2114 Beiträge

Wie ist eure Meinung zur Corona-Impfung?

Vollständig geimpft (außer J&J)
37
86%
Vollständig geimpft (J&J)
1
2%
Einmal geimpft (außer J&J)
2
5%
Ersttermin in Aussicht
0
 
Kein Ersttermin in Aussicht
1
2%
Genesen und geimpft
2
5%
Genesen und Impftermin in Aussicht
0
 
Einmal geimpft aber aufgrund heftiger Reaktion keine Zweitimpfung möglich (außer J&J)
0
 
Aufgrund einer Krankheit kann ich mich nicht impfen lassen, würde es aber gern
0
 
Impfgegner oder "Wenn sich alle anderen impfen lassen, muss ich es nicht tun"
0
 

Flache9
CoachingZone hat geschrieben:
Flache9 hat geschrieben:Es hat eine Mutation stattgefunden.
Auf einmal sind die meisten aus dem Forum von ihren unterschiedlichen Berufen zu Virologen, Epidemiologen, Biologen, Pharmazeuten, etc. mutiert. Herzlichen Glückwunsch.


... könnte daran liegen, dass manche in diesem Forum genau einen dieser Berufe ausüben oder - wie in meinem Falle - ausgeübt haben...

... da braucht es dann keine Mutation, sondern lediglich einen Anlass, an dem dieses berufsspezifische Wissen wieder hervorgekramt wird...


Das mag für dich oder einen anderen zutreffen, aber gefühlt sind es im Forum und auch da draußen 80% Virologen, Biologen, Epidemiologen oder Impfstoff Hersteller. Alle wissen angeblich etwas und viele Informationen stammen aus Halbwissen, Zeitungsartikeln etc. Das ist sehr gefährlich.
Daher sollte man keine falschen Informationen verbreiten oder Informationen falsch interpretieren.
Ich verstehe, das Diskussionsbedarf bei diesem Thema aktuell stark erforderlich ist, aber man trägt auch eine Verantwortung für falsche oder spekulative Informationen. Nur deswegen mein provozierender Hinweis.

Rufus
Granadaseggl
Flache9 hat geschrieben:aber gefühlt sind es im Forum und auch da draußen 80% Virologen, Biologen, Epidemiologen oder Impfstoff Hersteller. Alle wissen angeblich etwas und viele Informationen stammen aus Halbwissen, Zeitungsartikeln etc.

Liegt wahrscheinlich an folgendem Bestseller:
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Unter Westfalen
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Grasdaggl
darkred hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:
killroy hat geschrieben:@darkred
sorry ... ich musste mich erst einmal etwas fundierter um was vollkommen unerhebliches kümmern
nein, mein nick hat etwas mit einer cordhose zu tun, die ich anfang der 90er aus den untiefen des schorndorfer wühli gezogen habe. und killroy prangte groß und breit auf dem label. und seitdem ...

styx ... ich bitte dich :lol:


Styx?
War das nicht der aus "Orpheus in der Unterwelt?


Korrekt.
Bei der Band STYX steht das mit dem "Kilroy" jedoch in einem anderen Kontext.


Minute 5:10.


Danke! :prost:
War wieder mal nach meiner Zeit. :oops:

Wenn Ihr Seggl wüsstet, was Ihr mir in den 3 Jahren schon alles beigebracht habt. 8)
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Flache9
Unter Westfalen hat geschrieben:
darkred hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:
Styx?
War das nicht der aus "Orpheus in der Unterwelt?


Korrekt.
Bei der Band STYX steht das mit dem "Kilroy" jedoch in einem anderen Kontext.


Minute 5:10.


Danke! :prost:
War wieder mal nach meiner Zeit. :oops:

Wenn Ihr Seggl wüsstet, was Ihr mir in den 3 Jahren schon alles beigebracht habt. 8)


Immer diese neuartigen Videos. Bestimmt eine Verschwörung. Die Menschheit soll von Robotern erobert werden. Skynet grüßt :mrgreen:

Rufus
Granadaseggl
Frank N Furter hat geschrieben:Kommt drauf an, ob Du "nur" (beim ersten Mal) eine T-Zell-Antwort hattest, oder neutralisierende Antikörper und dann die ganze B-Zell-Reifungskaskade durchlaufen hast (dauert im Schnitt 4-6 Wochen, der Prozess ist 6stufig, aber bereits die dritte Stufe bietet einen gewissen Schutz).

