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de mappes
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Spamferkel
Nilkheimer hat geschrieben:Das wäre jetzt eine gute Gelegenheit für prächtigen Journalismus. Paar Strukturen aufdecken, Zusammenhänge darlegen, Interessenlagen skizzieren. Vor allem: eine begründete Einschätzung abgeben, auf wessen Seite eigentlich die Wahrheit zugange ist.

Da wir darauf aber vermutlich noch was länger warten müssen dürften: Hitz hat Glaubwürdigkeitsvorschuss, und Blendiglaous kommt komisch rüber. Ganz ausgeschlossen scheint aber nicht, dass Hitz hier zumindest auch ein wenig der nützliche Idiot der ewigen Arschlöcher ist.


Bin ich ausnahmsweise mit nilki voll einer Meinung
Sowohl beim zweiten Absatz als auch was die Journalisten betrifft:
Leider scheint es da fast ausschließlich Gefälligkeitsrecherchen zu geben...entweder für die eine-oder die andere Seite
Neutrale Recherchen und anschließende Berichte sind rar...und woher soll man wissen, ob sie wirklich neutral sind
Selbst viele Blogs verfolgen mittlerweile eigene Interessen und agenden
Don't criticize what you can't understand


Lenny
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Granadaseggl
Bin a bissle enttäuscht von Hitz, ohne auch nur im Ansatz zu wissen, was ihn dazu veranlasst hat, den ganzen Dreck öffentlich zu machen. Das ist nicht der ansonsten so außergewöhnlich gute Stil, den Hitz gerne pflegt. Dabei find ich die Idee, Hitz als Präsident des VfBs zu sehen, mehr als nur gut. Scheissjahrausklang das. Aber bei der Krankenakte des gemeinen VfB-Fans ist das nix, maximal ne Impfung. Wir sind Schlimmeres gewöhnt.

flux
rasenheizung hat geschrieben:Claus Vogt muss im Verein krass isoliert sein. Denn anders lässt sich nicht erklären, warum ihm keiner seinen Brief ordentlich auf VfB-Briefpapier formatiert hat. Somit für mich alles klar. ;)

Die ganze Kurve hinter, und ebenso vollständig die Geschäftsstelle gegen sich - grandioser Sport. Nur für einen Präsidenten eine - nunja - unglückliche Lage....

Goofy
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Grasdaggl


Hitzlspergers Sorgen um den Klub müssen ebenso groß wie dringlich sein. Sein Schritt zeigt aber auch, dass er den Klub so führen möchte, wie er einst gespielt hat: mit dem Hammer. Ohne Rücksicht auf Verluste.


Autsch. :stumm:

Hat der je Fußball geguckt? :arr:
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor


Frank N Furter
rasenheizung hat geschrieben:Claus Vogt muss im Verein krass isoliert sein.


Nein, das ja gerade nicht. Wäre er so isoliert, hätte ihn der Beirat einfach nicht mehr als Kandidat aufgestellt.
Wäre er so isoliert, wäre Hitzlspergers Vorgehen unglaublich unprofessionell - mit Kanonen auf einen "schrägen" Vogel geschossen.

Hitzlspergers Vorgehen wäre nur dann machtpolitisch "plausibel", wenn sich beim VfB tatsächlich zwei unversöhnliche Fraktionen gegenüberstehen die jetzt den Kampf auf Biegen und Brechen miteinander austragen.

Diese Fraktionen können inhaltlich eigentlich nur so aufgestellt sein:

Gruppe Vogt: pro Idee eines e.V., pro Mitspracherecht Mitgleider, pro Transparenz-Anspruch
Gruppe Hitzlsperger: pro Idee eines funktional hierarchisch durchstrukturierten Geschäftsbetriebs

Also letztlich die Art Auseinandersetzung, die in Deutschland alle Profivereine haben/hatten.

Bei der Konstellation finde ich es auch wirklich nicht einfach sich zu entscheiden:
Sagt man z.B.: Leute wie Vogt seien alles Spinner, die auf einer Vereinsidee im Profigeschäft beharrten, wo nur noch Business zählt, dann läßt man außer acht, dass der Profifussball schon vor Corona in einer Glaubwürdigkeitskrise war.
Sagt man aber, der Fussball müsste wieder so werden, wie ihn Fritz Walter erschaffen hat, dann ist das heutzutage kaum noch durchführbar, vorallem als first mover in the market.

Flache9
Goofy hat geschrieben:


Hitzlspergers Sorgen um den Klub müssen ebenso groß wie dringlich sein. Sein Schritt zeigt aber auch, dass er den Klub so führen möchte, wie er einst gespielt hat: mit dem Hammer. Ohne Rücksicht auf Verluste.


Autsch. :stumm:

Hat der je Fußball geguckt? :arr:


Vogt wird nun von allen Alu Hut Trägern und Corona Verschwörern unterstützt. Alles Verschwörung von Hitz, alle gegen Vogt .Hitz will Beweise vernichten, Vogt wollte alles aufdecken, Hitz weiß nichts, Vogt weiß alles. Vogt will im Weißen Haus...ähmm...im VfB Präsidium bleiben. :mrgreen:

Auf Twitter gibt es die unglaublichsten Argumente.
Einer schreibt“Egal ob Vogt schuld ist oder nicht. Er hat recht“ :mrgreen:






Goofy
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Grasdaggl
flux hat geschrieben:Deine Stimme für Vogt? Natürlich...

Nein.
Ich meine meine Stimme unter der Gesamtheit der Stimmen, die Vogt nicht in Frage stellen darf.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor


Flache9
Die Esecon hat selbst beim DFB eine schlechte Arbeit abgeliefert. Die MDR wurde um 7 Millionen Euro abgezockt ohne Ergebnisse. Es gibt eine Menge Beschwerden über diese Agentur. Die nicht mal eine Webseite hat und jedes Jahr laut Northdata alle 6 Monate ihre Gesellschafter und Geschäftsführer wechselt. Interessant!

Goofy
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Grasdaggl
Gut. Zurücknehmen kann ich sie wohl nicht.

Tut Präsident Vogt das?
Und wenn, die Sache war umstritten, und die Mittel, mit denen den Mitglieder dazu gebracht wurden, so abzustimmen, waren nicht sehr ehrlich.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

higgi
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Grasdaggl
flux hat geschrieben:@Frank N Furter: Vielleicht wäre ein erster Schritt zu akzeptieren, daß eine überwältigende Mehrheit für die Ausgliederung gestimmt hat, und kein Präsident das Recht hat, durch sein Wirken dieses Votum rückwirkend in Frage zu stellen.

Wie oder wo tut Vogt das?
von daher


darkred
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Halbdaggl
Musste das ganze Theater erstmal setzen und auf mich wirken lassen.
Zumal ich zunächst auf die Antwort von Vogt warten wollte ... von der ich wusste, das sie nicht lange auf sich warten lassen kann. Zu deutlich, zu frontal, zu demontierend die Anwürfe von Hitzlsperger.

Einerseits bin ich, wie viele andere hier auch, dezent entsetzt über den Stil, respektive den Ton der hier angeschlagen wird. Das ist nicht Florett, dass ist zähnebleckend mit Streitaxt. Daraus resultierend stellt sich zwangsweise die Frage nach dem Warum. Warum geht der VV der AG quasi aus dem Nichts "all in" gegen den Präsidenten des e.V.? Wieso fühlt er sich zu diesem Fanal genötigt?

Am Ende wird es darauf hinaus laufen, was FnF oben schon geschrieben hat. Es herrschen zu unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie das Schiff gesteuert werden soll und Hitz sieht seine Arbeit durch das Wirken von Vogt (und seinen Beratern!) in Gänze gefährdet. Die Aufarbeitung des "Datenskandals" in der gewählten Form scheint dabei wie Brandbeschleuniger zu wirken.

Der sehr gut informierte User "tsubasa 1893" hatte ja vor paar Tagen Vogt noch den Wunsch geäußert, Vogt möge sich von seinen windigen Beratern um Edin Rahic trennen, aber da sei "das Kind wohl schon in den Brunnen gefallen gewesen". Offensichtlich ja.
Der Graben zwischen dem Lager Vogt und Hitz gewann demnach schon längere Zeit -und in völliger Unkenntnis der Öffentlichkeit- an Tiefe. Wie weit muss es aber gekommen sein, wenn man keinen anderen Ausweg mehr weiß, als die "Entweder-der-oder-ich-Frage" zu stellen?

Ich mag mich irgendwie noch auf gar keine Seite stellen, da mir die ganze Situation suspekt erscheint. Hier der Präsident des e.V. der seine eigene Suppe kocht und mutwillig Prozesse verzögern soll, dort der VV der AG, der zwischen Pathos und Propaganda mäandernd die Basta-Politikschiene fährt.
Mir fehlen da Hintergrundinfos, so kann man sich doch weder als Fan, noch als Mitglied (oder beides) auch nur einigermaßen mitgenommen fühlen. Ne ne, wer Dreck wirft muss auch erklärende Fakten liefern. Ein "so läuft das Geschäft heute halt" ist mir zu wenig. Vorschusslorbeeren hin oder her. Hitz hat den hard way gewählt, jetzt muss er auch Belege bringen, wieso man ihm diese selbst herauf beschworene Schicksalswahl abnehmen soll.

Hitz + Mislintat + Materazzo + momentan erfolgreicher Weg = quasi unbegrenzte Machtfülle und Aushebeln von prinzipiellen Kontrollmechanismen ist für mich keine valide Gleichung. Mit dem jetzigen Stand der Dinge lässt mich das mit einem extrem fahlen Beigeschmack zurück.

Flache9
Hitz + Mislintat + Materazzo + momentan erfolgreicher Weg = quasi unbegrenzte Machtfülle und Aushebeln von prinzipiellen Kontrollmechanismen ist für mich keine valide Gleichung. Mit dem jetzigen Stand der Dinge lässt mich das mit einem extrem fahlen Beigeschmack zurück.


Wie kommst du drauf das Kontrollmechanismen ausgehebelt werden?
Dann sind ja schon eindeutige Unterstellungen gegenüber Hitzlsperger.
Zuletzt geändert von Flache9 am 31. Dezember 2020 18:56, insgesamt 1-mal geändert.

Goofy
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Grasdaggl
... auch wenn Vogt alles richtig gemacht haben sollte - wie soll denn der VfB für den sportlichen Bereich ein annähernd so gutes Führungsteam zusammenstellen?
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

higgi
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Grasdaggl
Goofy hat geschrieben:... auch wenn Vogt alles richtig gemacht haben sollte - wie soll denn der VfB für den sportlichen Bereich ein annähernd so gutes Führungsteam zusammenstellen?

Eines wird sich beim VfB niemals ändern, nämlich das nach Sonnenschein, Regen folgt.
Lass uns nochmal sprechen, wenn auch sportlich der Rotz nicht mehr die Nase hochläuft
von daher

Frank N Furter
Haber hat geschrieben:
Tatsächlich laufen zwei Untersuchungen im Datenschutzskandal: Der VfB e.V. lässt die Esecon Legal Services Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ermitteln, die VfB AG die Esecon GmbH. Das ist aus juristischen Gründen nötig, weil Verein und AG zwei Organisationen sind. kicker.de


Oh, das ist ja schräg! Warum soll das aus juristischen Gründen nötig gewesen sein?
Nur das für sich alleine betrachtet, sieht stark danach aus, als wäre die VfB AG nie bereit gewesen, das Ergebnis der Untersuchungen des VfB e.V., ohne Möglichkeit der Einflussnahme abzuwarten, bzw. Einfluss auf das Ergebnis nehmen zu können.

Zwischenbemerkung:
Der "Datenschutzskandal" mag zwar ärgerlich sein, aber die meisten VfB-Mitglieder werden nur zu gerne bereit sein, auch das dem Verein zu verzeihen. Wenn der Datenschutzskandal vor dem 31.05.2018 erfolgte - der Einführung der heutigen europaweiten Regelung zum Datenschutz auf EU-Ebene - dann wäre der Skandal ohnehin nur ein Skandälchen. Allemal wäre das was Google und Facebook sich im Umgang mit Daten leisten deutlich ernster zu betrachten. Kurz: Darüber streiten die sich jetzt VfB-intern? Auf diese Weise?


An solchen Dingen zeigt sich für mich immer klarer, dass wir jetzt nochmal den Kampf zwischen e.V. und AG erleben. Dann ist Hitzlspergers Kandidatur für das Präsidentenamt natürlich nochmal ne ganz andere Nummer. Er wird ja dann Chef des e.V. und kann dort alles wegräumen, was ihn noch in Amt und Person im Bereich des e.V. stört. Mit anderen Worten, Hitzlsperger bewirbt sich jetzt nicht nur um das Präsidentenamt, um Vogt zu verhindern. Er bewibt sich vor allem, um der AG den e.V. ein für alle mal vom Hals zu halten. Seine Strukturreform ist dann wohl noch viel umfassender als bisher beschrieben wurde.

