2160 Beiträge

Wie ist eure Meinung zur Corona-Impfung?

Vollständig geimpft (außer J&J)
37
86%
Vollständig geimpft (J&J)
1
2%
Einmal geimpft (außer J&J)
2
5%
Ersttermin in Aussicht
0
 
Kein Ersttermin in Aussicht
1
2%
Genesen und geimpft
2
5%
Genesen und Impftermin in Aussicht
0
 
Einmal geimpft aber aufgrund heftiger Reaktion keine Zweitimpfung möglich (außer J&J)
0
 
Aufgrund einer Krankheit kann ich mich nicht impfen lassen, würde es aber gern
0
 
Impfgegner oder "Wenn sich alle anderen impfen lassen, muss ich es nicht tun"
0
 


Rufus
Granadaseggl
higgi hat geschrieben:300.000 wäre Faktor 10
Dann wären wir in 0,5 Jahren durch mit einer Impfung.

Knapp daneben, du hast vergessen, dass man ja zwei Impfungen pro Person benötigt.
300.000 pro Tag bedeutet knapp 100 Mio Impfungen (also 50 Mio Menschen) in 333 Tagen, also nach ca. 11 Monaten.



higgi
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Grasdaggl
Rufus hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:300.000 wäre Faktor 10
Dann wären wir in 0,5 Jahren durch mit einer Impfung.

Knapp daneben, du hast vergessen, dass man ja zwei Impfungen pro Person benötigt.
300.000 pro Tag bedeutet knapp 100 Mio Impfungen (also 50 Mio Menschen) in 333 Tagen, also nach ca. 11 Monaten.

Nein hab ich nicht vergessen, deswegen steht da
...mit einer Impfung
von daher

Rufus
Granadaseggl
higgi hat geschrieben:
Rufus hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:300.000 wäre Faktor 10
Dann wären wir in 0,5 Jahren durch mit einer Impfung.

Knapp daneben, du hast vergessen, dass man ja zwei Impfungen pro Person benötigt.
300.000 pro Tag bedeutet knapp 100 Mio Impfungen (also 50 Mio Menschen) in 333 Tagen, also nach ca. 11 Monaten.

Nein hab ich nicht vergessen, deswegen steht da
...mit einer Impfung

???
Ich denke, die beiden Impfungen müssen im Abstand von ca. 3 Wochen durchgeführt werden.
Deine Rechnung (50 Mio Impfungen nach ca. 0,5 Jahren) bringt dir doch dann nix sondern du hast dann eben ca. 25 Mio Geimpfte mit 2 Impfungen nach ca. 0,5 Jahren.


Rufus
Granadaseggl
higgi hat geschrieben:Oder du nimmst das einfach mal 2
Das hab ich dann jedem selbst überlassen wie er das rechnen möchte

Du hast natürlich Recht.
Habe gerade die AGBs hier gelesen und festgestellt, dass manche user (du bist auch dabei) immer Recht haben ;)


Goofy
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Rufus hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:
Rufus hat geschrieben:Knapp daneben, du hast vergessen, dass man ja zwei Impfungen pro Person benötigt.
300.000 pro Tag bedeutet knapp 100 Mio Impfungen (also 50 Mio Menschen) in 333 Tagen, also nach ca. 11 Monaten.

Nein hab ich nicht vergessen, deswegen steht da
...mit einer Impfung

???
Ich denke, die beiden Impfungen müssen im Abstand von ca. 3 Wochen durchgeführt werden.
Deine Rechnung (50 Mio Impfungen nach ca. 0,5 Jahren) bringt dir doch dann nix sondern du hast dann eben ca. 25 Mio Geimpfte mit 2 Impfungen nach ca. 0,5 Jahren.


Ach, da gibt es inzwischen auch andere Stimmen.
Nämlich, dass man schon nach einer Impfung ganz gut geschützt sei. Dann könnte es sinnvoller sein, möglichst vielen Leuten eine Impfung zu geben, statt weniger Leuten zwei Impfungen.
Und dass die Zweite dann später gemacht werden könne.