Wie hat man es denn bei Dir festgestellt? PCR-Test / Schnelltest aus der Nasen-Rachen-Schleimhaut? Oder Antikörpertest aus dem Blut?

Ich hatte Corona auch 2x, wie so viele übrigens. Beim ersten Mal mit dem ganz typischen Geruchs- und Geschmacksverlust, so wie den typischen Erkältungssymptomen. Aber der PCR-Test und ein Antikörper-Test waren damals negativ. Deshalb gehe ich davon aus, dass ich nur eine T-Zellantwort hatte (Symptome hatte ich auch nur drei Tage lang).
Beim zweiten Mal hätte ich es gar nicht mehr gemerkt und es wurde nur durch einen Routine-PCR-Test entdeckt. Einige Wochen später hatte ich dann auch Antikörper im Blut.
...
Jeder von uns wird immer wieder Corona bekommen. "Bekommen" bedeutet, es dringt über die Schleimhäute in Zellen ein und repliziert sich dort. Würde das nicht passieren, wär es so, als würde es in 10 Meter Entfernung an Dir vorbeischweben. Also "bekommen" bedeutet immer auch: es repliziert in Dir. Und wenn es repliziert, kann es Dein Immunsystem auch erst bemerken. Das trainierte Immunsystem - durch Impfung oder Vorerkrankung - bekämpft es dann. Die meisten werden keine der weiteren Sars-Cov-2-Infektionen überhaupt nur bemerken. Also symptomfrei bleiben und damit nach ICD10 und 11 ergo nicht erkranken. Wir müssen also gedanklich auch mit Impfung weiterhin trennen zwischen "Sars-Cov-2 bekommen" und an Sars-Cov-2 auch tatsächlich zu erkranken.

Ich persönlich gehe davon aus, dass ich es mittlerweile schon viel öfter in mir hatte. Einige wenige werden erneut Krankheitssymptome entwickeln und hoffentlich nur sehr, sehr wenige werden trotz Impfung daran sterben.

So eindeutig hab zumindest ich das noch nicht gelesen/gehört, vielen Dank für die Infos :nod: :nod: :nod:

killroy
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Granadaseggl
entschuldigung, aber wenns denn stimmt. diese infos kommen vom "in schweden ist die herdenimmunität bereits erreicht" frank. sorry, aber ich glaube da kaum ein wort mehr. zuviele behauptungen in den letzten 8 monaten und kaum belege dafür.

darf aber jeder gerne anders sehen.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


Cantona
killroy hat geschrieben:entschuldigung, aber wenns denn stimmt. diese infos kommen vom "in schweden ist die herdenimmunität bereits erreicht" frank. sorry, aber ich glaube da kaum ein wort mehr. zuviele behauptungen in den letzten 8 monaten und kaum belege dafür.

darf aber jeder gerne anders sehen.


Na was ein Glück, dass du Dich in Deinen Einschätzungen noch nie geirrt und die Schwachsinnsthesen, die du jeden Tag raushaust, über jeden Zweifel erhaben sind.

Bin voller Erwartung auf das "post-ökonomische" Zeitalter, das du in deiner unnachahmlichen Art angekündigt hast.


Tifferette
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Grasdaggl
@Plan_B, @darkred et al: Zu dieser Hausrechtsgeschichte. Das Hausrecht ist dogmatisch weitgehend unerforschtes Land und am Ende steht eigentlich immer eine Abwägung. Da weiß man also nie so ganz genau, was am Ende rauskommt.

Was der BGH bislang dazu gesagt hat, und wenn wir es dann mal auf diese Frage übertragen:

1. Es gilt Vertragsfreiheit und Eigentumsfreiheit. Man kann als Privatmann sein Hausrecht so gut wie völlig frei ausüben. Für Gewerbetreibende gilt im Grundsatz nichts anderes.

