Habs mal rauskopiert von dem, was Danny 1893 getwittert hat:
Der Spiegel berichtet über den Abschlussbericht von Esecon:
Die Liste der von Esecon belasteten Funktionäre ist lang. Alles nur Zufall – oder waren die Wahlgeräte manipuliert, um das Abstimmungsergebnis zu beeinflussen? Der Verein schweigt auch dazu.
Der VfB Stuttgart soll Daten weitergegeben haben, um Vereinsmitglieder zu beeinflussen. Weil Funktionäre die Aufklärung blockieren, eskaliert nun der Machtkampf zwischen Stadionkurve und Kapital.
In die Pläne für das »Guerilla-Marketing« sollen die Vorstände Stefan Heim und Jochen Röttgermann sowie das heutige Präsidiumsmitglied Rainer Mutschler eingeweiht gewesen sein.
Mutschler kommt bei der Affäre eine zentrale Rolle zu. Der Esecon-Bericht legt nahe, dass der Dienstleister, an den die Mitgliederdaten versendet wurden, aus einem von Mutschler verantworteten Budgettopf bezahlt wurde.
Es ist auffällig, wie viel Energie die Vereinsbosse seinerzeit investierten, um die Ausgliederung des Profifußballs in die AG voranzutreiben. So gab es bei der entscheidenden MV von mehr als 12.000 Stimmberechtigten im Juni 2017 im Stuttgarter Stadion weitere Ungereimtheiten.
Rund ein Viertel der Anwesenden beteiligte sich nicht an der wohl wichtigsten Abstimmung der Vereinsgeschichte. Warum Tausende ihr Stimmrecht nicht wahrnahmen, ist schleierhaft.
Eine mögliche Erklärung geben zwei Augenzeugen, von denen sich einer nun an die Esecon-Ermittler gewandt hat. Schriftlich berichtet er von »massiven Problemen« bei den elektronischen Geräten, mit denen die Abstimmung durchgeführt wurde...
Zahlreiche Mitglieder hätten sich deshalb vor Ort beschwert. Besonders dort, wo die eher kommerzkritischen VfB-Anhänger saßen, habe die Technik gestreikt.
Obwohl das Problem weiterhin flächendeckend bestand und Offizielle darüber informiert waren«, sei die Veranstaltung fortgesetzt worden, heißt es in dem Schreiben.
Vogt wurde bearbeitet, den Zuschlag der Kanzlei Gleiss Lutz zu übertragen. Daimler-Mann Porth versuchte Ende Januar, per Umlaufbeschluss im Aufsichtsrat durchzudrücken, dass die Stuttgarter Rechtsanwälte mandatiert werden.
Die Präsidiumsmitglieder Bernd Gaiser und Rainer Mutschler hätten »zahlreiche Versuche« unternommen, Esecons Mandat zu beschneiden, sie hätten damit »erhebliche Verzögerungen des Untersuchungsablaufs« verursacht.
Unter den zahlreichen Beispielen, die Esecon auflistet, finden sich E-Mails, in denen Hitzlsperger VfB-Mitarbeiter darüber informierte, dass sie sich der Befragung durch die Ermittler verweigern könnten [...].
Nachdem sich große Teile der Fanszene mit Vogt solidarisiert hatten, entschuldigte sich Hitzlsperger erst für seine Attacke und zog bald darauf seine Kandidatur zurück. Es war ein peinlicher Vorgang – aber der Zweck war womöglich erfüllt.