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Goofy
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Grasdaggl
darkred hat geschrieben:Im Landkreis Ludwigsburg hatten wir vor Weihnachten eine Inzidenz von knapp 150, zum Jahreswechsel knapp 120 und nun liegen wir bei 81.
Wenn der Trend fortgesetzt wird, wovon ich ausgehe, stünde einer Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in 1-2 Wochen nichts mehr im Wege.


Bei steigenden Zahlen habe ich immer gerne auf die steigende Zahl der Tests verwiesen (um die Panik zu relativieren).

Nun sind die Infektionszahlen zurückgegangen.

Letzte Woche waren es 790 000 Tests in Deutschland. (Trefferquote 16%).
Vor Weihnachten 1 610 000. (11%)

Ich kenne die Zahlen im Kreis Ludwigsburg nicht. Aber auch da dürfte deutlich weniger getestet worden sein.

Wenn die Zahl der Tests nächste Woche wieder verdoppelt wird - was passiert dann?
linksgrünversifft - was davon weit entfernt ist, ist Ironie, Sarkasmus und schlechter Humor

Flache9
Es gibt keinen Grund wegen den kurzfristig fallenden Zahlen wieder einiges zu lockern .
Es muss runter auf 25/100.000. Selbst die 50/100.000 sind zu kritisch und es könnte sofort wieder ausbrechen.
Nur wenn parallel ein deutlicher Impferfolg erreicht wird, die Zahlen der Toten mindert und die Intensivkapazitäten schont, dann geht es früher.

Rufus
Granadaseggl
Der Peak im Kreis LB war am 23.12 mit 205.
Ich denke, wegen des Feiertags am 6.1. wird die erste belastbare Zahl hier im Süddeutschland wohl erst nächsten Freitag (15.1.) verfügbar sein, bzw. dann ab MO, 18.1.

Spielgerät
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Halbdaggl
Klingt zynisch, ist aber nicht so gemeint:

Wieviel Kinderleid darf denn die Rettung eines über 70jährigen Menschen "kosten"?
Mit Kinderleid meine ich häusliche Gewalt (auch sexuelle), zerstörte Lebenschancen, psychische Langzeitschäden, etc

Blöd für die Kids ist ja, dass man die Toten Alten so einfach zählen kann, während die Auswirkungen auf die Kinderschicksale oft erst in einigen Jahren voll zu Tage treten werden.

Oder sollten wir zum Schutz unserer Kinder nicht vielleicht in Kauf nehmen, dass mit Öffnung der Schulen das Infektionsgeschehen eben nicht ganz so schnell eingedämmt wird? Ist ja nicht so, als dass eine Eindämmung wegen Öffnung der Schulen zum Scheitern verurteilt wäre, auch wenn uns das einige Politiker Glauben machen wollen.

Andere Länder scheinen einen anderen Bezug zum Schicksal ihrer Kinder zu haben https://www.zeit.de/gesellschaft/schule ... gle.com%2F
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."


Goofy
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Grasdaggl
killroy hat geschrieben:Psychische Langzeitschäden?


Na, alles was im Artikel steht eben.

Oder hast den Autor der Zeit auf ignore? ;)
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killroy
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Granadaseggl
Der jammerartikel von der allmendinger... hab ich schon gestern gelesen. Ist die Bits nicht wert

@spielgerät
Resilienz ... so leicht bekommen Kinder keine psychischen Langzeitschäden. Beziehe mich nur darauf, häusliche Gewalt ist natürlich ein großes Problem... aber Schulbesuch alleine löst das nicht
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

killroy
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Granadaseggl
Im übrigen bleibe ich dabei: vor corona hat sich doch keine Sau für benachteiligte und von Armut bedrohte Kinder interessiert, auf einmal sind die plötzlich ganz wichtig

(Was dem Grund nach gut ist aber eben auch massiv verlogen - gesamtgesellschaftlich betrachtet)
seit/seid

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Goofy
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Grasdaggl
killroy hat geschrieben:Der jammerartikel von der allmendinger... hab ich schon gestern gelesen. Ist die Bits nicht wert


Sind einige Argumente drin. Sogar mit Quelle versehen.
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killroy
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Granadaseggl
Die allmendinger behauptet auch, das Corona eine fürchterliche retraditionalisierung von Frauen mit sich bringt obwohl Studien das Gegenteil zeigen (Männer im homeoffice mit mehr Haus- und carearbeit als bisher). Die Frau ist ja durchaus anerkannt, nutzt aber m.E. Corona für persönliche und politische Zwecke auf unangenehme Art und Weise aus
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Goofy
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Grasdaggl
Kann sein, dass die Frau eine bestimmte Meinung hat. Das wäre dann vergleichbar mit dir. Nur eben andersrum.


Aber es geht doch um die Argumente, oder?

Dass es sicherlich auch andere Argumente gibt, über die sie nicht berichtet, das ändert die genannten Argumente ja nicht.



richtete der Direktor der EU-Agentur für Grundrechte, Michael O'Flaherty, einen flammenden Appell an die Runde. Wie ein Sturm hätten die Schulschließungen in der ersten Welle der Pandemie gewütet und vor allem die am stärksten benachteiligten Kinder einfach weggefegt. Das dürfe sich nicht wiederholen. Bildung bräuchten diese Kinder mehr als alle anderen, um überhaupt Lebenschancen zu haben. Zu Hause hätten sie keinen ausreichenden Platz, keinen eigenen Computer, keine Unterstützung ihrer Eltern.


In der Krise steigt die Gewalt in Familien, doch bei geschlossenen Schulen und Betreuungseinrichtungen bleibt sie meist unentdeckt. Studien aus Frankreich zeigen, dass im Frühjahrslockdown die Gewalt an Kindern um 50 Prozent gestiegen ist. Ähnliches berichten Kinderkliniken und Gewaltschutzambulanzen in Deutschland.



Und die Virologie? Eine aktuelle Metastudie des Europäischen Zentrums für Krankheitsprävention und -kontrolle über den Zusammenhang zwischen Schulschließungen und Infektionsgeschehen kommt zu dem Ergebnis, dass ein schwerer Verlauf von Covid-19 bei Kindern äußerst selten ist. Auch sei die Ansteckungs- und Übertragungsgefahr besonders bei jüngeren Kindern gering. Schulen selbst seien selten Hotspots, vielmehr würde das Virus in die Schulen hineingetragen. Nach Abwägung aller Folgen für Kinder, Eltern und die Gesellschaft kämen Schulschließungen nur im äußersten Notfall infrage. Verstärkte Hygienekonzepte in Schulen seien das Mittel der Wahl.



Wie haben die einzelnen Länder der EU entschieden? Was ist die gängige Praxis im Winter 2020/21? Wir sehen zwei Welten im Umgang mit der Pandemie. Die vollständige Öffnung von Kitas und Schulen, begleitet von massiven Einschränkungen des Lebens außerhalb, und die vollständige Schließung von Schulen bei vergleichsweise moderaten Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens.


Irland:
Sie darf keine Freunde oder Familie treffen und sich in der Freizeit nicht weiter als fünf Kilometer von ihrer Wohnung entfernen. Doch ihren vierjährigen Sohn bringt sie morgens weiter in die Kita. Ihre beiden Teenager fahren mit dem Bus in die Schule. Mit diesem Modell ist es Irland im Oktober und November schon einmal gelungen, die Neuinfektionsraten rasch und deutlich zu senken, bevor sie nach Öffnung von Bars und Restaurants wieder gestiegen sind.



Im Frühjahrslockdown verloren die Schulen nach Schätzungen des Bildungsministeriums den Kontakt zu etwa sieben Prozent der Kinder. Das will Frankreich nicht noch einmal erleben.



Die Pisa-Studien der OECD zeigen es immer wieder: Die Schulen hierzulande sind auch in den besten Zeiten nicht sehr gut darin, benachteiligten Kindern beim Aufholen von Lernrückständen zu helfen, die Pandemie wird die Unterschiede noch vergrößern.


Zahlreiche Studien, die die Folgen von Unterrichtsausfall aufgrund von Streiks, Kriegen oder verkürzten Schuljahren untersuchen, haben gezeigt: Allein der Unterrichtsausfall im Frühjahr kann die betroffenen Jahrgänge bis zu vier Prozent ihres Lebenseinkommens kosten. Am schwersten wiegen die Einkommensverluste für benachteiligte Kinder. Das mindert nicht nur ihren materiellen Wohlstand, sondern auch ihre Gesundheit, ihre Lebensqualität, ihren Anschluss an unsere Gesellschaft, ihre Lebenserwartung und viele Gestaltungsoptionen in ihrem Leben




Und hier
Goofy hat geschrieben:Oder hast den Autor der Zeit auf ignore? ;)
lag ich wohl nicht ganz falsch. :nod: ;)
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darkred
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Halbdaggl
killroy hat geschrieben:Im übrigen bleibe ich dabei: vor corona hat sich doch keine Sau für benachteiligte und von Armut bedrohte Kinder interessiert, auf einmal sind die plötzlich ganz wichtig

(Was dem Grund nach gut ist aber eben auch massiv verlogen - gesamtgesellschaftlich betrachtet)


Hätte ich Cordhosen an, müsste ich hier jetzt astreinen Zynismus attestieren. 8)

Goofy
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Grasdaggl
killroy hat geschrieben:Im übrigen bleibe ich dabei: vor corona hat sich doch keine Sau für benachteiligte und von Armut bedrohte Kinder interessiert, auf einmal sind die plötzlich ganz wichtig

(Was dem Grund nach gut ist aber eben auch massiv verlogen - gesamtgesellschaftlich betrachtet)

Also in dem Land, in dem ich lebe, gibt es ein schulisches Angebot für alle Kinder. Herkunft und soziale Schicht egal.

Natürlich war da nicht alles gut. Ist ja aber kein Grund zu sagen “eh egal, dann können wir sie auch noch mehr höngen lassen.“


Und: Nicht nur sonst eh schon benachteiligte Kinder leiden unter Schulschließungen.
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Spielgerät
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Halbdaggl
Stufe 1: Tue so, als existiere das Problem nicht
killroy hat geschrieben:Psychische Langzeitschäden?


Stufe 2: Erkläre dich selbst zum größten Experten unter der Sonne. Alle anderen verbreiten Fakenews
killroy hat geschrieben:Resilienz ... so leicht bekommen Kinder keine psychischen Langzeitschäden.


Lässt dein gegenüber nicht locker, zünde Stufe 3 und diskreditiere alle, die seiner Meinung sind
killroy hat geschrieben:Der jammerartikel von der allmendinger... hab ich schon gestern gelesen. Ist die Bits nicht wert


Hilft das immer noch nicht, wechsle in Stufe 4 das Thema. Dabei haust du den größtmöglichen Bullshit raus, so dass garantiert keiner mehr mit dir über das ursprüngliche Thema diskutieren möchte
killroy hat geschrieben:Im übrigen bleibe ich dabei: vor corona hat sich doch keine Sau für benachteiligte und von Armut bedrohte Kinder interessiert, auf einmal sind die plötzlich ganz wichtig
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Goofy
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Grasdaggl
Spielgerät hat geschrieben:Hilft das immer noch nicht, wechsle in Stufe 4 das Thema. Dabei haust du den größtmöglichen Bullshit raus, so dass garantiert keiner mehr mit dir über das ursprüngliche Thema diskutieren möchte
killroy hat geschrieben:Im übrigen bleibe ich dabei: vor corona hat sich doch keine Sau für benachteiligte und von Armut bedrohte Kinder interessiert, auf einmal sind die plötzlich ganz wichtig

Aber er hat doch recht.
Für die Näherinnen in Bangladesch, die ihre Familien nicht ernähren können, weil der H&M geschlossen, interessieren wir uns ja auch nicht.

Und für viele andere auf der Welt, die von den Industriestaaten abhängig sind, auch nicht.

:( :? :?
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Goofy
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Grasdaggl
Hat grad in die Argumentationsrichtung gepasst.


Und es ist natürlich tatsächlich ein Problem.
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RedBlues
Halbdaggl
Etwas das ich mir seit April denke, warum eigentlich nicht ein Schuljahr , bzw einen Zeitraum wiederholen, für alle Schüler.

Als die meisten von uns zur Schule gingen, durfte noch jeder ca 1 Jahr dem Staat schenken, sei es nun Bundeswehr oder Zivildienst.

Wenn alle ein Jahr länger für ihren Abschluss benötigen schadet das doch nicht. Wenn man Teile des Stoffes 2mal lernt , werden die Schüler sogar besser. Und wenn Schulen es geschafft haben das Bildungsniveau durch die Pandemie zu halten, dann können sie ja Teile des Stoffs noch weiter vertiefen.

Wir tun so, als ob der Bildungsabschluss innerhalb der aktuellen Regelzeit alternativlos ist. Da gibt es keinen Grund dafür.

Bei Gymnasien hat man sogar vor nicht all zu langer Zeit beschlossen, dass es ein Jahr kürzer gehen kann, wenn man will.

Goofy
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Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:Bei Gymnasien hat man sogar vor nicht all zu langer Zeit beschlossen, dass es ein Jahr kürzer gehen kann, wenn man will.

Das ist ja das Gegenteil von dem, was du forderst.
Das wäre wohl nicht so einfach, alle Schüler ein Jahr länger in der Schule zu haben.
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RedBlues
Halbdaggl
A1
Goofy hat geschrieben:
RedBlues hat geschrieben:Bei Gymnasien hat man sogar vor nicht all zu langer Zeit beschlossen, dass es ein Jahr kürzer gehen kann, wenn man will.

Das ist ja das Gegenteil von dem, was du forderst.
Das wäre wohl nicht so einfach, alle Schüler ein Jahr länger in der Schule zu haben.


Sag nicht dass es einfach ist, aber ein Jahr länger erscheint mir einfacher wie ein Jahr kürzer. Ohne das jetzt vollständig durchdacht zu haben

muffinho
Man killroy, schnall doch bitte mal den Gürtel Deiner Cordhose etwas lockerer, damit das Blut besser zirkulieren kann... ach ja, er hat mich ja auf Ignore. Biggi könntest Du mich mal bitte zitieren, damit er das lesen kann? Stimmt, Du bist ja auch im Cordhosen-Lockdown. Spielgerät? Irgendwer da draußen noch in Kontakt mit killroy? Mache mir etwas Sorgen um ihn, das kann schnell zur seelischen Isolation führen.

Wir brauchen medizinischen Beistand, wo ist Dr. Toni wenn man ihn mal braucht.... vermutlich misst er gerade Fieber bei Schwester Stefanie, 37 cm schnell steigend :bounce:

killroy
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Granadaseggl
@spielgerät
ach wo soll ich denn da anfangen. zunächst: du wirst dich wundern, denn so weit sind wir nicht voneinander entfernt. es geht aber um das wie.

Frau Allmendinger: Die steht ja auf der richtigen Seite, vlt ärgert es mich daher umso mehr, dass sie sich populistischer Formulierungen bemühen muss. Wieso macht sie das?
Wie ein Sturm hätten die Schulschließungen in der ersten Welle der Pandemie gewütet

oder bei ihrem anderen Thema:
Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung,... behauptete, dass Frauen in der Coronakrise »eine entsetzliche Retraditionalisierung« erleiden würden. Das Land verliere durch die Folgen der Virusbekämpfung »bestimmt drei Jahrzehnte« auf dem Weg zur Gleichberechtigung.

Nochmal: Was soll das? Wenn es ihr wirklich und ehrlich um die Sache geht muss sie versuchen die Menschen zu überzeugen und mitzunehmen. Das macht sie nicht, sie wiegelt auf mit derartigen Begrifflichkeiten. Was also ist ihre Agenda?

So, dass selbstverständlich Kinder und Jugendliche aus bereits belasteten Familien, bildungsschwachen und sozial abgehänbgten Familien am meisten unter dieser Pandemie leiden ist klar. Da brauchen wir uns nicht zu streiten. Die leiden schon in wirtschaftlich positiven Zeiten (dazu später noch mehr) und klar potenziert sich das bei denen. Nur, wo sind denn die Aussagen und Forderungen danach, dass Schule und Kita zuvorderst dieser Zielgruppe zur Verfügung gestellt werden soll? DA würde ich sofort unterschreiben, und sie sind dann im Laufe der zeit auch vereinzelt aufgetaucht. DAS wäre für mich eine Forderung, bei der Frau Allmendinger auch mal schärfere Worte verwenden dürfte: Wir brauchen Infektionsschutz ... ok, reduzieren wir die Anzahl der Kinder und Jugendlichen in der Präsenzsituation. Wer darf dann bevorzugt kommen? Die, die es wirklich nötig haben. Wer entscheidet das? Die Lehrer_innen und Erzieher_innen in Abstimmung mit sozialen Diensten wie ASD, SPFH, dem Jugendamt, etc. Red Blues hat doch recht, für viele wäre ein Bummeljahr mit anschließendem Wiederholen überhaupt nicht schlimm. Das hatten wir Jungs früher alle .... und Bummeljahr war jetzt natürlich nicht ernstgemeint ... ein Jahr, in dem man außerhalb der schulischen Bildung massiv lernen kann, gesellschaftliches Leben, Zusammenhänge, Einsatz für Schwächere, etc. DA wäre ich dabei, Frau Allmendinger begründet einen Initiative zugunsten der armen, schwachen und vernachlässigten Kinder in diesem reichen Land. Das Schuljahr 2020/2021 steht zuvorderst im Zeichen, dass diese nicht weiter abgehängt werden dürfen und alle Systeme werden danach ausgerichtet. Dann müssten die jetzt auch nicht frieren, weil sie weiterhin ohne Frühstück und gescheite Jacke in auf 13 Grad heruntergelüftete Klassenzimmer kommen müssen. Weil nämlich die Schule für sie und die Notbetreuung reserviert bleibt und die, bei denen es zuhause gut geht, zuhause lernen können. Aber wir haben ja die heilige Präsenzpflicht für alle.

Und ich bin eben auch deswegen so angepisst, weil ich mich Zeit meines Berufslebens mit ein paar Jahren Ausnahme mit diesen Kindern und Jugendlichen beschäftige. Ich habe so viel über soziale Ungleichheit gelesen, dazu gearbeitet, argumentiert, diskutiert. Und ja, in Fachkreisen (und deswegen bin ich ja dem Grundsatz nach auch bei Frau Allmendinger) ist das Thema bekannt und wird besprochen ... aber gesellschaftlich hat das doch null Relevanz. Ich rede nicht von dir oder anderen hier aus diesem Forum, sondern allgemein. Wie werden denn die alljährlich wiederkehrenden Studien zur Kinderarmut in Deutschland aufgenommen und diskutiert? Ich sag es dir: Gar nicht. Das ist meistens einen SPON-Artikel wert, der nach einem halben Tag nach unten durchgereicht wird. Und da finde ich es eben verlogen, wenn auf einmal das so ein großes und wichtiges Thema wird. Das es ja ist, aber es wird eben überhaupt nicht in die Richtung diskutiert, wie können wir dieser Gruppe besonders helfen .... sondern diese Kinder und Jugendlichen sind (das jetzt eine zugespitzte Meinung) Argumentationsfutter. Und das macht mich besonders ärgerlich.

Noch was zur Resilienz: Hast du schon Texte zur Resilienzforschung gelesen? Es ist ja alles richtig, was in den vielen kurzen Texten, die du da verlinkt hast, steht. Es ist aber auch richtig, was man insbesondere auch in zusammenfassenden Artikeln zu lesen bekommen hat, dass Kinder und Jugendliche dem Grunde nach in der Summe ganz gut durch diese Pandemie kommen. Das die nicht Juchhu schreien, klar, aber wer macht das schon? Das die ihre Freunde vermissen, klar. Mach ich auch. Das die in Teilen denken, es wird nicht mehr wie vor der Pandemie sein, richtig. Wird vielleicht so sein. Für die meisten wird diese Zeit eine wahrnehmbare und auch langfristig wahrnehmbare Zeit in ihrem Leben sein und Spuren hinterlassen. Das werden wir nicht ändern können. Ich verweher mich gegen überdramatisierende Beschreibungen in jegliche Richtungen. Die ganze Gesellschaft leidet. Die Dinge gegeneinander auszuspielen halte ich für falsch ... wir sollten vielmehr schauen, wie wir für alle da draußen möglichst intelligent durch diese Krise kommen. Holzhammerargumente sind da fehl am Platz:

Jutta Allmendinger zum Schluss:
Ein Modell wie in Belgien, Frankreich oder Irland, das Erwachsene stärker zur Senkung von Inzidenzzahlen in die Pflicht nimmt, um Kindern nicht noch einmal über Wochen den Zugang zu Bildung zu verweigern , kommt hierzulande offenbar nicht infrage.

Hab ich was verpasst? Wurde Kinder aktiv über Wochen der Zugang zu Bildung verweigert? Gab es gar keinen Unterricht mehr? Der war vielleicht schlchter, an manchen Stellen vielleicht sogar besser, manche Lehrer kannst du im Klassenzimmer wie im Beschulen zuhause auf den Mond schießen ....

Ah, doch noch was. Häusliche Gewalt, beschissenes Thema. Wichtiges Thema. An der Stelle frage ich mich grundsätzlich immer eins (und das jetzt bitte nicht als Gegenargumentation zum Kümmern um dieses Thema verstehen): Wenn uns wichtig ist, dass das weniger wird und am Besten nicht mehr stattfindet, das Typen zuhause Frauen und Kinder prügeln, wieso dann lassen wir es zu, dass unsere Gesellschaft, unser kapitalistisches Ellenbogensystem, andauernd neue solcher Typen produziert? Ändern wir das, sorgen wir für mehr Chancengleichheit, sorgen wir für mehr Gerechtigkeit, gehen wir endlich die überfällige Umverteilung des Kapitals an ...
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

de mappes
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Spamferkel
muffinho hat geschrieben:
killroy hat geschrieben:
muffinho hat geschrieben:Ich lese Deine Aussage, dass es in BaWü vor dem Lockdown keine Schichtunterricht gab und vergleiche es mit den Erfahrungen aus der Klasse meines Großen, dass nach Nachname die Klassen aufgeteilt wurden und er die Hälfte der Zeit daheim im Homeschooling war, da brauche ich nichts weiter zu lesen. Das ist jetzt kein "Der Schwager meines Frisörs hat erzählt dass die Schwester seiner Babysitterin gehört hat dass es geteilte Klassen gibt", sondern ein "Ich war dabei als die Klasse meines Großen geteilt wurde und habe nicht mal ein dummes T-Shirt erhalten"!

Ok, dann eben nicht. Du willst bei deinem Gezeter bleiben. Gerne. Nun ja, einer mehr den ich nicht mehr lesen muss - auch nicht schlimm. Lies die VO am 8.12. und dann beantworte den anderen hier, ob der Wechselunterricht in Bw vor dem Lock-Down die Regel oder die Ausnahme war.

Bye bye, winke winke!


Meine Fresse, wie ein beleidigtes Kind, ignoriere doch jeden der nicht Deiner Meinung ist und Deine dämlichen Aussagen widerlegt, und Deine Aussage, dass es in BaWü keinen Schichtunterricht gab, wurde widerlegt, da kannst Du noch so viele auf Ignore setzen.


müssten mittlerweile fast alle sein
infantil
und damit sind wir wieder beim Thema :mrgreen:
Don't criticize what you can't understand