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higgi
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Grasdaggl
Wieso schreibst du nicht was da tatsächlich steht? Nämlich dass da mit 150 geimpften Leuten eine Studie durchgeführt wurde, die sich die ganze Nacht in Clubs und Bars rumtrieben und sich weis Gott was Alles einfangen. Der Erwartungswert dieser Gruppe war 1, gefunden haben sie 8. Daraus zu schließen dass das Risiko von Geimpften 8 Mal höher ist, ist mit Verlaub, SCHWACHSINN. Da steht kein Wort darüber wie krank oder infektiös dies 8 tatsächlich waren oder ob sie überhaupt Symptome hatten
von daher

Iron
Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Wieso schreibst du nicht was da tatsächlich steht?


Ich habe kopiert und nicht geschrieben. Das steht da so tatsächlich drin.


higgi hat geschrieben:Nämlich dass da mit 150 geimpften Leuten eine Studie durchgeführt wurde, die sich die ganze Nacht in Clubs und Bars rumtrieben und sich weis Gott was Alles einfangen.


Das steht z.B. nicht so drin, aber wenn wir alle Beschränkungen aufheben, was wird dann genau passieren? Hier leben über 80 Millionen Menschen. Wieviele von denen können, dürfen und werden sich nicht impfen?


higgi hat geschrieben:Da steht kein Wort darüber wie krank oder infektiös dies 8 tatsächlich waren oder ob sie überhaupt Symptome hatten


Proben von 150 Menschen untersucht, die positiv auf das Coronavirus getestet worden und teils asymptomatisch infiziert, teils aber auch erkrankt waren, obwohl sie entweder bereits die erste Impfung oder sogar beide Impfungen bekommen hatten.

Spielgerät
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Halbdaggl
Strafraumgitarre hat geschrieben:
Spielgerät hat geschrieben:
Der kluge Herr Streeck hat geschrieben: Diese ständigen Schubladisierungen, nun ja, die helfen der Sache nicht. Also grenze ich mich ab. Einerseits von der «Querdenken»-Bewegung, die die Gefährlichkeit oder sogar die Existenz von Sars-CoV-2 leugnet. Das ist einfach grundfalsch. Anderseits grenze ich mich auch von jenen ab, die mit der Pandemie das Ende der Welt kommen sehen. Was ich fordere, ist eine Interdisziplinarität in der Betrachtung der Pandemie: Es gibt nicht die eine wissenschaftliche Meinung und deshalb auch nicht die eine politische Antwort. Die Virologen sollten nicht die Macht übernehmen, und die Politiker sollten sich nicht hinter den Virologen verstecken. Wir brauchen vielmehr eine ehrliche gesellschaftliche Debatte und einen gesellschaftlichen Konsens. Nur so kommen wir weiter.


Sätze, die man von Lauterbach nie hören wird.

Vielleicht deshalb, weil da statt konkretem Input so viel heiße Luft drinsteckt?
Die "gesellschaftliche Debatte" wird ja längst an allen Fronten geführt, nachdem der komplette Planet seit über einem Jahr mit dieser Situation irgendwie umgehen muss.

Und dann fordert er einen "gesellschaftlichen Konsens", obwohl er kurz zuvor ja noch selbst konstatiert, dass ebendiese Gesellschaft ja noch nicht mal einen Konsens darüber hinkriegt, ob dieses verkackte Drecksvirus denn nun überhaupt existiert oder nicht.

Wie hilfreich ist dann so ein Interview von so einem ichbezogenen Hansel, dessen Beitrag zum Thema hauptsächlich darin besteht, mitzuteilen, wovon er sich abgrenzt.
Davon und in einem eher verschwurbelten interdisziplinären Ansatz:
Wenn so einer Pandemie jetzt tatsächlich - gleichberechtigt - auch philosophisch begegnet werden soll, dann tauscht man halt das Intensivbett gegen eine Intensivcouch, oder was? Und wenn dann im Hintergrund noch der Klangtherapeut mit den heilsamen Glöckchen bimmelt, wird sowieso alles gut...

"Herr Doktor, ich bekomme keine Luft."
"Aha. Und was macht das mit Ihnen?"
"Ich ersticke!"
"Sie haben also das Gefühl, zu ersticken? Dann lassen Sie uns doch mal zurück gehen in Ihre Kindheit. Wie war das damals, als ... oh, hören Sie: Glöckchen!"
"Herr Doktor, ich....chrchrchrchrrrr..."
"Wissen Sie was? Ich werde einen Studienfreund von mir kontaktieren. Der ist Geologe und könnte mal Bodenproben vor Ihrem Haus entnehmen. Viellecht kommen wir so der Sache näher. Oder er entdeckt eine neue Käferart, die könnten wir dann nach Ihnen benennen, das wäre doch was. Wir sehen uns dann wieder nächste Woche um die gleiche Zeit und dann wollen wir über Ihre Schulzeit reden..."
" ... ... ... "


Diese Sichtweise bleibt dir unbenommen. Für mich spielt es in der Sache keine Rolle, ob derjenige, der etwas - meiner Meinung nach - sinnvolles zum Thema beiträgt, nun ein ichbezogener Hansel ist oder nicht. Wobei man angesichts der Omnipräsenz der immer gleichen "Experten" fragen kann, wer davon nicht ichbezogen ist. Aber anderes Thema.

