Puh! Ich weiß nicht, was dabei rauskommen soll, außer graue Theorie und eine Schattendiskussion, die mit radebrechendem Verfassungsrecht und Mimimi um Einzelheiten kreist, mit dem Ziel, das was ich für angemessen oder praktisch halte als wahlweise zu überzogen oder zu lasch oder hirnrissig zu bezeichnen.
Ich glaube da nicht an konstruktives Feedback. Und natürlich ist das alles noch viel komplexer als das, was ich in so einem Post zusammentrage und es ist gut, dass sich bessere Leute als ich damit den ganzen Tag auseinandersetzen.
Ich versuche es aber mal, meine Fragezeichen einzukreisen, oder meine Ansatzpunkte zunskizzieren.
1.) Steuerung nicht über EINE Kennziffer, sondern über mehrere. Warum nicht auch über mehrere Datenerhebungen? Sobald man regional und demographisch Muster erkannte, haben wir doch viel deutlicher entdeckt, wie dieser Virus funktioniert.
Warum nicht die Stärken der anderen (ausgedienten) Zahlen nutzen, um die Schwächen der einen zu kompensieren. Die Bettenbelegung sagt imho wenig über die aktuelle Pandemie aus, ist aber ein sehr geeignetes Instrument für die Beurteilung der Infrastruktur. Das RKI berichtet sehr umfangreich, weshalb es mich irritiert, das auf oberster Entscheidungsebene eine Zahl reichen soll. Eine einzige Steuerungsgröße ist mir zu monokausal.
2.) Entscheidungsebenen… in diesem Fall: Nieder mit dem Föderalismus! Der Bund hätte in meiner Welt in dieser Frage alle Kompetenzen und gibt regional flexible Regeln vor. Die Zwischenebene Bundesland verstehe ich hier nicht. Wenn man Wettstreit der Konzepte möchte, dann ergibt das auch mehr Sinn auf gemeindlicher oder städtischer Ebene, was zu versuchen.
3.) Die Arbeitswelt ist das Spielfeld für die meisten zwangsläufigen Kontakte. Meine Spielregeln:
- der Arbeitgeber hat die Verantwortung für ein effektives Hygienekonzept. Ihn will ich stärker in die Pflicht nehmen. Lässt sich ein Clusterausbruch auf ein mangelhaftes Hygienekonzept zurückführen, wird es teuer. Dafür gestehe ich ihm aber auch mehr Handlungsspielraum zu.
- Die Frage nach dem Impfstatus der Arbeitnehmer sollte kein Tabu sein. Ebenso sollte der Arbeitgeber die Einmaltests anordnen dürfen. Alles als Teil eines schlüssigen Hygienekonzepts. Das heißt die Maßnahmen sind innerhalb dieses Konzeptes zu begründen und nicht frei wählbar. Eine Impfquote kann bspw. bei der Schichteinteilung relevant sein. Bei Tönnies testet man wohl besser alle Arbeitnehmer täglich. Als Spargelstecherin ist das alles male. nicht notwendig. Natürlich sind das sensible Daten! Imho ist es jedoch die geeignetere Maßnahme, dem Arbeitgeber im Missbrauchsfall empfindlich weh zu tun, als ihm diese Information komplett vorzuenthalten.
- Home Office und Telearbeit sind effektive Methoden, um Social distancing zu ermöglichen. Wer das unbegründet weglässt, kommt bei einem Cluster in Teufels Küche. Außerdem umgeht man damit den oben genannten Eiertanz ganz elegant.
- Förderung für die Investitionen in Hygienemaßnahmen bis zum Ende der Pandemie ausweiten. Steuerfreiheit für diesbezüglich erhaltene Zuschüsse, ggf. befristet, damit der Anreiz für eine schnelle Umsetzung da ist. Lieber Helge ich den Unternehmen schnellstmöglich zurück in den bestmöglichen Normalbetrieb, als dass ich ihre Umsatzausfälle subventioniere.
4.) Alles nicht Systemrelevante würde von mir bis auf weiteres unter 2G + PCR laufen. Wer sich nicht impfen lassen will, oder anders Antikörper erworben hat, muss ans lange Stäbchen und hat dafür aber eine längere Testgültigkeit. Lieber lasse ich Personal für die PCR-Tests schulen, als dass diese Pavillongehilfys da rumeiern. Was für ein Laienschauspiel…
5.) Freiluftveranstaltungen sind weniger anfällig für Aerosole. Das soll schon berücksichtigt werden. Sobald aber der empfohlene Abstand nicht garantiert eingehalten werden kann, ist Maskenpflicht. Das gilt dann auch ungebrochen für den Einlass beim Stadion, das Klo vom Biergarten, den Wochenmarkt, etc. Bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass Drinnenveranstaltungen stärkere Restriktionen erfahren.
