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Karl Kasper
Schoofseggl
@flux: Vogt hat die Mitgliederdaten nicht weitergegeben. Wenn damals keine Daten weitergegeben worden wären, gewürzt mit einer Pandemie, wäre diese Situation gar nicht möglich gewesen. Vielleicht hätte es einen anderen den VfB zersetzenden Streit gegeben, was aber bewiesen werden müsste.

Edit: deinen edit erst nach meinem Post gesehen.



Frank N Furter
darkred hat geschrieben:Mit Beginn der neuen Saison nimmt Vogt den Faden bei der Datenaffäre auf, kurz darauf erscheint der kicker-Artikel, der das Statement Schlittenhardts aus einem Podcast vom April 2020 näher beleuchtet. Sprich, wo er fromm und frei (?) von der Guerilla-Marketing-Aktion via seiner Fanseite "VfB Fokus" erzählt. Und ab da ist die Kiste nicht mehr aufzuhalten. Er zwingt den Leuten, mit denen er eh schon über Kreuz liegt, dieses Thema nun indirekt auf und geht in den offenen Affront. Er will hier einen Fortgang, er will Gerechtigkeit.


Der Teil haut nicht hin, Darkred. Und damit auch die weitere Stoßrichtung nicht.

Die Geschichte beginnt bereits im April mit Schlittenhardts Auftritt. Es ist ja klar, dass bei so einer Geschichte alle Leute im Verein darüber redeten. Die Ausgliederung und ihr Zustandekommen, war ja schließlich das"Jahrhundertereignis" für den VfB. Am nächsten Morgen und in den nächsten Tagen wird es kein anderes Thema mehr gegeben haben an der 109 als Schlitti-Leaks. Ab diesem Moment werden also in Vogts Brust bereits zwei Seelen gewohnt haben. Und ab dem Moment wird er die damaligen Verantwortlichen damit konfrontiert haben. Und ab dem Moment schwelt der Konflikt.

Man kann Vogt nicht einerseits als einen "unkontrollierbaren Gerechtigkeitsfanatiker" betrachten und andererseits glauben, er hätte diese Story 5 Monate ruhig ausgesessen bis der Bericht im Kicker kam. Das passt eben nicht.

Also schwelte der Konflikt zwischen Vogt und den Schergen um Mutschler&Co bereits seit April 2020. Beiden Seiten ist es seitdem nicht gelungen gute Lösungen für den VfB auzuarbeiten, was Datenskandal und Mitglieder-Verarsche betrifft. Der Streit ist immer weiter eskaliert, bis Hitzlsperger völlig die Nerven verloren hat und mit seinen vollkommen unnützen Brandbrief, den ganzen Laden in Flammen gesteckt hat.

Wenn man solche hoch destruktiven Eskalationen betrachtet, ob im Privaten oder Beruflichen, kann man am Ende ohnehin nie die Schuldfrage klären. Mehr noch, man muss ab einem bestimmten Zeitpunkt die Schuldfrage bewusst ausklammern, um sich nur noch auf eine mögliche Lösung konzentrieren zu können.

Aber wie schlimm ist denn die Lage jetzt wirklich? Alles was der VfB tun muss, besteht darin die Vorwürfe aufzuklären, personelle Konsequenzen zu ziehen, freilich ohne Rücksicht auf alte "Verbindlichkeiten". Anschließend den Fans die Ergebnisse zu präsentieren und das wars. Wenn das aktuelle Team Vogt/Hitzlsperger das nicht hinbekommt, sind sie eben die ersten die gehen müssen. Das ist überall so.

Flache9
Immer sind die alten Seilschaften schuld, auch wenn sie nicht schuld sind. Die Funktionäre von morgen werden die Seilschaften der Zukunft werden. Der abgehängte schreit immer nach Seilschaften , bis er zur Seilschaft wird. Schuld sind aber immer die Alten Seilschaften. Seit Jahrtausenden.

Goofy
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Grasdaggl
Haber hat geschrieben:https://15minutentest.de/



16. Armee (die war an der Ostfront)


Nice Weather hat geschrieben:Einberufungspflicht? Müssen da jetzt Leute an die Ostfront?

Hitzlsperger ist ein Lover, kein Fighter.
Zuletzt geändert von Goofy am 6. Februar 2021 13:47, insgesamt 1-mal geändert.

Iron
Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Am nächsten Morgen und in den nächsten Tagen wird es kein anderes Thema mehr gegeben haben


Glaubt jemand ernsthaft den Scheiß hat jemand angehört, gut irgendjemand hat dann bestimmt festgestellt, was für ein Vollidiot dieser Schlittenhardt ist. Aber das passiert mit einfachen Leuten, die meinen, sie hätten ein ganz große Ding gedreht.

Frank N Furter hat geschrieben:Also schwelte der Konflikt zwischen Vogt und den Schergen um Mutschler&Co bereits seit April 2020. Beiden Seiten ist es seitdem nicht gelungen gute Lösungen für den VfB auzuarbeiten, was Datenskandal und Mitglieder-Verarsche betrifft.


Das ist doch dann sehr konstruiert. Der Datenskandal und dessen Aufarbeitung ist ja nicht die einzige Entscheidung die da stattfindet. Der Konflikt entsteht, dass Vogt mehr mit seinen Beratern zusammenarbeitet, er nach Rücksprache nicht mehr an Vereinbarungen hält, er relativ fahrig und oft unvorbereitet ist. Gut unveobereitet hätte ich teilweise Verständnis so als Halbtagspräsident.



Unter Westfalen
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Grasdaggl
Goofy hat geschrieben:
Haber hat geschrieben:https://15minutentest.de/



16. Armee (die war an der Ostfront)


Nice Weather hat geschrieben:Einberufungspflicht? Müssen da jetzt Leute an die Ostfront?

Hitzlsperger ist ein Lover, kein Fighter.


17 Jahr, blondes Haar.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Southern Comfort
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Grasdaggl
@darkred
Hör mal den Rasenfunk-Podcast zu Kaiserslautern. Niemand weiß, ob es so auch beim VfB kommen muss, aber das Szenario zimmert sich ganz ähnlich zusammen. Alle Zuraten stehen auch dafür bei uns bereit...

@haber
Deine Fragen stelle ich mir auch. Vogt ist mir im Bewusstsein als (freundlich formuliert) recht unverbindlicher Fanboytwitterpräsident und während der Verpflichtung von Nico Kappel. Neu dazu kommt die Datenaffäre.

Was fehlt?

Z.B. Maßnahmen zur Stärkung des Breitensports. Wenn man zur Bevölkerung durchdringen will, dann wäre das ein hervorragender Weg. So war halt „mein Stuttgarter SPORTverein“ der MTV . Beim VfB sind die allermeisten wohl passives Mitglied.

Wo ist die „neue Art der Kommunikation“?
Die gesellschaftliche Positionierung verkörpert natürlich Hitzlsperger. Da kann Vogt ja nur Vorlagen aufnehmen. Da erwarte ich nicht die Speerspitze von CV. Vogt nehme ich es aber dennoch irgendwie übel, dass er es beim Mainzspiel nicht schafft, wenigstens so ein Trikot anzuziehen. Ein Foto auf Twitter mit dem Ding, zwei Daumen hoch, und gut is...

Thema Frauenfußball werfe ich ihm nicht so komplett vor. Das hat der Riethmüller im Wahlkampf aufgebracht und Vogt auf dem falschen Fuß erwischt. Daraufhin kam dann ein „ja klar, auch wichtig...“ nur war da eh schon klar, dass das nicht vorrangig sein Ding ist. Eigentlich schade. Siehe gesellschaftliche Positionierung...

Ich gestehe Vogt zurecht auch gerne zu, dass er einen nerv und die Stimmung bei einer Vielzahl der Mitglieder trifft. Und vermutlich braucht es auch für diese Fraktion wieder mehr Gespür. Da kam und kommt einiges zu kurz. Nur bezweifle ich mittlerweile sehr stark, dass Vogt das Pflaster für diese Wunde ist.

Drei Zitate aus Wahlkampfinterviews...


Ich habe Thomas vor einigen Jahren im Rahmen des deutschen Fußballbotschafters kennengelernt. Ich schätze ihn sehr, für seine Fachkompetenz, aber vor allem als Menschen. Der VfB darf sich glücklich schätzen, dass er da ist. Sollte ich Präsident werden, werde ich alles dafür tun, um ihm bestmöglich den Rücken zu stärken und dafür zu sorgen, dass er möglichst lange hier ist.


Ich bin von der sportlichen Führung des VfB überzeugt, wir müssen ihr jetzt Rückendeckung geben und sie einfach konzentriert arbeiten lassen.