Steht bestimmt irgendwo auf den Seiten vorher.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Goofy
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Grasdaggl
Rufus hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Oder du nimmst das einfach mal 2
Das hab ich dann jedem selbst überlassen wie er das rechnen möchte

Du hast natürlich Recht.
Habe gerade die AGBs hier gelesen und festgestellt, dass manche user (du bist auch dabei) immer Recht haben ;)


Klar.
higgi ist übrigens auch Berater von VfB-Verantwortlichen.
Er war dabei, als die persönlichen Voraussetzungen für VfB-Präsidentschaftskandidaten formuliert wurden.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Rufus
Granadaseggl
Goofy hat geschrieben:Ach, da gibt es inzwischen auch andere Stimmen.
Nämlich, dass man schon nach einer Impfung ganz gut geschützt sei. Dann könnte es sinnvoller sein, möglichst vielen Leuten eine Impfung zu geben, statt weniger Leuten zwei Impfungen.
Und dass die Zweite dann später gemacht werden könne.

Steht bestimmt irgendwo auf den Seiten vorher.

Stimmt.
Nach meinem Post hab ich den Nachrichten gehört, dass man jetzt in Deutschland die zweite Impfung nach hinten verschieben will (42 Tage??)

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Aus der FAZ

Kampf gegen Corona : Wie schafft Israel das rasante Tempo beim Impfen?

In Israel herrscht schon der dritte Teil-Lockdown, gleichzeitig schnellt die Zahl der Corona-Infektionen wieder nach oben. Im Wettlauf mit dem Coronavirus impft das kleine Land seine Bürger nun schneller als jedes andere.

Auf dem zentralen Rabin-Platz in Tel Aviv steht ein riesiges weißes Zelt. Im Minutentakt können sich Bürger dort gegen das Coronavirus impfen lassen. Schon seit dem 19. Dezember läuft in Israel eine Impfkampagne. Auf anfängliche Skepsis vieler Israelis folgte ein enormer Ansturm auf die Impfstationen.

In keinem anderen Land wird so schnell gegen Corona geimpft. Nach Angaben von Forschern aus Oxford wurden mit Stand Freitag bereits 11,55 Dosen je 100 Einwohner verabreicht. Damit steht Israel klar an der Spitze des Staatenvergleichs, erst mit deutlichem Abstand folgen Bahrein und das Vereinigte Königreich. In absoluten Zahlen indes führen China und die Vereinigten Staaten. Wie schafft das kleine Israel ein so rasantes Tempo?

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Israel bereits zum „Corona-Impfweltmeister“ erklärt. Sehr früh hatte er den Wettlauf um den Corona-Impfstoff zur Chefsache gemacht. Immer wieder telefonierte Netanjahu etwa mit Pfizer-Chef Albert Bourla, um Millionen von Impfdosen für sein Land zu sichern. Als der 71-Jährige sich als Erster mit dem Biontech-Pfizer-Impfstoff impfen ließ, sagte er, Bourla sei inzwischen „ein persönlicher Freund von mir und ein Riesenfreund des Staates Israel“. Der Regierungschef hatte früher auch gesagt, Bourla sei sehr stolz auf seine jüdisch-griechische Abstammung.

„Das ist nicht selbstverständlich“

Nach Angaben Netanjahus hat Israel mit Pfizer die Lieferung von acht Millionen Impfdosen und mit Moderna von sechs Millionen Impfdosen vereinbart. Modernas Medizinvorstand Tal Zaks ist Israeli, er hat in der Wüstenstadt Beerscheva studiert.

Millionen Impfdosen sind nach Medienberichten schon im Land – die genaue Zahl wird geheim gehalten. Als die ersten Impfdosen von Biontech-Pfizer am 9. Dezember eingeflogen wurden, nahm Netanjahu sie persönlich am Flughafen in Empfang. „Es ist nicht selbstverständlich, dass der Staat Israel, ein riesiges Land in so vielen Bereichen, aber ein kleiner Staat mit neun Millionen Einwohnern, den Impfstoff zur selben Zeit bekommt wie Großbritannien und die größten und führenden Länder der Welt“, sagte er damals.

Eine Dosis kostet doppelt so viel wie in Europa

Professor Arnon Afek, stellvertretender Direktor des Schiba-Krankenhauses bei Tel Aviv, sieht verschiedene Gründe für den besonders erfolgreichen Ablauf der Impfkampagne in Israel. „Erstens haben wir ein sehr starkes öffentliches Gesundheitssystem, mit Krankenversicherung für alle Bürger“, sagt der ehemalige Generaldirektor des Gesundheitsministeriums. Das Modell basiere auf dem deutschen System, mit Krankenkassen und Krankenhäusern. „Die deutschen Juden, die nach Israel emigrierten, haben es mitgebracht und hier eingerichtet.“ Außerdem sei Israel ein hochtechnologisches Land mit weltweit führender medizinischer Ausrüstung und ausgezeichneten Lagerungsmöglichkeiten für den Corona-Impfstoff.

Zudem seien die Israelis ein sehr engagiertes, wendiges Volk, das schnell und effektiv auf Krisensituationen reagieren könne, sagt Afek. Viele Krankenschwestern blieben etwa oft nach Dienstende freiwillig für eine weitere Schicht, um noch mehr Menschen impfen zu können. „Alle sind gemeinsam in den Krieg gezogen – den Krieg gegen das Coronavirus.“

Nicht zuletzt sei Israel ein sehr kleines Land, das nicht in Bundesländer aufgeteilt ist. „Da ist es leichter, die Bevölkerung schnell zu impfen, als in einem großen Land wie Deutschland mit mehr als 80 Millionen Einwohnern.“ Nach Informationen der Zeitung „Jediot Achronot“ sehen Biontech-Pfizer und Moderna Israel gerade wegen dieser Voraussetzungen als ideales „Pilotprojekt“, um rasch den Erfolg ihrer Impfstoffe zu beweisen.

Seine Vorreiterrolle lässt sich Israel einiges kosten: Das Land zahlt nach Medieninformationen für den Biontech-Pfizer-Impfstoff einen 40 Prozent höheren Preis als die Vereinigten Staaten, gegenüber Europa sei die Differenz sogar noch größer. Demnach zahlt Israel umgerechnet fast 23 Euro für eine Dosis, nach einer versehentlich von der belgischen Finanzstaatssekretärin Eva De Bleeker veröffentlichten Liste kostet eine Dosis in Europa nur zwölf Euro.

Mehr zum Thema

Mit einer Million ist die Zahl der bislang in Israel gegen Corona Geimpften bereits mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie infiziert haben (mehr als 428.000). Allein am Donnerstag wurden etwa 153.400 Menschen geimpft.

Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung, unter ihnen mehr als 40 Prozent der über 60-Jährigen, hat bereits die erste Impfdosis erhalten. Israel will seine Risikogruppen so schnell wie möglich impfen, um dann Corona-Einschränkungen zu lockern und die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Zweimal Geimpfte sollen schon von Mitte Januar an einen „grünen Pass“ erhalten, der ihnen verschiedene Freiheiten gewährt. Wie etwa die Befreiung von der Quarantänepflicht für Staatsbürger bei der Einreise oder bei Kontakt mit einem Corona-Infizierten.

Netanjahu war wegen seiner Corona-Politik immer wieder stark in die Kritik geraten. Er weigerte sich etwa, punktuelle Lockdowns in Wohngebieten mit vielen strengreligiösen Juden zu verhängen, obwohl dort die Infektionszahlen besonders hoch waren. Seine Kritiker meinen, er habe befürchtet, die ultraorthodoxen Parteien könnten ihm ihre Unterstützung entziehen.

Nun will Netanjahu mit der beeindruckenden Impfkampagne punkten. Am 23. März wählt Israel zum vierten Mal binnen zwei Jahren ein neues Parlament. Netanjahu, gegen den ein Korruptionsprozess läuft, kämpft dabei um sein politisches Überleben. Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold sieht Netanjahus Vorgehen bei der Impfkampagne auch als klare „Strategie, um zu zeigen, dass er der effizienteste Anführer ist und die Öffentlichkeit (...) beschützt“.
Für eine freie und selbstbestimmte Ukraine.

CoachingZone
Halbdaggl
Wiederhole hier gerne meine Frage von neulich: Was kommt Deutschland teurer? Ein Einkauf von ausreichend Impfdosen zu einem teureren Preis oder ein sich noch Monate ziehender Lockdown mit Krediten und ausfallenden Steuereinnahmen sowie schlechterem Zugang zu Bildung für Kinder und Jugendliche???

11€ Differenz für 80 Mio Bevölkerung und 2 Impfdosen macht dann in Summe zusätzlich 1,76 Mrd. € zu den verhandelten 1,92 Mrd. € (wenn man annehmen würde, es würde nur der Pfizer/BioNTech-Impfstoff gekauft). Und dann wären alle, auch die Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren, für die der Impfstoff noch gar nicht zugelassen ist, geimpft.

Das klingt jetzt vielleicht nach viel Geld. Doch mal als Vergleich: Allein das Budget für das Bundesverkehrsministerium für 2021 beträgt 34,08 Mrd. €.

https://www.bundestag.de/presse/hib/794700-794700

Zudem könnte man ja auch eine Selbstbeteiligung von denen verlangen, die es sich leisten können und gerne geschützt werden wollen. Dann wären die Staatsausgaben für die Impfung nicht so hoch.

Ich verstehe es einfach nicht, warum man ausgerechnet da so sparsam, fast geizig ist.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -


factotum
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Granadaseggl
CZ hat geschrieben:
Ich verstehe es einfach nicht, warum man ausgerechnet da so sparsam, fast geizig ist.


Sparen an der falschen Stelle gehört hierzulande eigentlich immer schon zum Markenkern der Regierenden, wurscht welche Sorte grad dran ist bzw. war.
Vorteil: Man hat dann einfach mehr übrig, was man für Quatsch raushauen kann. Es sind schliesslich immer Wahlen ums Eck.
The shit that used to work, won`t work now.

CoachingZone
Halbdaggl
Das Beispiel von Israel macht deutlich, dass mehr Impfstoff verfügbar wäre, wenn man mehr zu einem höheren Preis bestellt hätte. Natürlich kann Pfizer/BioNTech nur das verkaufen, was sie produzieren/produziert haben. Bis Ende 2020 waren dies 50 Mio Impfdosen (statt ursprünglich anvisierter 100 Mio wegen Problemen bei der Produktion). Klar, dass diese erst nach einer Zulassung verteilt wurden. Auch da waren andere Länder schneller, teilweise nur mit Notfallzulassungen. (Ob ich das gut finden muss, bin ich mir nicht in jedem Fall sicher.)

Tatsache ist aber, dass anderswo bereits früher und auch mehr geimpft wird als in der EU und Deutschland. Pfizer/BioNTech haben wohl im Oktober sowohl den USA als auch der EU ein zweites Kontingent an Impfdosen angeboten. Zu einem Zeitpunkt, als eigentlich schon klar war, dass dies voraussichtlich der erste zugelassene und auch extrem wirksame Impfstoff sein wird. Die USA haben zunächst abgelehnt (und erst im Dezember nachgelegt); und auch die EU hat das Handeln angefangen, wenn ich die Fakten noch richtig im Kopf habe. (Bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liege...). Deutschland hat immerhin noch deutlich Geld investiert, damit der Impfstoff auch in der EU hergestellt werden kann. (Nur fürs Protokoll: Der Moderna-Impfstoff, der in der EU und in der Schweiz Stand heute noch keine Zulassung besitzt - es sind wohl noch einige Fragen nicht geklärt -, wird außerhalb der USA NUR in der Schweiz hergestellt (werden).)

Dennoch wiederhole ich mich gerne: Ich verstehe das Handeln um den günstigen Preis nicht, wenn es bei einer Pandemie ausschließlich um den Faktor Zeit geht. Denn Zeit kostet Geld - alte Lebensweisheit.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Cantona
Unter Westfalen hat geschrieben:Aus der FAZ

Kampf gegen Corona : Wie schafft Israel das rasante Tempo beim Impfen?

In Israel herrscht schon der dritte Teil-Lockdown, gleichzeitig schnellt die Zahl der Corona-Infektionen wieder nach oben. Im Wettlauf mit dem Coronavirus impft das kleine Land seine Bürger nun schneller als jedes andere.

Auf dem zentralen Rabin-Platz in Tel Aviv steht ein riesiges weißes Zelt. Im Minutentakt können sich Bürger dort gegen das Coronavirus impfen lassen. Schon seit dem 19. Dezember läuft in Israel eine Impfkampagne. Auf anfängliche Skepsis vieler Israelis folgte ein enormer Ansturm auf die Impfstationen.

In keinem anderen Land wird so schnell gegen Corona geimpft. Nach Angaben von Forschern aus Oxford wurden mit Stand Freitag bereits 11,55 Dosen je 100 Einwohner verabreicht. Damit steht Israel klar an der Spitze des Staatenvergleichs, erst mit deutlichem Abstand folgen Bahrein und das Vereinigte Königreich. In absoluten Zahlen indes führen China und die Vereinigten Staaten. Wie schafft das kleine Israel ein so rasantes Tempo?

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Israel bereits zum „Corona-Impfweltmeister“ erklärt. Sehr früh hatte er den Wettlauf um den Corona-Impfstoff zur Chefsache gemacht. Immer wieder telefonierte Netanjahu etwa mit Pfizer-Chef Albert Bourla, um Millionen von Impfdosen für sein Land zu sichern. Als der 71-Jährige sich als Erster mit dem Biontech-Pfizer-Impfstoff impfen ließ, sagte er, Bourla sei inzwischen „ein persönlicher Freund von mir und ein Riesenfreund des Staates Israel“. Der Regierungschef hatte früher auch gesagt, Bourla sei sehr stolz auf seine jüdisch-griechische Abstammung.

„Das ist nicht selbstverständlich“

Nach Angaben Netanjahus hat Israel mit Pfizer die Lieferung von acht Millionen Impfdosen und mit Moderna von sechs Millionen Impfdosen vereinbart. Modernas Medizinvorstand Tal Zaks ist Israeli, er hat in der Wüstenstadt Beerscheva studiert.

Millionen Impfdosen sind nach Medienberichten schon im Land – die genaue Zahl wird geheim gehalten. Als die ersten Impfdosen von Biontech-Pfizer am 9. Dezember eingeflogen wurden, nahm Netanjahu sie persönlich am Flughafen in Empfang. „Es ist nicht selbstverständlich, dass der Staat Israel, ein riesiges Land in so vielen Bereichen, aber ein kleiner Staat mit neun Millionen Einwohnern, den Impfstoff zur selben Zeit bekommt wie Großbritannien und die größten und führenden Länder der Welt“, sagte er damals.

Eine Dosis kostet doppelt so viel wie in Europa

Professor Arnon Afek, stellvertretender Direktor des Schiba-Krankenhauses bei Tel Aviv, sieht verschiedene Gründe für den besonders erfolgreichen Ablauf der Impfkampagne in Israel. „Erstens haben wir ein sehr starkes öffentliches Gesundheitssystem, mit Krankenversicherung für alle Bürger“, sagt der ehemalige Generaldirektor des Gesundheitsministeriums. Das Modell basiere auf dem deutschen System, mit Krankenkassen und Krankenhäusern. „Die deutschen Juden, die nach Israel emigrierten, haben es mitgebracht und hier eingerichtet.“ Außerdem sei Israel ein hochtechnologisches Land mit weltweit führender medizinischer Ausrüstung und ausgezeichneten Lagerungsmöglichkeiten für den Corona-Impfstoff.

Zudem seien die Israelis ein sehr engagiertes, wendiges Volk, das schnell und effektiv auf Krisensituationen reagieren könne, sagt Afek. Viele Krankenschwestern blieben etwa oft nach Dienstende freiwillig für eine weitere Schicht, um noch mehr Menschen impfen zu können. „Alle sind gemeinsam in den Krieg gezogen – den Krieg gegen das Coronavirus.“

Nicht zuletzt sei Israel ein sehr kleines Land, das nicht in Bundesländer aufgeteilt ist. „Da ist es leichter, die Bevölkerung schnell zu impfen, als in einem großen Land wie Deutschland mit mehr als 80 Millionen Einwohnern.“ Nach Informationen der Zeitung „Jediot Achronot“ sehen Biontech-Pfizer und Moderna Israel gerade wegen dieser Voraussetzungen als ideales „Pilotprojekt“, um rasch den Erfolg ihrer Impfstoffe zu beweisen.

Seine Vorreiterrolle lässt sich Israel einiges kosten: Das Land zahlt nach Medieninformationen für den Biontech-Pfizer-Impfstoff einen 40 Prozent höheren Preis als die Vereinigten Staaten, gegenüber Europa sei die Differenz sogar noch größer. Demnach zahlt Israel umgerechnet fast 23 Euro für eine Dosis, nach einer versehentlich von der belgischen Finanzstaatssekretärin Eva De Bleeker veröffentlichten Liste kostet eine Dosis in Europa nur zwölf Euro.

Mehr zum Thema

Mit einer Million ist die Zahl der bislang in Israel gegen Corona Geimpften bereits mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie infiziert haben (mehr als 428.000). Allein am Donnerstag wurden etwa 153.400 Menschen geimpft.

Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung, unter ihnen mehr als 40 Prozent der über 60-Jährigen, hat bereits die erste Impfdosis erhalten. Israel will seine Risikogruppen so schnell wie möglich impfen, um dann Corona-Einschränkungen zu lockern und die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Zweimal Geimpfte sollen schon von Mitte Januar an einen „grünen Pass“ erhalten, der ihnen verschiedene Freiheiten gewährt. Wie etwa die Befreiung von der Quarantänepflicht für Staatsbürger bei der Einreise oder bei Kontakt mit einem Corona-Infizierten.