2. Wenn man allerdings sein Geschäft (also zB ein Ladengeschäft oder eine Kneipe oder ähnliches) grundsätzlich dem Publikumsverkehr öffnet, dann bindet man sich ein Stück weit selbst. Dann benötigt man zumindest eine objektive Begründung, um bestimmten Personen den Zugang zu verwehren. Gerade im Bereich des AGG geht da so gut wie nichts mehr (aber das ist ja nicht unser Fall). Klassiser Fall ist der Wirt, der einen Gast des Lokals verweist, der sich daneben benimmt bzw. benommen hat. Gegenbeispiel sind diese AfD-Fälle. Aufgrund einer politischen Gesinnung kommt man da nämlich meist nicht weiter, da steht das GG nämlich ziemlich breitbeinig im Weg.

3. Man muss jetzt die Begründung nehmen und sie mit den Interessen der Gegenseite abwägen. Vor dem Coronahintergrund kann man jetzt allerdings eine ganze Menge Gründe ins Feld führen, die allesamt ziemlich plausibel sind. Da steht als allererstes der Gesundheitsschutz, und zwar nicht nur für den Inhaber und die Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter. Dann natürlich noch die Berufsfreiheit aus Art. 12, denn man will sich ja auch davor schützen, dass einem wieder der Laden dichtgemacht wird. Und man muss gleichzeitig im Kopf behalten, dass es ja immer noch der eigene Laden ist, auch das kommt in die Wagschale. Auf der anderen Seite haben wir da die allgemeine Handlungsfreiheit und auch noch das Recht auf informationalle Selbstbestimmung. Auch die eigene körperliche Unversehrtheit könnte man noch vorbringen (Pieks = Körperverletzung, so doof es klingt). Man könnte auch noch von Unverhältnismäßigkeit (Maske!) anfangen. Wenn ich mir das in Summe so anschaue, dann würde ich als Richter so gut wie sicher für den Ladeninhaber entscheiden. Aber ganz sicher ist das nicht.

4. Und was ist nun mit dem Dammbruchargument? Richtig ist ja, dass es zu gesellschaftlichen Verwerfungen kommen könnte, wenn das jeder macht. Dann ist man gedanklich ggf. bei Treu und Glauben. Als Zivilrechtler würde ich mich diesem Argument weitestmöglich verweigern, weil vor Gericht der Streit zwischen Kläger und Beklagtem im Vordergrund steht. Solche Folgenabschätzungen kann man mal mitnehmen, aber ich würde es nienienie als tragendes Argument nehmen. Das wäre systemwidrig. Aber auch hier gilt - da kann und will ich nicht für ein/e Richter/in am Amtsgericht Bad Oeynhausen sprechen....

Executive Summary: Das mit dem Hausrecht müsste gehen, unangreifbar ist es aber nicht.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)





killroy
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Granadaseggl
Haber hat geschrieben:was Frank schon im Februar über den notwendige Schutz der Pflegekräfte und Senioren schrieb und auch zum Thema Masken, zu politischen Lösungsmöglichkeiten - rechtzeitig oder wenn nicht möglich dann halt so früh wie möglich ... u.v.a.m. finde ich im Nachhinein schon - in meinen Augen und nach meinem Gefühl - so falsch ned, gell? Auch dasdass wir mit das Virus und Mutanten leben müssen und noch vieles andere.

Du hast halt mit deinem Frauenfred Blödsinn gemacht aber als CoronaProf kommst du doch ganz gut rüber.
Natürlich nur imo ;)

er wollte Alte und Risikogruppen für Monate in Hotels packen mit freiwilligen Pflegekräften, die sich quasi für lange Zeit mit einkasernieren. Das war schon eine dieser grotesken Ideen. Dann waren die Schweden seiner Meinung nach im Juni schon komplett durchseucht. Und das war erst der Beginn seiner Theorien ...

Von seinen Mobbing-Theorien und der Spitzer-Sache fang ich jetzt erst gar nicht an
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


Flache9
Tifferette hat geschrieben:@Plan_B, @darkred et al: Zu dieser Hausrechtsgeschichte. Das Hausrecht ist dogmatisch weitgehend unerforschtes Land und am Ende steht eigentlich immer eine Abwägung. Da weiß man also nie so ganz genau, was am Ende rauskommt.

Was der BGH bislang dazu gesagt hat, und wenn wir es dann mal auf diese Frage übertragen:

1. Es gilt Vertragsfreiheit und Eigentumsfreiheit. Man kann als Privatmann sein Hausrecht so gut wie völlig frei ausüben. Für Gewerbetreibende gilt im Grundsatz nichts anderes.

2. Wenn man allerdings sein Geschäft (also zB ein Ladengeschäft oder eine Kneipe oder ähnliches) grundsätzlich dem Publikumsverkehr öffnet, dann bindet man sich ein Stück weit selbst. Dann benötigt man zumindest eine objektive Begründung, um bestimmten Personen den Zugang zu verwehren. Gerade im Bereich des AGG geht da so gut wie nichts mehr (aber das ist ja nicht unser Fall). Klassiser Fall ist der Wirt, der einen Gast des Lokals verweist, der sich daneben benimmt bzw. benommen hat. Gegenbeispiel sind diese AfD-Fälle. Aufgrund einer politischen Gesinnung kommt man da nämlich meist nicht weiter, da steht das GG nämlich ziemlich breitbeinig im Weg.

3. Man muss jetzt die Begründung nehmen und sie mit den Interessen der Gegenseite abwägen. Vor dem Coronahintergrund kann man jetzt allerdings eine ganze Menge Gründe ins Feld führen, die allesamt ziemlich plausibel sind. Da steht als allererstes der Gesundheitsschutz, und zwar nicht nur für den Inhaber und die Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter. Dann natürlich noch die Berufsfreiheit aus Art. 12, denn man will sich ja auch davor schützen, dass einem wieder der Laden dichtgemacht wird. Und man muss gleichzeitig im Kopf behalten, dass es ja immer noch der eigene Laden ist, auch das kommt in die Wagschale. Auf der anderen Seite haben wir da die allgemeine Handlungsfreiheit und auch noch das Recht auf informationalle Selbstbestimmung. Auch die eigene körperliche Unversehrtheit könnte man noch vorbringen (Pieks = Körperverletzung, so doof es klingt). Man könnte auch noch von Unverhältnismäßigkeit (Maske!) anfangen. Wenn ich mir das in Summe so anschaue, dann würde ich als Richter so gut wie sicher für den Ladeninhaber entscheiden. Aber ganz sicher ist das nicht.

4. Und was ist nun mit dem Dammbruchargument? Richtig ist ja, dass es zu gesellschaftlichen Verwerfungen kommen könnte, wenn das jeder macht. Dann ist man gedanklich ggf. bei Treu und Glauben. Als Zivilrechtler würde ich mich diesem Argument weitestmöglich verweigern, weil vor Gericht der Streit zwischen Kläger und Beklagtem im Vordergrund steht. Solche Folgenabschätzungen kann man mal mitnehmen, aber ich würde es nienienie als tragendes Argument nehmen. Das wäre systemwidrig. Aber auch hier gilt - da kann und will ich nicht für ein/e Richter/in am Amtsgericht Bad Oeynhausen sprechen....

Executive Summary: Das mit dem Hausrecht müsste gehen, unangreifbar ist es aber nicht.


So sehe ich das auch.

Fall jetzt aber nicht wieder aus allen Wolken. :mrgreen:

Cantona
Tifferette hat geschrieben:Jaja, blabla. Wenn Du gottgleiche Einschätzungen "SO IST ES UND NICHT ANDERS UND NUN KNIEE ER NIEDER!" willst, dann halt' Dich an den Charitéhausmeister Deines Vertrauens.


Gibt's die gottgleichen Einschätzungen nicht auch von im Jugendhaus sozialisierten Killroy?




de mappes
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Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:Jaja, blabla. Wenn Du gottgleiche Einschätzungen "SO IST ES UND NICHT ANDERS UND NUN KNIEE ER NIEDER!" willst, dann halt' Dich an den Charitéhausmeister Deines Vertrauens.


Warum so angepisst direkt?
Pardon...für die Majestätsbeleidigung :roll:
Don't criticize what you can't understand

CoachingZone
Halbdaggl
killroy hat geschrieben:entschuldigung, aber wenns denn stimmt. diese infos kommen vom "in schweden ist die herdenimmunität bereits erreicht" frank. sorry, aber ich glaube da kaum ein wort mehr. zuviele behauptungen in den letzten 8 monaten und kaum belege dafür.

darf aber jeder gerne anders sehen.


Ich möchte hier mal eine Lanze für @Frank N Furter brechen. Denn er hat die Idee der Herdenimmunität ja nie ohne den gleichzeitigen Schutz der Vulnerablen propagiert. Außerdem hat er schon im Frühjahr deutlich gemacht, dass es im Herbst eine zweite Welle geben werde, die dann auch bei anderen Ländern die Zahlen nach oben treiben werde. Und er hat auch prinzipiell Recht damit, dass wir mit Infektionen leben müssen, und auch damit, dass es bei jeder Infektionswelle auch Opfer geben kann und meistens auch wird.

Grundsätzlich ist es auch nicht verkehrt, bei einer Virusinfektion die Überlegung anzustellen, ob es nicht sinnvoller ist, den Großteil der Bevölkerung diese Infektion durchmachen zu lassen. Zum einen ist eine Impfstoffentwicklung teuer und braucht Zeit, zum anderen schützt eine überstandene Infektion den Erkrankten in der Regel länger und besser vor einer erneuten Infektion.

Obwohl ich seine Argumente teilweise nachvollziehen konnte (insbesondere, dass die meisten Jüngeren symptomlos oder nur mit Erkältungssymptomen erkranken), habe ich ihm im Frühjahr entschieden widersprochen, als er den schwedischen Weg so gelobt hat.

Und zwar vor allem aus zwei Gründen:

Zum einen gab es damals keine sichere Datenlage über die Gefährlichkeit des Virus, aber genügend sichtbare Hinweise, wie schwere Verläufe aussehen, die auch im Gegensatz zur Grippe bei der Behandlung deutlich mehr KH-Infrastruktur benötigen. Dann auch die ersten Anzeichen, dass es selbst bei leichten und mittelschweren Verläufen zu langfristigen Beeinträchtigungen kommen kann.

Zum anderen war damals über die Art der Verbreitung von SARS-CoV-2 noch wenig bekannt. Recht schnell fand man heraus, dass dieses Virus sich ja noch vor Ausbruch oder gar durch symptomlose Träger UND im übrigen sehr effektiv weiterverbreiten kann. Und bereits im Frühsommer gab es erste Hinweise, dass selbst erkrankte und genesene Menschen wieder zu Virusträgern werden können.

Spätestens damals habe ich eher darauf getippt, dass das Laufenlassen der Pandemie zu vielen Opfern und eben nicht zu einer auf natürlichem Wege entstehenden und schützenden Herdenimmunität führen würde. Und deswegen die AHA-Regeln, viel Kontaktreduktion, viel Home-Office, kein Sommerurlaub und konsequentes Masketragen in allen Innenräumen uns schützen müssen, bis wir diesen Schutz mittels eines Impfstoffes erhalten werden.

... und habe diese Ansicht auch bei jeder Gelegenheit "unters Volk" gebracht.

Ich gehöre halt zu den eher vorsichtigen Menschen, die zunächst lieber Daten sammeln als gleich schnelle Entscheidungen mit weitreichenden Folgen zu treffen. Allerdings habe auch ich noch im Januar 2020 (zugegebenermaßen aber auch aus Mangel an Informationen aus China) das Virus eher als ein heftigeres Erkältungsvirus eingeschätzt. So habe auch ich mich rückblickend geirrt :!: :!: :!:

Letztendlich besteht aber das Leben immer aus einer Abfolge von Versuchen und Irrtümern. Man sollte halt schnell lernen, was wirklich (lebens-)gefährlich ist, sonst wird das Überleben schwierig.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -