So langsam wird die Diskussion an den Rändern etwas lächerlich, mit Rändern meine ich die Extremmeinungen auf der einen Seite, die versuchen die Datenweitergabe als harmlos darzustellen, Stichwort "bei der Post macht man das doch auch" und auf der anderen Seite diejenigen, die wegen der allmächtigen Seilschaften am liebsten alles rauswerfen möchten, was nicht persönlich den Handkuss für Vogt abliefert.
In der digitalen Welt hat man für sowas TRIMMEAN, da werden die extremen Werte gestrichen um den Mittelwert etwas "normaler" zu machen.
Daher müssten wir auf der einen Seite wohl flux und württi sperren, auf der anderen..... s'Kasperle hat sich nach schlechtem Start etwas gefangen, aber Kino grätscht ziemlich übel rein, muss man verfolgen.
So oder so, das Ganze wird nicht gut enden, denn je mehr man einen Hund an die Wand drängt, desto mehr setzt der Beissreflex ein, und aktuell scheint es auf den großen Showdown rauszulaufen. Vogt scheint es nicht um Konsequenzen zu gehen, sondern um Neuordnung des Vereins, eben weil er in vielen Bereichen isoliert dasteht, und Neuordnung heißt in diesem Fall auch Chaos, Vernichtung, destroy to create.... man kann den Verein zerstören um alles wieder nach seinem Sinne neu aufzubauen, aber man könnte es auch Stück für Stück im Hintergrund vollziehen.
Vogt hätte intern im Stillen nachvollziehen können, wo die Gelder für die Aktion herkamen.... mal rein fiktiv gesehen: Die ihm unterstelle Buchhaltung meldet eine Überweisung aus dem Bereich, für den Mutschler verantwortlich ist. Man holt sich die Überweisungsanweisung und stellt fest, dass Mutschler diese gezeichnet hat. Daraufhin informiert man im Stillen den LDSB und lässt ihn erst mal ermitteln. Parallel holt man Mutschler zum Gespräch und eröffnet ihm erstens die Erkenntnisse und zweitens die Ermittlungen durch den LDSB. Da die Situation hier eindeutig auf ihn zurückzuführen ist, gibt man ihm die Wahl, im Guten zurückzutreten oder es kommt öffentlich zu einer arbeitsrechtlichen Aufarbeitung, nachdem der LDSB der Verstoß eindeutig als solchen festgestellt hat und zusammen mit den getätigten Überweisungen Mutschler als Verantwortlicher identifizierbar ist.
Mutschler reicht seinen Rücktritt ein, in Foren wird von Insidern vielleicht der wahre Grund diskutiert, aber 99% der Fans interessiert lieber das nächste Spiel und die Medien kümmern sich um die wichtigen Sachen.
Danach nimmt man sich die nächste Stelle vor, also man konfrontiert die entsprechenden Direktoren über die Ermittlungen und informiert sie, dass sie von den Vorgängen gewusst haben. Wie es weitergeht, muss ein Arbeitsrechtler entscheiden... und so arbeitet man sich langsam Stück für Stück durch die Geschichte, ohne mit der Abrissbirne den Verein in Einzelteile zu zerlegen, weil manche Fans alle Köpfe fordern.
Vogt hätte dabei einen positiven Effekt erzielt, nämlich das Vertrauen der Mitarbeiter, das Hitzlsperger zu haben scheint, weil er sich vor sie stellt. Und wenn man den Mitarbeitern sagt, dass sie rechtlich nicht zur Aussage gezwungen werden können, dann sehe ich das als Schutzmaßnahme gegenüber den Mitarbeitern und würde dies als Mitarbeiter auch würdigen in Form von "Mein Chef wirft mich bei dem erstbesten Verdacht nicht gleich medial den Ermittlern zum Fraß vor", denn die Leute, die das Ganze initiiert haben, wissen dass sie nicht aussagen müssen, die Bösen wissen sowas immer, aber die Kleinen im Strom, die vielleicht hier und da mal was auf dem Gang gehört haben, die wissen das vielleicht nicht. Und dadurch, dass Vogt in diesem Gedankenspiel nicht wie ein Berserker durch den Verein agiert, gibt es für Hitzlsperger auch keinen Grund, derart öffentlich auszuticken, Gaiser hat keine andere Wahl als Vogt zur erneuten Wahl zuzulassen, Vogt wird wiedergewählt und kann dann Stück für Stück die Aufarbeitung vornehmen. Stattdessen nimmt man die Keule und schlägt auf jeden Busch in der Hoffnung, dass ein aufgescheuchtes Direktorentier ausspringt.
Jedenfalls läuft gerade die Aktion "brennt das kommerziell verdorbene Haus bis auf die Grundmauern nieder, damit wir aus den Trümmern eine moralisch einwandfreie Hütte darauf bauen können", und die Fans stehen noch jubeln vor dem Zaun und schreien "Wenn Ihr absteigt, schlagen wir....", halt, das war was anderes.
Buffalo freut sich schon auf die nächste Geschichte und Mislintat wird sich, wenn die Traditionalisten und Bremser die Oberhand gewonnen haben, fragen ob ein dauerhaftes Arbeiten so noch Sinn macht. Adrion würde bestimmt für den SD oder SV bereitstehen, auf Holzauge folgt Holzfuß.