Haber hat geschrieben:Entlastung und Kontrolle schon.
Kontrolle ist Aufgabe des AR. Also sollte man da mal zusehen, dass man neben den Wirtschaftspöstchen endlich auch gescheite sportliche Kompetenz hinzuzieht, und damit ist weder ein Ohlicher noch ein Buchwald oder vergleichbare Personen gemeint, sondern jemand, der wirklich Ahnung vom Geschäft hat, also so jemand wie Mislintat oder Hitz, nur halt dreißig Jahre älter und erfahrener (eine Art Elder Statesman), mit dem sich Sportvorstand und -direktor austauschen können, wenn sie Rat oder eine zusätzliche Meinung brauchen. Der aber nicht meint, selber alles besser machen zu können, ohne es jemals auch besser gemacht zu haben. Hitzfeld wäre so jemand, der dafür geeignet wäre, aber der hat halt leider kein Interesse. Klinsmann eigentlich auch, aber der will ja selbst gestalten. Deswegen - auch leider - kommt der nicht in Frage.
Haber hat geschrieben:Aber die Frage ist doch ob sich jemand belastet oder unkontrolliert vorkommt? Und wenn ja, er würde es nicht zugeben.
Nun, in der Vergangenheit haben ja diverse handelnde Personen (Dutt, Reschke, selbst Schindelmeiser) durchaus zugegeben, dass sie Unterstützung gebraucht hätten, diese aber teilweise vom Verein gar nicht erhalten (oder manchmal auch nicht eingefordert) hatten.
Der dem Sportvorstand zuarbeitende Sportdirektor-Posten wäre schon viel früher sinnvoll gewesen, aber da war man ja von Vereinsseite her lange der Ansicht, EIN Sportdirektor/-vorstand reiche vollkommen aus. Dafür hatte man dann im Verein noch acht weitere Personen im erweiterten Vorstand, die überhaupt nichts mit dem Kerngeschäft des Vereins, nämlich dem Sport, zu tun hatten, und davon waren sechs auch eigentlich komplett überflüssig (also eher Pöstchen für die Mitreder).
Wahler hat 2015? 2016? den Vorstand des Vereins auf 3 Personen verschlankt - und die Übriggebliebenen auf die neu geschaffene Direktorenebene versetzt. (In die AG wurde dann diese Konstellation übernommen.) Und genau diese Direktorenebene will jetzt Hitz weiter verschlanken, allerdings gestaltet sich dies wohl nicht so einfach, weil man die Leute nicht einfach kündigen kann. Man kann ihnen nur ihre Verantwortungsbereiche wegnehmen und hoffen, dass sie von sich aus gehen, wenn sie nichts mehr zu sagen haben. Und man kann, ohne groß raten zu müssen, davon ausgehen, dass hier eine der Zellen des Widerstands sitzt.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.
- Charles Maurice de Talleyrand -