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Flache9
Haber hat geschrieben:https://www.zvw.de/machtkampf-zwischen-claus-vogt-und-thomas-hitzlsperger-der-dunkle-schatten-der-dietrich-%C3%A4ra-und-die_arid-300954?fbclid=IwAR29ZgsMkEJk0EZhtzwBmgyI5vj1Bq5v2Tj1DAEiwpSV8BSDVINXoFx8FO4

neuer Artikel including VVolle


Das typische Oberflächliche Geschwafel eines Lohnschreibers ohne Hirn.






higgi hat geschrieben:Der behauptet aber dass Hitzl während der Datenaffäre Sportvorstand war.
Leute ich krieg das chronologisch nicht mehr zusammen.
War Hitzl da schon Vorstand Sport oder noch NLZ Leiter?


Nein, Hitzlsperger war zu diesem Zeitpunkt Sonderschnittstellenbeauftragter. Nach der Ausgliederung war er im Vereinspräsidium, dann Nachwuchsdirektor, dann Sportvorstand, dann Vorstandsfurzender.

Goofy
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higgi hat geschrieben:Der behauptet aber dass Hitzl während der Datenaffäre Sportvorstand war.
Leute ich krieg das chronologisch nicht mehr zusammen.
War Hitzl da schon Vorstand Sport oder noch NLZ Leiter?
Leicht zu merken. Er ist der Nachfolger von Reschke gewesen, der während der Rückrunde der Abstiegssaison entlassen wurde.
Hitzlsperger wurde kurz vor dem Abstieg (Februar 2019) Sportvorstand. Er hat also Trainer und Mannschaft übernommen. Dann wurde Mislintat eingestellt und der Trainer (vielleicht zu spät) entlassen).
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

RedBlues
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higgi hat geschrieben:Der behauptet aber dass Hitzl während der Datenaffäre Sportvorstand war.
Leute ich krieg das chronologisch nicht mehr zusammen.
War Hitzl da schon Vorstand Sport oder noch NLZ Leiter?


ich hab jetzt bei wikipedia nachgeschaut, weil ich mir nicht ganz sicher war, aber da steht es so wie ich es ungefähr in Erinnerung hatte

Am 5. Juni 2016 unterzeichnete Hitzlsperger beim VfB Stuttgart einen Vertrag als Beauftragter des Vorstands in der Schnittstelle zwischen dem Lizenzspielerbereich und der Vereinsführung.[20] Nach der Ausgliederung der Fußballabteilung des VfB wurde er im Juli 2017 zudem in das neue Vereinspräsidium aufgenommen.[21] Nachdem er in diesem Gremium zunächst kommissarisch tätig war, wurde Hitzlsperger bei der Mitgliederversammlung am 3. Dezember 2017 mit 94,2 Prozent der Stimmen für vier Jahre als Mitglied des Präsidiums gewählt. Zudem ist Hitzlsperger seit Februar 2018 der Direktor des Nachwuchsleistungszentrums.


Die Datenaffäre ja in der Vorbereitung der Ausgliederung, da war Hitz definitiv nicht Vorstand Sport. Das war damals Schindelmeiser. Der hat auch die Rede gehalten als Sportvorstand.


Goofy
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Aber ich habs besser erklärt und den Zeitpunkt dazu geschrieben.


Ach, deshalb wurde Schindi entlassen, wegen der Datenaffäre ;)
Zuletzt geändert von Goofy am 4. Januar 2021 19:38, insgesamt 1-mal geändert.
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor



RedBlues
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Was wusste der damalige Vorstand von den Vorgängen? Die Troika um Hitzlsperger (Sport), Stefan Heim (Finanzen) und Jochen Röttgermann (Marketing) ist schließlich bis heute im Amt. Die Antworten stehen noch aus, müssen die aktuelle Führungsriege aber in Alarmstimmung versetzen.


aus obigem Artikel von Danny Galm

mit Verlaub, das ist keine elegante Zeichensetzung an der richtigen Stelle. Das ist schon schlicht Absicht Hitzlsperger hier in die Troika zu schreiben.


flux
Bei aller verständlichen und nachvollziehbaren Kritik: Aber dieses ständige Geraune um irgendwelche ominösen Machtzirkel rund um den Ex-Präsidenten Wolle D. hat schon etwas Pegida/Querdenker-haftes.

