13592 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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higgi
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Grasdaggl
Goofy hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Und ich muss jetzt meinen Kindern erklären, dass die Welt nicht untergehen wird
Vielen Dank auch, ihr Spacken


Sag ihnen, sie werden sicher noch eine schöne Kindheit und Jugend haben. Das kannst du von mir ausrichten.

Und beruhige sie bitte - in Mitteleuropa wird es sicher noch lange gut sein.

Vorausgesetzt man kommt mit den Klimaflüchtlingen klar.



Die Unterschiede zwischen Waldsterben, Flusssterben, Atomunglücken und dem Klimawandel hast du ja zur Kenntnis genommen. :)

Und vom wem soll ich sagen kommt das?
Von dem Hund aus ihren Comics?
von daher


Angry Wasenhuhn
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Granadaseggl
Frank N Furter hat geschrieben:
Angry Wasenhuhn hat geschrieben:
Und damit zurück zum Ausgangspunkt. Ja, ich halte die klimabedingte Lebensraumkrise für die wichtigste Frage unseres Zeitalters. Aber grün zu wählen, ist da vermutlich nicht sehr hilfteich. Seitdem man die Fundis enteiert hat, ist es nicht mal mehr Ideologie, sondern maximal ein Statement urbaner Hipster.

Aber hey, beschdes Ergebnis ever! Wer macht den Außenminister?


Klingt eigentlich genauso wie higgi, nur deutlich länger. :lol:

Was wäre denn dann Deiner Meinung nach hilfreich? Was tust Du bezüglich der "wichtigsten Frage unseres Zeitalters" und in Anbetracht Deiner Vaterschaft für ein Kind, dass jetzt in den Kindergarten kommt und hoffentlich noch ein langes Leben vor sich hat?


Du haust nicht nur heute ganz schön komische Bewertungen raus. Ich habe da zunehmend weniger Lust auf Diskussionen mit Dir. Und so eine „Was tust Du denn?“-Diskussion endet entweder beim Schwanzvergleich oder beim gegenseitigen Fingerzeigen auf den anderen. Und darauf (siehe Satz 1) habe ich erst recht keine Lust.

Die erste Frage beantworte ich dennoch, genauso resigniert. Ich befürchte, der Menschheit hilft nur ein schnellerer, globalerer und vor allem bedrohlicherer Klimawandel.
Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!

Frank N Furter
higgi hat geschrieben:Wieso erzählst du uns nicht mal was du so tust.
Du bettelst ja gerade darum uns es endlich erklären zu dürfen.
Also erzähls halt, aber dann gib Ruh


Och, das habe ich hier schon oft genug geschrieben.

Mein ökologisch klimarelevanter Fussabdruck liegt je nach verwendetem Algorithmus gerade zwischen 0,85 bis 0,95. Aber ich würde jetzt auch nicht gleich jeden vergasen wollen, der noch über 1 liegt. Betonung liegt allerdings auf "noch". ;)

Frank N Furter
Angry Wasenhuhn hat geschrieben:
Du haust nicht nur heute ganz schön komische Bewertungen raus.


Was war denn jetzt Deiner Meinung nach eine komische Bewertung?

Hasenrupfer
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Grasdaggl
Es ist schon äußerst bizarr, dass man Schröder 2005 zurecht hart ausgelacht hat, und Laschet nun trotz größerem Abstand der SPD den Regierungsauftrag abspricht.
In der Union rumort es gewaltig, bisher nur im Osten und aus der zweiten Reihe, aber vermute, dass man Laschet in den nächsten Tagen absägen wird. Die Leute ham schlicht keinen Bock auf den als Kanzler, das muss man dem mal klar machen.

Die ARD hat heute ne Umfrage gemacht, wen die Befragten als Kanzler sehen wollen: Scholz 61 - Laschet 16 lausige Prozent...

RedBlues
Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:
Haber hat geschrieben:Grün ist eher ein lifestyle Ding das auch modisch gepopt wird, Pop. Öko, ökopop,


Solange die Menschen hierzulande nicht wirklich tagtäglich mit den Folgen des Klimawandels richtig zu kämpfen haben, werden sie auch nicht bereit sein, Maßnahmen zu unterstützen, die sie gefühlt mehr kosten, als dass was sie an negativen Folgen jetzt schon real erfahren.



Da ich glaube, dass es keine große Koalition geben wird bin ich davon überzeugt, dass das Thema Klimapolitik ein zentraler Baustein des Koalitionsvertrag der kommenden Regierung werden wird.

Wer sich das Wahlprogramm von Grünen und FDP genau durchliest wird sehen, dass beide Konzepte den Ausstoß von CO2 zu reduzieren sehr einschneidend sind. Dazu kommen die notwenigen Veränderungen die das Land im Bereich von Digitalisierung bis Außenpolitik gehen müssen wird. Und dann haben wir noch die Folgen der Transformation des Automobilbaus (um diesen nur exemplarisch zu nennen). In unserem stärksten Wirtschaftszweig findet eine Revolution statt, die die Wirtschaft in manchen Bundesländern wie Baden-Württemberg massiv verändern wird.

Meine These ist daher die folgende. Egal ob die kommende Regierung sich dieser Themen annimmt oder nicht, in diesem Land wird sich das Leben der Bürger zum Teil deutlich verändern. Preise für Energie werden deutlich steigen, zum Beispiel Öl und Gas, die energetische Sanierung des Wohnungsbestand wird dem einzelnen hohe Kosten auferlegen, Nahrungsmittel werden im Preis steigen weil Transport und Erzeugung sich verteuern werden. Dazu werden strukturelle Veränderungen in der Industrie erleben, die Menschen die bis heute in gutgezahlten sicheren Jobs waren zunehmend in eine steigende Unsicherheit führen werden. Dazu steht das Land vor einem horrenden Investitionsstau, die bestehende Verkehrsinfrastruktur muss erneuert werden bevor uns die Brücken wie in Italien zusammenbrechen, die Schulen müssen saniert oder neugebaut werden, damit unsere Kinder nicht in baufälligen Gebäuden lernen müssen, die Schieneninfrastruktur muss ausgebaut werden um für die zukünftige Mobilität fit gemacht zu werden. Milliarden von Milliarden. Dazu das Thema Bildung bei der sich Deutschland dringend um die Qualität und Durchlässigkeit kümmern muss und zum grandiosen Abschluss die Rente, die so wie sie heute finanziert ist in Zukunft nicht mehr zu finanzieren ist ohne dass der staatliche Zuschuss sich immer tiefer in die Staatsfinanzen fressen wird.

Daraus resultiert, dass wir es nicht erleben werden, dass wir in absehbarer Zeit noch einmal 16 Jahre den gleichen Kanzler oder Kanzlerin haben werden. Bei der nächsten Bundestagswahl werden wir schon andere Mehrheiten sehen, weil die Verlierer dieser Veränderungen und Transformation unzufrieden mit der künftigen Regierung sein werden. Ob die Regierung nun die Probleme angeht oder nicht, dies wird nichts ändern. Denn die Veränderungen werden kommen, ob wir uns ihnen stellen oder nicht. Es wird Spannungen in diesem Land geben, wie wir sie nur selten erlebt haben oder wie viele von uns die noch etwas jünger sind, noch nie erlebt haben.

Vor diesem Hintergrund ist eine Ampelkoalition meiner Meinung sogar die bestmögliche Konstellation. Die SPD die für den sozialen Ausgleich einstehen kann, die Grünen die das Thema der Transformation hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft vermitteln können und die FDP die wirtschaftliche Komponente und die der Reformierung des Rentensystems auf ihrer Fahne stehen hat.
Zusammen sind diese 3 Parteien im Prinzip eine große Koalition die in der Mitte der Gesellschaft steht und die meisten Interessen irgendwie vertreten kann.

Die fetten Jahre sind vorbei, wir nähern uns einer neuen Zeitrechnung. Aber hier liegt auch eine Chance, wenn unsere kommende Regierung den Mut haben sollte Entscheidungen zu treffen die ihre Abwahl als Folge haben könnte, dann ist eine Transformation dieses Landes möglich, auch wenn es nicht einfach wird.

Frank N Furter
@RedBlues

Was die Problem-, bzw. Aufgabenstellung betrifft, teile ich Deine Einschätzung weitestgehend.

Wo ich skeptischer bin, im Hinblick auf Optimismus und nicht bezüglich Deiner inhaltlichen Einschätzung, sind vor allem zwei Punkte:

1. Infrastruktur sehe ich so wie Du. Jetzt müssen wir auch noch jede Menge Photovoltaik auf die Dächer bringen, um die einzig nachhaltige, nämlich dezentrale Stromversorgung auszubauen. Wo sollen plötzlich all die Handwerker herkommen, die Straßen erneuern, Schienenstrecke ausbauen, marode Brücken sanieren, PVA auf Dächer bringen, energetische Sanierungen ausführen? Wir brauchen wahrscheinlich 100.000 bis 200.000 Leute alleine im Bereich Bau und Baustoffproduktion (Vom Ingenieur, Konstrukteur und Anlagenbauer bis zur ausführenden Arbeiterhand, brauchen wir sicher so 2-3 Millionen zusätzliche Arbeitskräfte). Handwerker und Qualifizierte. Wir werden hier gar nicht darum herum kommen, ein Einwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen, um qualifizierte Einwanderung im großen Stil herbeizuführen. Wobei es ja alles andere als so ist, dass diese Leute weltweit nur auf unsere Einladung warten würden. Wir müssen uns darauf einstellen Hundertausende Leute auszubilden und zu qualifizieren, die mal unsere zukunftsfähige, klimaneutrale Infrastruktur hochziehen sollen. Unsere Parteien scheinen mir hier generell vollkommen überfordert und verpeilt, was die Organisation solch eines auf Jahrzehnte angelegten Mammut-Logistik-Vorhabens im Bereich Personal betrifft.

2. Keine der potentiellen Ampelkoalitionäre hat einen Plan, wie wir aus der Kohleverstromung schnellstmöglich herauskommen. Auch von den Grünen haben ich diesbezüglich nichts gesehen. Um den Strom klimaneutral herzustellen, müssen wir mindestens doppelt so viel Strom herstellen, wie wir heute mit dem Hauptlastträger Kohle herstellen. Nur eben auch noch ohne Kohle. Das ist eine gigantische Herausforderung, für die man zwingend einen extrem gut durchdachten politischen Plan benötigte.

Kurz: Unsere rezenten Parteien und deren aktuelle Parteikultur sind gar nicht kompatibel mit den Herausforderungen. Im Grunde müssten wir erstmal unseren Staat und dessen hierarchische Struktur, sowie Verwaltung modernisieren. Und zwar alle drei Bereiche. Blöder Weise müssten genau die Leute das leisten, die jetzt schon intellektuell völlig überfordert sind und ersetzt werden müssten. Catch 22.

Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Hasenrupfer hat geschrieben:
Bundes-Jogi hat geschrieben:Solange Laschet nicht von einer "gestohlenen Wahl" redet und nicht eine Pressekonferenz auf dem Parkplatz von Hornbach in Düren-Niederzier ankündigt, geht es ja noch.

https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... F90uk6cNT8


:)

Ein Hotel Hornbach wird's doch irgendwo geben. Fridi Miller ist gebucht als durchgeknallte Anwältin. Aber wer macht den Rudy?


Ein Kloster Hornbach, wohl ein Hotel, gibt es. Aber in der Pfalz. Und wie wäre es mit Fritze Merz als Rudy?

https://www.kloster-hornbach.de/
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).



RedBlues
Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:@RedBlues

Was die Problem-, bzw. Aufgabenstellung betrifft, teile ich Deine Einschätzung weitestgehend.

Wo ich skeptischer bin, im Hinblick auf Optimismus und nicht bezüglich Deiner inhaltlichen Einschätzung, sind vor allem zwei Punkte:

1. Infrastruktur sehe ich so wie Du. Jetzt müssen wir auch noch jede Menge Photovoltaik auf die Dächer bringen, ....

2. Keine der potentiellen Ampelkoalitionäre hat einen Plan, wie wir aus der Kohleverstromung schnellstmöglich herauskommen. Auch von den Grünen haben ich diesbezüglich nichts gesehen. ....

Kurz: Unsere rezenten Parteien und deren aktuelle Parteikultur sind gar nicht kompatibel mit den Herausforderungen. Im Grunde müssten wir erstmal unseren Staat und dessen hierarchische Struktur, sowie Verwaltung modernisieren. Und zwar alle drei Bereiche. Blöder Weise müssten genau die Leute das leisten, die jetzt schon intellektuell völlig überfordert sind und ersetzt werden müssten. Catch 22.


@Frank N Furter
da muss ich dir Recht geben, sowohl was die fehlenden Facharbeiter angeht die diese PV Zellen auf die Dächer bekommen, als auch bezüglich des fehlenden Plan der Parteien.

Ich möchte noch etwas oben drauf setzen. Wenn wir jetzt durch Vorschriften (PV auf jedem Dach wie in BaWü) die Nachfrage nach Photovoltaik Modulen künstlich zusätzlich in die Höhe treiben, dann wird die Angebotsseite nicht nachkommen. Wenigstens nicht sofort. Wir wollen ja auch nicht Solarmodule aus den Zwangsarbeiterfabriken in China importieren. Das wird auch bei den Solarzellen einen Preisanstieg zur Folge haben, wie auch bei den Handwerkern die diese auf die Dächer bauen müssen.

Dann befinden wir uns in der Situation dass der Staat Vorschriften macht, die die Wirtschaft und die Bürger gar nicht, oder nur unter hohen (höheren) Kosten umsetzen können. Das wird keine neuen Freunde geben.

Und was unseren Staat anbelangt, die Verwaltung muss dringend zukunftsfähig gemacht werden, hier muss zwingend die Digitalisierung einkehren, aber ich weiß nicht wie veränderungsfähig und veränderungswillig unsere staatlichen Strukturen sind. Wenn ich sehe wie schwer man sich zum Teil in der freien Wirtschaft tut, hab ich da ungute Befürchtungen.

Aber ich lass mir meinen Optimismus nicht nehmen, immer dann wenn die Gefahren und der Einsatz so hoch sind, besteht auch eine riesige Chance. Lass uns hoffen, dass man die Kurve bekommt.

Einzig positive, versauen wir die Klimatransformation und die Digitalisierung, dann werden wir 2045 die Klimaziele einhalten.


de mappes
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Spamferkel
Frank N Furter hat geschrieben:
Goofy hat geschrieben:Für die Grünen ist es trotzdem ihr bestes Ergebnis.
Für den Klimaschutz ist es ein Desaster.


Ich denke auch, dass das Ja zum Klimaschutz häufig nur ein fröhlich vertretenes Lippenbekenntnis ist. Es wird in den Medien darüber berichtet, dort wird ein Bild erzeugt, dass Klimaschutz ganz wichtig sei, also nimmt man an, es wäre so. Substantiell selbst darüber informieren, werden sich die wenigsten. Leider.

Sobald Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels konkret diskutiert werden, wird jede einzelne Maßnahme wieder individuell für die eigene Lebensweise reflektiert. Das, was man dann auch tatsächlich bereit wäre selbst für mehr Klimaschutz zu geben, stellt sich dann allzuhäufig als limitiert heraus. Klassiker:

"Ja, Klimaschutz ist schon sehr wichtig, aber das darf sich doch nicht in xxx (höhere Preise für Irgendetwas) niederschlagen...."

Aber eines muss man trotzdem noch festhalten: Die Grünen haben mindestens 5% + x selbst vergeigt. Der Genderblödsinn interessiert 80% der Wähler nicht die Bohne und dementsprechend unzufrieden war man auch mit der Kandidat:innenkür. Ich glaube, dass ein gut gemanagter Habeck 25% hätte holen können. Ob die Grünen wirklich selbstkritisch genug sind, um ihre ungenutztes Potential realistisch zu betrachten und in der Zukunft zu heben? Ich glaube das eher nicht.


:nod: das sehe und befürchte ich auch so
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de mappes
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Spamferkel
Spielgerät hat geschrieben:
Auspuff hat geschrieben:alles was du redest ist hart an der grenze zu zusammenhanglosem schwachsinn.
Das sind harte worte - sorry (wirklich sorry)
Ich bin dann mal foh, dass Du nicht ausversehen die rechten gut findest.
Alles was wir Dir antworten beeinflusst Dich eh leider zu null prozent


Gelebte Toleranz im Eierschauklerforum :D


:lol:
(Auspuff ist auch geil, sorry :mrgreen: )
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RedBlues
Halbdaggl
de mappes hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:
Goofy hat geschrieben:Für die Grünen ist es trotzdem ihr bestes Ergebnis.
Für den Klimaschutz ist es ein Desaster.


Ich denke auch, dass das Ja zum Klimaschutz häufig nur ein fröhlich vertretenes Lippenbekenntnis ist. Es wird in den Medien darüber berichtet, dort wird ein Bild erzeugt, dass Klimaschutz ganz wichtig sei, also nimmt man an, es wäre so. Substantiell selbst darüber informieren, werden sich die wenigsten. Leider.

Sobald Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels konkret diskutiert werden, wird jede einzelne Maßnahme wieder individuell für die eigene Lebensweise reflektiert. Das, was man dann auch tatsächlich bereit wäre selbst für mehr Klimaschutz zu geben, stellt sich dann allzuhäufig als limitiert heraus. Klassiker:

"Ja, Klimaschutz ist schon sehr wichtig, aber das darf sich doch nicht in xxx (höhere Preise für Irgendetwas) niederschlagen...."

Aber eines muss man trotzdem noch festhalten: Die Grünen haben mindestens 5% + x selbst vergeigt. Der Genderblödsinn interessiert 80% der Wähler nicht die Bohne und dementsprechend unzufrieden war man auch mit der Kandidat:innenkür. Ich glaube, dass ein gut gemanagter Habeck 25% hätte holen können. Ob die Grünen wirklich selbstkritisch genug sind, um ihre ungenutztes Potential realistisch zu betrachten und in der Zukunft zu heben? Ich glaube das eher nicht.


:nod: das sehe und befürchte ich auch so


Dem möchte ich auch zustimmen. Sowohl was die Grünen und ihr Potenzial angeht, als auch die Erkenntnis zum individuellen Beitrag beim Klimaschutz.

Der individuelle Beitrag ist genau der Teil der die nächsten 10 Jahre die großen Spannungen bringen wird. Denn sind wir ehrlich, die Summen die notwendig sind diesen zu schultern werden die Steuerzahler zu einem erheblichen Teil schultern dürfen.

Zum einen direkt über die Reduzierung des eigenen CO2 Ausstoß, über Steuern für die Ausgaben des Staates zur Reduzierung und indirekt über stehende Preise durch Lebensmittel und Güter.

Und dazu kommt dann auch, dass Menschen damit leben müssen in ihrer näheren Umgebung ein Windrad stehen zu haben oder einen Solarpark. Wirklich schön sieht das ja nicht aus und keiner möchte sowas unbedingt in Sichtweite haben.

Und trotzdem, es ist notwendig, da führt kein Weg dran vorbei.

killroy
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Granadaseggl
Wirklich schön sieht das ja nicht aus und keiner möchte sowas unbedingt in Sichtweite haben.

:?
Im Gegensatz dazu so ein Kohlekraftwerk, die schönen Kühltürme eines AKW am Neckar oder an der Weser, oder so ein Braunkohletagebau, eine Autobahn, gar ein Amazon-Logistikzentrum, ein Schweinemaststall und vor allem nicht zu vergessen - Parkplätze - für unsere schönen Autos, am besten zentral und mitten in der Innenstadt auf dem historischen Marktplatz. Ein Breuningerland und eine Autowerkstatt. Und Fahnenmasten mit Deutschlandfahnen und Vorgärten voller Trampoline, 10.000-Liter-Pools und Vierflamm-Gasgrills. Hach - alles kein Vergleich zu so einem hässlichen Windrad.

PS: ich hab noch was vergessen. Ein BAUMARKT. Was gäbe ich für einen hübschen Baumarkt in Sichtweite. :shock:

PSS edit edit:

ich mein man stelle sich hier mal
Bild
ein windrad oder solarpanels vor - das würde doch das ganze ensemble optisch zerstören
Zuletzt geändert von killroy am 28. September 2021 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten


de mappes
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Spamferkel
Hasenrupfer hat geschrieben:
jagdhuette hat geschrieben:Viele Erstwähler sind ziemlich gestresst von lockdowns usw.

Da hat die FDP gut punkten können mit einem Alternativkonzept, dass größtenweils schwurbelfrei war und trotzdem strikte lockdowns abgelehnt hat. Ich denke, wenn man das Gefühl hat die beste Zeit des Lebens zu verpassen, dann ist das schon ein Argument. Außerdem haben die meisten vermutlich auch keine wirtschaftlichen Probleme und denken ein Lindner kann sowas wie den Klimawandel noch nebenbei stoppen. Chuck Norris Style.


Dies, und deren Hervorhebung der "Digitalisierung", was auch immer das konkret bedeutet. Ist aber gerade in Bezug auf die Freiheit im Netz ein Thema, das außer FDP und Grünen keine andere Partei wirklich auf der Agenda hat. Stichwort Upload-Filter, Datenschutz u.a.

Zumal die Erstwähler schlicht zu jung sind, um sich an die neoliberalen Auswüchse der 2000er zu erinnern. Kann bis heute nicht begreifen, dass 2009 ausgerechnet die fucking FDP von der Finanzkrise profitiert hat...


gut, dass du dran erinnerst...ich war damals fassungslos
finanzkrise, bankenkrise...und die mehrheit wählt schwarz-gelb...na dann
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de mappes
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Spamferkel
Hasenrupfer hat geschrieben:Es ist schon äußerst bizarr, dass man Schröder 2005 zurecht hart ausgelacht hat, und Laschet nun trotz größerem Abstand der SPD den Regierungsauftrag abspricht.
In der Union rumort es gewaltig, bisher nur im Osten und aus der zweiten Reihe, aber vermute, dass man Laschet in den nächsten Tagen absägen wird. Die Leute ham schlicht keinen Bock auf den als Kanzler, das muss man dem mal klar machen.

Die ARD hat heute ne Umfrage gemacht, wen die Befragten als Kanzler sehen wollen: Scholz 61 - Laschet 16 lausige Prozent...


:lol: :lol: :lol:
zumal man schröder das nach einigen halben auch verzeihen konnte...warum man bei laschet nicht reagiert...vermutlich mitleid
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jagdhuette
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Halbdaggl
higgi hat geschrieben:Ohne neue Kernkraft kein Kohleausstieg


Auch wenn diese Aussage eher wie ein Politikum klingt ist sie natürlich nicht ganz unwahr.
Wir haben in Deutschland keine optimalen Voraussetzungen für einen Kohleausstieg.
Im Vergleich zu unseren Nachbarn im Norden oder Süden haben wir eingeschränkte Möglichkeiten für die Speicherung von Energie und wir haben einen ziemlich hohen Verbrauch.
Was also in erster Linie zu lösen ist, ist das Speicherproblem.
Alternativ könnte man den Import von grünem Wasserstoff fördern und diesen als Alternative zu Gas und Kohle einsetzen.
Wir sind sicherlich in der Lage die Energieproduktion durch Wind und Solar auf das notwendige Maß zu erhöhen. Aber wichtig wird, ob wir die gesamte Energie, die wir fördern auch nutzen.

higgi
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Grasdaggl
Die saubere Kernkraft müsste eigentlich die Schlüsseltechnologie der Ökonazis sein, das passt aber auch nicht.

Dann bleibt im Prinzip nur noch den Rhein zu stauen. Baden wird dann komplett geflutet aber hey ... wir müssen was tun
von daher


killroy
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Granadaseggl
saubere Kernkraft

genau
frag nach in

Krümmel
Sellafield
Fukushima
Pribjat
beim BfS
usw
usw

ich mein, mei, das bissle Krebs
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten

publicenemy
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Halbdaggl
Schade, dass sie's vergeigt haben, aber ob Habeck den gestrengen Blicken der Kandidatenjäger besser standgehalten hätte? Ein Buch hätte er jedenfalls nicht geschrieben...


Als Schriftsteller wäre ihm das sicher nie in den Sinn gekommen. :mrgreen: