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Aleksiander
Grasdaggl
Putin ist nach dem Krieg ohnehin isoliert und verbrannt. Eine der ganz wenigen Lösungen wäre, dass Medwedev an Putins Stelle übernimmt und aus dem gelernten einen gemässigteren Kurs geht.
Nichts muss, aber alles kann.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Mustermann hat geschrieben:
Mustermann hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Vom überwiegenden Teil der russischen Bevölkerung würde ich Nichts erwarten. Aber überhaupt Nichts.
Im Gegenteil, die sind sogar stolz auf ihren Wladimir Sauron.
...

Naja, nach jahrzehntelanger Gehirnwäsche und mit gleichgeschalteten Medien, die alle das Gleiche aussagen/behaupten (müssen)?!
DAS erinnert wirklich an die NS-Zeit.


Ich glaube nicht, dass in Russland der Anteil der demokratisch Gesinnten so viel kleiner ist, als in anderen Ländern aus dem ehemaligen Ostblock.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Mustermann
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Halbdaggl
Aleksiander hat geschrieben:Putin ist nach dem Krieg ohnehin isoliert und verbrannt. Eine der ganz wenigen Lösungen wäre, dass Medwedev an Putins Stelle übernimmt und aus dem gelernten einen gemässigteren Kurs geht.

Der Medwedew?
"Na dann, willkommen in einer neuen Welt, in der die Europäer bald 2000 Euro für 1000 Kubikmeter Gas bezahlen werden."

Na danke.
„I guess that concludes negotiations.“


Frank N Furter
Gestern las ich das Interview mit einer Soldaten-Mutter (auf besonderen Wunsch würde ich es wieder finden):

мама: Oh, Söhnelchen, Söhnelchen, wo bist Du nur....
Reporterin: Was ist denn ihr Sohn in der Armee?
мама: Er ist bei Putins Leibgarde, dass sind die, die den Kremlkritikern immer so schön die Fresse einschlagen, wenn sie gegen unseren großen Führer demonstrieren.
Reporterin: Ach so.
мама: Oh, mein kleine, kleine, klitzekleine, Söhnelchen, Söhnelchen, wo bist Du nur....

higgi
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Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Vom überwiegenden Teil der russischen Bevölkerung würde ich Nichts erwarten. Aber überhaupt Nichts.
Im Gegenteil, die sind sogar stolz auf ihren Wladimir Sauron.

Der einzige Grund für die Russen auf die Straße zu gehen ist wenn die Wodka Regale leer sind.


Ist es nicht schön,
dass, wenn wir zum Welterklären mal wieder vor die Tür gegangen sind,
higgi regelmäßig versucht, uns wieder an den Stammtisch zurückzubringen?
:twisted:


Der Westen wartet seit 100 Jahren dass die russische Bevölkerung aufwacht, merkt dabei nicht, das er selber schläft und träumt.
Sorry wenn mein Stammtischgerede dir deine Illusionen raubt
von daher

Tamasi
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Allmachtsbachel
Unter Westfalen hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass in Russland der Anteil der demokratisch Gesinnten so viel kleiner ist, als in anderen Ländern aus dem ehemaligen Ostblock.

Grundsätzlich: Ja. Die Frage ist halt, wie groß der Anteil tatsächlich ist. Wenn ich da zum Beispiel nach Sachsen schaue... ;)

Du weißt, was ich meine. Plus... mir gefällt der Begriff Hirnwäsche nicht so sehr, aber nennen wir es: Die jahrelange Manipulation. Oder besser: Die nötigen Maßnahmen zum Erhalt des Systems.

Ich habe die hervorragende Reportage anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Oktoberrevolution wieder gefunden; erschienen 2017 im SZ-Magazin. Der Autor hat sich dafür vor allem in Rosljakowo (Murmansk) umgeschaut, bei den einfachen Leuten fernab von Moskau und wie's denen so geht. Tolle Reportage.