Die Interdisziplinarität, über deren Forderung du dich lustig machst, ist meines Wissens nach bei den Entscheidern im Bund eben gerade nicht vorhanden. Es fehlen Soziologen, Kinderärzte Psychologen, um nur einige zu nennen. Der Ton wird angegeben von Frau Brinkmann & Co., allesamt Hardliner wenn es darum geht, zu lockdownen. Und so sehen dann auch die Entscheidungen aus. Und die Fragen nach beispielsweise Impfreihenfolge oder Triage sind - siehe Ethikrat - schon sehr philosophisch geprägt, meinst du nicht?

Ich sehe in meinem beruflichen Umfeld, wie Existenzen den Bach runter gehen. Z. B. kleine Unternehmen mit 5 bis 10 Mitarbeitern, die Inhaber oft mit Familie und alle Reserven sind aufgebraucht. Die wissen nicht mehr, wie es weiter gehen soll.
Ich bin in der Elternarbeit tätig und sehe Familien, in denen die Kinder da facto seit einem Jahr nicht mehr beschult werden und 8 bis 10 Stunden am Tag vor der Playsi sitzen - manchmal fehlt es schlicht an der Technik für den Distanzunterricht, meistens ist es aber die fehlende Unterstützung seitens der Eltern, häufig, aber nicht ausschließlich, mit Migrationshintergrund.
Und ja, ich sehe auch in meinem Umfeld sehr heftige Krankheitsverläufe, bis hin zur Intensivstation, Todesfälle bislang Gott sei Dank noch nicht. Ich bin wirklich sehr sehr weit davon entfernt, die Gefahr dieses Drecksvirus' in irgend einer Form zu verharmlosen.

Die bisherigen, weitgehend phantasielosen Dauerlockdowns haben nicht verhindert, dass wir viele Tote haben.
Sie haben keine positiven Auswirkung auf die Situation der Kinder und Jugendlichen gehabt (und es gibt in Europa zahlreiche andere Länder, bei denen die Schulen annähernd durchgehend geöffnet geblieben sind).
Welche dauerhaften wirtschaftlichen Folgen - weniger für die Großbetriebe, mehr für kleine Unternehmen, Freelancer, Künstler etc - die Pandemie hat, können wir im Moment noch gar nicht abschätzen, Experten befürchten ein Massaker.

Und wenn ich das nun alles zusammenfasse, dann finde ich es auf jeden Fall Wert, Hern Prof. Ichhansel und seinen Lösungsansätzen zuzuhören (vielleicht schwingt dabei auch eine gehörige Portion Hoffnung mit, das kann durchaus sein). Ansätze übrigens, die weit über die im Interview geäußerten hinaus gehen. Das geht los von der von Streeck seit langem geforderten, aber vom alles überstrahlenden deutschen Datenschutz bislang erfolgreich verhinderten besseren Erfassung und Auswertung der Daten von Infizierten (Beruf etc). Und setzt sich fort über sehr kreative Ideen wie beispielsweise diejenige, dass man in Hotspots wie Neukölln gezielt Leute anspricht, die Einfluss auf die dortigen Communities haben (Imane, Paten 8) etc) und als Multiplikatoren fungieren. Die Menschen dort lesen nämlich keine FAZ und schauen auch eher selten die Tagesthemen.

Jedenfalls sind mir solche Ideen, auch wenn sie von Ichhanseln geäußert werden, allemal lieber, als die Entscheidung über meine / unsere Kinder alleine Politikern wie Merkel, Braun oder Altmeier zu überlassen, die selbst keine haben. Aber hey, es soll auch Menschen geben, die den Papst in Verhütungsfragen zu Rate ziehen. Man kann aber natürlich auch mehr oder weniger unreflektiert an Karlchens Lippen kleben und den Versuch jeder anderen Herangehensweise von oben herab niederbügeln. Das funktioniert immer noch am besten, in dem man den Vertreter der abweichenden Auffassung persönlich diskreditiert. Was ich in deinem Falle schade finde. Ich meine mich zu erinnern, dass du durchaus zu differenzierteren Betrachtungen fähig bist. In diesem Sinne: Fick die Klugscheißer [Mittelfingeremoji]
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."


higgi
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Grasdaggl
Ich habe eher den Eindruck dass die Politik erstarrt ist. Man tut lieber Nichts als was Falsches zu tun.

Es wird weder gelockdowned, noch geöffnet, man sitzt regungslos wie die Maus vor der Schlange und rührt sich nicht, wird schon irgendwie vorbei gehen, die Zahlen können ja nicht ewig immer nur rauf gehen.
von daher

Tamasi
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Allmachtsbachel
Spielgerät,
Karl Lauterbach hat fünf Kinder. :P

Ein Problem bei der obigen "Streeck vs. Hardliner"-Debatte:
Grundsätzlich dürften die Hardliner Recht haben: Nur mit harten Maßnahmen kriegt man das Virus unter Kontrolle. Dummerweise gibt / gab es bei uns immer nur Kompromisse und Wischiwaschi.

Wenn die Hardliner jetzt weiterhin harte Maßnahmen fordern, dann haben sie zwar weiterhin - theoretisch - Recht. Aber auch ihnen kann man vorwerfen, dass sie nach über einem Jahr Pandemie nichts gelernt haben. Wieso etwas fordern, was in Deutschland nicht umsetzbar ist?

Zu unserem Wischiwaschi-Kurs gehört aber auch, dass die Zügel punktuell immer wieder angezogen werden müssen. Der Zustand in den Krankenhäusern wird das erzwingen. Das wiederum sollte auch Streeck wissen.

In diesem einen Punkt hatte Streeck allerdings von Anfang an Recht:
Wir leben in einer Dauerwelle. Nur halt nicht so, wie er das eigentlich gemeint hat.

de mappes
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Spamferkel
Tamasi hat geschrieben:Spielgerät,
Karl Lauterbach hat fünf Kinder. :P

.


Den hat er auch nicht aufgezählt, sondern Merkel, Altmeier und dessen "Sohn" (Ups doch Kinder?!) Helge Braun :mrgreen:
Wobei der eher aussieht wie ein Enkel Kohls :P
Don't criticize what you can't understand

Frank N Furter
Tamasi hat geschrieben:Grundsätzlich dürften die Hardliner Recht haben: Nur mit harten Maßnahmen kriegt man das Virus unter Kontrolle. Dummerweise gibt / gab es bei uns immer nur Kompromisse und Wischiwaschi.


Bin mir nicht sicher, ob man am Ende diesen Plot in die Geschichtsbücher schreiben sollte.

Harte Maßnahmen bringen was in Ländern wie China oder auf demokratischeren Inselns wie Taiwan, Australien und Neuseeland.

Bei uns, im Zentrum Europas, umgeben von Nachbarn, in einem Schengen-Raum ohne Grenzen, bringen harte Maßnahmen, selbst die härtesten, immer nur etwas für die Dauer ihrer Durchführung plus drei bis vier Wochen. Danach geht die Scheisse dann halt einfach wieder los.

Wenn man jetzt mal spaßeshalber hier die chinesische Regierung rangelassen hätte, hätten die das auch nicht hinbekommen, denke ich. Denn auch in China hat es nur geklappt, weil nach 3 Monaten der Spuk vorbei war. Harte Maßnahmen hätte man aber selbst in China nicht über 1,5 Jahre durchsetzen können. Das hätte selbst dort in einem Bürgerkrieg geendet.

Vielleicht muss man doch zu dem Schluß kommen, dass man in einem demokratischen Staat in der Verkehrsachse Europas, Corona auch nicht mit harten Maßnahmen in den Griff bekommt. Man kann versuchen sich irgendwie geschickt durchzulavieren, aber Kollateralschäden sind da an allen Ecken und Enden vorprogrammiert.

Und nochmal zu China: Haben die es überhaupt geschafft? Deren Impfstoffe scheinen nicht so der Hit zu sein. Wenn jetzt B.1.617 nach China kommt, kanns da nochmal so richtig knallen. Und wenn es nicht diese Mutante ist, dann vielleicht ne andere.

Bei den unter 40 Jährigen würde ich bis heute sagen: hätten alle den Wildtyp abbekommen, wäre das zwar auch nicht wirklich schön gewesen, weil es auch in der Gruppe etliche Tote gegeben hätte und wir noch zu wenig über Long Covid wissen, aber am Ende könnte sich doch noch erweisen, dass das Beste, was gegen ein neues Virus hilft, das ist, was die Natur dafür entwickelt hat: unser trainierbares Immunsystem.

Viel hängt auch von "atomaren Bewegungen" ab. Wenn jetzt z.B., durch irgendeinen kleinen scheiß Zufall, in irgendeiner Zelle eines Menschen auf der Welt, sich eine Mutante entwickelt, die wie bereits B.1.617 eine Fluchtmutante mit einer Anpassungsmutante kombiniert, die plötzlich auch für Kinder sehr tödlich wäre, dann hätten wir und auch fast alle anderen Länder nämlich mit einem Schlag wirklich alles falsch gemacht!

Was am Ende wirklich die besten Resultate gebracht haben wird, werden wir erst am Ende wissen. Aber Vieles davon hätte man dann auch kaum vorhersehen können, weil gerade das Mutationsgeschehen eben auch von unberechenbaren Zufallsketten abhängt.

Wir reden im Moment auch leider gefühlt 90% unserer Zeit wieder über Lockdown-Gedöns, statt über das Pushen der Impfungen. Wo bleiben die nächsten Zulassungen. Warum wurden nicht längst Produktionskapazitäten weiter ausgebaut. Warum ist das Impfen generell so furchtbar schlecht organisiert? Durch konzertiertes Impfen können wir wesentlich mehr erreichen als durch jeden Lockdown. Das Impfen sollte bei dem ganzen Gesabbel die absolute Priorität haben.

Tamasi
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Allmachtsbachel
Absolut.

Und wenn ich noch ein Mal jemanden aus der Regierung höre, dass das Impfen unser Ausw... Argghhh. Jaja, jener umstrittene Karl L. hat gesagt, dass bereits im Frühjahr/Frühsommer 2020 (!) die Vorbereitungen für den erhofften Impfausweg gestartet wurden. Und dass mehrere Fachleute intern ganz klar gesagt haben, dass die Impfstrategie so nicht aufgehen würde. Man hat nicht auf diese Mahner gehört. Wir sehen, wie's gekommen ist.

CoachingZone
Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Bei den unter 40 Jährigen würde ich bis heute sagen: hätten alle den Wildtyp abbekommen, wäre das zwar auch nicht wirklich schön gewesen, weil es auch in der Gruppe etliche Tote gegeben hätte und wir noch zu wenig über Long Covid wissen, aber am Ende könnte sich doch noch erweisen, dass das Beste, was gegen ein neues Virus hilft, das ist, was die Natur dafür entwickelt hat: unser trainierbares Immunsystem.

Viel hängt auch von "atomaren Bewegungen" ab. Wenn jetzt z.B., durch irgendeinen kleinen scheiß Zufall, in irgendeiner Zelle eines Menschen auf der Welt, sich eine Mutante entwickelt, die wie bereits B.1.617 eine Fluchtmutante mit einer Anpassungsmutante kombiniert, die plötzlich auch für Kinder sehr tödlich wäre, dann hätten wir und auch fast alle anderen Länder nämlich mit einem Schlag wirklich alles falsch gemacht!

Was am Ende wirklich die besten Resultate gebracht haben wird, werden wir erst am Ende wissen. Aber Vieles davon hätte man dann auch kaum vorhersehen können, weil gerade das Mutationsgeschehen eben auch von unberechenbaren Zufallsketten abhängt.


Deine Überlegungen kann man alle als richtig ansehen, wenn man nicht das persönliche Schicksal, sondern nur die Menschheit als Gesamtheit betrachtet.

Die wichtigste Aussage steht am Schluss: Wir wissen immer noch nicht, wie es sich letztendlich ausgeht. Ich persönlich möchte jedoch nicht den Eisberg rammen, bevor ich nicht wenigstens versucht habe, ihm auszuweichen :!:

Frank N Furter hat geschrieben:Wir reden im Moment auch leider gefühlt 90% unserer Zeit wieder über Lockdown-Gedöns, statt über das Pushen der Impfungen. Wo bleiben die nächsten Zulassungen. Warum wurden nicht längst Produktionskapazitäten weiter ausgebaut. Warum ist das Impfen generell so furchtbar schlecht organisiert? Durch konzertiertes Impfen können wir wesentlich mehr erreichen als durch jeden Lockdown. Das Impfen sollte bei dem ganzen Gesabbel die absolute Priorität haben.


Meine Rede. Und es wäre sicherlich in Summe auch wesentlich billiger gewesen als die Finanzierung des Dauernd-ein-bisschen-Lockdowns.

Mittlerweile habe ich den Verdacht, dass die meisten Politiker einfach nicht den "Fehler" machen wollten, zu viel vom/für den "falschen" Impfstoff zu bestellen/zu bezahlen. Also schlicht das Risiko scheuten und auf gewisse Weise zu geizig waren. Vielleicht auch aufgrund der Erfahrungen mit der Schweinegrippe, wo man ja auf zig Impfstoffdosen sitzengeblieben war. In einem solchen Fall ist ja auch immer schnell der Bund der Steuerzahler am Kritisieren.

Und möglicherweise hat man in Teilen Europas im Frühsommer auch die Situation im Herbst und Winter unterschätzt (trotz einschlägiger Mahnungen) und gemeint, es reiche am Anfang ja, erst einmal die Vulnerablen zu impfen. Denn interessanterweise haben mit den USA und Großbritannien zwei der Staaten dem Impfen höchste Priorität eingeräumt, die es im vergangenen Sommer besonders stark getroffen hat.
Wenn die Unfähigkeit einen Decknamen braucht, nennt sie sich Pech.

- Charles Maurice de Talleyrand -

Spielgerät
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Halbdaggl
Tamasi hat geschrieben:Spielgerät,
Karl Lauterbach hat fünf Kinder. :P

Ein Problem bei der obigen "Streeck vs. Hardliner"-Debatte:
Grundsätzlich dürften die Hardliner Recht haben: Nur mit harten Maßnahmen kriegt man das Virus unter Kontrolle. Dummerweise gibt / gab es bei uns immer nur Kompromisse und Wischiwaschi.

Wenn die Hardliner jetzt weiterhin harte Maßnahmen fordern, dann haben sie zwar weiterhin - theoretisch - Recht. Aber auch ihnen kann man vorwerfen, dass sie nach über einem Jahr Pandemie nichts gelernt haben. Wieso etwas fordern, was in Deutschland nicht umsetzbar ist?

Zu unserem Wischiwaschi-Kurs gehört aber auch, dass die Zügel punktuell immer wieder angezogen werden müssen. Der Zustand in den Krankenhäusern wird das erzwingen. Das wiederum sollte auch Streeck wissen.

In diesem einen Punkt hatte Streeck allerdings von Anfang an Recht:
Wir leben in einer Dauerwelle. Nur halt nicht so, wie er das eigentlich gemeint hat.


Welche harten Maßnahmen? Also ich meine diejenigen, die von den Menschen auch heute noch mitgetragen werden (in der ersten Welle war das anders), ohne dass man sie dazu knüppelt? Witziger Weise sagen in Umfragen ja immer noch ganz viele, dass sie "härtere Maßnahmen" befürworten. Die gleichen Befragten geben dann zu Protokoll, dass sie die Gefahr, sich bei ihnen bekannten Menschen anzustecken, als gering erachten und sich deshalb "ab und zu" auch mit mehreren Freunden treffen, obwohl es ihnen klar ist, dass sie damit gegen die Coronaregeln verstoßen. Mit harten Maßnahmen kommen wir bei einer Inzidenz unter 300 oder vielleicht sogar 400 nicht weiter, davon bin ich überzeugt. Der kurze Österreicher hat ja schon vor einiger Zeit festgestellt, dass die schönsten Lockdownbestimmungen nichts bringen, wenn sich niemand dran hält (seitdem öffnet Ö schrittweise dort, wo es die Zahlen zulassen, und - oh Wunder - die Katastrophe bleibt aus). Ganz abgesehen davon, dass sich vermutlich ein JoJo-Effekt einstellt, und der Erfolg der harten Maßnahmen ganz schnell wieder verpufft.

Der Weg kann also nur sein, die Menschen mitzunehmen, um Verständnis zu werben und intelligente Lösungen anzubieten . Meiner Meinung nach werden weder Lauterbach noch Brinkmann das mit ihren Ansätzen schaffen. Lauterbach spreche ich den guten Willen überhaupt nicht ab, der wird fest davon überzeugt sein, dass sein Kreuzzug gegen jedwede Öffnungsphantasien der einzig richtige Weg ist. Dabei schießt er halt meilenweit über das Ziel hinaus. Und er spielt sich in wirklich jeder Frage, die an ihn gerichtet wird, zum allergrößten Experten auf (im Gegensatz zu dem von mir zitierten Streeck, der öfter zugibt, keine Antwort zu haben), was ihn in meinen Augen eben extrem diskreditiert.

Das ging los bei den Masken, die seiner damaligen Meinung nach wenig bringen und die Menschen "dazu verführen würden, unvorsichtig zu sein". OK, Schwamm drüber, lange her.
Es ging weiter mit den Tests, die laut Karlchen viel zu fehleranfällig seien und die Menschen (Achtung, bekannt!) "dazu verführen würden, unvorsichtig zu sein".
Neulich wurde er mit der Feststellung der Aerosolforscher konfrontiert, dass ein Ansteckungsrisiko im Freien verschwindend gering sei. Er stammelte dann was davon, dass es darüber keine Studien gebe :D , überhaupt die Feststellungen falsch seien und sehr wohl draußen ein Risiko bestehe. Das hatte schon sehr viel von einem trotzigen Kind.
Palmer und sein - unter Begleitung der Uni Tübingen und nicht der örtlichen Musikkapelle durchgeführtes - Tübingen-Experiment kanzelte er unlängst barsch mit dem Hinweis ab, es sei jetzt keine Zeit für Experimente. Als ob die Zahlen deutschlandweit explodieren würden, wenn das Ding unter Aufsicht (!) fortgeführt wird. Lächerlich.
Ausgangssperren hält Lauterbach selbstverständlich für "unverzichtbar", obwohl deren Wirkung alles andere als nachgewiesen ist. Gleichzeitig spielt er sich als Soziologe und Psychologe auf, weil er natürlich weiß, dass die Menschen - entgegen der Annahme der Soziologen und Psychologen :lol: - dann nicht andere, noch riskantere Wege suchen werden, das Kontaktverbot zu umgehen.
Soviel zu Lauterbach, den man hier in Bayern als a rechts Gscheithaferl bezeichnen würde.

Streeck (und einige andere auch, der ist ja nicht alleine mit seiner Ansicht) dagegen spricht sich dafür aus, unter Einhaltung der auch im Tübingenmodell praktizierten Maßnahmen die Außengastronomie zu öffnen, um zu verhindern, dass die Menschen sich - siehe oben - in geschlossenen Räumen treffen, was wesentlich höhere Risiken beinhaltet.
Streeck spricht sich dafür aus, den Vereinssport für Kinder und Jugendliche im Freien zu erlauben, weil davon so gut wie keine Gefahr ausgeht, und es die (völlig unbestritten) katastrophalen Folgen des Lockdowns für diese Gruppe abmildern kann.
Streeck hat noch, wie ich finde, einige andere gute Ideen, wie man trotz Lockdownmaßnahmen (gegen die er sich, wie ich das verstehe, im Prinzip überhaupt nicht ausspricht) Wege in der Pandemie finden kann, die die Menschen vielleicht nicht ganz so sehr belasten, und vor allem die die Menschen auch besser "mitnehmen".

Am Ende läuft es vielleicht auch darauf hinaus, dass es eine Frage des Menschenbildes ist, wem man lieber folgt. Geht man davon aus, dass der Mensch nichts ohne Zwang und Verbote tut, dann wird man Zeuge Karls. Sieht man in mehr Eigenverantwortung die Lösung, tritt man den Zeugen Hendriks bei ;)

Egal, ich bin weder ein Experte noch will ich irgendwen missionieren. Mir geht es in dieser Coronadiskussion nur mördermäßig gegen den Strich, wenn man jeden, der es wagt, andere Gedanken einzubringen, gnadenlos niederbügelt (das geht nicht gegen dich).

Ich habe fertig (und schaue mal, ob ich irgendwo ne Talkshow mit Karl finde :shock: :lol: )
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."




Cantona
https://m.tagesspiegel.de/wissen/corona ... 60996.html

Sterbefallzahlen Anfang April etwa im Schnitt der Vorjahre

Die Sterbefallzahlen in Deutschland lagen in der 14. Kalenderwoche (5. bis 11. April) etwa auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Insgesamt starben in dem Zeitraum 19.018 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. „Diese Zahl liegt im Bereich des Durchschnitts der Jahre 2017 bis 2020 für diese Kalenderwoche (minus 82 Fälle)“, hieß es.


Ein Vergleich der Todesfälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Sterbefälle ist aktuell bis einschließlich der zwölften Kalenderwoche möglich. In dieser dritten Märzwoche (22. bis 28. März) gab es laut dem RKI 1033 Todesfälle durch das Coronavirus, 34 mehr als in der Vorwoche. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen laut den Angabe in der 12. Kalenderwoche aber immer noch acht Prozent (1547 Fälle) unter dem Schnitt der vier Vorjahre.


Die Stärke von Grippewellen habe sich in der Vergangenheit in der Regel auch in den gesamten Sterbefallzahlen widergespiegelt und zu einer ansteigenden Kurve in den Wintermonaten geführt, erklärte das Bundesamt. „Da dieser Grippeeffekt im Winter 2020/2021 äußerst gering war, sind die gesamten Sterbefallzahlen trotz der neu auftretenden Covid-19-Todesfälle ab Mitte Februar 2021 unter den Durchschnitt der Vorjahre gefallen.“ Insbesondere im März hätten sie deutlich darunter gelegen. Der Höhepunkt der Grippewellen sei in den letzten Jahren spätestens im März erreicht worden, weshalb sich die Zahlen nun wieder annäherten. (dpa)


Iron
Grasdaggl


Beunruhigende Studie aus Südafrika bestätigt, dass AstraZeneca Impfstoff vor milder & moderater Covid Infektion mit B1351 Südafrika Variante nicht schützt, Schutz gegen schwere Erkrankung unklar. Gleiches wird für indische Variante B1.617 gelten, weil:

Südafrika Variante und Indien Variante entkommen Antikörpern nach Impfung und auch die zelluläre Antwort scheint schwächer. Daher breiten sich diese Varianten bei Teilgeimpfter Bevölkerung auch gegen B117 schnell aus. 10-fache Zunahme B1.617 in einem Monat. Heisst für uns:

Wir müssen unseren Impferfolg schützen gegen diese Mutationen. Stichproben Sequenzierung ein Muss. Dort wo Mutationen auffallen besonders umfassende Quarantäne und Testregeln, jeder Ausbruch muss kontrolliert werden. Am wichtigsten: nicht gleich bei Inzidenz 100 öffnen! Weil:

Wenn wir um eine Inzidenz von 100 herum „pendeln“ laden wir Mutationen nach Deutschland geradezu ein. In UK ist Indien Variante angekommen, breitet sich aber wegen geringer Inzidenz langsam aus. Bei uns könnte sich das B117 Fiasko der 3. Welle wiederholen.

de mappes
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Spamferkel
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/top-epidemiologe-vom-helmholtz-institut-maulkorb-fuer-regierungskritischen-coron-76137338.bild.html

TOP-EPIDEMIOLOGE VOM HELMHOLTZ-INSTITUT
Maulkorb für regierungskritischen
Corona-Forscher
Gérard Krause, Epidemiologe am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

21.04.2021 - 11:27 Uhr
Dieser Fall riecht nach Doppelstandards für regierungskritische Wissenschaftler!

Am 14. April schickten der Epidemiologe Klaus Stöhr (62, ex-WHO) und Detlev Krüger (70), früherer Chef-Virologe der Charité, einen Brief an die Fraktionschefs im Bundestag. Darin: Kritik am Inzidenzwert als Maß aller Dinge in der Corona-Politik.

Brisant: Wie BILD erfuhr, WOLLTE ein weiterer Top-Epidemiologe das Schreiben unterzeichnen, DURFTE aber nicht: Gérard Krause (56) vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig.


Begründung des renommierten Instituts gegenüber BILD: Helmholtz-Forscher sollten sich „seriös und neutral“ äußern, „ohne sich dabei in irgendeiner Weise politisch oder anderweitig vereinnahmen zu lassen“.

ABER: Für zwei andere Helmholtz-Wissenschaftler scheint diese Regel NICHT zu gelten. Virologin Melanie Brinkmann (47) und Physiker Michael Meyer-Hermann (54) gehörten die beiden prominentesten Forscher des Helmholtz-Instituts zu den Verfassern des hochpolitischen „NoCovid“-Papiers, das seit Monaten für polarisierende Debatten sorgt.


Darin fordern die beiden Wissenschaftler einen Knallhart-Lockdown für Deutschland, um die Inzidenz auf null zu drücken. Der Staat soll dabei mit „Motivationskampagnen“ einen „gesellschaftlichen Konsens“ herstellen.


Mit dieser „politischen Vereinnahmung“ von Brinkmann und Meyer-Hermann, die beide zum engen Beraterstab des Kanzleramts gehören, scheint das Helmholtz-Institut kein Problem zu haben.

Dabei ist das „NoCovid“-Papier deutlich weitreichender und politischer als der Brief von Stöhr und Krüger, die lediglich fachliche Kritik an der Zuverlässigkeit des Inzidenzwerts äußerten und einen alternativen Richtwert vorschlugen: die tägliche Neuaufnahme von Corona-Patienten auf der Intensivstation.

Allerdings steht die Inzidenz-Kritik, die Epidemiologe Krause immer wieder in Interviews übte, im Widerspruch zum „NoCovid“-Plan der beiden Star-Wissenschaftler des Helmholtz-Instituts. Sie streben eine Null-Inzidenz an und orientieren sich daher primär am Inzidenzwert.


sollte das stimmen fänd ich das skandalös
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de mappes
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Spamferkel
Frank N Furter hat geschrieben:
Tamasi hat geschrieben:Grundsätzlich dürften die Hardliner Recht haben: Nur mit harten Maßnahmen kriegt man das Virus unter Kontrolle. Dummerweise gibt / gab es bei uns immer nur Kompromisse und Wischiwaschi.


Bin mir nicht sicher, ob man am Ende diesen Plot in die Geschichtsbücher schreiben sollte.

Harte Maßnahmen bringen was in Ländern wie China oder auf demokratischeren Inselns wie Taiwan, Australien und Neuseeland.

Bei uns, im Zentrum Europas, umgeben von Nachbarn, in einem Schengen-Raum ohne Grenzen, bringen harte Maßnahmen, selbst die härtesten, immer nur etwas für die Dauer ihrer Durchführung plus drei bis vier Wochen. Danach geht die Scheisse dann halt einfach wieder los.

Wenn man jetzt mal spaßeshalber hier die chinesische Regierung rangelassen hätte, hätten die das auch nicht hinbekommen, denke ich. Denn auch in China hat es nur geklappt, weil nach 3 Monaten der Spuk vorbei war. Harte Maßnahmen hätte man aber selbst in China nicht über 1,5 Jahre durchsetzen können. Das hätte selbst dort in einem Bürgerkrieg geendet.

Vielleicht muss man doch zu dem Schluß kommen, dass man in einem demokratischen Staat in der Verkehrsachse Europas, Corona auch nicht mit harten Maßnahmen in den Griff bekommt. Man kann versuchen sich irgendwie geschickt durchzulavieren, aber Kollateralschäden sind da an allen Ecken und Enden vorprogrammiert.

Und nochmal zu China: Haben die es überhaupt geschafft? Deren Impfstoffe scheinen nicht so der Hit zu sein. Wenn jetzt B.1.617 nach China kommt, kanns da nochmal so richtig knallen. Und wenn es nicht diese Mutante ist, dann vielleicht ne andere.

Bei den unter 40 Jährigen würde ich bis heute sagen: hätten alle den Wildtyp abbekommen, wäre das zwar auch nicht wirklich schön gewesen, weil es auch in der Gruppe etliche Tote gegeben hätte und wir noch zu wenig über Long Covid wissen, aber am Ende könnte sich doch noch erweisen, dass das Beste, was gegen ein neues Virus hilft, das ist, was die Natur dafür entwickelt hat: unser trainierbares Immunsystem.

Viel hängt auch von "atomaren Bewegungen" ab. Wenn jetzt z.B., durch irgendeinen kleinen scheiß Zufall, in irgendeiner Zelle eines Menschen auf der Welt, sich eine Mutante entwickelt, die wie bereits B.1.617 eine Fluchtmutante mit einer Anpassungsmutante kombiniert, die plötzlich auch für Kinder sehr tödlich wäre, dann hätten wir und auch fast alle anderen Länder nämlich mit einem Schlag wirklich alles falsch gemacht!