Nur halt in putzig.
Zuletzt geändert von flux am 4. Januar 2021 19:52, insgesamt 1-mal geändert.

Rufus
Granadaseggl
darkred hat geschrieben:Ich glaube eher dass es Hitz mächtig auf den Senkel geht, was der Vogt da alles hinsichtlich Wohl und Wehe des Lizenzspielerbereich vorschlägt. Das mag ja in dessen guter Absicht erfolgen und/oder :mrgreen: souffliert von seinem Kumpel Rahic, in dem er offensichtlich reichlich Profifußball-Kompetenz sieht.

Hitz und sein Stab haben jedoch ihre eigene Agenda, können diese aber nicht voran treiben, weil der AR-Vorsitzende seine Position dahingehend "auskostet", als dass er hier Beschlüsse verhindert, auf Zeit spielt und seine Vorschläge diskutiert wissen will.

Für mich steckt hier drin auch die maßgebliche Betrachtung.

Mischt sich Vogt aktiv in die Gestaltung der AG-Belange ein und nutzt den AR-Posten dazu hier Einfluss auf die operativen Geschäfte zu nehmen?

Oder kommt er lediglich seiner Verantwortung nach, indem er von der AG verfasste Vertragsmodalitäten und Vertragslaufzeiten überprüft, so dass der Hautpanteilseigner, den er mit dem e.V. ja vertritt, hier nicht Gefahr läuft, ungebührlich ins finanzielle Risiko zu gehen.

Wäre ersteres der Fall, dann würde er klipp und klar sein Dasein als AR-Chef missbrauchen. Zweiteres wäre völlig legitim und das müsste Hitz auch aushalten. Bzw. die Pläne der AG so erläutern, forecasten, belegen, whatever ... das der AR das Risiko mittragen kann.

Aller Wahrscheinlichkeit nach liegt die Wahrheit -wie so oft- irgendwo in der Mitte.

:nod:
Ja aber wenn es irgendwo in der Mitte liegt, warum ist dann Hitz all-in gegangen? Oder ist er von anderen nach vorne gedrängt worden und hat es gemacht, weil er ihnen halt noch einen Gefallen schuldig ist).
Erst Recht macht das Vorpreschen Hitzes im zweiten Fall keinen Sinn, wie du schreibst müsste Hitz das ja locker aushalten.
Also reden wir von der aktiven Gestaltung der AG-Belange.
Aber dann ist das Tischtuch doch so zerstritten, so dass die Twitter-Facebook-Schlichtung nur 3 Tage später sehr seltsam anmutet.
Selbst wenn Vogt ahnt, dass er jetzt nicht mehr Präsident werden kann, glaube ich ihm doch, dass ihm die VOLLSTÄNDIGE Aufklärung des Datenskandals sehr am Herzen liegt.
Also würde er doch nicht zurückstecken, weil Hitz ja wohl eine andere Ansicht von Aufklärung hat als er.

Umgekehrt warum sollte Hitz 3 Tage später zurückstecken, wenn er doch Recht in der Sache hat? Er hat doch mit seinem Brief so oder so Vogt beschädigt und das weiß er doch auch. Er ist Medienprofi, kennt durch seine Arbeit beim Fernsehen einige Journalisten, von denen er bestimmt einiges gelernt hat. Z.B. dass so ein Brief eine Art "Büchse der Pandora" ist, bei der man das Übel auch nicht mehr zurück in die Büchse stecken kann.

