
Don't criticize what you can't understand
higgi hat geschrieben:Das Land nach einen Fluss zu benennen ist ja auch etwas phantasielos
Gibts dort nix anderes Wichtiges?
de mappes hat geschrieben:sehr sehr guter Artikel, wie ich finde
.killroy hat geschrieben:harten maßnahmen
Einige Wissenschaftler finden deshalb, es sei längst Zeit für einen interdisziplinär besetzten Pandemierat – ein ständiges Krisengremium aus Wissenschaftlern mit unterschiedlichen Sichtweisen, das systematisch Input für die Politik liefere
wird die Republik jetzt von einem Siebzehner-Direktorium geleitet, das nirgends im Grundgesetz vorgesehen ist und das von Mal zu Mal länger tagen muss, um überhaupt noch zu Beschlüssen zu kommen.
So wie jeder Fürst im Absolutismus einen eigenen Hofbaumeister gehabt habe, würden sich Bundesminister, Ministerpräsidenten und Staatskanzleien ihre eigenen "Hofvirologen" halten, heißt es. Statt miteinander zu reden, werde gegeneinander gearbeitet.
Die Wissenschaftler fordern unter anderem den "Schutz besonders vulnerabler Gruppen und Risikogruppen", den "Aufbau eines bundesweit einheitlichen Test- und Meldesystems" und die "Isolation aller bestätigten Fälle und Verdachtsfälle".
Ein sehr großer Fehler war, dass man lange geglaubt hat, in der Bekämpfung des Virus eins nach dem anderen machen zu können – erst Masken beschaffen, dann Tests organisieren, dann sich ums Impfen kümmern –, statt alles gleichzeitig zu tun. Vor allem, sagt die Physikerin und Modelliererin Viola Priesemann, "hat die Politik viel zu oft nicht proaktiv gehandelt". Essenziell sei, Wochen, Monate oder gar ein Jahr im Voraus zu planen. Das betreffe Produktionskapazitäten für Impfstoffe und Schnelltests – oder eine Strategie für den Umgang mit Virusmutanten, bei denen die Impfungen schlechter wirken.
Es gibt nicht den einen, großen Fehler der Politik in dieser Pandemie. Dass Deutschland im Lockdown steckt und die Infektionszahlen bald wieder so hoch sein dürften wie kurz vor Weihnachten, hat mit vielen kleineren und größeren Versäumnissen und Fehleinschätzungen zu tun, die sich über Monate angehäuft haben.

auf.killroy hat geschrieben:unpopuläre entscheidungen durchdrücken
killroy hat geschrieben:aber jetzt, hinterher, irgendwas zu erzählen
killroy hat geschrieben:@goofy
ach darum geht es mir doch gar nicht
ich muss zur zeit schon immer ein wenig lachen, wenn ich die kritik gerade an angela merkel mitbekomme
nicht ,dass sie alles richtig gemacht hätte
nicht, dass ich mit vielen aktuellen abläufen auch nicht zufrieden bin
aber jetzt, hinterher, irgendwas zu erzählen sie hätte mal mehr mut zeigen sollen, die fäden an sich reißen und entgegen dem gestöhne des wahlvolks unpopuläre entscheidungen durchdrücken
zu einer zeit als jede maßnahme mit großem geschrei und gestöhne begleitet wurde von wegen "jetzt muss aber langsam mal wieder alles normal sein hier"
das empfinde ich schon als fürchterlich wohlfeil
und unlauter
edit: denn es waren doch alle recht happy, dass es die verschiedenen linien in den bundesländern gab ... so konnte jeder sein geschrei an jeweils passender stelle platzieren und für jeden war was dabei
Spielgerät hat geschrieben:Den Zeit-Artikel hast du nicht verstanden.

Spielgerät hat geschrieben:Deine Eindimensionalität ist weiterhin bemerkenswert.
Sowohl was deine Interpretation bestimmter Sachverhalte angeht als auch die dazu hier geäußerten Meinungen.
.Mein Einwand, dass das doch alles total inkonsequent ist und wenn schon, wir dann bitteschön das komplette öffentliche und Arbeitsleben mal für ein paar Wochen ohne Ausnahme (bis auf Notarzt, Müllabfuhr und Feuerwehr) einstellen sollten blieb dann ungehört ... DAS will nämlich keiner hören.
Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus ist vor allem eines entscheidend: wie oft getestet wird. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät allen Ländern, die Bürger so breit wie möglich zu untersuchen. Nicht nur Menschen mit schweren Symptomen sollen erfasst werden, sondern auch jene mit leichten und jene mit überhaupt keinen Symptomen. Von diesen gibt es nämlich sehr viele, was das Virus besonders gefährlich macht. Diese symptomlosen Infizierten fühlen sich nicht krank – und verbreiten das Virus arglos weiter.
„In jedem Stadium ist es wirklich, wirklich wichtig, dass man Fälle schnell findet, sie untersucht, testet, isoliert, die Kontakte identifiziert, die Kontakte unter Quarantäne stellt, diese ebenfalls testet – und so versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern“, sagte der Leiter des WHO-Europa-Teams für hochgefährliche Krankheitserreger, Richard Pebody. Wie viel getestet wird, unterscheidet sich aber in Europa von Staat zu Staat enorm, wie eine Recherche des europäischen Politmagazins „Politico“ ergab, einer Partnerpublikation von WELT.
Und der europaweite Vergleich zeigt einen anderen hochrelevanten Befund: In Deutschland wird weit mehr getestet als irgendwo sonst auf dem Kontinent. Hierzulande werden pro Woche mehr als 200.000 Menschen getestet, wie das Bundesgesundheitsministerium unter Berufung auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts gegenüber „Politico“ sagte. Der bekannte Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, sagte am Donnerstag, dass die Zahl der wöchentlichen Tests in Deutschland sogar bei etwa 500.000 liege.
Die jetzigen Maßnahmen erscheinen manchen gar nicht verhältnismäßig. Die Kraft etwas zu ertragen, wäre sicherlich größer, wenn man überzeugter von der Notwendigkeit sein könnte. Ich sehe für die jetzigen Maßnahmen aber auch keinerlei Notwendigkeit. Die Evidenz fehlt, bzw. die Evidenz die da ist, spricht ja sogar noch dagegen!
Nach Ende des Lockdowns, als hier wochenlang über Hinterdemkommastellen von Kennzahlen und Herdenimmunitätstheorien diskutiert worden ist, hat die Event-Gesellschaft ihre Gewohnheiten wieder aufgenommen. Die vorhergesagte zweite Welle wurde verdrängt. Man konnte nicht schnell genug Reisen ins Ausland buchen und viele Rückkehrer aus Risikogebieten konnten die Corona-Tests umgehen und folgenlos gegen Quarantänebestimmungen verstoßen. So kam es, wie es wohl kommen musste.
Erstaunlich finde ich nach wie vor, dass der untertänige Bürger diese Gängelung der staatlichen Behörden widerspruchslos akzeptiert. Oder so tut als ob.
Denke, die Politiker an den Schalthebeln der Macht sind selber erstaunt, wie unproblematisch das funktionniert; möglicherweise wird unbewusst ausgetestet, wie weit man gehen kann. Verheisst jedenfalls nichts Gutes für die Zukunft (ja, nur ein Gefühl, ich will mich gerne irren/täuschen).
Die 15 Km Regelung geht mir ehrlich gesagt am Arsch vorbei, aber dass der Lockdown bis Ende Januar ausgeweitet werden soll, ist schon ein hartes Ding. Habe die letzten Tage eine Statiskik gelesen, dass von den 30000 Toten in Deutschland 20000 über 80 waren und nur 1000 unter 60, da zeigt sich doch genau das Problem, und das will man angehen indem man Baumärkte und Schulen schließt. Ich glaube es war Toni, der hier mal geschrieben hat dass man die Alten irgendwie abschotten sollte, etwa in Hotels. Halte ich inzwischen für die beste Lösung, denn der Lockdown ist doch fürn Arsch, sieht man auch jetzt wieder, wenn draußen Schnee ist sind die Kinder nicht zu halten, mit ihnen die Erwachsene, und während die Kinder im Schnee toben, labern sich die Eltern ohne Mundschutz einen ab. Danach gehts wieder heim und man besucht Opa und Oma am nächsten Wochenende.