Und ich wünsche mir, dass der VfB einen Präsidenten zum Anfassen bekommt. Einen Präsidenten, der im Hintergrund steht und Werte wie Ruhe, Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit verkörpert.


Klingt alles prima, nur sehe ich wenig, das davon in Realität gegossen ist. Und wie bereits an anderer Stelle gesagt, Ich mache mir ehrlich Sorgen, um das operative sportliche Team.

Edith schauzt mich wegen der Quelle an... :roll:
https://www.spox.com/de/sport/fussball/ ... t-itw.html
Zuletzt geändert von Southern Comfort am 6. Februar 2021 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.




publicenemy
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Halbdaggl
flux hat geschrieben:Von Prechtl wissen wir ja, daß der Konflikt im Kern daher rührt, daß Hitzlsperger ein viel größeres Büro bekommen hat, als Vogt. :mrgreen:


Das wird sicher nicht der Grund sein.

Es spricht aber auch nicht für die Klugheit des Managements der AG. Wenn sie die AG als Wirtschaftsunternehmen sehen, sollten sie sich auch entsprechend Verhalten. Wenn man als CEO seinem AR-Vorsitzenden gleich mal das Büro wegnimmt, ihn wochenlang auf Dokumente, wie z.B. Geschäftsordnungen, Sponsorenverträge etc. warten lässt und ihn wahrscheinlich ignoriert, wann immer das geht, dann ist man schlichtweg blöd und so einer Position und Aufgabe nicht gewachsen. Hitz ist ein guter Sportvorstand und dort ist er richtig aufgehoben. Aber es galt auch hier das Peterchen-Prinzip.

muffinho
Southern Comfort hat geschrieben:Edith schauzt mich wegen der Quelle an... :roll:
https://www.spox.com/de/sport/fussball/ ... t-itw.html


Habe es nur schnell überflogen, aber mein Hirn legte an einer Stelle die Vollbremsung ein:

Claus Vogt hat geschrieben:Zuletzt hat jemand mal gesagt: Fritz Keller DFB-Präsident und Claus Vogt VfB-Präsident - das wäre ein guter Tag für den deutschen Fußball.


Zu Fritz Keller, gleiche Quelle:

DFB-Präsident Fritz Keller steht nach nicht mal 15 Monaten im Amt massiv in der Kritik. Mit seinen Alleingängen und seiner Beratungsresistenz hat der langjährige Präsident des SC Freiburg die Mehrheit der Mitarbeiter und im Präsidium gegen sich aufgebracht


Mittlerweile hat Keller fast gar keinen Rückhalt mehr im DFB. "Sein Verhalten als Präsident ist indiskutabel. Er ist als Teamplayer angetreten und macht nur noch Alleingänge", sagte ein hochrangiges Präsidiumsmitglied diese Woche dem Kölner Express.


Doch die Liste der Kritikpunkte ist noch deutlich länger. So werden Keller sein fehlendes Netzwerk, Beratungsresistenz, seine aufbrausende Art, mangelnde Kompetenz sowie Aktionismus in Kombination mit Führungsschwäche vorgeworfen. Als "Präsident Wankelmütig" betitelte ihn der Spiegel schon im Oktober vor den Diskussionen um Löw.


Gerüchte halten sich hartnäckig, der Präsident wolle den Generalsekretär durch seinen Büroleiter Samy Hamama ersetzen, der intern den Spitznamen "Fehlerflüsterer" haben soll.


So ein Tag, so wunderschööööön wie heute.....

Ach ja, bevor das Southern Chicken motzt:

https://www.spox.com/de/sport/fussball/ ... t-ftr.html

Öcher
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Granadaseggl
Ein fehlendes Netzwerk da, eine Beratercrew im Rücken und fremdgesteuert da.
Ich tue mich schwer, einem anerkannten Unternehmer Führungsschwäche und mangelnde Kompetenz zuzuschreiben.

Aber die Kritik ist einhellig über Keller beim DFB, nur über den Verantwortlichen zu jammern und selbst nichts zu tun, dass es besser wird ist auch nicht viel besser als auf andere zu zeigen. (DFB sowie VfB)
always nai dahanne

CoachingZone
Halbdaggl
@Öcher:

Ah, der Herr Schlittenhardt mal wieder beim Influencen? Immer noch sauer, dass er beim VfB kein Geld mehr abgreifen kann, seit er die persönliche Abschiedsbotschaft für WD verfasst hat?

Klar - nachdem das W-LAN schon nicht funktionierte, als nach neuer Tradition mal wieder die Aussprache beendet werden sollte, BEVOR zu viele kritische Stimmen zu hören gewesen wären - kann man schon spekulieren, dass es damals im e.V./in der AG Leute gab, die ein solches Vorgehen nicht mehr mitmachen wollten.

Übrigens wurde im offiziellen VfB-Forum davon berichtet, dass ein VfB-Mitglied in der Ausgliederungsdokumentation recherchiert hat, dass es wohl einen Geheimhaltungsvertrag mit Herrn Schlittenhardt gegeben hat, Laufzeit ab März 2017. Es ist wohl durchaus üblich, dass solche Verträge nach Ablauf ggf. verlängert werden, nach erneuter Bezahlung eines Schweigegeldes. Schlittileaks war im April 2020. Könnte also im Bereich des Möglichen sein, dass der Vertrag zu diesem Zeitpunkt abgelaufen war - und die Podcast-Teilnahme ein kleiner Rachefeldzug gegen bestimmte Verantwortliche beim VfB...
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

flux
@publicenemy: Ich bin auch nicht einverstanden, daß dem Präsidenten ein mickriges Büro zugewiesen wird, und auch nicht mit der Umbennenung der Präsidentenloge. Da wünschte ich mir, daß man sich die britische Monarchie zu Vorbild nimmt: Der Monarch hat zwar nichts zu sagen, bleibt aber unbestritten das Oberhaupt - mit allen Symbolen gestützt.

muffinho
Öcher hat geschrieben:Ich tue mich schwer, einem anerkannten Unternehmer Führungsschwäche und mangelnde Kompetenz zuzuschreiben.


Warum? Als Unternehmer hast Du andere Strukturen, ein Weingut oder ein Restaurant ist führungstechnisch etwas anderes als der größte Sportverband der Welt. Ist halt auch immer die Frage wie Du mit Deinen Mitarbeitern umgehst. In einem Restaurant sind der Großteil der Mitarbeiter Servicekräfte, den sagst Du was sie zu tun haben und fertig, die anspruchsvolleren Tätigkeiten wie Buchhaltung oder Einkauf machst Du selbst oder ein Familienmitglied.

Bei einem großen Sportverband oder auch Sportclub hast Du etliche Experten auf ihrem Gebiet, die mehr verstehen als der Chef, da kommt es nicht so toll wenn der Chef dann sagt "So wirds gemacht und fertig" und jeder weiß dass es so eben nicht geht, nur weil der Chef einen Standpunkt setzen will. Da muss man halt auch auf viel mehr Eitelkeiten und Bedürfnisse Rücksicht nehmen.

CoachingZone
Halbdaggl
Ich sehe es eher systemtheoretisch:

Sein eigenes Unternehmen hat CV selbst aufgebaut, natürlich steht er da auch historisch an der Spitze.

Wenn CV aber in den Verein mit einer über viele Jahre gewachsenen Struktur kommt, dann gibt es automatisch Turbulenzen, alleine schon, weil er neu ist. Bei einem neuen Chef - und das ist er nun einmal als Präsident - sind solche Turbulenzen fast unvermeidlich und auch nur sehr schwer bis gar nicht ganz zu verhindern. Denn er bringt einfach Neues ins System.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Öcher
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Granadaseggl
CoachingZone hat geschrieben:@Öcher:

Ah, der Herr Schlittenhardt mal wieder beim Influencen? Immer noch sauer, dass er beim VfB kein Geld mehr abgreifen kann, seit er die persönliche Abschiedsbotschaft für WD verfasst hat?

Klar - nachdem das W-LAN schon nicht funktionierte, als nach neuer Tradition mal wieder die Aussprache beendet werden sollte, BEVOR zu viele kritische Stimmen zu hören gewesen wären - kann man schon spekulieren, dass es damals im e.V./in der AG Leute gab, die ein solches Vorgehen nicht mehr mitmachen wollten.

Übrigens wurde im offiziellen VfB-Forum davon berichtet, dass ein VfB-Mitglied in der Ausgliederungsdokumentation recherchiert hat, dass es wohl einen Geheimhaltungsvertrag mit Herrn Schlittenhardt gegeben hat, Laufzeit ab März 2017. Es ist wohl durchaus üblich, dass solche Verträge nach Ablauf ggf. verlängert werden, nach erneuter Bezahlung eines Schweigegeldes. Schlittileaks war im April 2020. Könnte also im Bereich des Möglichen sein, dass der Vertrag zu diesem Zeitpunkt abgelaufen war - und die Podcast-Teilnahme ein kleiner Rachefeldzug gegen bestimmte Verantwortliche beim VfB...


Ich wollte nur mal seine Aussagen zu diesem Thema aktuell hier reinbringen, weil er ja mit den leaks quasi begonnen hat dort zu rütteln. Ich würde mich interessieren ob schlittenhardt auch befragt wurde, weil er könnte ja theoretisch es relativ leicht darlegen wie und was er mit den Daten getan hat bzw bekommen hat.

Das mit dem Schweigegeld scheint auch nicht so abwegig zu sein, Schlittenhardt führt weiter in diesem tweet aus, das wolle die Abwahl nicht verloren hätte und dort auch Leute im Verein ihn raus haben wollten.

Aber insgesamt ordne ich sein reinbruddeln mit steilen Thesen eher als PR ein, das er wieder ein Thema wird, ähnlich mit dem PR jockel und dem proud boys Vergleich im swr.

muffinho hat geschrieben:
Öcher hat geschrieben:Ich tue mich schwer, einem anerkannten Unternehmer Führungsschwäche und mangelnde Kompetenz zuzuschreiben.


Warum? Als Unternehmer hast Du andere Strukturen, ein Weingut oder ein Restaurant ist führungstechnisch etwas anderes als der größte Sportverband der Welt. Ist halt auch immer die Frage wie Du mit Deinen Mitarbeitern umgehst. In einem Restaurant sind der Großteil der Mitarbeiter Servicekräfte, den sagst Du was sie zu tun haben und fertig, die anspruchsvolleren Tätigkeiten wie Buchhaltung oder Einkauf machst Du selbst oder ein Familienmitglied.

Bei einem großen Sportverband oder auch Sportclub hast Du etliche Experten auf ihrem Gebiet, die mehr verstehen als der Chef, da kommt es nicht so toll wenn der Chef dann sagt "So wirds gemacht und fertig" und jeder weiß dass es so eben nicht geht, nur weil der Chef einen Standpunkt setzen will. Da muss man halt auch auf viel mehr Eitelkeiten und Bedürfnisse Rücksicht nehmen.


Ich gebe dir da recht, dass es andere Strukturen sind, aber davor gab es auch einen reinen Funktionär der diese "Experten" hat arbeiten lassen, mit bekanntem Erfolg. Wenn es sich wirklich so einfach darstellt, dass ein Keller, mit einem 50 Jahre durchgängigen Michelinsternchen und Import Export Geschäften in Europa keinen Plan hat, Leute ihre Arbeit machen zu lassen, dann bin ich umso beeindruckter von seiner Leistung als absoluter holzkopf choleriker.

Ich kann einfach nicht verstehen, wie man sich als "Experte" der von der Verantwortung unter diesem angeordnet ist, sich über seine Arbeitsweise beschweren kann. Wenn dieser Typen so absolut gut wären und nicht ganze Zeit wie kleine Prinzessinnen jedem seine Probleme aufschwatzen, wieso finden die keinen Job in denen der Präsident nicht gewählt wird und feststeht?
Rücksicht nehmen bei Erwachsenen Menschen die mit fussball arbeiten, skurril genug.
always nai dahanne

Tamasi
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Allmachtsbachel
CoachingZone hat geschrieben:Wissen wir denn gesichert, dass Vogt von Anfang an wie ein Berserker agiert hat? Oder hat ihn der Rest der AG/des e.V. von Anfang an ausgebremst und die Keule ist nur die Reaktion darauf?

So sehr ich Vogts Vorgehensweise missbillige, so sehr glaube ich auch, dass es schlüssige Erklärungen dafür gibt. Vogt agiert schon lange nicht mehr rational und zum Wohle des VfB. Auf mich wirken seine Aktionen überzogen, stark emotional. Das muss doch irgendwo herkommen. Ich habe es schon mehrmals geschrieben und womöglich kann man das, was Vogt in der 109 erlebt, schlicht als Mobbing bezeichnen. Vermute ich.

Was mich nur äußerst fuchsig macht:
Warum kriegen es die Leute, die Hitzlspergers Vorgehensweise kritisieren, nicht hin, auch Hitzlsperger zuzugestehen, dass es eine Vorgeschichte für seinen "Brandbrief" gab? Dass er gute Gründe hatte, warum er schriftlich so expoldiert ist. Und dass das natürlich auch mit Vogt zu tun hat. Natürlich.
Und dann, wenn man den Brief genau liest... dann weiß man auch, dass Hitzlspergers Probleme mit Vogt keinesfalls (nur) mit der Aufklärung des Datenmissbrauchs (Danke, UWe) zu tun haben.

Oder mal ganz anders gedacht:
Es gibt ja genügend Leute, die glauben, der gute Hitzlsperger wäre von den alten Seilschaften instrumentatlisiert worden. Dann schauen wir doch mal Beraterteam und Umfeld von Claus Vogt an: Edin Rahic, Buffalo Bill und Rainer Adrion. Drei Leute mit großem Ego und großen Ambitionen, das dürfte kurz gefasst in etwa hinkommen. Dazu Claus Vogt, der früher eigentlich immer lieb und nett rübergekommen ist. Kann es sein, dass nicht - oder nicht "nur" - Hitzlsperger instrumentalisiert wurde - sondern auch der gute Claus Vogt?

Es ändert ja nichts an der verfahreren Situation, in der der VfB nun ist. Aber es ist nunmal komplizierter als "Gut gegen Böse".

muffinho
Öcher hat geschrieben:Rücksicht nehmen bei Erwachsenen Menschen die mit fussball arbeiten, skurril genug.


Nein, im Gegenteil, das meinte ich ja mit dem Beispiel, dass das Führen eines Restaurants zwar bestimmt kein Selbstläufer ist, aber in Sachen Führungsqualität imho um ein vielfaches einfacher ist als ein Sportverband, denn im Restaurant bist Du der Eigentümer, das macht Dich schon mal zur Autorität. Du hast Mitarbeiter, die in ihrem Bereich relativ wenig Verantwortung haben, etwa Bedienungen oder der Koch. Da wird gemacht was Du sagst, sonst kommt halt ein neuer. Außer bei einem Starkoch, dem pinselst Du etwas das Ego, aber sonst hast Du alle Strippen in der Hand, Finanzen sind überschaubar, Einkauf auch, das machst Du alles sowieso schon oder der Junior, ergo Du hast die Macht und was Du sagst ist Sache, etwas bei den Restaurantbesuchern schleimen, damit sie kommen, und da kannst Du intern auch Deiner Bedienung sagen, sie ist eine dumme Pute die keine Ahnung hat, und entweder sie zeigt beim Bedienen mehr Ausschnitt, weil das den Kunden gefällt, oder es kommt eine Neue, fertig!

In einem Club oder Verband hast Du so viele Unterabteilungen, deren Verantwortliche mehr Ahnung als Du haben, dass es manchen schon schwer fällt da auf ihre Aussage oder Rat zu hören, Stichwort "Der Chef hat immer recht", und öfters ist der Chef halt nicht aus der gleichen "Branche" oder hat das studiert, was im Einzelfall gefordert wird, sondern steht dem ganzen Konstrukt nur vor, und wenn als Beispiel Källenius vom Daimler als, ich weiß nicht was er studiert hat, schätze BWL, dann seinem AL IT erklären will, wie er seinen Job zu tun hat, nur damit er demonstrieren will dass er der Chef ist, der Informatiker von der Sache aber 1000 Mal mehr Ahnung hat als der BWLer, dann sind irgendwann Konflikte vorprogrammiert. Ein Chef muss nicht alles besser wissen, aber er sollte zumindest denjenigen zuhören die es besser wissen, und das zu akzeptieren schafft nicht jeder.

Dumm nur wenn der Chef auf einmal mehrere hundert Mitarbeiter hat, studierte BWLer, Informatiker, Marketingexperten die in ihrem Bereich eine jahrelange Erfahrung haben und Du dann als gewohnter Alleinherrscher auf einmal auf andere Leute hören sollst, wo Du seit Jahrzehnten doch eh alles am besten weißt, jedenfalls nach Deiner Erfahrung aus dem Restaurant. Dass es andere Strukturen sind, geschenkt, spielt keine Rolle, alles nur eine Frage der Selbstüberschätzung.

Und dann hast Du noch ehemalige Legenden, die viele Tore für den Verein geschossen haben und nun kommst Du und willst ihnen erzählen, wie man "ihren" Verein nach Restaurantbesitzerart führt, das muss zwangsläufig zu Problemen führen.