Was am Ende wirklich die besten Resultate gebracht haben wird, werden wir erst am Ende wissen. Aber Vieles davon hätte man dann auch kaum vorhersehen können, weil gerade das Mutationsgeschehen eben auch von unberechenbaren Zufallsketten abhängt.

Wir reden im Moment auch leider gefühlt 90% unserer Zeit wieder über Lockdown-Gedöns, statt über das Pushen der Impfungen. Wo bleiben die nächsten Zulassungen. Warum wurden nicht längst Produktionskapazitäten weiter ausgebaut. Warum ist das Impfen generell so furchtbar schlecht organisiert? Durch konzertiertes Impfen können wir wesentlich mehr erreichen als durch jeden Lockdown. Das Impfen sollte bei dem ganzen Gesabbel die absolute Priorität haben.


auch ein sehr gutes Posting, finde ich
Habe als U40-Person mir dennoch einen baldigen Impftermin gesichert, weil ich nicht auf die Infektion "Warten" wollte, wenngleich ich deine These gut nachvollziehen kann...andererseits: Gibt ja auch Berichte darüber, dass auch "Genesene" an den richtig "scheissigen" Mutationen erneut schwer erkranken können...vielleicht haben die aber durchaus bessere Chancen als Geimpfte.
Kann man vermutlich so genau nicht bestimmen
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de mappes
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Spamferkel
Mittlerweile sind dann doch 12 Leute an Sinus-bzw. Hirnvenenthrombose nach AZ-Impfung gestorben...6 Frauen und auch 6 Männer
Dann wohl doch folgerichtig, hier geschlechterneutral aufs Alter zu reduzieren
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Frank N Furter
@Mappes

In Deutschland?
Ansonsten ist das "n" halt nicht wissenschaftlich ausreichend. Es könnte sein, muss aber nicht. Niemand will das natürlich, aber wir müssten schon so etwa 300-500 Sinusvenenthrombosen und dann darin die Geschlechtsverteilung betrachten, um ne gute Aussage zu kriegen. Aber so viele Fälle haben wir ja Gott sei Dank noch nicht.

Auch die Thrombozytopenie korreliert nicht eindeutig mit der Sinusvenenthrombose, obwohl das ehemals die ersten Fälle nahelegten. Mein letzter Stand ist hier der: 55 Menschen in Deutschland mit Sinusvenenthrombose, davon 30 mit Thrombozytopenie.

Bis jetzt ist dementsprechend auch nicht klar, ob der Adenovirus dafür verantwortlich ist, freie DNA oder von den Zellen nach Impfung gebildetes Spike-Protein.

Da i) bei den mRNA-Impfstoffen ebenfalls Sinusvenenthrombosen aufgetreten sind, da ii) bei den vektorbasierten Impfstoffen auch andere Thrombosen gefunden wurden (vor allem im Bauchraum) und da iii) Covid ebenfalls das Thromboserisiko erhöht (sogar ca. 10x stärker als die Impfung), gehe ich nach wie vor davon aus, dass einige Menschen Antikörper auf das Spike-Protein bilden, welches den Plättchenfaktor IV aktiviert, was dann zu einer Blutplättchenaggregation, und schließlich zur Thrombose führen kann. Vermutlich bevorzugt dann, wenn gleichzeitig hohe Marker für eine Gefäßentzündung im Blut sind, was wiederum der Grund sein dürfte, warum adipöse Menschen etwas häufiger davon betroffen sind.

Das Blöde an der Sache ist, man braucht eigentlich Röntgenkristallografie um wirklich nachweisen zu können, wie Autoantikörper die eigenen Blutplättchen aktivieren. Dürfte allerdings ziemlich schwierig sein, das "ins Bild" zu bekommen. Aber es existieren ja auch hier inzwischen gute Simulationsverfahren. Bin mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis hierzu die erste Arbeit abgechlossen und veröffentlicht ist.

de mappes
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Spamferkel
@Fränk
Ja daten vom PEI über Deutschland
Klar ist n viel zu gering, aber würde mir in erster Näherung schon ausreichen, um es von den Geschlechtern unabhängig nur dem Alter nach zu Empfehlen

zum Rest wie so oft Zustimmung.
Dennoch muss ich sagen, ist mir wohler beim BioNtech-Impfstoff...obwohl ich rational drauf blicke, haben mich die vielen Meldungen (auch im näheren Umkreis) emotional angefasst und beeinflussen mein Urteilsvermögen

Mea Pulpo
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Frank N Furter
Und, wat is nu? Teilausgangsbeschränkungen ab 21:37 Uhr, außer für Jogger, Blogger und Rocker, sofern sie nur angeben solche zu sein, oder sich rein subjektiv wenigstens so zu fühlen?

higgi
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Grasdaggl
Das, und die Schulen werden ab 200 geschlossen, außer in Bremen wo die Grundschüler keine Masken tragen müssen, weil die große Pause erst um 10:20 startet
von daher

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