Zum Ende des Artikels zieht er ein allgemeines Fazit, wie gesagt, das war 2017:

In den Boomjahren zwischen 2000 und 2008 ist in den großen Städten eine schmale Mittelschicht entstanden. Männer in elegant geschnittenen Anzügen, die lieber mit dem Tretroller ins Büro fahren als in einem Jeep im Stau zu stehen. Frauen, die Marketingabteilungen großer Konzerne leiten und sich zum Lunch einen Joghurt mit Chia-Samen einpacken. Sie sind so gut ausgebildet, dass sie auch in London oder Frankfurt arbeiten könnten. Deswegen vergleichen sie nicht nur ihr Einkommen mit dem ihrer Kollegen im Ausland, sondern auch ihre Lebensqualität und den Einfluss, den sie darauf haben.

Als Wladimir Putin und Dmitrij Medwedew 2011 unter sich ausmachten, noch einmal die Plätze zu tauschen zwischen Premier und Präsident, da war es diese Minderheit der kosmopolitischen Akademiker, die dagegen auf die Straße ging. Die urbane Elite fühlte sich betrogen um die Freiheit und Eigenverantwortung, die sie aus ihrem Alltag kannten und selbstverständlich auch für die Politik in Anspruch nahmen.

Bald danach verschwanden die öffentlichen Proteste. Lagerstrafen für willkürlich ausgewählte Demonstranten hatten die Menschen eingeschüchtert. Aber der Drang der urbanen Eliten, sich zu engagieren, ist nicht verschwunden. Er suchte sich neue Kanäle: in Freiwilligenarbeit für Behinderte und Waisen oder im Engagement für bedrohte historische Gebäude. Es gibt keinen Abend, an dem man in Moskau nicht einen Vortrag besuchen kann - zur Geschichte des Geheimdienstes, über das Verhältnis von Staat und Kirche. Es gibt Workshops für Bürgerjournalismus und für verschlüsselte Kommunikation im Internet. Als würden sich die Bürger vorbereiten auf eine Zeit, in der sie wirklich eine Zivilgesellschaft sein können.

Seit dem Frühjahr 2017 sind auch die Proteste zurück. Jetzt sind es die Jungen, die auf Youtube die Videos des Anti-Korruptions-Aktivisten Alexej Nawalny sehen und Zeuge werden, wie Putins Schwiegersohn über Nacht zum Milliardär wird, der Sohn des Kreml-Sprechers mit einem Tesla für 150 000 Euro durch Moskau düst und der stellvertretende Ministerpräsident Igor Schuwalow seine Corgis mit dem Privatjet zu Hundeausstellungen fliegen lässt. Die Jugendlichen wissen um das Risiko, verhaftet zu werden, aber die Aussicht, in einem Land großzuwerden, in dem die Korruption alle Chancen versperrt, ist für sie noch bedrohlicher.

Vielleicht sind das auch Puzzlestücke des Bildes, das wir im Westen erst jetzt erkennen: Dieser wachsende Unmut über die korrupte Clique und die Erkenntnis der Mächtigen, dass man da ganz schnell gegensteuern muss. (Selbstverständlich NICHT, indem man was am System ändert.)

Jedenfalls, es hat auch darin gemündet:
Russland ist gespalten zwischen einer Mehrheit, die sich abgefunden hat, und einer kleinen Minderheit, die sich nicht abfinden möchte. Einem Heer aus angepassten Phlegmatikern stehen ein paar Guerilla-Aktivisten gegenüber.
(...)
Das Fernsehen kann dem Werftarbeiter aus Rosljakowo nicht einreden, dass er von 500 Euro im Monat gut lebt, aber es kann ihm weismachen, dass es anderswo noch schlimmer ist, und es kann seine Angst vor dem Fremden und Ungewissen aufgreifen.

Nach außen ist Russland dynamisch und aktiv. Moskau mischt wieder mit, die Armee eilt in Syrien von Sieg zu Sieg, in den USA bestimmte Moskau womöglich sogar mit, wer Präsident wurde. Aber die Russen sind erschöpft, ihre wahren Sorgen sind andere. Steigende Preise, Armut, Arbeitslosigkeit und Korruption, in dieser Reihenfolge führen sie die Umfragen des unabhängigen Lewada-Zentrums an. Den Krieg im Osten der Ukraine nennen die Befragten erst an zehnter Stelle. Die Sanktionen gegen ihr Land kommen noch einmal fünf Plätze dahinter.

Solange viele im Westen nur die Hyperaktivität Russlands in der internationalen Politik wahrnehmen, schätzen sie Russland falsch ein. Der Westen macht einen Fehler, indem er Moskaus Aktionen auf sich bezieht. Was hat Europa, was hat die Nato falsch gemacht, fragen sich viele. Was sie sich nicht vorstellen können: Der Zirkus wird nicht für sie veranstaltet, sondern für das Publikum zu Hause. Das Fernsehen preist die Erfolge der Regierung, wie Putin den frechen Amerikanern die Stirn bietet. Wie halb Amerika durchdreht, weil es glaubt, das Land sei in den Händen russischer Hacker. Russland steuert Amerika! Da wird den Zuschauern für einen Moment ganz wohlig. Da fühlen sie sich kurz als Teil eines mächtigen Ganzen. Und solange Veränderung zu Hause riskant ist, sind Trotz und Wut auf den Westen ein Ventil.

Weil auch Dauererregung sich erschöpft, wenn das Land auf der Stelle tritt, ist es, als würden in Russland alle warten: die Hardliner darauf, dass Putin rücksichtslos durchgreift. Die Wirtschaftsliberalen darauf, dass er einsieht, dass nur mehr Freiheit und Eigenverantwortung Wachstum bringen können. Und die Opposition darauf, dass das alles ein Ende hat. Und alle spüren die Müdigkeit.

https://www.sueddeutsche.de/politik/ess ... -0#seite-2

Unter Westfalen
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Grasdaggl
higgi hat geschrieben:
Unter Westfalen hat geschrieben:
higgi hat geschrieben:Vom überwiegenden Teil der russischen Bevölkerung würde ich Nichts erwarten. Aber überhaupt Nichts.
Im Gegenteil, die sind sogar stolz auf ihren Wladimir Sauron.

Der einzige Grund für die Russen auf die Straße zu gehen ist wenn die Wodka Regale leer sind.


Ist es nicht schön,
dass, wenn wir zum Welterklären mal wieder vor die Tür gegangen sind,
higgi regelmäßig versucht, uns wieder an den Stammtisch zurückzubringen?
:twisted:


Der Westen wartet seit 100 Jahren dass die russische Bevölkerung aufwacht, merkt dabei nicht, das er selber schläft und träumt.
Sorry wenn mein Stammtischgerede dir deine Illusionen raubt


Meine Illusionen sind diebstahlsgeschützt, da durch langjährige Erfahrung abgesichert.
:arr:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Mustermann
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Halbdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Gestern las ich das Interview mit einer Soldaten-Mutter (auf besonderen Wunsch würde ich es wieder finden):

мама: Oh, Söhnelchen, Söhnelchen, wo bist Du nur....
Reporterin: Was ist denn ihr Sohn in der Armee?
мама: Er ist bei Putins Leibgarde, dass sind die, die den Kremlkritikern immer so schön die Fresse einschlagen, wenn sie gegen unseren großen Führer demonstrieren.
Reporterin: Ach so.
мама: Oh, mein kleine, kleine, klitzekleine, Söhnelchen, Söhnelchen, wo bist Du nur....

Sie hat (u.a.) "Führer" gesagt :bounce: :shock:.
„I guess that concludes negotiations.“



Goofy
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Grasdaggl
Wenn es stimmt, dass die Russen mobile Krematorien auf LKWs haben, um damit ihren Soldaten hinterher zu fahren, dann werden die Eltern der Soldaten möglicherweise nie erfahren, was aus ihren Söhnen wurde.

:(

Wundermann
Granadaseggl
Aleksiander hat geschrieben:Putin ist nach dem Krieg ohnehin isoliert und verbrannt. Eine der ganz wenigen Lösungen wäre, dass Medwedev an Putins Stelle übernimmt und aus dem gelernten einen gemässigteren Kurs geht.

Dessen derzeitige Statements sind aber keinen Deut besser. Falls die Putin absägen bitte einen richtigen General* oder so aber keinen der bisherigen Steigbügelhalter und Stiefellecker.
* Die Armee ist vermutlich die einzige Gruppierung die Putin entsorgen kann.






Bundes-Jogi
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Grasdaggl
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"Wolodja, my friend, we will both win the Ice Hockey Workld Championships."
"Sascha, you fool, they illegally excluded us. We shall nuke Helsinki in return."
„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ – „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“ (Richard III).

Monitor
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Granadaseggl
Tamasi hat geschrieben:
Außerdem lesenswert,
ein Interview mit einem russischen Soziologen, der auf einer Anti-Kriegs-Demo niedergeprügelt wurde:
https://meduza.io/en/feature/2022/03/02 ... -in-russia
gekürzt

Viel zu lesen, aber es lohnt sich.
Nicht nur Putin, sondern auch sein engster Kreis, sind die Gefangenen ihrer Wahrheit.

Auszug aus dem Link:

Given the current situation, we can’t exclude the possibility that protests will eventually be punishable by 20-year prison sentences or the death penalty. So, yeah, in my view, people are coming out in force.


Ein Artikel - WZ aus 2021: Gehirnwäsche statt Gulag

Alexej Nawalny erhebt schwere Vorwürfe gegen die russischen Behörden.

Im Hinblick auf die Zukunft des Putin-Regimes ist er positiv gestimmt, denn "früher oder später" werde dieses enden und "Russland einen demokratischen und europäischen Entwicklungsweg einschlagen - weil die Menschen es so wollen."

Weitere Kritik äußerte Nawalny an einigen EU-Staaten und den USA, da verhängte Sanktionen eher die Bürger beeinträchtigen würden als die Machthaber.
Der Oppositionelle war seit seiner Inhaftierung nicht untätig und betrieb seinen Aktivismus über Social Media und mithilfe von Briefen an große Medienhäuser.


https://www.wienerzeitung.at/nachrichte ... Gulag.html

Augsburger Allgemeine

Politologe Prof. Thomas Jäger erklärt Putins Strategie: So will Russland Europa beherrschen


Wie realistisch ist, dass Putins Plan am Ende aufgehen könnte? Derzeit hat er Europa und die USA in der wieder erstarkten Nato zusammengeschweißt…

Jäger: Momentan hat Putin mit seiner Politik das Gegenteil dessen erreicht, was er wollte. Putin wollte die Ukraine allein mit Androhung von Gewalt auf einen Weg der Neutralität und Entwaffnung bringen. Das hat nicht geklappt, deshalb greift er zur Gewalt. Es war klar, dass dies einen Effekt auf Europa auslöst. Allerdings war die Reaktion in dieser Klarheit weder für Putin noch im Westen absehbar. Weder, dass sich die USA sofort in dieser Stärke in Europa engagieren, noch dass alle EU-Staaten derart harte Wirtschaftssanktionen geschlossen mittragen.


Welche Rolle wird China in diesem Konflikt spielen?

Jäger: China und Russland haben einige gemeinsame Interessen. Beide wollen demokratische Entwicklungen im eigenen Land mit aller Gewalt verhindern. Beide wollen, dass die Vereinigten Staaten international geschwächt werden. Und beide sind wirtschaftlich keine Konkurrenten, sondern ergänzen sich eher, was Rohstoffe und Konsumgüterproduktion angeht. Kulturell sind China und Russland aber weit voneinander entfernt und haben gegenüber Europa völlig unterschiedliche Interessen. Russland will Europa beherrschen, China ist die Sicherheitslage in Europa zweitrangig, solange es friedlich und konsumfreudig


Wie schätzen Sie Putins Lage ein? Wird er diesen Krieg bis zu einem bitteren Ende führen?

Jäger: Man kann am bisherigen Kriegsverlauf ja sehen, dass sich Russland in der Zeit, in der Wahl seiner Kriegsziele und seiner Mittel dramatisch verschätzt hat.


Gibt es denn noch eine unblutige Exit-Strategie aus dem Krieg?

Jäger: Ich sehe keine, weil eine russische Grundbedingung jeder Vereinbarung die Entmilitarisierung und Neutralität der Ukraine wäre. Und das machen die Ukrainer nicht mit. In der Ukraine ist die Frage, wie lange dauert dieser Krieg, wie brutal wird er? Selbst nach einer militärischen Einnahme des Landes durch Russland droht ein jahrelanger Partisanenkrieg. Die Frage des Auswegs stellt sich in Russland, ob die Bevölkerung und die Eliten bereit sind, den Preis für Putins Verhalten zu zahlen. Wenn Putin nicht mehr Präsident ist, wird alles möglich.


~

What kind of weapons are being used in Ukraine?

Bild

A U.S. official who spoke to the Associated Press on condition of anonymity said that as of Tuesday, the U.S. assessed that Russia has launched more than 400 missiles of various types and sizes into Ukraine.

cbc.ca March 2, 2022
I could write several novels about what I do not know.

Frank N Furter
higgi hat geschrieben:Und das nehmt ihr ihm ab? :lol:
Ihr seid ja noch naiver als ich dachte :|


Arbeitest Du jetzt an einem bestimmten Image, higgi?

Es ist jetzt längstens an der Zeit Putin dazu zu zwingen ganz konkret zu sagen, welche Maßnahmen er sich zur "Demilitarisierung" und welche zur "Entnazifizierung" ganz genau vorstellt. Es ist längst überfällig, dass diese Parolen mal konkretisiert werden. Und wenn die russische Seite hier nichts konkretisieren kann, dann kommt das runter vom Verhandlungstisch.*

Es kann am Ende eh nicht bei bilateralen Verhandlungen bleiben, weil Putin Forderungen gestellt hat, die die NATO/EU betreffen und weil die Ukraine, Garantien bedarf, die wiederum nur die NATO/EU als Mitvertragspartner verhandeln kann.

*Das wird übrigens nicht passieren. Die NATO hat 2021 sieben Übungen auf ukrainischem Boden abgehalten, mit etwa 2000 NATO-Soldaten in Summe. Putin wird in jedem Fall darauf bestehen, dass die NATO auf ukrainischem Boden keine Übungen mehr abhält oder Soldaten stationiert. Außerdem gab es schon Konkretisierungen darüber, welche Waffensysteme Russland nicht mehr in der Ukraine dulden will - darunter auch Anlagen zur Aufbereitung waffenfähiger radioaktiver Elemente . Also die "Entmilitarisierung" wird sich durchaus verhandeln lassen, kann ja sein, dass das zäh wird. Bei der "Entnazifizierung" fehlt mir aber bisher jegliche Vorstellung, wie da die Forderungen aussehen sollten.

Goofy
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Grasdaggl
Frank N Furter hat geschrieben:Selenskyj bietet Verzicht auf NATO-Mitgliedschaft an und Putin gesteht Ukraine Selbstbestimmung und freie Wahlen zu? Bewegt sich da jetzt was?

https://www.tagesspiegel.de/politik/lau ... 26776.html



„Ich werde niemals meine Überzeugung aufgeben, dass Russen und Ukrainer ein Volk sind“
sagt Putin.
Und schießt weiter gegen sein eigenes Volk.

Ich meine, vielleicht funktioniert der Vergleich nicht, aber wenn es sich damals so ergeben hätte, dass es Österreich in der Form nicht mehr gibt, und das Gebiet jetzt deutsche Bundesländer wären, dann wärs auch ok.
Ist nicht so. Deshalb sind es eben gute Nachbarn. Man versteht sich.
Es kommt doch deshalb keiner auf die Idee, dort einzumarschieren, um das Zusammenleben zu intensivieren.


„Der langjährige Völkermord an der Zivilbevölkerung im Donbass, der zu zahlreichen Opfern geführt und Hunderttausende Menschen gezwungen hat, in Russland Asyl zu suchen, wird totgeschwiegen“ erzählt Putin.

Nun, die Lage um Donbass ist für kaum informierte Außenstehende eher unübersichtlich.
Klar gabs da Unzufriedenheit mit der ukrainischen Regierung.
Wie wäre dieser "Völkermord" wohl verlaufen, wenn der Kreml die Separatisten nicht unterstützt hätte, mit Geld und Waffen?


Putin sprach den Angehörigen der in der Ukraine getöteten russischen Soldaten sein Beileid aus und legte eine Schweigeminute ein.

Als Angehöriger hätte ich ihn spätestens in dem Moment durchs TV Gerät hindurch mit der Axt erschlagen.


Was ruft er denn jetzt den Macrong an? Ganz ernst gemeinte Frage – warum greift er überhaupt zum Hörer und verlangt, mit einen feindlichen Staatschef zu sprechen. Fühlt er sich von ihm besser verstanden als von anderen, oder hält er ihn für den größten Trottel, der dann in Europa die panischsten Schlagzeilen verursacht?