Okay, jetzt kann man zwar sagen, dass die Mitglieder das ja schon einmal entschieden hätten, im Zuge der Ausgliederung (@flux). Falsch wäre das nicht. Aber es ist natürlich keine Art das so zu machen, nachdem man sich auf das aktuelle Konstrukt geeinigt hatte, welches ja immerhin - von den Mitgliedern ebenfalls gedeckt! - den Präsidenten als Aufsichtsratsvorsitzenden der AG weiterhin vorgesehen hat. :idea:

Der große Kulturkampf jetzt, will eben für die AG doch etwas mehr rausholen als den Status quo, oder persönliche Raufereien vortäuschen. Jetzt soll der e.V. komplett kastriert werden.

Ich kann mir vorstellen, dass Hitzlsperger diese "Wahrheit" nicht aussprechen wollte, weil er vermeiden wollte, dass es nochmal zu denselben öden Diskussionen kommt, wie bei der Ausgliederung der AG. Es ist immer blöd, wenn man als Häuptling mit den Stimmungsschwankungen der Indianer leben muss. Häuptlinge wollen so etwas immer vermeiden, selbst wenn sie die meiste Zeit des Lebens selbst nur Indianer waren.

Hat sich Hitzlsperger das alles selbst ausgedacht? Nunja, vieles spricht dagegen, dass er da alleinverantwortlich agiert. Er agiert im Namen der AG. Ist er deshalb weiterhin der nette Herr Hitzlsperger, der jetzt nur durch die böse Seite der Macht verführt wurde? Nee, ganz sischa ned. Man kann Hitzlsperger nicht einerseits so viel Verstand und diplomatisches Geschick zubilligen, dass man ihm einen guten Teil der aktuellen Entwicklung zuspricht und ihn andererseits für so blöd und diplomatisch unbedarft halten, dass er sich von anderen hier misbrauchen lässt.

Sein Brief war jetzt wohl doch eher so eine Art zweites Coming-Out. Er hielt sich lange bedeckt, zurück und raus. Jetzt ist klargeworden wofür er steht. Für Fussball als Business. Für die Einschränkung von Indianer-Rechten und pseudodemokratischen Privilegien innerhalb VfB-Potemkins.

Ich glaube, Hitzlsperger hat unterschätzt, dass sein Brief tatsächlich dieses coming-out bedeutet und viele Fans das nun nach und nach kapieren. Es wäre dann wohl taktisch besser gewesen, er hätte den Indianern reinen Wein eingeschenkt und ein paar Dinge ganz offen und ehrlich ausgesprochen:

1. Ja, die AG will und braucht die totale Macht für den sportlichen Erfolg. Deshalb muss der e.V.-Präsident als Aufsichtsratsvorsitzender weg (Es hat nicht funktioniert, der e.V.-Präsident wollte plötzlich bei AG-Personalien (Trainer Sportdirektor) mitreden und hat dafür sein Amt als AG-Aufsichtsratsvorsitzender misbraucht. Das Konstrukt - e.V.-Präsident und AG-Aufsichtsratsvorsitzender - funktioniert offensichtlich so nicht. Guten Morgen, VfB.

2. Ja, die pseudodemokratische Einbindung der Mitglieder wird als unsinnig betrachtet. Im Zweifelsfall haben die Mitglieder einfach keine Ahnung und man kann ihnen nicht alles auf öffentlich transparente Weise darlegen, weil das in diesem Business geschäftsschädigend wäre.

Das wollte Hitzlsperger aber nicht so deutlich schreiben, in seinem Brandbrief. Vielleicht hatte er Angst, dass man ihn dann nicht mehr mag. Vielleicht hatte er auch zurecht die Sorge, dass die meisten Fans unsinniger Weise beides wollen: die gute alte Tradition und das gute Gewissen, dass der eigene Verein aber so ganz und gar nichts mit Hoffenheim und Leipzig zu tun hat, aber andererseits kommerziell und ergo sportlich högscht erfolgreich ist. Solche Fans kann man weder befriedigen noch über irgendetwas abstimmen lassen.

Tja, da komme ich wieder bei diesem alten Franz-Josef-Strauss-Spruch raus: Everybody's Darling ist everybody's arschloch.