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Iron
Grasdaggl
Mein Einwand, dass das doch alles total inkonsequent ist und wenn schon, wir dann bitteschön das komplette öffentliche und Arbeitsleben mal für ein paar Wochen ohne Ausnahme (bis auf Notarzt, Müllabfuhr und Feuerwehr) einstellen sollten blieb dann ungehört ... DAS will nämlich keiner hören
killroy vom 10.03.2020
wenn zum damaligen zeitpunkt eine angela merkel, selbst wissenschaftlich gebildet, sich wie eine generalin hingestellt hätte und den bereits damals notwendigen harten lockdown durchgesetzt hätte (drosten hatte einige tage davor schon eindringlich gewarnt) .... das hätte einen volksaufstand gegeben


Wir hatten im Juni, Juli und teilweise August 2020 sehr niedrige Zahlen. Der Totallockdown wäre unnötig gewesen, prinzipiell zeigt sich auch, das ein Lockdown nicht sehr viel bringt ... außer Zeit ... die Zahlen gehen doch sofort wieder hoch. Wir haben schon im Oktober ein deutschlandweites ansteigen der Infektion gesehen. Trotz diverser Schutzmaßnahmen, Masken..., trotz dem Wissen in der Bevölkerung, trotz sehr niedrigen Zahlen.

Die Frage ist auch, wie man das australische Konzept umsetzen soll. Es gibt da knallharte Regeln vorallem für Einreisende, wir haben doch an jeder Staatsgrenze Pendlerverkehr, Transit... vielleicht würde das eu-weit funktionieren, aber da darf man dann geren auf Staaten hinweisen die da sowieso nicht mitziehen.

Rufus
Granadaseggl
Es wird noch schlimmer:
«Die Mutations-Kapazität und -Geschwindigkeit des Coronavirus ist extrem hoch», sagt Marilda Mendonça Siqueira, Leiterin des Labors für Atemwegsviren und Masern von Fiocruz, im Gespräch. In einer Gesellschaft wie jener Brasiliens, die ausserhalb der Brennpunkte wie Manaus noch wenig Antikörper entwickelt habe und kaum geimpft sei, verbreite sich das Virus eben schneller und entwickle damit auch zwangsläufig neue Mutationen. «Damit bleibt in Brasilien das Ambiente für die Entwicklung neuer Sars-CoV-2-Varianten günstig», sagt sie.
Neue Varianten mit schwächerer Immunabwehr?
Die erst im November entdeckte neue Sars-CoV-2-Variante namens P.1 würde inzwischen in vielen Staaten Brasiliens dominieren. Aber auch eine neue Variante P.2 könne jetzt immer öfter nachgewiesen werden. Letzte Woche habe man schon wieder eine neue Variante entdeckt, die bisher im Institut provisorisch N9 genannt werde. Es sei eine Mutation der Mutation E484K, die auch bei der britischen Virusvariante (B.1.1.7) vorkomme sowie bei der in Manaus zuerst entdeckten P.1. Diese Mutation E484K schwäche wahrscheinlich die menschliche Immunabwehr, weil sie die Reaktion der Antikörper verringere.

https://www.nzz.ch/wissenschaft/brasili ... ld.1607960


de mappes
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Spamferkel
Rufus hat geschrieben:Es wird noch schlimmer:
«Die Mutations-Kapazität und -Geschwindigkeit des Coronavirus ist extrem hoch», sagt Marilda Mendonça Siqueira, Leiterin des Labors für Atemwegsviren und Masern von Fiocruz, im Gespräch. In einer Gesellschaft wie jener Brasiliens, die ausserhalb der Brennpunkte wie Manaus noch wenig Antikörper entwickelt habe und kaum geimpft sei, verbreite sich das Virus eben schneller und entwickle damit auch zwangsläufig neue Mutationen. «Damit bleibt in Brasilien das Ambiente für die Entwicklung neuer Sars-CoV-2-Varianten günstig», sagt sie.
Neue Varianten mit schwächerer Immunabwehr?
Die erst im November entdeckte neue Sars-CoV-2-Variante namens P.1 würde inzwischen in vielen Staaten Brasiliens dominieren. Aber auch eine neue Variante P.2 könne jetzt immer öfter nachgewiesen werden. Letzte Woche habe man schon wieder eine neue Variante entdeckt, die bisher im Institut provisorisch N9 genannt werde. Es sei eine Mutation der Mutation E484K, die auch bei der britischen Virusvariante (B.1.1.7) vorkomme sowie bei der in Manaus zuerst entdeckten P.1. Diese Mutation E484K schwäche wahrscheinlich die menschliche Immunabwehr, weil sie die Reaktion der Antikörper verringere.

https://www.nzz.ch/wissenschaft/brasili ... ld.1607960


Das ist schon alles sehr krass, weil man bei Corona-Viren, wie Drosten noch Ende letzten Jahres sagte, weniger Mutationspotential vorfindet wie beispielsweise bei Influenza-Viren.

Dazu scheinen die bisherigen Mutationen, die auf dem Vormarsch sind, ja offenbar auch höhere Letalitäten zu verursachen...überhaupt nicht im Sinne der Evolutionstheorie bezüglich der Viren.

Verrückte Zeiten, wirklich...
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Frank N Furter
Lieber Mappes

de mappes hat geschrieben:Das ist schon alles sehr krass, weil man bei Corona-Viren, wie Drosten noch Ende letzten Jahres sagte, weniger Mutationspotential vorfindet wie beispielsweise bei Influenza-Viren.


Das stimmte auch, denn die Mutationsrate und die spezifische Struktur der beiden Viren-Arten war ja bekannt. Dass Corona jetzt stärker mutiert als Influenza hängt an zwei Umständen, zu denen Drosten damals gar nichts gesagt hat (auch nichts sagen konnte):
1. Zum einen breitet sich Corona auf eine Weise aus, auf die sich die echt saisonalen Influenza-Viren noch nie ausgebereitet haben, nämlich kontinuierlich auf einem niederschwelligen Niveau, aber dafür global gleichzeitig.
2. Das es nun zur genetischen Rekombination innerhalb der Varianten kommt.

de mappes hat geschrieben:Dazu scheinen die bisherigen Mutationen, die auf dem Vormarsch sind, ja offenbar auch höhere Letalitäten zu verursachen...überhaupt nicht im Sinne der Evolutionstheorie bezüglich der Viren.


Ich glaube, dass diese Annahme überholt ist. Zumindest ein Teil der Mutationen, die es dem Virus ermöglichen sich evolutionsbiologisch besser auszubreiten, bewirken auch, dass das Virus tödlicher wird. Es ist nämlich so, dass jede Form von höherer Replikationsrate und größerer Virenlast im potentiellen Überträger, zwar einerseits die Übertragungswahrscheinlichkeit erhöht, aber andererseits für den Überträger auch eine deutlich höhere Belastung seiner eigenen Gesundheit darstellt. Es ist also tatsächlich eher so, dass man sogar für den größeren Teil der neuen Mutationen geradezu erwarten muss, dass sie sowohl ansteckender als auch pathogener werden.

Das Argument, wonach ein Erreger nicht seinen eigenen Wirt ausrotten "darf" ist ohnehin bei der Menschheit nicht anwendbar. An Sars-Cov-2 sind über einen Zweitraum von gut einem Jahr gerade mal 2,8 Millionen Menschen gestorben. Im gleichen Zeitraum kamen netto 60 Millionen neue Menschen hinzu. Sars-Cov-2 kann also noch gefahrlos wesentlich tödlicher werden, was seinen Evolutionserfolg betrifft.


@All

https://idw-online.de/de/news765668

de mappes
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klingt plausibel, danke Fränk für die Antworten.

Zu deinem (oder meinem) ersten Punkt:
Dann scheint man es durchaus mit einem, natürlich auch unsere aktuelle globalisierte Situation berücksichtigend, so noch nie da gewesenen virulogischen Problem zu tun zu haben, was die Verbreitung und eben auch jene neuer Varianten betrifft.

Sollte diese Beschleunigung dazu führen, dass wir mit dem Impfen stets den Schritt langsamer sein werden (was ich bislang weder hoffe noch glaube), dann sehe ich keine guten Ansätze mehr...jahrelang so weiter machen klingt jedenfalls nicht nach einer gangbaren Alternative
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Goofy
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Grasdaggl
Aktuell sind 3300 Leute mit Corona auf den Intensivstationen. Davon 1800 beatmet.

Anfang Januar waren 5700 auf Intensivstationen, 3200 wurden beatmet.

3300 Intensivbetten sind aktuell frei und sofort einsatzfähig.

Seit Anfang Januar bis Mitte März gingen die Zahlen konstant zurück. Jetzt dreht es sich wieder :(
Erscheint aber nicht so, als würde die Überfüllung der Krankenhäuser kurz bevorstehen.

higgi
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Grasdaggl
Klar steigen die Zahlen, jetzt hat ja jeder so nen Aldi Test zuhause. Ist ja auch gut.
Die einzigen relevanten Zahlen sind die Intensivpatienten und die Sterbezahlen
von daher



de mappes
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Spamferkel
Mal ne Frage an euch wie ihr das empfindet:
Wenn man den omnipräsenten Karl Lauterbach sieht, hört oder liest (in Talkshows, Beiträgen, Interviews oder Zitaten)...denkt da einer an euch noch daran, dass der SPD-ler ist und dort die gesundheitspolitik vertritt?

Bei spahn weiß ja jeder, dass er zur cdu gehört und dem Gesundheitsministerium vorsteht

Bei Lauterbach, der beim Koalitionspartner SPD der gesundheits Fachmann ist sieht man, so finde ich, jemanden, der vor allem sich selbst vertritt

Hat der mit der SPD (früher war er noch CDUler, ohnehin ein seltsamer Wechsel) noch was am Hut?
Gefühlt ist da kaum irgend ein Bezug zur Partei; Karl Lauterbach ist Karl Lauterbach...er selbst halt
Eine Institution
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jagdhuette
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Halbdaggl
Goofy hat geschrieben:Aktuell sind 3300 Leute mit Corona auf den Intensivstationen. Davon 1800 beatmet.

Anfang Januar waren 5700 auf Intensivstationen, 3200 wurden beatmet.

3300 Intensivbetten sind aktuell frei und sofort einsatzfähig.

Seit Anfang Januar bis Mitte März gingen die Zahlen konstant zurück. Jetzt dreht es sich wieder :(
Erscheint aber nicht so, als würde die Überfüllung der Krankenhäuser kurz bevorstehen.


Da wurde allerdings auch schon seit 4 Wochen gelockdowned und wir hatten noch ungefähr 100% Corona 1.0.
Der Verband der Intensivmediziner warnt seit Tagen. Ich glaube, die machen das nicht, weil sie Langeweile haben. Ich glaube selbst mit hartem Lockdown und mittlerweile immerhin um die 10% Impfquote kommen die gut 5000 nochmal zurück. Die hohen Sterberaten werden wir hoffentlich nicht nochmal sehen.

Goofy
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Grasdaggl
Cantona hat geschrieben:Heute ist Angela höchstpersönlich bei Anne Will zu Gast. Lauterbach hat Pause.


Und? Was halten wir davon?

Tamasi
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Allmachtsbachel
Sie hat gesagt, man müsse jetzt handeln.

Okay, gut, kurz danach habe ich gehandelt und ausgemacht. Unkonkretes Wischiwaschi hat keinen Mehrwert.

Heute morgen habe ich gelesen, sie hat den Bundesländern angedroht, dass der Bund vielleicht, falls nötig, wenn's nicht anders geht,... künftig mehr zentral bestimmen könnte.

Wenn sie das wirklich ernst meint, hätte sie es schon längst durchsetzen können. Denn es ist ja wahrlich nichts Neues, dass die Ministerpräsidenten bei der MPK "hü" abnicken und tags drauf im Bundesland "hott" machen.

Aber gut, geben wir halt erst eine Studie in Auftrag über das Verhalten der Ministerpräsidenten.

Mein Wunsch:
Strenge Einschränkungen und parallel bitte - endlich, endlich - diese Zeit nutzen und alles möglich machen, um sinnvoll zu öffnen. Digitale Kontaktverfolgung etc.pp. Ansonsten machen wir wieder "wie immer" auf und kurz darauf wieder - völlig überraschend - "wie immer" zu.

Aber jetzt mal was Gutes:
Kind 1 hat von der Schule Selbsttests für die nächsten Wochen bekommen. Das ist schonmal ein Anfang. Außerdem dürfen die privaten Testzentren auch die kostenlosen Bürgertests durchführen (1x / Woche). Ich war gestern Vormittag mit der Family da, drei negativ, Kind 2 mit minimalem Positivverdacht. Musste direkt zum PCR-Nachtest - und heute früh kam bereits die Negativ-Entwarnung.

Wenn ich die Statistiken richtig interpretiere, ist ca. einer von zehn positiven Schnelltests "falsch-positiv". Aber wenn der PCR-Test schon am nächsten Tag da ist, ist das ja okay. (Denn natürlich muss man bis dahin in Quarantäne.)

In Berlin gibt es inzwischen wirklich sehr viele private Testzentren. Ja, da verdienen sich ein paar Cleverle ein goldenes Näsle. Aber: Immerhin machen sie was.

Sehr lustig übrigens der Anruf vom Testzentrum wegen des Positivverdachts: "Machen Sie sich keine Sorgen, ich hatte auch schon Corona, es ist nicht schlimm." Klang wie ein Verkäufer: "Diese Waschmaschine ist echt gut, ich habe sie selbst zu Hause."

Frank N Furter
"Machen Sie sich keine Sorgen, ich hatte auch schon Corona, es ist nicht schlimm."

:idea:

Wir wissen zwar Stand heute immer noch nicht, wo uns die Pandemie noch hinführt, aber ein erstes Zwischenfazit könnte durchaus lauten: Je später man Corona bekommt, umso gefährlicher wird es. Ich meine natürlich nicht das eigene Alter, sondern den zeitlichen Verlauf der Pandemie. Wobei es bei den Varianten P1 oder B117 nicht nur darum geht, ob sie tödlicher sind, sondern, dass die Verläufe und damit die Langzeitfolgen schwerwiegender sein können.

Nach wie vor werde ich das Gefühl nicht los, dass wir im Frühjahr 2020 in einer unangemessenen Hysterie begonnen haben vor etwas wegzurennen und uns verstecken zu wollen, was ohnehin jeder bekommen wird. Jeder! Ob 2021 oder erst 2024, jeder wird Corona bekommen. Auch Impfen wird das nicht verhindern. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Man muss das offensichtlich immer mal wieder sagen, weil das vielen Menschen gar nicht klar zu sein scheint.

Dieses Wegrennen und sich Verstecken könnte tatsächlich zu einem Bumerang werden. Ich sage bewusst "könnte", weil man den aktuellen Fluchtmutationen noch nicht wirklich eine Tendenz ansehen kann. Aber falls es so kommt, wäre es natürlich tragisch, weil dann auch jüngere Menschen schwer erkranken oder gar sterben würden, denen Anfangs nahezu überhaupt nichts gedroht hätte durch die Ursprungsvariante.

Wir gehören heute nahezu alle zu den 2-3 Generationen in der westlchen Welt, die entgegen unserer kollektiven Menschheitserfahrung eigentlich nie am Leben bedroht wurde. Demzufolge haben wir auch einige merkwürdige Probleme in unserem Freund:innen:kreis...
Aber vielleicht macht uns das ja auch betriebsblind. :?:
Merkwürdig, beobachtet auf Basis von wissenschaftlichen Erhebungen, ist jedenfalls, dass, obwohl das menschliche Leben im Alltag nie weniger bedroht war als heute, die Angststörungen (darunter leider auch gerade die sehr schwerwiegenden) kontinuierlich zunehmen. Es scheint fast so, als wären wir so darauf geeicht in unserer Evolution, der potentiell feindlichen Umwelt immer in Habachtstellung zu begegnen, dass wir in dem Moment, wo sich die Zahl der Gefahren immer weiter mindert, anfangen uns welche zu halluzinieren....

