Ich finde den kicker zurzeit wirklich sehr spekulativ. Das war schon bei der letzten Benni-Hofmann-Enthüllung sehr effektheischend, immer nur Widersprüche suchend, ohne die Abläufe in der Realität mitzudenken.
Hier jetzt auch wieder:
"Mit dem damals verwendeten Abstimmungssystem sind nie Probleme aufgetreten, auch nicht bei Versammlungen dieser Größe. Der damalige Dienstleister für das elektronische Abstimmungsverfahren hatte die Mitgliederversammlungen des VfB schon zuvor seit mehreren Jahren betreut. Zudem betreute er auch regelmäßig weitere Veranstaltungen in der Größenordnung von 10.000 und mehr Teilnehmern, auch außerhalb des Fußballs bei Bundesparteitagen oder auch Gläubigerversammlungen", schreibt die AG.
Das bezieht sich doch eindeutig auf die Zeit vor der Ausgliederungs-MV 2017.
Zwei Jahre später bei der Dietrich-MV gab es dann tatsächlich mal Probleme. Um den kicker zu zitieren:
Zum Vergleich: Bei der Chaos-MV 2019 waren laut Verein 4677 Mitglieder zugegen. 2017 waren es 14.038 Mitglieder, davon galten im Maximum 12.778 als stimmberechtigt.
Die Probleme 2019 waren ja GROSSFLÄCHIG. Zwei Jahre zuvor - bei deutlich mehr Teilnehmern - gab es nur vereinzelte Ausfälle, im normalen Rahmen. Nochmal zur Erinnerung: Da hat auch ein Notar seinen Kopf (und Ruf!) dafür hingehalten. Es spricht doch eher dafür, dass halt 2019 etwas schief gegangen ist. In all den Jahren zuvor - und auch bei anderen Auftraggebern - scheint die Firma ja alles hingekriegt zu haben.
Kleine Anekdote aus meinem Leben: Mir ist 2019 mal ein Weinglas runtergefallen. Ich habe auch schon 2017 Wein getrunken und sogar viel mehr als 2019! Trotzdem ist mir damals kein Glas runtergefallen. Echt, das gibt's!! Krass, oder?
Aber wenn Benni Hofmann Spaß am Raunen hat, mache ich ihn auf einen ganz heißen Fall aufmerksam, den er neulich in seinem eigenen Artikel übersehen hat:
Und Vogt lässt auf die Frage, ob er sich der Beauftragung dieser Kanzlei verweigert habe, mitteilen: "Ja, es trifft zu, dass ich die rechtliche Bewertung der Aufklärung einer neutralen Kanzlei überlassen möchte. Oder Esecon und ihren Anwälten selbst. Das wäre die schnellste und kostengünstigste Lösung für den VfB."
Merkt ihr es auch: Vogt will die Bewertung einer neutralen Kanzlei überlassen. Oder Esecon. Wow!!!! Krass!!! Das heißt ja, dass Vogt selbst weiß, dass Esecon nicht neutral ist!!!!! S-K-A-N-D-A-L!!!!
Das war mir bisher zu albern. Aber auf dem Niveau sind manche "spektakuläre Erkenntnisse" von Benni Hofmann. Vermutlich notgedrungen, Klicks und so. Aber es nervt.