Netanjahu war wegen seiner Corona-Politik immer wieder stark in die Kritik geraten. Er weigerte sich etwa, punktuelle Lockdowns in Wohngebieten mit vielen strengreligiösen Juden zu verhängen, obwohl dort die Infektionszahlen besonders hoch waren. Seine Kritiker meinen, er habe befürchtet, die ultraorthodoxen Parteien könnten ihm ihre Unterstützung entziehen.

Nun will Netanjahu mit der beeindruckenden Impfkampagne punkten. Am 23. März wählt Israel zum vierten Mal binnen zwei Jahren ein neues Parlament. Netanjahu, gegen den ein Korruptionsprozess läuft, kämpft dabei um sein politisches Überleben. Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold sieht Netanjahus Vorgehen bei der Impfkampagne auch als klare „Strategie, um zu zeigen, dass er der effizienteste Anführer ist und die Öffentlichkeit (...) beschützt“.


Am politischen System, an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, der Innovationskraft des Staates Israels könnten sich im Übrigen in der Region sämtliche Nachbarländer ein Beispiel nehmen.


higgi
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Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:Ist die Kostenfrage das Problem?
Ich höre die Politiker ständig sagen: es ist nicht mehr Impfstoff verfügbar
Wäre ja ne vollverarsche
Denn die Rechnung von CZ dürfte ja jedem einleuchten

Jetzt ist natürlich kein Impfstoff mehr verfügbar, jetzt sind die Fälle verteilt.
Es gab aber einen Zeitpunkt, da hat Pfizer/BioNtec der Welt mitgeteilt, wie es um die Produktionskapazitäten steht.
Dann wurde der Preis Verhandelt und bestellt.

Die einen wollten etwas mehr und waren bereit auch mehr zu zahlen, die anderen sind wir
von daher

CoachingZone
Halbdaggl
higgi hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:Ist die Kostenfrage das Problem?
Ich höre die Politiker ständig sagen: es ist nicht mehr Impfstoff verfügbar
Wäre ja ne vollverarsche
Denn die Rechnung von CZ dürfte ja jedem einleuchten

Jetzt ist natürlich kein Impfstoff mehr verfügbar, jetzt sind die Fälle verteilt.
Es gab aber einen Zeitpunkt, da hat Pfizer/BioNtec der Welt mitgeteilt, wie es um die Produktionskapazitäten steht.
Dann wurde der Preis Verhandelt und bestellt.

Die einen wollten etwas mehr und waren bereit auch mehr zu zahlen, die anderen sind wir


Du meinst zwar vermutlich die "Felle", aber zum Rest kann man nur :nod: :nod: :nod:
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -



de mappes
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Spamferkel
CoachingZone hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:Ist die Kostenfrage das Problem?
Ich höre die Politiker ständig sagen: es ist nicht mehr Impfstoff verfügbar
Wäre ja ne vollverarsche
Denn die Rechnung von CZ dürfte ja jedem einleuchten

Jetzt ist natürlich kein Impfstoff mehr verfügbar, jetzt sind die Fälle verteilt.
Es gab aber einen Zeitpunkt, da hat Pfizer/BioNtec der Welt mitgeteilt, wie es um die Produktionskapazitäten steht.
Dann wurde der Preis Verhandelt und bestellt.

Die einen wollten etwas mehr und waren bereit auch mehr zu zahlen, die anderen sind wir


Du meinst zwar vermutlich die "Felle", aber zum Rest kann man nur :nod: :nod: :nod:


wenn das so war, wurde von den Verantwortlichen der Regierung Geld und Leben vergeudet.
Das wäre ein Skandal

@CZ
Du hattest auch noch was von Sanofi erwähnt...wenn das auch mit rein spielte (ist ja alles denkbar bei diesen Seilschaften) wäre der Skandal ein noch größerer.
Zumal Biontech ja auch aus der EU stammt, Astra Zeneca ebenfalls
Don't criticize what you can't understand

higgi
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Grasdaggl
Spahn meinte im Sommer als man bestellt hat, war noch nicht abzusehen, das Pfizer/BioNtec als erstes die Zulassung bekommt.
Die EU hätte noch geoße Mengen Impfstoff bei anderen Herstellern bestellt, die blöderweise halt noch keine Zulassung bekommen haben.
Netanjahu und Trump haben halt auf das richtige Pferd gesetzt. Glück gehabt, oder Insiderwissen
von daher