Ich weiß nicht, wie ihr das empfindet: ich rede manchmal mit Leuten und merke, dass die wirklich überzeugt davon sind, dass sie auf keinen Fall an Corona erkranken dürfen, weil sie sonst wahrscheinlich sterben müssen. Also mit so einer gefühlten Wahrscheinlichkeit von 1:2 bis 1:4. Tatsächlich wäre man an der Urvariante höchstens mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 1:10.000 gestorben, jedenfalls wenn man unter 60 Jahre alt ist. Aber die Menschen rekognizieren eben leider keine Gefahren, sondern fühlen sie. Mit Wahrscheinlichkeiten kann man da kaum etwas ausrichten...

Iron
Grasdaggl
Tamasi hat geschrieben:ber jetzt mal was Gutes:
Kind 1 hat von der Schule Selbsttests für die nächsten Wochen bekommen. Das ist schonmal ein Anfang.


Hatten wir auch, inzwischen ist man zu dem Entschluss gekommen wieder alles zu schließen... und die Probleme ... nach Ostern zu verschieben.

RedBlues
Halbdaggl
Das ganze ist unheimlich schwer zu bewerten. Aber rein nach dem Gefühl sollten wir diese aktuelle Welle versuchen mit aller Gewalt zu brechen, dann sollten wir ähnlich wie letzten Sommer unsere Ruhe bis in den Herbst haben. Diese Zeit kann und muss man dann nutzen mit der Impfung soweit wie nur irgendwie möglich zu kommen.

Was mich nervt ist, dass die Lockerung Anfang März im vollen Wissen der gerade wieder ansteigenden Fallzahlen umgesetzt wurden und es klar war, dass sich das wieder in diese Richtung entwickeln wird. Und nun haben die Ministerpräsidenten auch noch die Dreistigkeit Anfang März beschlossene Automatismen in Frage zu stellen. Das ist meiner Meinung fahrlässig.

Iron
Grasdaggl
RedBlues hat geschrieben:Was mich nervt ist, dass die Lockerung Anfang März im vollen Wissen der gerade wieder ansteigenden Fallzahlen umgesetzt wurden


Der Frisörbesuch?

flux
Wer Lockdown-Massnahmen so weit wie nur irgendwie möglich vermeiden will, muss bereit sein, sie am Beginn einer Welle schnell, umfassend und konsequent einzusetzen. Ich hatte gehofft, diese Lektion sei aus dem Debakel des letzten Herbstes gelernt worden. Leider Fehlanzeige. Und es sind überwiegend die gleichen Idioten Nixversteher, die uns mit ihrer Irrlichterei die kommenden Monate unseres Lebens kaputt machen.

Rufus
Granadaseggl
Ein wirklich harter Lockdown (Ausgangssperre, alle Läden dicht, nur medizinisches Personal, Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr arbeiten, die Leute werden von der Bundeswehr mit Nahrung und Medikamenten versorgt) bringt doch nur dann was wenn ab jetzt, also schon während dieses harten Lockdowns,
- an allen Grenzen getestet wird, plus Quarantäne. Das funktioniert in D aber nicht zu 100% wegen Schengen, grüne Grenze etc.

- keine Auslandsreisen, weder privat noch beruflich. MMn auch sehr schwierig komplett umzusetzen (siehe oben, Schengen, grüne Grenze, D ist eben keine Insel so wie Neuseeland)

Am besten wäre es natürlich, wenn so was weltweit gemacht werden würde, dann hätte man es leichter die Grenzen zu kontrollieren.

Ich glaube aber dass das in D allein (also weder EU-, noch Europa- und erst Recht nicht weltweit) nicht funktionieren würde, es käme wohl zum Bürgerkrieg!

Und selbst falls diese Ausgangssperre tatsächlich 2-3 Wochen funktionieren würden, (mit den obigen Schwierigkeiten an den Grenzen) ...
schön und gut ABER sobald anschließend die Grenzen wieder komplett offen wären und viele andere Länder eben keine niedrige Inzidenz hätten...
Und monatlich grüßt das Murmeltier.

Also bleibt doch nur
- Lockdowns (der Plural eben) der, wie vor ein paar Wochen, die Zahlen nicht exponentiell wachsen lässt (sprich Peitsche und ab und zu Zuckerbrot)
- Die Grenzen eben so gut wie möglich testen, so wie es doch jetzt bei Urlaubern gemacht wird
- testen und impfen

Und hoffen, dass keine Mutation entstehen wird, gegen die kein aktueller Impfstoff wirkt.

cron