Tamasi hat geschrieben:
UWe,
Koch-erfahrener, hast du spezielle Tipps?
Auswurf hat geschrieben:
sorry, wenn ich was sage...
ja nicht zuviel flüssigkeit, sonst müsst ihr euch am ende mit mehl behelfen
Vorweg:
Auswurf hat Recht.

Das mit den Knödeln ist eine längere Geschichte.
Die besten Knödel hat meine Mutter gemacht, Gelbfüßlerin, wie Ihr wisst.
Gekochte Kartoffeln,
Zwiebel und Petersilie zusammen andünsten,
2-3 Eier, je nach Karoffelmenge,
In Milch eingelegtes Milchbrötchen.
Alles nach und nach durch den Fleischwolf drehen, vermengen, mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken.
Beim Knödelformen viel mit Mehl arbeiten (Hände, Unterlage), damit die Knödel nicht verkleben.
In die Knödel Würfel von mit viel Butter leicht angebratenen Kastenweißbrotscheiben tun.
Salzwasser zum Kochen bringen und danach Temperatur zurückstellen.
Knödel ca. 25 Minuten ziehen (nicht köcheln) lassen, bis sie an die Oberfläche kommen.
Das waren zeitlebens die besten Knödel, die ich gegessen habe.
Mit dem Rezept bin ich nach Münster gefahren und schon beim ersten Weihnachtsessen in der Fremde ging es in die Hose. Der Teig war zu pappig, also wurde mit Mehl oder Weckmehl nachgeholfen, was wiederum der Konsistenz nicht gut tat. Ende vom Lied: Die Knödel kamen noch gerade so einigermaßen durch den Garprozess, fielen dann aber in der Schüssel in sich zusammen, was der Weihnachtsfreude etwas abträglich war.
Und so ging es Jahr für Jahr. Und es hieß danach: Salzkartoffel statt Knödel zur Gans.
Vor einigen Jahren bin ich dann auf die Idee gekommen, es mit Kartoffelmehl zu probieren (halb gekochte Kartoffeln, halb gleiche Menge Kartoffelmehl). Und siehe da, genau nach dem Rezept auf der Packung wurden die Klöße wunderbar fest.
Gelegentlich nehme ich auch den Kloßteig von Henglein.
Meistens den nach Thüringer Art:

So auch heute. Die Klöße sind wirklich lecker, schön fest und nicht zu vergleichen mit den ehemaligen Pfanniknödel, wie wir sie vom Bund und der Firmenkantine kennen.
Mein Tipp, wenn du etwas mehr Zeit hast, mache sie mit Kartoffelpulver, wenn's schnell gehen soll, nimm den Hengleinteig.
Guten Appetit

Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai