2597 Beiträge

Wen wählt ihr am 13. März in Baden-Württemberg?

Umfrage endete am 12. März 2016 21:26

CDU
5
7%
Grüne
21
31%
SPD
6
9%
FDP
8
12%
Linke
5
7%
AfD
10
15%
Sonstige
1
1%
Ich nix Baden-Württemberg
11
16%

Kronenclub
Granadaseggl
Du könntest beispielsweise auch der meinung sein,
nichts sei wichtiger als die kriegsflüchtlinge menschenwürdig unter zu bringen.


wenn aus der Unterbringung kein Bleiberecht resultieren würde, würde ich dir sofort zustimmen
#verpisst euch alle#

Airwin
airwin
sag lieber mal was zu Deinem dauerbrenner " vor und nach köln"


was willste denn hören :mrgreen: ? Seit köln gibt es so etwas wie einen bruch des schweigekartells, eine ehrlichere berichterstattung, eine offenere debatte und mehr menschen die sich trauen ihre meinung zu sagen. Und in köln eine polizei die aufgewacht ist bzw aufwachen durfte.


airwin
und warum Dir derzeit nichts auf der welt wichtiger erscheint, als die grenzen zu schliessen.
Du könntest beispielsweise auch der meinung sein,
nichts sei wichtiger als die kriegsflüchtlinge menschenwürdig unter zu bringen.
Steht, aber wohl nicht so weit oben auf Deiner skala.


Es gibt natürlich sehr vieles auf der welt was mir wichtiger erscheint, auch merkelkritiker haben eine familie und ein privatleben :shock: .
Im übrigen bin ich sehr der meinung dass es SEHR wichtig ist kriegsflüchtlinge menschenwürdig unter zu bringen u.a. deshalb muß man die zahl unbedingt begrenzen. Eigenlich logisch :bounce:


Airwin
anderswo ist das natürlich genauso menschenwürdig möglich. Viele grüne sind zwar offensichtlich der meinung ,dass am doitschen flüchtlingswesen die welt genesen soll, dass wir die moral gepachtet haben und der rest der welt (weitestgehend) aus rassistischen unmenschen besteht. Ich glaube das nicht.

Und wenn zu viele flüchtlinge hierher kommen dürfen, dann wird es halt hier noch schlimmer, denn die unterbringung in turnhallen und praktikermärkten ist schon jetzt nicht gerade vorbildlich.


„Gemäß heutiger Praxis wären, gemessen an den hiesigen demokratischen und ökonomischen Standards, zwei Drittel der Weltbevölkerung in Deutschland asylberechtigt. Dass unsere Flüchtlingspolitik einem Denkfehler unterliegt, müsste einem spätestens da auffallen ...“, meint der Philosoph Rüdiger Safranski.

Airwin
:lol: dann ist er also eher keiner :D ? Laut wiki literaturwissenschaftler und schriftsteller, zum philosophen hat ihn frau maron in der FAZ ernannt. ist wohl eher kein gschützter berufsbegriff ? vorstopper übrigens auch nimmer :mrgreen:


redrum
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Lombaseggl
Kronenclub hat geschrieben:Ein Plan der Opposition war es von Anfang an Grenzen zu schließen um den Anreiz gering zu halten.


Ist das die Lösung des Problems? Genau das hat man ja mit Dublin III versucht. Es war abzusehen, dass das nicht auf Dauer klappt und unsere Nachbarn da nicht mit machen. Die EU-Außengrenzen dicht machen? Vermutlich unmöglich, aber selbst wenn, dann sorgen wir nur dafür, dass die Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen.

Denn sie werden trotzdem versuchen zu kommen, weil ihr Elend so groß ist, dass sie auch ihr Leben aufs Spiel setzen. Alle Prognosen sagen, dass die Flüchtlingsströme in den kommenden Jahren weiter zunehmen werden. Nicht nur alleine wegen der Kriege, sondern auch wegen des Klimawandels. Hier müssen tragfähige Konzepte entwickelt werden, denn natürlich kann Europa nicht alle Flüchtenden aus Asien und Afrika aufnehmen. Es geht also darum, Fluchtursachen zu bekämpfen, soweit das geht. Wenn es nicht geht, muss überlegt werden, was mit den Flüchtenden geschehen soll, wie man ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Nicht unbedingt in Europa, wo die meisten nur aus Not hin wollen, sondern in den Regionen in die es sie eigentlich zieht.

Bangladesh versinkt langsam im Meer, die Sahara dehnt sich immer weiter Richtung Süden aus. Natürlich kann man sagen, das ist das Problem der Anrainerstaaten. Aber wenn die Leute dort keine Perspektive mehr sehen versuchen sie eben den Sprung nach Europa.

"Grenzen zu" ändert nichts, aber auch gar nichts an der Problematik. Im Gegenteil, es verschärft die Situation nur.

Natürlich lassen sich diese Probleme nicht ad hoc lösen. Es wird Jahre, eher Jahrzehnte dauern. Und solange müssen wir mit Armuts- und Kriegsmigration nach Europa rechnen. Aber das Problem ist seit mindestens 30 Jahren bekannt. Es wurde ignoriert. Es wurde erzählt, dass es schon nicht so schlimm werde.

Es wurde so schlimm. Und Zäune werden die Flüchtlinge auch nicht aufhalten. Diese Menschen haben nichts zu verlieren, aber in ihren Augen alles zu gewinnen. Die musst du erschießen, damit sie nicht über den Zaun klettern. Da haben Frau Petry und Frau Storch schon recht. Aber ist das wirklich eine gangbare Alternative?

Du hast recht, die Regierung agiert vollkommen planlos. Das muss man ihr vorwerfen. Sie hat auch gar keine Absicht, einen brauchbaren Plan zu entwerfen. Das würde zu Anfang Geld kosten. Richtig viel Geld. Das will man nicht. Zumindest nicht offensichtlich. Also wurstelt man erst mal vor sich hin.

Ich kann die Ängste der Leute nachvollziehen. Die Flüchtenden konkurrieren um billigen Wohnraum und langfristig auch um Jobs. Es wird viele Verlierer geben. Das müsste nicht sein, ist aber – wenn auch nicht unbedingt gewollt – so doch eingepreist. Nur keine Veränderung an den Rahmenbedingungen. Das Kapital ist schließlich ein scheues Reh, das man nicht zu gesellschaftlichen Aufgaben heranziehen sollte. Da ist es dann für einen Herrn Seehofer oder eine Frau Petry viel einfacher, die Flüchtlinge zu bashen.

exmatthes
Granadaseggl
die grünen auf ihrem hohen moralischen ross mit ihrem mantramäßigem abgemurmel des kategorischen imperativs.
das thema gefällt mir!

seit denen ihr veggi-day so grandios um die ohren geflogen ist, sind (scheinen) immerhin einige partiell zur besinnung gekommen sein.

aber andere werden wohl niemals einsehen, daß man gemeinhin für diejenigen, die einem bei jeder gelegenheit erklären, was nicht alles falsch, dumm, fehlerhaft usw. ist am eigenen leben, nicht die allergrößten sympathien hat.

thoreau
Granadaseggl
@kronenclub

Einer planlosen Regierung damit Feuer zu machen, indem man eine andere planlose Partei und damit insbesondere deren kruden Inhalte unterstützt, halte ich einfach für falsch. Protestwahl bringt uns demokratisch und inhaltlich nicht weiter und führt nur zu populistischen Entscheidungen der Regierungsparteien. Der Druck, den man dadurch ausübt führt nicht zu rationaleren oder besseren Lösungen, sondern dazu, dass andere Methoden salonfähig werden. Und so das komplette politische Spektrum in Richtung der Protestparei rückt. Die aber selbst keinerlei funktionale Lösungen parat haben.

thoreau
Granadaseggl
redrum hat geschrieben:Ist das die Lösung des Problems? Genau das hat man ja mit Dublin III versucht. Es war abzusehen, dass das nicht auf Dauer klappt und unsere Nachbarn da nicht mit machen. Die EU-Außengrenzen dicht machen? Vermutlich unmöglich, aber selbst wenn, dann sorgen wir nur dafür, dass die Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen.

Denn sie werden trotzdem versuchen zu kommen, weil ihr Elend so groß ist, dass sie auch ihr Leben aufs Spiel setzen. Alle Prognosen sagen, dass die Flüchtlingsströme in den kommenden Jahren weiter zunehmen werden. Nicht nur alleine wegen der Kriege, sondern auch wegen des Klimawandels. Hier müssen tragfähige Konzepte entwickelt werden, denn natürlich kann Europa nicht alle Flüchtenden aus Asien und Afrika aufnehmen. Es geht also darum, Fluchtursachen zu bekämpfen, soweit das geht. Wenn es nicht geht, muss überlegt werden, was mit den Flüchtenden geschehen soll, wie man ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Nicht unbedingt in Europa, wo die meisten nur aus Not hin wollen, sondern in den Regionen in die es sie eigentlich zieht.

Bangladesh versinkt langsam im Meer, die Sahara dehnt sich immer weiter Richtung Süden aus. Natürlich kann man sagen, das ist das Problem der Anrainerstaaten. Aber wenn die Leute dort keine Perspektive mehr sehen versuchen sie eben den Sprung nach Europa.

"Grenzen zu" ändert nichts, aber auch gar nichts an der Problematik. Im Gegenteil, es verschärft die Situation nur.

Natürlich lassen sich diese Probleme nicht ad hoc lösen. Es wird Jahre, eher Jahrzehnte dauern. Und solange müssen wir mit Armuts- und Kriegsmigration nach Europa rechnen. Aber das Problem ist seit mindestens 30 Jahren bekannt. Es wurde ignoriert. Es wurde erzählt, dass es schon nicht so schlimm werde.

Es wurde so schlimm. Und Zäune werden die Flüchtlinge auch nicht aufhalten. Diese Menschen haben nichts zu verlieren, aber in ihren Augen alles zu gewinnen. Die musst du erschießen, damit sie nicht über den Zaun klettern. Da haben Frau Petry und Frau Storch schon recht. Aber ist das wirklich eine gangbare Alternative?

Du hast recht, die Regierung agiert vollkommen planlos. Das muss man ihr vorwerfen. Sie hat auch gar keine Absicht, einen brauchbaren Plan zu entwerfen. Das würde zu Anfang Geld kosten. Richtig viel Geld. Das will man nicht. Zumindest nicht offensichtlich. Also wurstelt man erst mal vor sich hin.

Ich kann die Ängste der Leute nachvollziehen. Die Flüchtenden konkurrieren um billigen Wohnraum und langfristig auch um Jobs. Es wird viele Verlierer geben. Das müsste nicht sein, ist aber – wenn auch nicht unbedingt gewollt – so doch eingepreist. Nur keine Veränderung an den Rahmenbedingungen. Das Kapital ist schließlich ein scheues Reh, das man nicht zu gesellschaftlichen Aufgaben heranziehen sollte. Da ist es dann für einen Herrn Seehofer oder eine Frau Petry viel einfacher, die Flüchtlinge zu bashen.


Ich bin gespannt wie man diesen Post inhaltlich kritisieren wird... aus meiner Sicht unmöglich, toller Beitrag.

Kronenclub
Granadaseggl
redrum so ziemlich alles was du schreibst steht doch gar nicht zur Diskussion.
Natürlich wird ein Zaun die Problematik nicht komplett beenden, natürlich werden weiterhin Menschen versuchen zu flüchten und selbstverständlich muss man die Fluchtursachen bekämpfen.
Das sieht, glaube ich mal, von ganz links bis ganz rechts gar niemand anders.

Nur muss man irgendwo anfangen und egal wo ich bei den Fluchtursachen ansetze, es wird nicht von heute auf morgen Funktionen. Unser Land funktioniert aber in recht kurzer Zeit nicht mehr, wenn es in der Geschwindigkeit weitergeht und deswegen benötigt es einer kurzfristigen Lösung um die langfristige angehen zu können.

Der erste Schritt muss eine Grenzschließung auf dem Festland sein. Dann muss man zudem jeden den man auf dem Meer sieht wieder an die Ausgangstelle zurückbringen.
Natürlich wird das dann nicht alle von der Flucht abhalten, aber von 1 Million versuchen es dann vielleicht noch 100.000.

Du hast recht, die Regierung agiert vollkommen planlos. Das muss man ihr vorwerfen. Sie hat auch gar keine Absicht, einen brauchbaren Plan zu entwerfen. Das würde zu Anfang Geld kosten. Richtig viel Geld. Das will man nicht. Zumindest nicht offensichtlich. Also wurstelt man erst mal vor sich hin.


Aus dem Grund wird es auch irgendwann richtig eskalieren.
#verpisst euch alle#

Airwin
Edit @redrum ich find das posting auch gut bzw, zumindest eine gute diskussionsgrundlage. gehe auch auf jeden einzelnen punkt ein ;) .


Ist das die Lösung des Problems? Genau das hat man ja mit Dublin III versucht. Es war abzusehen, dass das nicht auf Dauer klappt und unsere Nachbarn da nicht mit machen.


Exakt. Das hat DIE kanzlerin einfach laufen lassen, die jetzt immer solidarität von den europäischen nachbarn einfordert. Und die ihrem wahlvolk verspricht, dass es die geben wird. Die wird es aber nicht geben. Und wenn man so dermaßen ungeschickt agiert wie merkel dann schon gar nicht.



Die EU-Außengrenzen dicht machen? Vermutlich unmöglich, aber selbst wenn, dann sorgen wir nur dafür, dass die Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen.


Etwas verkürzte darstellung. Die flüchtlinge ersaufen doch gerade jetzt bei offenen außengrenzen? Und je offener die grenzen sind und umso dämlicher bzw. größer die "willkommenskultur" ist desto mehr werden es versuchen.



Denn sie werden trotzdem versuchen zu kommen, weil ihr Elend so groß ist, dass sie auch ihr Leben aufs Spiel setzen.


Ich halte es für wahrscheinlich, dass deutlich weniger kommen könnten (s.o.). Seit bei den baklanflüchtlingen (elendsflüchtlinge :?: ) die anreize niedriger gesetzt wurden kommen auch viel weniger.



Alle Prognosen sagen, dass die Flüchtlingsströme in den kommenden Jahren weiter zunehmen werden. Nicht nur alleine wegen der Kriege, sondern auch wegen des Klimawandels. Hier müssen tragfähige Konzepte entwickelt werden, denn natürlich kann Europa nicht alle Flüchtenden aus Asien und Afrika aufnehmen.


Exakt richtig. Aber wir haben eine kanzlerin die seit einem halben jahr behauptet es gäbe keine obergrenze :roll: . Und eine (sog.) "opposition" :lol: die sie verteidigt .



Es geht also darum, Fluchtursachen zu bekämpfen, soweit das geht. Wenn es nicht geht, muss überlegt werden, was mit den Flüchtenden geschehen soll, wie man ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Nicht unbedingt in Europa, wo die meisten nur aus Not hin wollen, sondern in den Regionen in die es sie eigentlich zieht.


Ebenfalls richtig. Mit der einschränkung , dass die meisten nach europa wollen weil sie dort die besten sozialen bedingungen erwarten - was aus deren sicht ja auch legitim ist. Deshalb wollen auch alle nach deutschland oder schweden - und nicht etwas ins schöne portugal mit seinem angenehmen klima.



Bangladesh versinkt langsam im Meer, die Sahara dehnt sich immer weiter Richtung Süden aus. Natürlich kann man sagen, das ist das Problem der Anrainerstaaten. Aber wenn die Leute dort keine Perspektive mehr sehen versuchen sie eben den Sprung nach Europa.


Und wie oben von dir richtig festgestellt:
natürlich kann Europa nicht alle Flüchtenden aus Asien und Afrika aufnehmen.
Und erst recht nicht deutschland alleine.



"Grenzen zu" ändert nichts, aber auch gar nichts an der Problematik. Im Gegenteil, es verschärft die Situation nur.


Das hätte ich nun gerne näher erklärt. Inwiefern verschärft das die situation?



Natürlich lassen sich diese Probleme nicht ad hoc lösen. Es wird Jahre, eher Jahrzehnte dauern. Und solange müssen wir mit Armuts- und Kriegsmigration nach Europa rechnen. Aber das Problem ist seit mindestens 30 Jahren bekannt. Es wurde ignoriert. Es wurde erzählt, dass es schon nicht so schlimm werde.


Richtig - und von wem? Von den parteien die ich jetzt unbedingt wieder wählen soll? Bzw. von den grünen die sich so doll auf das veränderte deutschland freuen :?



Es wurde so schlimm. Und Zäune werden die Flüchtlinge auch nicht aufhalten. Diese Menschen haben nichts zu verlieren, aber in ihren Augen alles zu gewinnen. Die musst du erschießen, damit sie nicht über den Zaun klettern. Da haben Frau Petry und Frau Storch schon recht. Aber ist das wirklich eine gangbare Alternative?


Nein ist es nicht. Es wird auch nicht klappen grenzen vollkommen dicht zu machen, aber es ist möglich sie weitgehend zu kontrollieren - auch ohne die leute vom zaun zu schießen. kann man ja in vielen teilen der welt sehen, dass das geht.



Du hast recht, die Regierung agiert vollkommen planlos. Das muss man ihr vorwerfen. Sie hat auch gar keine Absicht, einen brauchbaren Plan zu entwerfen. Das würde zu Anfang Geld kosten. Richtig viel Geld. Das will man nicht. Zumindest nicht offensichtlich. Also wurstelt man erst mal vor sich hin.


Immerhin jemand der das zugibt. Vor monaten wäre das noch eine frevelei an der willkommensdiktatur gewesen. Und für das vollkommen planlose soll es meine stimme geben? Edit: 50 Milliarden für flüchtlinge bis 2017 und das ohne plan ist auch nicht wenig geld , nä?



Ich kann die Ängste der Leute nachvollziehen. Die Flüchtenden konkurrieren um billigen Wohnraum und langfristig auch um Jobs. Es wird viele Verlierer geben. Das müsste nicht sein, ist aber – wenn auch nicht unbedingt gewollt – so doch eingepreist. Nur keine Veränderung an den Rahmenbedingungen. Das Kapital ist schließlich ein scheues Reh, das man nicht zu gesellschaftlichen Aufgaben heranziehen sollte. Da ist es dann für einen Herrn Seehofer oder eine Frau Petry viel einfacher, die Flüchtlinge zu bashen.


Herr Seehofer basht frau merkel und nicht die flüchtlinge, soviel klarheit muß schon sein. Und für die etablierten parteien ist es offensichtlich viel einfacher die AfD zu bashen als bspw. dafür zu sorgen dass das scheue reh sich stärker an an der finanzierung gesellschaftlicher aufgaben beteiligt. Wenns mit ner GroKo nicht klappt wann denn dann? Politikversagen auf ganzer linie.
Zuletzt geändert von Airwin am 11. Februar 2016 13:59, insgesamt 1-mal geändert.

Kronenclub
Granadaseggl
Die EU-Außengrenzen dicht machen? Vermutlich unmöglich, aber selbst wenn, dann sorgen wir nur dafür, dass die Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen.


Wenn man weiß, dass man auf der anderen Seite gar nicht ankommt, dann fährt der Großteil gar nicht mehr los.
Das glaubst du doch selbst nicht, dass sich hier kein Erfolg einstellt und die Menge an Flüchtlingen deutlich reduziert wird.

Wir können eh nichts machen, weil sie sowieso kommen ist genauso planlos wie die Politik.
#verpisst euch alle#

Airwin
@haber

"fluchtursachen bekämpfen" ist ungefähr so wie wenn man einem ertrinkenden versichert dass man sich bemühen wird langfristig die wasserqualität zu erhöhen. Als ob merkel (und das jetzt nicht als vorwurf) dazu in der lage wäre. Mehrere kriege zu beenden, dazu den klimawandel stoppen und dann noch die wirtschaftliche situation in afrika zu verbessern ist schon recht ambitioniert. Vorher wird der VfB die CL auf jahre hin dominieren :vfb: .
Fluchursachen bekämpfen kann also nur heißen die situation in den lagern in den anrainerstaaten zu verbessern. Aber auch das klappt ja nicht wie gewünscht, zu sehr hat mutti die anderen jetzt zahlungsunwilligen europäer mit ihren mother merkel-alleingängen verärgert.

Immerhin hat sie mittlerweile geschnallt, dass es nicht opportun ist sich jedem der 1 million flüchtlinge für ein selfie anzubiedern. Andererseits kann man das einer frau für die das internet noch immer "neuland" ist auch nicht unbedingt zum vorwurf machen :bounce:

Auswurf
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Grasdaggl
zu sehr hat mutti die anderen jetzt zahlungsunwilligen europäer mit ihren mother merkel-alleingängen verärgert.


Du meinst sonst würden die munter zahlen?
Man kann nicht sagen, das da unten bringt alles nix.
Denn schliesslich sind die meisten flüchtlinge eben nicht auf dem weg nach europa,
sondern in den anrainerstaaten

Ja, langfristige lösungen brauchen zeit (wie der name schon sagt).
Es ist auch für mich ein problem, dass wir zunehmend vermeiden uns selbst die hände schmutzig zu machen und deshalb auf die sicherung der außengrenzen hoffen.
Kann ich voll nachvollziehen, wenn Du doppelmoral anprangerst.
Nur bist Du ja selbst dafür, oder ist es Dir lieber sie stehen erst bei uns vor'm zaun.
das ist doch keine Musik

Airwin
@Auswurf

ja die tugendprahlerei in verbindung mit doppelmoral finde ich schlimm. Mein schottischer chef meint immer, dass die deutschen schon wieder fussballweltmeister wurden war schlimm, aber jetzt als (selbternannte) tugendwelmeister findet er sie unerträglich :mrgreen:

Und ja, ich finde es wesentlich besser die leute dazu zu bewegen dort zu bleiben wo sie sind. die dümmste option ist es sie viel geld für schlepper zahlen zu lassen, sie dann (fast) im mittelmeer ersaufen zu lassen , sie anschließend ins land zu lassen , sich um integration bemühen - bis mutti dann ums eck kommt um festzustellen dass " die allermeisten keine bleibeperspektive " haben :roll: . Ich kann mir ehrlich gesagt schwerlich einen dümmeren plan vorstellen, noch nicht mal wenn ihn frau von storch höchstpersönlich entwickel würde. und das will zugegebenermaßen etwas heißen :mrgreen: .

Airwin
Finde es irgendwie merkwürdig, daß jetzt keiner der Kollegen, die zum Handgranatenwurf in Richtung kommt von "rechts" schrieben, jetzt auch nur ein Wort zur erfolgten Aufklärung für nötig halten. Erst sich ob der "bösen rechten" echauffieren, dann aber die Auflösung nicht zur Kenntnis nehmen wollen - passt nicht....



@Crastro

mir stößt eher auf , dass der bundesheiko "wir haben einen neue qualität der hetze und gewalt" und auch winfried "mit quasi kriegswaffen auf asylsuchende losgegangen" kretschmann sich nicht zu ihren in die hose gegangenen vorverurteilungen äußern. Aber was sollen sie auch sagen? Wäre eh peinlich.

Airwin
Gutes Interview in der FAZ mit einem (Ex-) Grünen:

Ex-Grüner unterstützt die AfD
„Auch bei den Grünen habe ich Strohpuppen brennen sehen“
Ludger Sauerborn war 36 Jahre bei den Grünen, Gründungsmitglied der Partei, Oberbürgermeisterkandidat in Worms. Jetzt ist er ausgetreten und unterstützt die AfD. Warum macht er das? Ein Interview.

„Die Kritik an Frauke Petry ist doch eine schlimme Heuchelei“, findet Ludger Sauerborn, der langjährige Grüne, der jetzt die AfD unterstützt
Herr Sauerborn, Sie waren 36 Jahre bei den Grünen, Gründungsmitglied der Partei, haben als Oberbürgermeisterkandidat in Worms und für den rheinland-pfälzischen Landtag kandidiert. Jetzt sind Sie ausgetreten und unterstützen die AfD. Warum das?


Ich fühle mich bei den Grünen nicht mehr zuhause, sie vertreten mittlerweile Positionen, die ich nicht mehr mittragen kann. Das gilt vor allem für die unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen und die Euro-Rettungspolitik, aber auch für den Boykott Russlands, den ich für grundfalsch halte. Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet eine Grüne wie die Europaabgeordnete Rebecca Harms sich als kälteste der kalten Krieger gerieren würde. Ausschlaggebend für den Austritt war aber die immer schlimmer werdende Intoleranz gegenüber Andersdenkenden. Bei der AfD ist das nicht so, da finde ich viele programmatischen Positionen gut.

Die Grünen sind Ihnen nicht mehr friedensbewegt genug, deshalb unterstützen Sie jetzt die AfD?

Ich teile vor allem die außenpolitischen Positionen von Herrn Gauland, er lehnt den Russland-Boykott ab, weil Russlands Interessen nicht genügend berücksichtigt werden. Außerdem stärkt der Boykott Putin innenpolitisch eher als ihn zu schwächen und er schadet der deutschen Wirtschaft. Auch die skeptische Haltung der AfD gegenüber Bundeswehr-Auslandseinsätzen und der Euro-Rettung finde ich gut. Die AfD besteht in der Hinsicht doch aus viel überzeugteren Europäern als die Grünen, weil sie sagt: Die Euro-Rettungspolitik macht Europa kaputt. Sie ist teuer für den deutschen Steuerzahler und ruiniert den normalen Griechen.

Die AfD macht derzeit aber ja nicht durch ihre Kritik an der Euro-Rettungspolitik Schlagzeilen, sondern durch immer drastischere rechtspopulistische Äußerungen in der Flüchtlingskrise: Björn Höcke redet über den „lebenbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“, Frauke Petry will an der Grenze notfalls auf Flüchtlinge schießen lassen. Kann ein langjähriger Grüner über so etwas einfach hinwegsehen?

Ich muss darüber nicht hinwegsehen, weil die Kritik an Frau Petry doch eine schlimme Heuchelei ist. In dem Interview wurde sie mit mehreren Nachfragen in eine Ecke gedrängt, und dann hat sie gesagt: Die Rechtslage ist so, wofür haben Grenzschützer sonst überhaupt Pistolen dabei? Das heißt doch nicht, dass die AfD auf Flüchtlinge oder gar auf Kinder schießen will. Ihr wird da etwas untergeschoben, das überhaupt nicht stimmt. Ich habe selber 1972 den Kriegsdienst verweigert und will auf niemanden schießen, das ist meine tiefe Überzeugung. Ich denke, das ist bei Frau Petry nicht anders.

Und dass auf den AfD-Seiten im Internet von Anhängern gegen Flüchtlinge gehetzt wird und es Applaus für Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling gibt, die dazu aufgerufen hat, die Eliten mit Mistgabeln aus ihren Häusern zu jagen: Stört Sie das auch nicht?

Ich bin Gründungsmitglied der Grünen; sie können sicher sein, dass ich dort schon wesentlich problematischere Äußerungen gehört habe. Was meinen Sie, wie viele Strohpuppen ich bei denen schon habe brennen sehen. Außerdem misst die Presse doch mit zweierlei Maß. Sicher ist der Galgen bei Pegida eine unschöne Art, sich auszudrücken. Aber dass man das danach rauf und runter zitiert, das blutige Schafott, das Linke am gleichen Tag bei einer Anti-TTIP-Demo herumtragen, aber ignoriert, ist einseitig und eigentlich ein Skandal.

Sie glauben wie viele AfD-Anhänger, dass es eine Verschwörung der Medien und der Politik gibt und die Wahrheit unterdrückt wird?

Ich frage mich schon, warum sich die Medien mit Pegida und auch mit der AfD so unfair auseinandersetzen. Die Radikalisierung von Pegida kommt doch auch daher, dass die Presse sie immer mehr in die Nazi-Ecke schiebt. Ich war zwar noch nie auf einer Pegida-Demonstration, aber von den 19 Thesen, die die veröffentlicht haben, kann ich fast alle unterschreiben.

Sie befürchten wie Pegida und die AfD eine „Islamisierung Deutschlands“ – woran machen Sie das fest?

Ich finde es schlimm, dass die Grünen jetzt zum Beispiel spezielle Schwimmzeiten für Moslems unterstützen. Oder dass Kinder auf den Schulen jetzt Arabisch als zweite Fremdsprache lernen sollen. Ich bin selber mit einer Chinesin verheiratet und habe zwei deutsche und zwei chinesische Kinder. Es ist in Ordnung, wenn als zweite Fremdsprache alle möglichen Fremdsprachen angeboten werden, aber doch nicht nur Arabisch.

Sie sind mit einer Chinesin verheiratet und jetzt trotzdem Anhänger der AfD, die eine Überfremdung Deutschlands befürchtet – ist das nicht komisch?

Warum soll das komisch sein? Die AfD ist nicht ausländerfeindlich und auch nicht rechtsextrem. Meine Frau musste vor mehr als 30 Jahren aus Vietnam nach China flüchten. Wenn Sie sich in den entsprechenden Communities umhören, dann merken sie, dass gerade unter den integrierten Migranten die große Mehrheit die Willkommenspolitik von Merkel ablehnt. Gerade die haben Angst davor, von den Flüchtlingen aus bestimmten Bereichen verdrängt zu werden.

Sie wollen die AfD im Wahlkampf „unterstützen“, aber nicht in die Partei eintreten. Weil Sie dann doch letzte Bedenken haben?

Nein, das hat keine inhaltlichen Gründe, sondern liegt eher am Alter. Ich bin jetzt 62, da muss ich das nicht mehr machen. Außerdem sehe ich mich mehr als eine Art Brückenbauer. Unter Demokraten müsste es doch möglich sein, auf manchen Themengebieten unterschiedlicher Meinung zu sein, ohne den anderen deshalb gleich als Monster zu verteufeln. Ich halte es mit Rosa Luxemburg: Meinungsfreiheit muss immer die Freiheit des Andersdenkenden sein.

Was haben eigentlich Ihre früheren Parteifreunde über Ihren Schritt gesagt? Waren die empört?

Bislang haben sich hier in Worms früheren Parteifreunde mir gegenüber sehr fair verhalten. Einige haben sogar gesagt: Du hast Recht, diese Blauäugigkeit gegenüber dem Islam kritisieren wir auch schon lange. Viele haben meinen Austritt bedauert.

Kennen Sie viele andere Grüne, die auch über einen Austritt nachdenken oder sogar auch die AfD unterstützen wollen?

Die AfD unterstützen vielleicht nicht direkt, da kenne ich nur sehr wenige. Aber es gibt viele in der Partei, die den Islam und die Frage, wie wir die Flüchtlingswelle verkraften, ähnlich kritisch sehen wie Boris Palmer und ich. Viele finden, dass wir dringend eine Obergrenze für Flüchtlinge brauchen, weil wir nicht alle integrieren können. Und viele glauben, dass unsere Einstellung gegenüber dem Islam zu unkritisch ist. Die Unzufriedenheit mit der derzeitigen Politik ist auch bei vielen Grünen sehr groß.





Tifferette
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Grasdaggl
F: Sie wollen die AfD im Wahlkampf „unterstützen“, aber nicht in die Partei eintreten. Weil Sie dann doch letzte Bedenken haben?

A: Nein, das hat keine inhaltlichen Gründe, sondern liegt eher am Alter. Ich bin jetzt 62, da muss ich das nicht mehr machen.


Wunderschön. Um es mal mit Nice zu sagen:

Bild
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Kronenclub
Granadaseggl
Vermutlich unmöglich, aber selbst wenn, dann sorgen wir nur dafür, dass die Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen.


Was mich beim Thema noch stört ist die Tatsache, dass immer so getan wird als ob jeder Zweite in der Ägäis ertrinkt.
Jeder Einzelne ist zuviel, dennoch:

Im Januar sind wohl 60.000 Flüchtlinge über die Ägäis. 300 sind ertrunken.
Prozentual gesehen ist weltweit am Straßenverkehr teilzunehmen, also wesentlich gefährlicher.
Die Zahlen der Verkehrstote weltweit lag bei fast 2 % aller Todesursachen.
Die prozentual also recht geringe Todesrate hält sicherlich fast keinen ab übers Meer zu schippern, ansonsten würde auch keiner mehr in ein Auto sitzen.
#verpisst euch alle#