Wir vermeiden eine Diskussion bzgl. Schulschließungen, das ist schon mal schön. Ich habe auch kein Problem mit diversen Maßnahmen, um den Scheiß etwas zu verzögern, inzwischen habe ich mich so an die Maske gewöhnt, dass es fast schon irgendwie normal ist, in allem möglichen Taschen und Orten eine Einwegmaske zu haben, aber... mit einer Aussage habe ich schon ein kleines Problem:
und wenn eine ausgangssperre nächtens einen teil dazu beiträgt ... so what
Nicht alles, was direkt Sinn macht, sollte man ausführen, weil es indirekt zu Problemen führt, und die indirekten Probleme enden meist an einem Punkt: Akzeptanz. Bestes Beispiel: wir brauchen wohl nicht darüber zu diskutieren, dass es aus medizinisches Gründen das Beste wäre, Alkohol als Genussmittel zu verbieten, die Schäden für die Gesellschaft sind finanziell und sozial mit das Schlimmste was es aktuell gibt. Weiter geht es mit Zucker, Nikotin, eigentlich müsste man auch das Privatfernsehen verbieten, dass die Horden an Couchpotatos lieber wieder raus gehen und sich etwas bewegen, statt auf dem Sofa die xte Folge von Frauentausch zu schauen... und warum wird das alles nicht gemacht? Weil der Widerstand in der Bevölkerung zu groß wäre, also lässt man zu dass sich Millionen von Deutschen die Hirnzellen wegsaufen, mit zu viel Zucker Übergewicht anfressen, was Folgeschäden mit sich bringt, usw. usf.
Und mit Corona ist es nicht anders, medizinisch wäre ein 4 Wochen Lockdown alle 2 Monate bestimmt das Sinnvollste, aber aktuell ist die Akzeptanz der Bevölkerung noch im grünen Level, das sollte man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, denn dadurch schafft man eben auch Zulauf zu Gruppen und Parteien, die man eigentlich nicht haben möchte (Querdenken und so ein Scheiß) und sorgt dafür, dass andere Menschen sich von der Realität entfernen und irgendwann als Truther ein trauriges Leben fristen.
Daher muss man alles immer gesamtgesellschaftlich betrachten. Aus medizinischem Standpunkt wäre es das Beste, eine Impfpflicht einzuführen, um gewisse Krankheiten auszurotten, aus gesellschaftlichem Standpunkt ist das jedoch nicht möglich, weil der Anteil der Impfgegner eben nicht gerade gering ist und eine Pflicht diese Gruppe noch mehr radikalisiert.
Das Leben lässt sich halt nicht immer mit Verboten regeln.
Ich kann mich noch dunkel erinnern wie Toni damals sagte, man müsste selektiv die Menschen schützen, das wäre für mich ein Ansatz, hier besonders die Altenheime. Dummerweise erlebe ich auch privat immer wieder, dass genau die Leute, die die Risikogruppe darstellen, das Ganze lässig sehen, etwa meine Schwiegeroma... Hauptsache nochmal raus und die Urenkel sehen, mit Ü90 ist das Leben eh so gut wie vorbei. Da brauchst Du nicht mehr mit Logik kommen.