Natürlich kann man die Twitter-Facebook-Schlichtung auch so deuten, dass sich eben beide Seiten nur in der Wortwahl vergaloppiert haben aber beide auf ihre jeweiligen Standpunkte beharren.
Also quasi nur als Beruhigung für die Fans.

Noch 2 Punkte:
1) Blöd an der ganzen Sache ist auch, dass die Mitglieder den aktuellen Präsidenten gar nicht mehr abwählen können, weil dieser (zu 99,99%, nicht 100, man weiß ja doch nie) nicht zur Wahl gestellt wird. Und das ist ein Unding. Damit ist der e.V., der ja zu ca. 88,25 % Anteilseigner ist, noch mehr demontiert.

2) Vom zweiten Anteilseigner, der Daimler AG, der ja immerhin 11,75% gehört, hört man gar nichts. Irgendwie ist das doch auch seltsam.

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Damit wir nochmals eine Übersicht haben, übrigens mit freundlichem Dank an Danny Galm ;) :

Was ist wann genau passiert? Eine Chronologie der Ereignisse:

Ende März 2015: VfB-Fan Andreas Schlittenhardt ärgert sich über die sportliche Talfahrt seines Herzensvereins und sucht nach einem geeigneten Ventil für seinen Unmut. Er gründet daraufhin nach eigenen Angaben die Facebook-Seite „Fokus VfB“ und landet mit einem untertitelten Filmchen direkt einen viralen Hit. Daraufhin meldet sich der damalige VfB-Präsident Bernd Wahler bei Schlittenhardt und erklärt ihm seine Sicht der Dinge. „Was dann folgte war, durch den Zeitraffer gejagt, eine Zeit der Irrungen und Wirrungen, seliger und unseliger Bündnisse und Verpflichtungen, die zu nichts anderem geführt hat als einem Schlingerkurs, fast wie beim VfB selbst, nur auf unserem bescheidenen kleinen Level natürlich“, beschreibt Schlittenhardt die darauffolgende Zusammenarbeit mit dem Verein in einem Blogbeitrag vom Oktober 2019.

Frühjahr 2016: Der VfB schließt unter Federführung von Bernd Wahler eine Kooperationsvereinbarung mit Schlittenhardts PR-Agentur. Neben der offiziellen Zusammenarbeit gab es laut dem Kicker-Bericht aber auch noch eine Art der inoffiziellen Kooperation. Im Zuge der Ausgliederungs-Kampagne sollen über die „Fokus-VfB-Seite“ vom Verein platzierte Inhalte ausgespielt werden. Das legt zumindest eine VfB-interne Präsentation aus dem Frühjahr 2016 nahe, die dem Kicker vorliegt. Darin wird eine Kampagne für „Glaubwürdiges Guerilla-Marketing - Fokus VfB“ skizziert.

7. März 2016: Laut dem Kicker werden zu diesem Zeitpunkt über 35.000 E-Mail-Adressen von VfB-Mitgliedern von VfB-Kommunikationschef Oliver Schraft per Mail an Andreas Schlittenhardt weitergeleitet. Man habe die Agentur als externen Dienstleister verpflichtet und dieser habe die Daten im Rahmen einer Auftragsverarbeitung erhalten, rechtfertigt der Verein das Vorgehen.

09. Oktober 2016: Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des VfB wird der ehemalige S-21-Projektsprecher Wolfgang Dietrich mit 57,2 Prozent der Stimmen zum Präsidenten des Vereins gewählt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

09. Februar 2017: Laut dem Kicker werden an diesem Datum über 36.000 E-Mail-Adressen von VfB-Mitgliedern von VfB-Marketing-Leiter Uwe Fischer per Mail an Andreas Schlittenhardt geschickt. Gedacht sind die Datensätze für eine Facebook-Werbe-Aktion, die über fünf Tage laufen soll.

20. Februar 2017: Fischer schickt zur Steuerung der Ausgliederungs-Kampagne via Mail über 40.000 weitere Datensätze an Schlittenhardt. Dieses Mal sind neben den Mailadressen auch Handy- und Festnetznummern, sowie Informationen zur Teilnahme an bisherigen Mitgliederversammlungen enthalten.

01. Juni 2017: Die Kampagne des Vereins erreicht ihr Ziel: Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Mercedes-Benz-Arena stimmen 84,2 Prozent der 9.099 stimmberechtigten Mitgliedern für die Ausgliederung der Profiabteilung in eine Aktiengesellschaft. 41,5 Millionen Euro zahlt Ankerinverstor Daimler für 11,75 Prozent der Anteile. Präsident Dietrich ruft den Mitgliedern zu: „Mit dieser Entscheidung habt ihr Geschichte geschrieben.“

25. Mai 2018: Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU tritt in Kraft. Die Verordnung enthält Vorschriften zum Schutz bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten. „Diese Verordnung schützt die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten“, heißt es in Artikel 1 zum Gegenstand und Ziel der neuen Regelung. Bis zu diesem Datum galt in Deutschland das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

31. Oktober 2018: PR-Berater Schlittenhardt erhält laut Kicker per Mail von Marketing-Leiter Fischer noch einmal 100.000 Datensätze. Der Inhalt: Klarnamen, Adressen, Geburtsdaten und Kundennummern, die den Nutzern des clubeigenen Forums zugeordnet werden. Fischers Anmerkung: „Wie von OS gewünscht, zur Säuberung.“

14./15. Juli 2019: Auf der Mitgliederversammlung muss sich der amtierende Präsident Wolfgang Dietrich einem Abwahlantrag stellen – doch die Technik streikt. Die Versammlung versinkt im Chaos und muss schließlich wegen technischer Probleme abgebrochen werden. Der Verein gerät durch das „WLAN-Gate“ bundesweit in die Schlagzeilen. Am Morgen nach der Versammlung verkündete Wolfgang Dietrich via Facebook-Post seinen Rücktritt als Präsident des Vereins und als Aufsichtsratsvorsitzender der VfB-AG.

15. Dezember 2019: Der Unternehmer und Fan-Aktivist Claus Vogt wird auf einer außerordentlichen MV zum neuen Präsidenten gewählt. Er setzt sich knapp gegen Osiander-Chef Christian Riethmüller durch.

27. April 2020: Andreas Schlittenhardt ist zu Gast im Podcast „VfB STR“ und spricht in der rund viereinhalbstündigen Sendung erstmals öffentlich über sein Engagement beim VfB Stuttgart.

27./28. September 2020: Das Fachmagazin Kicker veröffentlicht zunächst online seine Recherchen zur mutmaßlichen Weitergabe von Mitglieder-Daten an Dritte. Der ausführliche Artikel erscheint am Montag in der gedruckten Ausgabe.

28. September 2020: Der Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes Baden-Württemberg, Stefan Brink, will ein sogenanntes Auskunftsverfahren gegen den VfB einleiten. Mit zwei- bis vierwöchiger Frist würden die Verantwortlichen des Clubs darin aufgefordert, sich zu den Vorwürfen zu erklären. „Wir wollen uns erklären lassen, in welchem Kontext und mit welcher Motivation Daten in solch großer Menge weitergegeben wurden. Grundsätzlich gilt, dass Mitgliederdaten sehr sensibel sind“, sagte Brink den Stuttgarter Nachrichten.

Über seinen privaten Twitter-Account gibt auch der VfB-Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger ein erstes Statement zu den Vorwürfen ab: Man wolle das Thema „sehr ernst“ nehmen. „Inhaltlich werden wir Stellung beziehen, sobald uns entsprechende Informationen zur Verfügung stehen“, so der 38 Jahre alte Ex-Profi, „bis dahin bitte ich um Verständnis und einen fairen Umgang.“

30. September 2020: Der amtierende Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Claus Vogt erklärt die Aufklärung der Daten-Affäre zur Chefsache. Laut Vogt wurde am 28. September „unverzüglich eine externe, transparente, kritische, neutrale und unabhängige Aufarbeitung beschlossen.“ Die durch die Vorwürfe betroffenen Mitarbeiter – Kommunikationschef Oliver Schraft und Marketing-Leiter Uwe Fischer - werden ihre Aufgaben in Abstimmung mit dem Vorstandsvorsitzenden Hitzlsperger für den Zeitraum der laufenden Untersuchungen zu ihrem eigenen Schutz ruhen lassen. Zudem sei ein Lenkungsausschuss eingesetzt worden, dessen Leitung und Verantwortung er selbst übernehme, erklärte Vogt.


https://www.zvw.de/daten-aff%C3%A4re-be ... rid-263672

Es gab also insgesamt 4 mal eine Weitergabe von Daten, davon die letzte im Oktober 2018 nach Inkrafttreten der DSGVO und zu einer Zeit, als Hitzlsperger schon im Präsidium saß.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

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Goofy hat geschrieben:Aber ich habs besser erklärt und den Zeitpunkt dazu geschrieben.


Ach, deshalb wurde Schindi entlassen, wegen der Datenaffäre ;)


Tja, hätteste halt mal die online gestellten DiskussionsWerbeveranstaltungen für die Ausgliederung angesehen. Da wurde aus der Mimik von Schindelmeiser relativ klar ersichtlich, dass dieser dazu eine eher etwas reservierte Haltung innehatte.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

higgi
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CoachingZone hat geschrieben:Damit wir nochmals eine Übersicht haben, übrigens mit freundlichem Dank an Danny Galm ;) :

Was ist wann genau passiert? Eine Chronologie der Ereignisse:

Ende März 2015: VfB-Fan Andreas Schlittenhardt ärgert sich über die sportliche Talfahrt seines Herzensvereins und sucht nach einem geeigneten Ventil für seinen Unmut. Er gründet daraufhin nach eigenen Angaben die Facebook-Seite „Fokus VfB“ und landet mit einem untertitelten Filmchen direkt einen viralen Hit. Daraufhin meldet sich der damalige VfB-Präsident Bernd Wahler bei Schlittenhardt und erklärt ihm seine Sicht der Dinge. „Was dann folgte war, durch den Zeitraffer gejagt, eine Zeit der Irrungen und Wirrungen, seliger und unseliger Bündnisse und Verpflichtungen, die zu nichts anderem geführt hat als einem Schlingerkurs, fast wie beim VfB selbst, nur auf unserem bescheidenen kleinen Level natürlich“, beschreibt Schlittenhardt die darauffolgende Zusammenarbeit mit dem Verein in einem Blogbeitrag vom Oktober 2019.

Frühjahr 2016: Der VfB schließt unter Federführung von Bernd Wahler eine Kooperationsvereinbarung mit Schlittenhardts PR-Agentur. Neben der offiziellen Zusammenarbeit gab es laut dem Kicker-Bericht aber auch noch eine Art der inoffiziellen Kooperation. Im Zuge der Ausgliederungs-Kampagne sollen über die „Fokus-VfB-Seite“ vom Verein platzierte Inhalte ausgespielt werden. Das legt zumindest eine VfB-interne Präsentation aus dem Frühjahr 2016 nahe, die dem Kicker vorliegt. Darin wird eine Kampagne für „Glaubwürdiges Guerilla-Marketing - Fokus VfB“ skizziert.

7. März 2016: Laut dem Kicker werden zu diesem Zeitpunkt über 35.000 E-Mail-Adressen von VfB-Mitgliedern von VfB-Kommunikationschef Oliver Schraft per Mail an Andreas Schlittenhardt weitergeleitet. Man habe die Agentur als externen Dienstleister verpflichtet und dieser habe die Daten im Rahmen einer Auftragsverarbeitung erhalten, rechtfertigt der Verein das Vorgehen.

09. Oktober 2016: Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des VfB wird der ehemalige S-21-Projektsprecher Wolfgang Dietrich mit 57,2 Prozent der Stimmen zum Präsidenten des Vereins gewählt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

09. Februar 2017: Laut dem Kicker werden an diesem Datum über 36.000 E-Mail-Adressen von VfB-Mitgliedern von VfB-Marketing-Leiter Uwe Fischer per Mail an Andreas Schlittenhardt geschickt. Gedacht sind die Datensätze für eine Facebook-Werbe-Aktion, die über fünf Tage laufen soll.

20. Februar 2017: Fischer schickt zur Steuerung der Ausgliederungs-Kampagne via Mail über 40.000 weitere Datensätze an Schlittenhardt. Dieses Mal sind neben den Mailadressen auch Handy- und Festnetznummern, sowie Informationen zur Teilnahme an bisherigen Mitgliederversammlungen enthalten.

01. Juni 2017: Die Kampagne des Vereins erreicht ihr Ziel: Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Mercedes-Benz-Arena stimmen 84,2 Prozent der 9.099 stimmberechtigten Mitgliedern für die Ausgliederung der Profiabteilung in eine Aktiengesellschaft. 41,5 Millionen Euro zahlt Ankerinverstor Daimler für 11,75 Prozent der Anteile. Präsident Dietrich ruft den Mitgliedern zu: „Mit dieser Entscheidung habt ihr Geschichte geschrieben.“

25. Mai 2018: Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU tritt in Kraft. Die Verordnung enthält Vorschriften zum Schutz bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten. „Diese Verordnung schützt die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten“, heißt es in Artikel 1 zum Gegenstand und Ziel der neuen Regelung. Bis zu diesem Datum galt in Deutschland das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

31. Oktober 2018: PR-Berater Schlittenhardt erhält laut Kicker per Mail von Marketing-Leiter Fischer noch einmal 100.000 Datensätze. Der Inhalt: Klarnamen, Adressen, Geburtsdaten und Kundennummern, die den Nutzern des clubeigenen Forums zugeordnet werden. Fischers Anmerkung: „Wie von OS gewünscht, zur Säuberung.“

14./15. Juli 2019: Auf der Mitgliederversammlung muss sich der amtierende Präsident Wolfgang Dietrich einem Abwahlantrag stellen – doch die Technik streikt. Die Versammlung versinkt im Chaos und muss schließlich wegen technischer Probleme abgebrochen werden. Der Verein gerät durch das „WLAN-Gate“ bundesweit in die Schlagzeilen. Am Morgen nach der Versammlung verkündete Wolfgang Dietrich via Facebook-Post seinen Rücktritt als Präsident des Vereins und als Aufsichtsratsvorsitzender der VfB-AG.

15. Dezember 2019: Der Unternehmer und Fan-Aktivist Claus Vogt wird auf einer außerordentlichen MV zum neuen Präsidenten gewählt. Er setzt sich knapp gegen Osiander-Chef Christian Riethmüller durch.

27. April 2020: Andreas Schlittenhardt ist zu Gast im Podcast „VfB STR“ und spricht in der rund viereinhalbstündigen Sendung erstmals öffentlich über sein Engagement beim VfB Stuttgart.

27./28. September 2020: Das Fachmagazin Kicker veröffentlicht zunächst online seine Recherchen zur mutmaßlichen Weitergabe von Mitglieder-Daten an Dritte. Der ausführliche Artikel erscheint am Montag in der gedruckten Ausgabe.

28. September 2020: Der Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes Baden-Württemberg, Stefan Brink, will ein sogenanntes Auskunftsverfahren gegen den VfB einleiten. Mit zwei- bis vierwöchiger Frist würden die Verantwortlichen des Clubs darin aufgefordert, sich zu den Vorwürfen zu erklären. „Wir wollen uns erklären lassen, in welchem Kontext und mit welcher Motivation Daten in solch großer Menge weitergegeben wurden. Grundsätzlich gilt, dass Mitgliederdaten sehr sensibel sind“, sagte Brink den Stuttgarter Nachrichten.

Über seinen privaten Twitter-Account gibt auch der VfB-Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger ein erstes Statement zu den Vorwürfen ab: Man wolle das Thema „sehr ernst“ nehmen. „Inhaltlich werden wir Stellung beziehen, sobald uns entsprechende Informationen zur Verfügung stehen“, so der 38 Jahre alte Ex-Profi, „bis dahin bitte ich um Verständnis und einen fairen Umgang.“

30. September 2020: Der amtierende Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Claus Vogt erklärt die Aufklärung der Daten-Affäre zur Chefsache. Laut Vogt wurde am 28. September „unverzüglich eine externe, transparente, kritische, neutrale und unabhängige Aufarbeitung beschlossen.“ Die durch die Vorwürfe betroffenen Mitarbeiter – Kommunikationschef Oliver Schraft und Marketing-Leiter Uwe Fischer - werden ihre Aufgaben in Abstimmung mit dem Vorstandsvorsitzenden Hitzlsperger für den Zeitraum der laufenden Untersuchungen zu ihrem eigenen Schutz ruhen lassen. Zudem sei ein Lenkungsausschuss eingesetzt worden, dessen Leitung und Verantwortung er selbst übernehme, erklärte Vogt.


https://www.zvw.de/daten-aff%C3%A4re-be ... rid-263672

Es gab also insgesamt 4 mal eine Weitergabe von Daten, davon die letzte im Oktober 2018 nach Inkrafttreten der DSGVO und zu einer Zeit, als Hitzlsperger schon im Präsidium saß.

Oha
Das war mir gar nicht klar dass das DER Schlittenhardt ist, der bei dem STR Podcast gesungen hat.
Also wusste Hitzl über die Datenweitergabe Bescheid, bzw. dürfte nicht komplett Ahnungslos sein
von daher



higgi
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Grasdaggl
Aber jetzt mal im Ernst. Wie in der 109 mit meinen Daten umgegangen wird, geht gar nicht. Das kotzt mich schon bissle an.
Mich mit Werbung zu zu spammen ist eine Sache. Meine Daten ohne Einverständnis an irgendwelche Arschlöcher weiterzuleiten, ist was Anderes.
Auftraggeber der ganzen Scheiße ist Oliver Schraft, Hitzls Gönner und Mentor
von daher

Flache9
flux hat geschrieben:Es wird immer deutlicher, dass Vogt und sein Geklüngel und Gefolge nichts anderes im Sinn haben, als gegen die Ausgliederung und ihre Protagonisten nachzutreten - koste es, was es wolle.


Korrekt.
Vogt und Co wollten den Verein praktische unterwandern. Vogt hat alles versuchst du torpedieren.
Vogt arbeitet mit Rahic zusammen.
Rahic arbeitet mit Sportfive zusammen.
Esecon arbeitet mit Sportfive zusammen.
Also Vogt-Rahic-Sportfive-Esecon ein Quartett.
Hitzlsperger hatte recht mit seinen Vorwürfen gegen Vogts.

Goofy
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Grasdaggl
Gibts des hat geschrieben:Genau das bezweckt Schmieren-Danny, wie ich von nun an nicht mehr anstehe, ihn zu benennen.
Durch zwei einfache Sätze, hintereinander angeordnet, Verwirrung zu stiften bei den aufmerksamen und Fake wissen bei den weniger versierten Lesern.
Edith nimmt „Schmieren“ zurück und ersetzt durch „Dilettieren“ für den Fall, dass Danny nur ein Lapsus unterlaufen sein sollte.

Hab garnicht gesehen, dass ihr hier drüber diskutiert.
Hab in der Zeit nebenan (“Journalismus“) ein paar Stellen mit einem Artikel des kicker verglichen ...
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

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