6.) Die gesamte Kommunikation stört mich irgendwie. Jede Menge PKs, und kaum einer sagt ehrlicherweise, dass man nicht alles wisse und daher lieber etwas langsamer auf Sicht fährt. Die Situation ist noch immer nicht geklärt, also muss ich schauen, dass alle weiterhin am Ball bleiben. Da tut etwas Understatement ganz gut, und nicht diese altkluge Haltung. Drosten gefällt mir eigentlich immer dann gut, wenn er seinen Kompetenzbereich sauber abgrenzt. Das täte einigen Politkern auch gut und imho würde es die Glaubwürdigkeit massiv erhöhen.
Mich wundert auch, dass in anderen Länden viel offensiver über das Fernsehen kommuniziert wird. Warum schaltet man nicht wiederkehrende „Werbeblocks“ vor der Tagesschau. Früher die AKA-Regeln… Zeigt halt mal, wie man sich ordentlich die Hände wäscht (Nein, nicht so wie auf dem Wasen!). Jetzt könnte man das Impfen bewerben. Nicht mit irgendwelchen Promis und Pistolenhändchen neben dem Doc, sondern mit Leuten, die Impfen beschissen finden und ihre Meinung erst auf der Intensiv geändert haben.
7.) völlig utopisch, aber ich hätte die Bundestagswahl verlegt.
8.) Impffenster schließen… nur wie? Der Ansatz mit der gestrichenen Erstattung nach Infektionsschutzgesetz bei ungeimpfter Quarantäne tut weh, wird aber Wirkung zeigen. Vielleicht braucht es mehr Nadelstiche dieser Art.
Mobile Impfteams gibt es schon, aber die Erkenntnis ist doch auch, dass einigen selbst das „Zuviel Aufwand“ ist. Manche reagieren eben nicht auf Zuckerbrot. Das ist nicht despektierlich gemeint. So individuell sind eben Anreizsysteme. Darauf darf/kann/muss man reagieren. Und über allem muss schweben: Information und Transparenz. Wenn statistisch gesehen die Impfung ein No-brainer ist, aber viele sich zwar für gut aufgeklärt halten und dennoch nicht Impfen gehen, dann liegt hier ein klarer Auftrag vor: Kommunikation!
9.) für Schulen und Kinder habe ich nichts konkretes. Ich hoffe, dass die Stiko ein verlässliches Ergebnis schneller formuliert als bei den Schwangeren. Das würde helfen.
10.) Wer noch kann, soll mal seine Großeltern/Eltern sprechen, und sich Geschichten vom Krieg anhören. Das erdet. Da sind die heutigen Probleme vergleichsweise gering.
So… Gute Nacht… an einem Abend die Welt gerettet!
Ich glaube da nicht an konstruktives Feedback. Und natürlich ist das alles noch viel komplexer als das, was ich in so einem Post zusammentrage und es ist gut, dass sich bessere Leute als ich damit den ganzen Tag auseinandersetzen.
Ich versuche es aber mal, meine Fragezeichen einzukreisen, oder meine Ansatzpunkte zunskizzieren.
1.) Steuerung nicht über EINE Kennziffer, sondern über mehrere. Warum nicht auch über mehrere Datenerhebungen? Sobald man regional und demographisch Muster erkannte, haben wir doch viel deutlicher entdeckt, wie dieser Virus funktioniert.
Warum nicht die Stärken der anderen (ausgedienten) Zahlen nutzen, um die Schwächen der einen zu kompensieren. Die Bettenbelegung sagt imho wenig über die aktuelle Pandemie aus, ist aber ein sehr geeignetes Instrument für die Beurteilung der Infrastruktur. Das RKI berichtet sehr umfangreich, weshalb es mich irritiert, das auf oberster Entscheidungsebene eine Zahl reichen soll. Eine einzige Steuerungsgröße ist mir zu monokausal.
2.) Entscheidungsebenen… in diesem Fall: Nieder mit dem Föderalismus! Der Bund hätte in meiner Welt in dieser Frage alle Kompetenzen und gibt regional flexible Regeln vor. Die Zwischenebene Bundesland verstehe ich hier nicht. Wenn man Wettstreit der Konzepte möchte, dann ergibt das auch mehr Sinn auf gemeindlicher oder städtischer Ebene, was zu versuchen.
3.) Die Arbeitswelt ist das Spielfeld für die meisten zwangsläufigen Kontakte. Meine Spielregeln:
- der Arbeitgeber hat die Verantwortung für ein effektives Hygienekonzept. Ihn will ich stärker in die Pflicht nehmen. Lässt sich ein Clusterausbruch auf ein mangelhaftes Hygienekonzept zurückführen, wird es teuer. Dafür gestehe ich ihm aber auch mehr Handlungsspielraum zu.
- Die Frage nach dem Impfstatus der Arbeitnehmer sollte kein Tabu sein. Ebenso sollte der Arbeitgeber die Einmaltests anordnen dürfen. Alles als Teil eines schlüssigen Hygienekonzepts. Das heißt die Maßnahmen sind innerhalb dieses Konzeptes zu begründen und nicht frei wählbar. Eine Impfquote kann bspw. bei der Schichteinteilung relevant sein. Bei Tönnies testet man wohl besser alle Arbeitnehmer täglich. Als Spargelstecherin ist das alles male. nicht notwendig. Natürlich sind das sensible Daten! Imho ist es jedoch die geeignetere Maßnahme, dem Arbeitgeber im Missbrauchsfall empfindlich weh zu tun, als ihm diese Information komplett vorzuenthalten.
- Home Office und Telearbeit sind effektive Methoden, um Social distancing zu ermöglichen. Wer das unbegründet weglässt, kommt bei einem Cluster in Teufels Küche. Außerdem umgeht man damit den oben genannten Eiertanz ganz elegant.
- Förderung für die Investitionen in Hygienemaßnahmen bis zum Ende der Pandemie ausweiten. Steuerfreiheit für diesbezüglich erhaltene Zuschüsse, ggf. befristet, damit der Anreiz für eine schnelle Umsetzung da ist. Lieber Helge ich den Unternehmen schnellstmöglich zurück in den bestmöglichen Normalbetrieb, als dass ich ihre Umsatzausfälle subventioniere.
4.) Alles nicht Systemrelevante würde von mir bis auf weiteres unter 2G + PCR laufen. Wer sich nicht impfen lassen will, oder anders Antikörper erworben hat, muss ans lange Stäbchen und hat dafür aber eine längere Testgültigkeit. Lieber lasse ich Personal für die PCR-Tests schulen, als dass diese Pavillongehilfys da rumeiern. Was für ein Laienschauspiel…
5.) Freiluftveranstaltungen sind weniger anfällig für Aerosole. Das soll schon berücksichtigt werden. Sobald aber der empfohlene Abstand nicht garantiert eingehalten werden kann, ist Maskenpflicht. Das gilt dann auch ungebrochen für den Einlass beim Stadion, das Klo vom Biergarten, den Wochenmarkt, etc. Bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass Drinnenveranstaltungen stärkere Restriktionen erfahren.
6.) Die gesamte Kommunikation stört mich irgendwie. Jede Menge PKs, und kaum einer sagt ehrlicherweise, dass man nicht alles wisse und daher lieber etwas langsamer auf Sicht fährt. Die Situation ist noch immer nicht geklärt, also muss ich schauen, dass alle weiterhin am Ball bleiben. Da tut etwas Understatement ganz gut, und nicht diese altkluge Haltung. Drosten gefällt mir eigentlich immer dann gut, wenn er seinen Kompetenzbereich sauber abgrenzt. Das täte einigen Politkern auch gut und imho würde es die Glaubwürdigkeit massiv erhöhen.
Mich wundert auch, dass in anderen Länden viel offensiver über das Fernsehen kommuniziert wird. Warum schaltet man nicht wiederkehrende „Werbeblocks“ vor der Tagesschau. Früher die AKA-Regeln… Zeigt halt mal, wie man sich ordentlich die Hände wäscht (Nein, nicht so wie auf dem Wasen!). Jetzt könnte man das Impfen bewerben. Nicht mit irgendwelchen Promis und Pistolenhändchen neben dem Doc, sondern mit Leuten, die Impfen beschissen finden und ihre Meinung erst auf der Intensiv geändert haben.
7.) völlig utopisch, aber ich hätte die Bundestagswahl verlegt.
8.) Impffenster schließen… nur wie? Der Ansatz mit der gestrichenen Erstattung nach Infektionsschutzgesetz bei ungeimpfter Quarantäne tut weh, wird aber Wirkung zeigen. Vielleicht braucht es mehr Nadelstiche dieser Art.
Mobile Impfteams gibt es schon, aber die Erkenntnis ist doch auch, dass einigen selbst das „Zuviel Aufwand“ ist. Manche reagieren eben nicht auf Zuckerbrot. Das ist nicht despektierlich gemeint. So individuell sind eben Anreizsysteme. Darauf darf/kann/muss man reagieren. Und über allem muss schweben: Information und Transparenz. Wenn statistisch gesehen die Impfung ein No-brainer ist, aber viele sich zwar für gut aufgeklärt halten und dennoch nicht Impfen gehen, dann liegt hier ein klarer Auftrag vor: Kommunikation!
9.) für Schulen und Kinder habe ich nichts konkretes. Ich hoffe, dass die Stiko ein verlässliches Ergebnis schneller formuliert als bei den Schwangeren. Das würde helfen.
10.) Wer noch kann, soll mal seine Großeltern/Eltern sprechen, und sich Geschichten vom Krieg anhören. Das erdet. Da sind die heutigen Probleme vergleichsweise gering.
So… Gute Nacht… an einem Abend die Welt gerettet!

Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!



Er riet mir (er hatte 8 Nummern höher als meine und blieb trotzdem wie alle anderen), erneut um 14 h zu kommen (wieder mehr als 1,5 Stunden warten ?) Ich wartete die 40 Sekunden draußen und meine Nummer konnte man in einem kleinen Außenmonitor sehen (von der Sonne geblendet) und ich ging erleichtert an dem scharfen Hilfs-Sheriff vorbei und bekam meine wichtigen Dokument erledigt, in aller Ruhe.
