Tamasi hat geschrieben:Erstens:
Die Heimbewohner kann man bestens verorten. Die sind und bleiben da nämlich, alle miteinander.
Und das bringt alles nichts, wenn man das Hygienekonzept nicht umsetzt, um das geht es mir ja die ganze Zeit. Und draußen wird es besser umgesetzt als daheim oder in solchen Einrichtungen.
Kinder gehen nach der Schule nach Hause, fahren U-Bahn, quatschen hier, knutschen da (manche!)
Dazu habe ich auch schon genug geschrieben, ich will mich nicht wiederholen, daher copy and paste:
Ich hätte mal gerne eine Statistik, die mir zeigt wie viele Schüler andere Schüler innerhalb der Schule angesteckt haben, denn oft ist es halt so, dass sich die Schüler nach der Schule treffen, nur dann halt ohne Maske und Abstand. Ich sehe das ja bei meinem Großen und seinen Kumpels, während der Schule hat man immer eine Maske auf, sitzt mit 2 Meter Abstand am Tisch und selbst in dem Pausen ist eine strikte Abstandtrennung, und nachmittags geht man raus, trifft sich mit dem Kumpels auf dem Spielplatz und dort wird vogelfrei gespielt, raufen, inklusive, wie Buben halt so sind.
Am Ende ist einer positiv - aber man kann's nicht herleiten, woher. Zu viel, zu unübersichtlich. Darum gibt es ja so viele "Übertragungen zu Hause". Weil man die noch am ehesten nachvollziehen kann. Wie die bei den Alten im Heim, weil "my Heim isch my Zuhause".
Zuhause gibt es mehr Infektionen, weil dort eben niemand mit der Maske rumrennt, was laut allen Experten am besten gegen Infektionen hilft, ebenso gibt es keinen Abstand. Den gibt es in der Schule, ebenso Maskenpflicht.
Neulich im erweiterten Umfeld: Kind hat Halsschmerzen. Kinderarzt schaut rein, winkt ab, "nur 'ne normale Entzündung". Wenige Tage danach: Der Vater hat Symptome. Ganze Family zum Test - ALLE positiv. Und die Ärztin im Test-Center hat rumgewütet: "Immer diese sch*** Kinderärzte! Die wimmeln alle ab und wollen nicht testen und dann laufen die Kids rum und stecken endlos Leute an!"
Jeder der Kinder hat weiß, dass man - unabhängig von Corona - eine Infektion daheim nicht vermeiden kann. Hat das Kind eine Erkältung, dann man als Elternteil daheim nicht davor flüchten, außer Du ziehst 2 Wochen aus oder schließt Dich daheim im Gästeklo ein. Wo gelebt wird, wird infiziert.
Ja, die Hygienekonzepte an vielen Schulen sind gut. Nein, das ist keine Garantie. Nichtmal im Ansatz.
Eine Garantie kannst Du im bei Amazon kaufen, aber nicht bei sowas. Es geht auch nicht um Garantien, es geht um die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen. Natürlich wird durch Schulschließungen vielleicht ein Promille mehr Risiko vermieden (nochmal, gibt es auch nur einen Bericht, dass sich Schüler innerhalb einer Klasse angesteckt haben?), aber das ist alles sinnlos, wenn sich diese Schüler nachmittags dann halt draußen ohne Hygienekonzept und Maske treffen und sich dort infizieren, weil die Eltern ihre Kinder halt nicht 3 Wochen am Stück im Haus halten können, Kinder wollen und brauchen Sozialkontakte noch mehr als wir Erwachsenen.
Die Medien sagen es immer wieder, Superspreader sind private Veranstaltungen, Events ohne Abstand und Urlaub. Aktionen wie Schließung der Baumärkte mögen zwar helfen, den Menschen die Dringlichkeit ins Gedächtnis zu rufen, aber Du kannst Menschen nicht einfach 3 Wochen daheim einschließen, Menschen brauchen Abwechslung, Kontakte, und daher muss man schauen was ist sicher und was nicht.
Ich habe gelesen dass Japan eine der geringsten Ansteckungsquoten hat, und noch nie Geschäfte oder ähnliches schließen mussten. Klar, da ist Hygiene schon von Kindheit an normal, daher haben sie weniger Probleme. Bei uns hingegen... wenn ich nur einen Euro bekommen würde für jeden Kollegen, der nach dem Pinkeln nicht die Hände wäscht, dann...