darkred hat geschrieben:...
Darauf läuft es am Ende doch raus, oder?
Es läuft in der Sache wohl darauf raus, dass manche Fans die Diskrepanz zwischen dem Widerspruch der jeweiligen Wünsche nicht realisieren. Manche Traditionalisten wünschen sich die Macht und Mitbestimmung der Fans, ein Ende des Kommerz, früher war eh alles besser. Gleichzeitig wollen sie gute Fußballspieler, internationale Beteiligung und Erfolg. Das passt halt nicht zusammen. Man kann auch heute noch vom Fußballmärchen Kaiserslautern träumen, die als Aufsteiger Meister wurden, aber in der Realität schaut die Welt doch etwas anders aus. Geld schießt zwar keine Tore, aber kein Geld führt irgendwann zur Bedeutungslosigkeit, und Geld muss halt irgendwo herkommen.
Und jetzt kommt der Punkt an der Sache, der mich schon einige Zeit stört: unabhängig von den Personen Porth und Jenner sehe ich die Notwendigkeit, dass Wirtschaftskompetenz im Verein vertreten ist, mit Buchwalds und Adrions schaffst Du halt keine konkurrenzfähigen Strukturen. Gerade bei uns ist es jedoch so, dass die Wirtschaftsvertreter im günstigsten Fall noch kritisch gesehen werden, im schlimmsten Fall verhasst sind. Leute wie Porth sind wegen ihrer Macht verhasst, Leute wie Garcia werden belächelt, da muss man doch fragen was es eigentlich dann sein soll...
Und nun zum Punkt, den schon s'Kasperle angesprochen hat, nämlich dass laut seinem Demokratieverständnis der Präsident aufgestellt werden sollte. Nach meinem Demokratieverständnis sollte jeder aufgestellt werden können, denn genau das ist Demokratie. Leider gibt es hierzu zwei kleine Probleme, das erste hat damals die Stadt Schwäbisch Gmünd erlebt, als man für den neuen Tunnel per Onlinewahl einen Namen suchte und die Netzgemeinde sich mit der Wahl Bud Spencer-Tunnel durchsetzte, was den Verantwortlichen aber nicht gepasst hat und man dann einfach einen anderen Namen gewählt hat. Demokratie bedeutet halt auch, dass man ein Ergebnis erhält, das man nicht möchte.
Und das zweite Problem hat Phil Connors in Groundhog day folgendermaßen beschrieben:
People like blood sausage, too. People are morons.
Daher habe ich Verständnis, wenn man vorher Bewerber auf Kompatibilität prüft, und ich würde Vogt zum Wohle des Vereins Stand heute nicht mehr nominieren, so wie ich auch Fridi Miller nicht nominiert hätte, die Alte hat doch einen kapitalen Knacks, und da muss man den Verein schützen, bevor der Spruch von Phil zuschlägt.