er allen Kämpfen aus dem Weg geht. Denkt nur an sich und seine egoistische Unversehrtheit. Der "Verpisser" der Boxszene. Hat außer Vermutungen, dass Impfen langfristig dem Teint schadet, nichts zu bieten.

Im Ernst, die nahezu perfekte Ausrottung oder zumindest massive Eindämmung schlimmer Krankheiten wird verglichen mit wagen Andeutungen, dass eine winzige Dosis Aluminium Alzheimer auslösen könnte oder Diabetes mit dem Impfen irgendwie (leider unbewiesen) in Verbindung stehen könnte ... also bei schiefstehendem Mond im fünften Haus natürlich nur? Really? :lol:
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

CoachingZone
Halbdaggl
@fkAS

Sorry - da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt: Natürlich ist die Gruppe der Impfgegner eine sehr heterogene, ich bezog mich aber insbesondere auf solche, die ihre Ablehnung auf rationale Weise begründen.

Die Risikoabwägung einer Impfung (wie übrigens auch einer Operationsmethode oder einer Behandlung mit Therapeutika) nehmen dafür geschaffene Behörden oder sonstige Institutionen vor.

Dennoch bleibt immer auch ein persönliches Recht auf eine persönliche Risiko-Nutzen-Abwägung bestehen. Nicht umsonst muss jeder beispielsweise vor einer Operation nach Aufklärung sein Einverständnis mit dem Eingriff erklären. (Und das hat nicht nur versicherungsrechtliche Gründe.)

Und die Stiko gibt aus diesem Grund übrigens nur Impf-Empfehlungen heraus - lediglich bei der Masernimpfung wurde die Impfung mittlerweile gesetzlich verpflichtend gemacht. Denn es ist schon ein sehr großer Einschnitt in die persönliche Freiheit, wenn man einen Eingriff in seinen eigenen Körper nicht ablehnen darf.

Unabhängig von allen berechtigten Einwänden ist es wirklich notwendig, sich immer wieder vor Augen zu führen, welche positiven Auswirkungen die Möglichkeit von Impfungen auf die Menschheit hatte:

Die Pocken, jahrhundertelang eine sehr tödliche Krankheit, quasi ausgerottet (bis auf den Bestand in bestimmten Laboren), die Kinderlähmung, der Wundstarrkrampf, die Diphtherie (wenn auch mittlerweile wieder auf dem Vormarsch), die Masern, der Keuchhusten, die Hepatitis B (und auch A) -

alles Infektionskrankheiten, die schwerwiegende gesundheitliche Folgeerscheinungen nach sich ziehen oder eben tödlich sein können. Und in der Vergangenheit die Menschheit ja wirklich nicht selten befallen haben.

Und vor denen man sich nun schützen kann - dank der Impfstoffe :!:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -