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Unter Westfalen
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Grasdaggl
Was mich wundert oder vielleicht auch nicht:
Warum haben die Mitglieder noch nicht zu Zehntausenden den Verein angeschrieben und um eine rechtsfeste Bestätigung gebeten, dass Ihre persönlichen Daten NICHT weitergegeben worden sind?
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

killroy
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Granadaseggl
Wo es im Streit zwischen Vogt und Hitz nicht mehr stimmig ist, ist die Frage nach dem Umgang des VfB mit diesem Skandal. Vogt gibt vor aufklären zu wollen und gegen die alten Seilschaften und deren Vetterleswirtschaft anzustinken, der Mitgliedertribun zu sein. Hört, hört, wohlan. Es stinkt dann nur leider erbärmlich zum Himmel, wenn ich die Vetterlesagentur meines Beraters beauftrage vorgeblich aufzuklären, tatsächlich VfB-intern machtpolitisch zu agitieren. Eine Agentur zudem, deren Leumund mehr als fraglich ist.

Man kann jetzt ohne größere Phantasie nutzen zu müssen die ganze Geschichte erzählen. Da kommt nur noch Menschliches, Allzumenschliches. Selbst wenn ich ganz entschiedener Gegner der AG wäre, müsste ich als Betrachter aus der "e.V.-Perspektive zu dem Schluß kommen, dass sich Herr Vogt hier verhält wie eine Abrissbirne. Dass ihm jetzt noch jemand glaubt, kann ich ehrlich gesagt auf Basis der gesicherten und halbwegs gesicherten und plausiblen Umstände nicht mehr verstehen. Dann muss man ihn aus anderen Gründen unbedingt "verstehen wollen."

Man sollte sich auch mal wieder daran erinnern, was er in seiner Entgegnung auf Hitzes Brandbrief geschrieben hat: er, Vogt, würde Dinge die intern sind, auch intern halten (nicht wie Herr Hitzlsperger mit diesen gemeinen Anschuldigungen da). Jou, klar. Deswegen habe ich auch einen Stab externer Berater an meiner Seite. Deswegen beauftrage ich auch eine externe Agentur. Deswegen achte ich auch nicht darauf, ob diese Agentur ausreichend seriös ist, sondern bevorzuge die Vetterlesagentur meines Beraters. Klar, so klärt man effizient die Vetterleswirtschaft der Anderen auf. Wegen dieses hehren Vorsatzes leake ich selbst oder lasse ich interne Dokumente von Esecon leaken. Woisch, bei mir blaibd Internes intern, gell....ich bin quasi Internischd...

Was es aber noch toppt, ist die Blödheit Vogts. Da beauftragt er so eine hoch fragwürdige Klitsche für so viel Geld, dass er sie selbst aus e.V.-Mittel gar nicht bezahlen kann. :lol:

Deshalb muss schließlich die AG eintreten und diese Klitsche dafür bezahlen, dass Vogt sie instrumentalisieren wollte, gegen just jene AG Untersuchungen zu führen. FYA. Und dann wundern sich die Herrschaften, dass die AG den Auftrag nutzt, damit diese internen Untersuchungen eingestellt werden. Und darüber ist dann Herr Vogt so erbost, dass er als Aufsichtsratsvorsitzender mit Revanche-Fouls beginnt, indem er ohne Not und ohne jegliche Verbindung zu der Frage der Aufklärung des Datenskandals AG-Entscheidungen ausbremst. So "Ätsch-mäßig". Grundgütiger ist das abgrundtief dämlich. Blöder Weise betraf das dann auch die Personalien Mislintat und Matarazzo. Tja, und da musste Hitz halt irgendwann mal die Reißleine ziehen. Ich hoffe jeder Fan und jedes Mitglied versteht jetzt diese Allzumenschlichkeiten und zieht die richtigen Schlüsse daraus.

Schade ist, dass Hitzlsperger taktisch nicht besser reagiert hat. Schon die Idee für das Präsidentenamt zu kandidieren war strategisch kontraproduktiv und der Brandbrief zwar verständlich, aber wenig hilfreich. Da sieht man halt, dass er auf so einer Position noch unerfahren ist. Mit etwas mehr Erfahrung hätte er Vogt in Anbetracht dessen sagenhafter Blödheit auf geräuschlosere Art entsorgt.

ich bleibe dabei ... wo bleiben die kommentare in den medien, die diese sichtweise aufgreifen?
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


killroy
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Granadaseggl
Ich würde erwarten, dass diese Sichtweise vertreten ist, sofern sie von den Pressemenschen in Betracht gezogen wird. Was wäre denn ein Grund für die Medien, diese durchaus plausibel erscheinende Sichtweise (esescon ist ja generell umstritten) nicht aufzugreifen... sind das jetzt alles Vogt-Lohnschreiber und nur hier in diesem Forum wird objektiv geurteilt?

Ich finde das wirklich bemerkenswert - den die Person Hitzlsperger gab ja bisher auch keinerlei Anlass für eine negative Berichterstattung. Und seit Dezember ist es zumindest medienmäßig doch recht deutlich aufgestellt ...
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


Frank N Furter
killroy hat geschrieben: Was wäre denn ein Grund für die Medien, diese durchaus plausibel erscheinende Sichtweise (esescon ist ja generell umstritten) nicht aufzugreifen... ...


Zeitungen stehen wirtschaftlich nicht gut da. Böse, böse Digital-Digens da... Da beurteilt man eine Veröffentlichung sehr gerne und vornehmlich danach, ob sie Quote bringt. Außerdem liebt der Kunde bekanntlich das große Drama. Heute schreibt man die Anklage und morgen dann die Verteidigung - oder umgekehrt. Ein Ein-Akter ist in der heutigen Zeit nicht mehr (re-(präsent))pressabel. :lol:

Btw: Du kannst ja richtig süß sein, killroy. :nod:

PS: jetzt war Darki schneller....

Flache9
Unter Westfalen hat geschrieben:Was mich wundert oder vielleicht auch nicht:
Warum haben die Mitglieder noch nicht zu Zehntausenden den Verein angeschrieben und um eine rechtsfeste Bestätigung gebeten, dass Ihre persönlichen Daten NICHT weitergegeben worden sind?


Weil es bis auf ein paar weltfremde Fanatiker und dem Egotrip des Präsidenten keine Sau interessiert.
Die Mehrheit ist für die AG und das was sie momentan umsetzen. Das zählt und nicht diese Datenaffäre, die man zwar lösen muss, aber die geringste Priorität sein sollte.

Ich bleibe dabei. Vogt und sein geplanter Putschversuch ist aufgeflogen.
Er muss weg !

Öcher
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Granadaseggl
Also ich verstehe was frankfurter sieht und das ist deutlich fundierter als flache.
Für mich macht aber das Argument

Frank N Furter hat geschrieben:... Und darüber ist dann Herr Vogt so erbost, dass er als Aufsichtsratsvorsitzender mit Revanche-Fouls beginnt, indem er ohne Not und ohne jegliche Verbindung zu der Frage der Aufklärung des Datenskandals AG-Entscheidungen ausbremst. So "Ätsch-mäßig". Grundgütiger ist das abgrundtief dämlich. Blöder Weise betraf das dann auch die Personalien Mislintat und Matarazzo. Tja, und da musste Hitz halt irgendwann mal die Reißleine ziehen. Ich hoffe jeder Fan und jedes Mitglied versteht jetzt diese Allzumenschlichkeiten und zieht die richtigen Schlüsse daraus.


27.5 wurde die Verlängerung veröffentlicht
Die Datenaffäre Ende September, diese Argumentation der Revanche funktioniert nicht rückwirkend, außerdem gab es nicht wenige Stimmen hier im forum die das durchaus kritisch gesehen hat :bounce:
Über die Mislintat Verlängerung kann man streiten, ubina meinte aber noch vor dem Auftritt von hitz bei sky90 bei podcannstatt das der AR wegen Corona gar nicht tagt und es daran scheitert.
Bei Mislintat gebe ich dir da den Punkt, die Matarazzo Verlängerung hat bei deiner Argumentation gar keinen Sinn.

Spielgerät
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Halbdaggl
killroy hat geschrieben:Ich würde erwarten, dass diese Sichtweise vertreten ist, sofern sie von den Pressemenschen in Betracht gezogen wird. Was wäre denn ein Grund für die Medien, diese durchaus plausibel erscheinende Sichtweise (esescon ist ja generell umstritten) nicht aufzugreifen... sind das jetzt alles Vogt-Lohnschreiber und nur hier in diesem Forum wird objektiv geurteilt?

Ich finde das wirklich bemerkenswert - den die Person Hitzlsperger gab ja bisher auch keinerlei Anlass für eine negative Berichterstattung. Und seit Dezember ist es zumindest medienmäßig doch recht deutlich aufgestellt ...


Natürlich sind das nicht alles Vogt-Lohnschreiber. Und ein wenig wundere ich mich auch, dass bisher keine Zeitung tiefer einsteigen will.

Bei den Stuttgarter Blättern halte ich keinen der Schreiber der Aufgabe gewachsen, da mal echt investigativ nachzuhaken. Für die ist es außerdem bequemer, die Ihnen hauptsächlich von Vogt hingeworfenen Infomationsbrocken ins Blättle einzustreuen.

Und überregional ist's halt nur der VfB und nicht den Aufwand wert. Würde sich ein Thomas Kistner von der SZ oder Jens Weinreich vom Spiegel der Sache annehmen, käme vermutlich deutlich mehr bei rüber.

Und schließlich ist es - wie ich oben geschrieben habe - wohl auch ziemlich komplex, die Einzelheiten juristisch korrekt aufzuarbeiten. Und das Interesse des gemeinen Lesers verhält sich umgekehrt proprtional zur Komplexität des Sachverhalts. Erst recht im Sport.
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

CoachingZone
Halbdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Was mich wundert oder vielleicht auch nicht:
Warum haben die Mitglieder noch nicht zu Zehntausenden den Verein angeschrieben und um eine rechtsfeste Bestätigung gebeten, dass Ihre persönlichen Daten NICHT weitergegeben worden sind?


Will mich ja nach wie vor heraushalten aus dieser Schlammschlacht, aber dazu kann ich ein wenig Senf beisteuern.

Selbst habe ich es bislang nicht gemacht, aber ich habe von anderen gelesen, dass der VfB deswegen angeschrieben wurde, aber, wenn ich mich recht erinnere, wegen der laufenden Untersuchungen zu diesem Moment keine Auskunft darüber geben wollte.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

killroy
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Granadaseggl
wer war schneller?
nene, mir ist das alles zu dünn ... presse nur auf skandal aus, lohnschreiberei, etc etc etc
wo ist denn das bestreben der AG, dem etwas entgegenzusetzen? die bekommen negativschlagzeilen, regional und überregional (egal ob abgeschrieben oder nicht) und reagieren nicht? wenn es perresmenschen gitb, die vogt und esecon alles aus der hand fressen sollte das den granden und auch einem hitzlsperger auch möglich sein.

ich glaube, das wird für alle beteiligten ganz ungemütlich und geht nicht gut aus. und dann dürfen sich auch alle hinterher schön gegenseitig die verantwortung zuschieben, die wahrheit dürfte im kuddelmuddel untergehen
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

Frank N Furter
killroy hat geschrieben:die wahrheit dürfte im kuddelmuddel untergehen


"Die Wahrheit" ist eine Wahnidee die sich in Ermangelung empirischer Forschungserfahrungen bevorzugt unter Geisteswissenschftler:innen hält. ;)

flux
Spielgerät hat geschrieben:Natürlich sind das nicht alles Vogt-Lohnschreiber. Und ein wenig wundere ich mich auch, dass bisher keine Zeitung tiefer einsteigen will.

Bei den Stuttgarter Blättern halte ich keinen der Schreiber der Aufgabe gewachsen, da mal echt investigativ nachzuhaken. Für die ist es außerdem bequemer, die Ihnen hauptsächlich von Vogt hingeworfenen Infomationsbrocken ins Blättle einzustreuen.

Und überregional ist's halt nur der VfB und nicht den Aufwand wert. Würde sich ein Thomas Kistner von der SZ oder Jens Weinreich vom Spiegel der Sache annehmen, käme vermutlich deutlich mehr bei rüber.


In der Tat berichten Medien erschreckend oberflächlich. Daß sich hinter dem ganzen Theater ein veritabler Kultur- und Richtungskampf verbirgt, und daß die Aufklärung des sog. Datenskandals, Vorwürfe bzgl. Amtsführung, Präsidentschaftskandidatur, offene Brandbriefe etc. nur die Schauplätze sind, auf denen dieser Konflikt ausgetragen wird, scheint noch nicht verstanden worden sein. Vielleicht sind die Berichterstatter aber auch zu nah dran an den handelnden Personen und sehen deshalb "den Wald vor lauter Bäumen nicht".

Edit: Zum Teil sind Kommentatoren natürlich auch Teilnehmer dieses Kulturkampfes - und schreiben deshalb nicht davon. Soll ja nicht jeder merken....
Zuletzt geändert von flux am 20. Januar 2021 15:08, insgesamt 1-mal geändert.



Iron
Grasdaggl
killroy hat geschrieben:https://www.swr.de/sport/fussball/vfb-stuttgart/artikel-vfb-stuttgart-124.html
Noch ein Kommentar, der das Vorgehen von Vogt sogar ganz richtig findet. ie darin vorgeschlagene Versöhnung sehe ich jedoch noch nicht mal mit der Lupe.


:lol:
Vogt hingegen muss lernen, Entscheidungen, die das Fußballerische angehen, zunächst unkommentiert stehen zu lassen und sich aus dem Tagesgeschäft heraus zu halten.

flux
killroy hat geschrieben:https://www.swr.de/sport/fussball/vfb-stuttgart/artikel-vfb-stuttgart-124.html
Noch ein Kommentar, der das Vorgehen von Vogt sogar ganz richtig findet. ie darin vorgeschlagene Versöhnung sehe ich jedoch noch nicht mal mit der Lupe.


Wie bestellt: Auch Günther Schroth hat nicht verstanden, dass es sich bei dem sog. 'Machtkampf um die Führung beim VfB Stuttgart' zwischen Hitzlsperger und Vogt nur um einen 'Stellvertreterkrieg' um viel grundsätzlichere Fragen handelt.


darkred
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Halbdaggl
Ansonsten ergibt sich für mich so langsam schon ein Bild.

Die Datenaffäre (für einen Skandal, reichts nicht) hat sich verselbstständigt und bedroht nun gewisse Funktionäre darin, ihre Aufgabe beim VfB fortsetzen zu können. Man ist sich zwar durch die Bank bewusst, dass die Vorgehensweise, Stimmen pro Ausgliederung durch gezielte Mitgliederbeeinflussung/Datenweitergabe an Schlittenhardt zu generieren, weder datenrechtlich noch ethisch in Ordnung war. Aber man hat nicht damit gerechnet, dass der Präsident des e.V. diesen Ballon so groß aufbläst, dass daraus eine Nummer wird, die (in der Öffentlichkeit) immer größere Kreise zieht, womit ein Wegtauchen und Aussitzen für die maßgeblich beteiligten Kräfte nahezu unmöglich wird. Man hätte -so mglw. das Kalkül- mit einer Untersuchung des Landesdatenschutzbeauftragten leben können, der dann ein Verwarnung ausspricht, transparentere Strukturen im Umgang mit denn Daten einfordert und obendrein möglicherweise eine Geldstrafe verhängt. Bestenfalls hätte man sich infolge bei den Fans entschuldigt und Besserung gelobt ... und der Käs wär gegessen gewesen.

Aber da hat man die Rechnung ohne Vogt gemacht.
Der sich selbst nicht nur als brutaler Aufklärer in der Datenaffäre definiert, sondern sich als Chef des AR dazu auserkoren sieht, jeden investierten Euro unter seinem Auge dreimal umgedreht zu sehen. Hitz und sein Team, die die Strategie der AG entwickeln, merken nach und nach, dass sie in der Umsetzung, im täglichen Geschäft, daran gehindert werden, weil der AR-Chef vom Weg der AG nicht in Gänze überzeugt ist. Die einen wollen investieren und gestalten, die anderen mokieren sich darüber, dass mit den bislang eingesetzten Geldmitteln doch schon weit mehr zu sehen sein sollte. Und stellen blöde Fragen wie warum man bspw. mit einem Materazzo in der Rückrunde verlängern muss. Und so schaukeln sich die Wellen immer höher, man beäugt sich zusehends misstrauischer.

Team Hitz sagt Team Vogt hat keine Ahnung vom Profifußball und bemängelt das fehlende Vertrauen in das mittel- bis langfristige Konzept, das nun Mal Zeit und Invest benötigt. Zudem wirft man dem AR-Chef vor seine Stellung zu missbrauchen um ins Geschäft der AG einzuwirken, bewusst Prozesse zu verschleppen und Entscheidungen hinaus zu zögern. Und das man so nicht zielgerichtet arbeiten könne.

Team Vogt sagt das Team Hitz so vorgeht wie schon zu früheren Zeiten. Eigenbrödlerisch, ohne sich groß in die Karten schauen lassen zu wollen. Man jedoch als e.V. Vertreter schließlich den Mitgliedern auch Rechenschaft abzulegen hat, was wann wie getan wird. Und man daher genau abwägen muss, was im Sinne des größten Anteilseigners ist und was nicht. Da stünde man nach Dietrich in der Pflicht und er sieht sich (plus sein beratendes Team hinten dran) als taugliches Korrektiv.

Die Pattsituationen mehren sich, woraufhin Vogt die Muskeln spielen lässt und sich in seiner Rolle als restloser Aufklärer der Datenaffäre zu profilieren sucht. Es wird aus seiner Sicht immer mehr zur Notwendigkeit, Fans und Mitglieder in den eigenen Rücken zu bringen, um Hitz damit indirekt die Grenzen aufzeigen zu können. Den er zusehends auf einem Solotrip wähnt, während er nur die großen Radstellungen der AG abnicken und ansonsten die Schnauze halten und seine Repräsentationspflichten wahrnehmen soll. Aber so lässt er sich nicht unterbuttern und die Lager verhärten sich, bis einem der Kragen platzt.

Und das war bekanntlich Hitzlsperger's.
Der damit ja nun an alle stimmberechtigten Mitglieder nicht weniger als die grundsätzliche Frage stellt, ob man Vertrauen in ihn, sein Team und den skizzierten Weg hat oder ob man sich lieber in internen (kleingeistigen, provinziellen, kompetenzbefreiten) Richtungsstreitigkeiten aufzehrt und somit weiter der Klepperlesverein bleiben will, der zu zwei Abstiegen in kürzester Zeit geführt hat.

Ich kann beide Parteien mit ihren jeweiligen Beweggründen verstehen, dennoch muss jedes Mitglied die von Hitz indirekte gestellte Frage annehmen und für sich klären.

Setzte ich die sehr erfreuliche sportliche Entwicklung, die zudem auf einem klar vermittelten Konzept fußt (wenn man denn Mislintat mal etwas näher zugehört hat) aufs Spiel, damit ich mir ein wie auch immer geartetes, abstraktes Mitspracherecht bewahren kann? Das ich doch eh nur indirekt über die Wahl eines Vertreters ausüben kann, von dessen Interpretation des Mitgliederwillens ich wiederum abhängig bin?

Brauch ich dieses Konstrukt um mich gut zu fühlen oder ist das nostalgische Fanfolklore?
Will ich Bundesliga oder will ich "Stop den Kommerz".

Wenn es nach den Ultras ginge, dann hätte man ja gar nicht ausgliedern brauchen. Man müsste dann aber in Kauf nehmen, mit seiner Tradition den traditionellen Weg von 1860, MSV Duisburg & Co. zu gehen ... und damit in die nationale/internationale Bedeutungslosigkeit abzusteigen. Das man auf Dauer nicht länger oben mit schwimmen und gleichzeitig an überkommene Strukturen festhalten kann, ist im Grunde Gegenstand dieses Machtkampfs. Oder besser Richtungsstreit.

Ich war klar pro Ausgliederung und bin deshalb nun auch pro "Weg Hitz".
Wer A sagt... darf nicht Vogt sagen.




Mago
Granadaseggl
@darkred
Vielen Dank! Hab aus zeitlichen Gründen die Diskussion nicht mitverfolgen können und bin daher froh, diese in ihrer Interpretation für mich stimmige Zusammenfassung lesen zu können.
Für mich hat der sportliche Erfolg Priorität, auch wenn er natürlich nicht alle Mittel heiligt. Ich wünsche mir aber, dass man Hitz, Mislintat und Pellegrino weiter in Ruhe arbeiten lässt und alles unterlässt, was die Herren an der Umsetzung ihrer Pläne hindert.


Flache9
killroy hat geschrieben:https://www.swr.de/sport/fussball/vfb-stuttgart/artikel-vfb-stuttgart-124.html
Noch ein Kommentar, der das Vorgehen von Vogt sogar ganz richtig findet. ie darin vorgeschlagene Versöhnung sehe ich jedoch noch nicht mal mit der Lupe.



Claus Vogt ist der richtige Präsident für diesen Verein.


Der Lohnschreiber ist sehr sehr sehr objektiv. :lol: