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Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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Öcher
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Granadaseggl
Also in den politischen Diskussionen halte ich mich hier grundsätzlich zurück, aber die Spekulationen über die FDP-jungwähler ist doch spannend.

Im grunde wurden die wichtigsten Themen angesprochen. Lindner redet gut, er ist in sämtlichen Formate die man unter 30 konsumiert präsent. Er hat einen Plan, erklärt wie er die Leute damit abholt. Dass es die reichsten noch weiter entlastet ist das kleinere Übel das man mitnimmt, weil die eigenen Benefits auch da sind.
Das größte Thema mit dem Lindner bei den jungen gepunktet hat ist, die Ertragssteuer und die Einführung der Spekulationsfrist.

Kein Mensch glaubt noch an die gesetzliche Rente, alle wollen sich lieber selbst absichern und dem Staat nicht das Geld in die Hand drücken.
Jeder der sich 2 Videos zu Aktien, Fonds und ETFS durchgelesen hat kriegt ein Video mit Lindner vorgeschlagen.

Und es ist ein Gegenpol zu den Grünen Ideen, im Kern vertreten die aber das gleiche Ziel, CO2 einsparen.
Junge FDP Wähler gehen von sich selbst aus, dass die reicher werden als sie aktuell sind und damit überproportional von den anderen Parteien zur Kasse gebeten werden.
Ob das realistisch ist oder tatsächlich wahr steht auf einem anderen Blatt.


@halensee,

ein sehr spannendes Thema. Verkehrsbeeinflussungsanlagen, VBA genannt, sind mein Gebiet.
Der fehlende Sinn und das umschalten der Geschwindigkeiten beruht meinstens auf vorgaben der Regierungspräsidien. BW ist da völlig lost, die haben aktuell für sich die Standstreifenfreigaben für sich entdeckt um Kapazitäten zu erhöhen, dass in bspw in Hessen und NRW seit jahrzehnten angewendet wird.
Bayern hat aktuell die neusten Autobahnen nach den Zubringern von Leipzig und Erfurt, daher sind die Staus dort relativ zufällig auf offenen Autobahnen, überall wos ging kamen da 6 Spuren hin, zumindest bei den Bauwerken. Dafür haben die kaum Mautsysteme auf den Bundesstraßen.

auf Stadtebene ist das nur eine Sache des Gemeinderats und meist gar nicht wirklich durch Verkehrswissenschaft gedeckt. Meist hat da nur einer eine Idee und die setzt er um, dafür wird dort viel zu wenig Geld bezahlt um vernünftige Ingenieure zukriegen und es ist eine politische Entscheidung. Ein Resultat des Verwaltungsabbau in den 90er Jahren.

Zum Tempo 130 muss man sich zuerst mal die Quellen angucken. Die Studie der UBA dazu ist mMn methodisch und faktisch mit sehr vielen Fehlern ausgestattet.
Die einzige Quelle zum CO2-Ausstoß über 130 basiert auf eigene Messungen eines Professors die aber expotentiell angesetzt wird. Verwendet man diese Regressionsanalyse im Stadtverkehr, wäre aufgrund von Luftverschmutzungen eine möglichst hohe Geschwindigkeit zuerzielen, da der beste Kompromiss bei etwa 70-90km/h wären.
Die Bestandsdaten dieser Studie beinhaltet auch, dass etwa ein Drittel aller PKWs über 130 fahren wenn das möglich ist, nach neusten Umfragen fahren aber 90% unter 130.
Mein Highlight ist dazu noch die CO2-Reduzierung auf 120. diese Beinhaltet alle Autobahnen und nicht nur die Freigegeben. Bei Tempo 130 werden aber die Autobahnen auf denen 120 (BW, Niedersachsen, MV) ist nicht hochgesetzt und damit mehr CO2 reingerechnet und zu den freien Autobahnen zählen auch die Abschnitte, in denen es ein variables Tempolimit gibt, die aber bspw am Stuttgarter-Kreuz permament auf max 120 sind, jetzt sogar Richtung Pforzheim verlängert um 3km.

Wenn man wirklich in die Details dieser Studie eingeht, ist es für mich, der täglich damit arbeitet, nicht gut gemacht.
always nai dahanne


Tifferette
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Grasdaggl
Nice Weather hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:
Nice Weather hat geschrieben:
Auf den Punkt.

Wie viele Erstwähler kennst Du denn so ungefähr? Wenn Du Dich schon mit diesem Zeug fraternisierst.



Es ist eine gelungene Polemik, Tiffi. Und wenn du genau hinschaust, kommen da die FDP-Erstwähler lange nicht so schlecht weg wie du zu denken scheinst. Von Hetze weit entfernt.


Ich habe sehr genau hingeschaut, vielen Dank. Man kann auf jeden Dunghaufen den Aufkleber "Polemik" draufkleben. Airwin hat auch immer fleißig polemisiert, gell. Fand ich teilweise auch "gelungen"

Dir wünsche ich ein wenig mehr Selbstfreflektion sobald es in Bereiche geht, die Dir wichtig sind und über die man nicht mit Ironie hinweglächeln kann.

Ich bin raus hier.
Zuletzt geändert von Tifferette am 8. Oktober 2021 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Goofy
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Man kann das selbe sehen oder lesen, und dabei zu unterschiedlichen Beurteilungen kommen.

Wo ist euer Problem?



Edith meint grad noch, wir wollen die Antwort garnicht wissen. Sonst gehts womöglich bald wieder um ganz viel ausser Politik.
Zuletzt geändert von Goofy am 8. Oktober 2021 14:27, insgesamt 1-mal geändert.

Bundes-Jogi
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Grasdaggl
Tifferette hat geschrieben:
Nice Weather hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Wie viele Erstwähler kennst Du denn so ungefähr? Wenn Du Dich schon mit diesem Zeug fraternisierst.



Es ist eine gelungene Polemik, Tiffi. Und wenn du genau hinschaust, kommen da die FDP-Erstwähler lange nicht so schlecht weg wie du zu denken scheinst. Von Hetze weit entfernt.


Ich habe sehr genau hingeschaut, vielen Dank. Man kann auf jeden Dunghaufen den Aufkleber "Polemik" draufkleben. Airwin hat auch immer fleißig polemisiert, gell.

Dir wünsche ich ein wenig mehr Selbstfreflektion sobald es in Bereiche geht, die Dir wichtig sind und über die man nicht mit Ironie hinweglächeln kann.

Ich bin raus hier.


Tifferette: Schade.
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

higgi
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Grasdaggl
Öcher hat geschrieben:...
Das größte Thema mit dem Lindner bei den jungen gepunktet hat ist, die Ertragssteuer und die Einführung der Spekulationsfrist.
...

:lol:
von daher



killroy
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Granadaseggl
jetzt hab ich mir diesen text doch noch durchgelesen.
selbst wenn es eine polemik ist, gelungen ist da dran nix.

das ich wie vermutlich viele Ältere einer sozialliberalen FDP früherer zeiten hinterhertrauere, dass ich mir bereits vor vier jahren eine solche FDP als einen politischen baustein wider die AFD gewünscht hätte, das kubicki mittlerweile nur noch dreck erzählt, das westerwelle am ende gar nicht so schlecht war, wie man manches mal annehmen durfte, das eben ein lindner ein einnehmendes auftreten hat und das heutzutage zum politischen äußeren schlicht mit dazugehört (frag nach bei der linken) .... das wären halt alles punkte, die man diesbezüglich auch mal diskutieren könnte. in erwägung ziehen könnte. wenn man sich schon öffentlich äußert anregen könnte.

aber gut, rückt manchen hier in ein ganz neues, seltsames licht.
seit/seid

Herr der (Brust-)Ringe III - Die Rückkehr des Präsidenten



Öcher
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Granadaseggl
Mein Problem ist aktuell mit den Bahntickets, dass die ICEs extrem reduziert werden. Bspw gestern sind alle Direktverbindungen nachmittags von stuttgart nach Köln ausgefallen und konnten nur über Mannheim (ICE KA-Hannover) oder München-Essen bedient werden, aber nur über Köln-Messe.
Zwischen Messe und Hbf fahren aber keine RE sondern nur S-Bahnen, sodass sich der Reiseverkehr und der Berufspendelverkehr in den gleichen Zügen treffen.
Und im Grunde kalkuliert von der Bahn. Seit dem Beginn von Corona fuhr kein ICE zwischen Berlin und Köln durch, weil die nicht ausgelastet genug waren. Diese "fallen" dann aus wegen technischen Problemen und bietet dann mit einem extra Umstieg die einzige Alternative an. Vorteil vom S-Sparpreis, die Zugbindung bei ausgefallenen Zügen entfällt. Da kann man ganz gute Angebote reinholen wenn man in etwa weiß, welche Ausfallen.
Bin gespannt ob sich die Direktverbindung Köln-Berlin durchsetzen wird.
always nai dahanne

de mappes
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Spamferkel
halensee hat geschrieben:Die Diskussion um Tempo 130 finde ich ein wenig absurd.

Wenn man öfter in der Gegend um das Vaihinger oder Weinsberger Kreuz unterwegs ist, gleich ob in Richtung Heilbronn, Karlsruhe, Nürnberg, München oder Bodensee, dann ist man schon mit Tempo 100 sehr zufrieden sein.

Bin von Wien zurückgefahren. Im Kurz-Land Tempo 130 und sehr entspanntes Fahren. Nicht weit hinter Passau, freies Land und freies Fahren für freie Bürger, zack Banane, Stau.

Was mich noch mehr ärgert sind die Beschilderungen bzw. die Verkehrsleitsysteme in D. Bei etwas höherem
Verkehrsaufkommen, zeigen die Leitsysteme z.B. zwischen HN uns S sehr gerne 60 km/h und Staugefahr an.
Wenn man sich dann erdreistet 80 km/h zu fahren ist man schon ein Verkehrshindernis, weil der
Verkehr mit Tempo 100 flüssig vorankäme. Ca. 3 Verkehrsanzeigen später wird dann wieder Tempo 120 angezeigt, ohne dass sich die Verkehrssituation auch nur im geringsten geändert hätte. "Unterwegs" steht dann auch gerne ein mobiler Blitzer.

In HN gibt es Tempo 40. Wenn man unter der Woche abends gegen 22:00 Uhr durch die Stadt fährt, die Straßen nahezu leer sind und man sich an die 40 hält, dann steht man auf der Grüne-Welle-Route an 75% der Ampeln vor Rot. Dafür verrichten dann die extra aufgestellten Luftfilter ihren Dienst vorzüglich. Mit 50 kommt man locker durch, aber dann wird man geblitzt. Zur Zeit eher nicht, da 2 mobile Blitzer wohl nicht mehr so richtig geeicht sind und durch die Stad aus dem Verkehr gezogen wurden. Einnahmeverlust aufs Jahr gesehen, 900.000 €. Schon klar, dass nur geblitzt wird, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Vor meinem Wohnort befindet sich folgende Beschilderung. 80, 60, 50, 70 km/h und 100 m vor der rechtwinkligen Einfahrt in die Bundesstraße "freie Fahrt". Die Schilder stehen auf einer Strecke von ca. einem halben Kilometer. Als Hilfsmittel für autonomes Fahren würde ich das durchaus einsehen.

Lassen wir den Gesichtspunkt Umwelt mal außen vor, dann würde sich doch locker ein Kompromiss finden lassen, der wie folgt aussehen könnte. Die freie Fahrt wird mit dem Nachtfahrverbot für LKW gleichgeschaltet, gilt also lediglich zwischen 22:00 und 06:00 und zudem nur auf mindestens 3-spurigen Bundesautobahnen. Da könnten sich dann Turbo-Rolf und Genossen austoben.

Ich bin übrigens in den letzten 5 Jahren einmal geblitzt worden, weil ich das "neue" Tempo 40 auf meinem Weg zur Arbeit ignoriert hatte und wie die 20 Jahre zuvor mit 50 durch die Stadt gebrettert bin. Was ich nicht widerlegen kann ist, dass wenn ich stockbesoffen mit 200 nach Hause fahre nur halb so lang eine Verkehrsgefährdung darstelle, als wenn ich mit Tempo 100 fahren müsste.

Vielleicht gibt es aber noch andere plausible Gründe warum man durch Tempo 130 in seiner Freiheit eingeschränkt ist. Mir fällt nur keiner ein.


toller beitrag, klasse
insbesondere diese verkehrstechnischen Verplanereien, bei denen man sich jedesmal fragen muss, ob da auch wirklich irgendjemand nachgedacht hat
Don't criticize what you can't understand

redrum
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Lombaseggl
@öcher: Ich bin schon eine Weile aus dem Thema Autoindustrie draußen. Aber meines Wissens ist es immer noch so, dass die Katalysatoren bei mehr als 130 km/h abgeschaltet werden, also gar keine Funktion mehr ausüben. Dafür gibt es tatsächlich technische Gründe und diese Abschaltvorrichtung ist auch völlig legal und zudem legitim. Vielleicht hat sich das in der Zwischenzeit geändert, mein Wissenstand liegt bei vor fünf Jahren. Aber diese Abschaltung war für mich immer ein Argument für ein Tempolimit. Wenn etwas technisch nicht machbar ist, muss ich eben an anderen Parametern schrauben, um auf ein zufriedenstellendes Ergebnis zu kommen.

RedBlues
Halbdaggl
Ich muss ja zugeben, dass ich mit Tempo 130 auf Autobahnen weniger Probleme habe wie mit Tempo 30 bzw 40 auf zweispurigen Bundesstraßen innerorts.

Meine Bitte an die Politik wäre da, wenigstens eine einheitliche Regelung zu finden. Aktuell ist es in Ludwigsburg beispielsweise so, dass ich erst 50 fahren darf, dann nach einer Kurve nur noch 40.

Und dann wird natürlich fleißig geblitzt. Und genau das ist für mich Abzocke. Das kann man besser regeln.

In meiner alten Heimatstadt fängt die 30 zone mitten am Berg an, warum nicht am Ortsschild?

Man kann gerne die Geschwindigkeit begrenzen wenn das der Sicherheit dient, ob das innerorts zwischen 30 und 50 einen messbaren Unterschied beim CO2 Ausstoß macht, da hab ich meine Zweifel. Aber bitte durchgängig, so dass man sich vernünftig drauf einstellen kann.

RedBlues
Halbdaggl
Zu unserer kommenden Regierungsbildung glaube ich, dass das Tempolimit nicht das größte Problem wird, das wird imo beim Thema Steuern liegen.

Selbst Mindestlohn wird die FDP irgendwie schlucken können, wenn zum Beispiel ein Stufenmodell gefunden wird und man eine Regelung finden kann die grundsätzlich nicht darauf hinauslaufen wird, dass jede Partei bei der Wahl mit einer Erhöhung des Mindestlohn auf Wählerfang gehen kann.

Frank N Furter
Haber hat geschrieben:
Frank N Furter hat geschrieben:
Haber hat geschrieben:warum nicht?

Genau!


CORONA ergab Stimmen für die FDP aus Jugend, die geht ja bis 40 und aus der Wirtschaft. Ob Lindner das vorher :oops: wusste?

Und:

Endlich durfte die Jugend wieder etwas verantwortungsloser sein, nachdem die Älteren jahrzehntelang auch alle auf jung machten. Jetzt waren sie wieder unter sich, Partys und so. Stadtrebellen. Nur mal so, was mir noch einfiel zur Jugend.


"Nur" 25%* haben die FDP gewählt, Haber. Bedeutet eben auch: 75% der jungen Leute nicht!
Ich halte das ohnehin nur für ein Zerrbild. Goethe hat mal folgenden ewig gültigen Satz zu solchen Urteilen gesagt:

JWG dichtete dereinst mal für Allezeiten weise:
"Was ihr den Geist der Zeiten heißt, ist im Grunde der Herren eigener Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln".


2013 bekam die FDP 4,6%. Damals war sie schon gegen ein Tempolimit usw. Trotzdem zog es nicht. Das einzige was zog, war, dass die Leute keinen Bock mehr auf Finanzkrise 2008 hatten, bzw. der Verstaatlichung von Verlusten reicher, gieriger Menschen.


Edit: Hab nochmal nachgeschaut. 23%, bei 76,6% Wahlbeteiligung. Eine Jungvolk-Wahlbeteiligung angenommen, die der der Gesamtheit gleicht, hätten dann 17,6% der jungen Leute tatsächlich FDP gewählt. Das ist immer noch ne Menge, aber keine "Bewegung".

RedBlues
Halbdaggl
Naja, stimme dem ja zu dass es keine Bewegung ist die die FDP zu knapp 25 Prozent bei den jungen Leuten gebracht hat. Aber das gleiche Ergebnis haben auch die Grünen in der Altersgruppe eingefahren, trotz FFF. Also auch keine wirkliche Bewegung.

RedBlues
Halbdaggl
Haber
Ich bin ja nicht mehr Jungwähler, von daher kann ich jetzt nicht für diese sprechen, aber wo genau ist das die richtige Differenzierung zum Rest?

Bio? Garantiert nicht, Bio ist sowas von überhaupt nicht neu, das ist quasi 90er. Renate Künast ich hör dir trapsen.

Öko? Nö, schon in den 80ern waren die Ökos überall zu finden, vor allem natürlich im Milieu Sozialpädagogen

Klima? Ok keiner fordert mehr hart die Umsetzung der Klimaziele, aber selbst da gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens, dass wir unseren Fußabdruck deutlich verringern müssen. Würde ja heute auch kein normaler Mensch mehr verneinen dass der Umweltschutz in den letzten 40 Jahren nicht sinnvoll und notwendig war

Grün? Ok ja grün, das ist nur ein Sammelbegriff für nachhaltig, auch nix neues. Meine erste Photovoltaikbeteiligung nähert sich demnächst ihrem 20. Geburtstag.

Ist es jetzt Philosophie und Weltanschauung? Weiß nicht, erscheint mir als Begriff ja total toll, aber vielleicht sich etwas aufgeblasen oder?

Es gibt Trends, wie Nachhaltigkeit, gesundes Leben, Entschleunigung. Die werden sogar von der Industrie befeuert, gutes Marketing. Früher war es Yoga, heute ist es Achtsamkeit, der Wunsch aus der Tretmühle des Jobs auszubrechen. Glücklich zu werden. Nichts anderes wie Konsum, nur hat das mittlerweile doch ein Teil kapiert, dass man mit Shoppen nicht wirklich glücklich wird.

Und trotzdem, es wird geshoppt bis sich die Balken biegen. Ich befürchte diese neue Bewegung geht den gleichen Weg wie die 68er. Auch eine Bewegung, auch große Ziele, aber jung und naiv.

Silicon Valley basiert auf Hippies, der Gedanke zu teilen die Welt besser zu machen hat sie erfolgreich gemacht, heute gehören sie zu den reichsten Menschen auf dem Planeten und haben Menschen wie Zuckerberg hervorgebracht.

RedBlues
Halbdaggl
Ich hab Haber geantwortet, da muss man auch etwas das Herz ansprechen. :mrgreen:

APO war für mich zu früh, also ich kenne gerade noch das letzte Zucker der RAF aus meiner persönlichen Erinnerung.

Ich weiß nicht ob FFF direkt eine solche Entwicklung nehmen könnte, glaube eher dass das eine Splitterbewegung sein wird. Aber ja. Die Gefahr des gewaltsamen Widerstand gegen das aktuelle System sehe ich durchaus auch.

Aber nicht solange die Nachkommen von Reemtsma bei uns die Sprecher der Bewegung sind.

Iron
Grasdaggl
Haber hat geschrieben:Wenn ich die Klimaaktivisten als Demobild vor mir habe, das ist eine Bewegung, öko, Bio, Klima, grün. Das ist Bewusstsein, Weltanschauung, Philosophie, Überzeugung, ein Knaller, ein richtiges Ding.


Zuletzt geändert von Iron am 9. Oktober 2021 11:18, insgesamt 1-mal geändert.

Iron hat geschrieben:
Haber hat geschrieben:Wenn ich die Klimaaktivisten als Demobild vor mir habe, das ist eine Bewegung, öko, Bio, Klima, grün. Das ist Bewusstsein, Weltanschauung, Philosophie, Überzeugung, ein Knaller, ein richtiges Ding.




Ist interessant. Das könnte man jetzt tendenziell so lesen, dass die Jungen Wasser predigen und Wein saufen, während die Alten wirklich was tun. Dabei gilt eigentlich nur der Verzicht auf Flugreisen als eine Sache, die vielleicht im Ansatz eine Wirkung hat – wenn überhaupt. Müll trennen und CDU wählen hilft nix. Man muss die Politik zu Entscheidungen bewegen.

factotum
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Granadaseggl
halensee hat geschrieben:

Diese, meine Sichtweise verleitet mich zu der polemischen Aussage, dass die Politiker unserer Zeit ausschließlich durch operatives Handeln aufgrund externer Gegebenheiten getrieben sind, keinerlei Interesse haben notwendige Dinge grundsätzlich anzugehen und somit den Status Quo bewahren.


"Auf Sicht fahren" ist die etablierte Umschreibung dieses Phänomens.
The shit that used to work, won`t work now.

RedBlues
Halbdaggl
Warum das Thema Rente nun für die Alten gerade so wichtig sein sollte im Verhältnis zu den Jungen leuchtet mir jetzt aber nicht wirklich ein.

Und dass dann gerade die FDP damit in den Wahlkampf zieht geht glaub auch nicht ganz mit dem Lobbyismus Argument zusammen, oder?

RedBlues
Halbdaggl
Haber hat geschrieben:
Wie lässt es sich erklären, dass in den letzten Jahren so wichtige Themen (für die "Alten") wie Rente, Gesundheit oder Pflege, bzw. Umwelt, Klima, Lohngerechtigkeit, Familie (für die "Jungen"), welche für den Bürger elementar sind, strategisch(!) nicht angegangen wurden?


Hallo halensee,
Ich vermute Lobbyismus ist da eine mögliche Antwort!


Nachdem da jetzt ja eigentlich ALLE Themen aufgezählt worden sind die so auf der Tagesordnung stehen könnten, bis auf Wirtschaft, würde ich behaupten wollen dass das nichts mit Lobbyismus zu tun hat, sondern eher mit einer Regierung die in den letzten 8 Jahren nur verwaltet hat.

cron