schwaebi hat geschrieben:Danke. Genau so.
Ich mag @Tiffis Beitrag auch und Empathie ist sicher nix schlechtes. Natürlich nicht.
Aber weil halt auch das Stichwort "Setting" fiel:
Ich hab dann kurz versucht, mir vorzustellen, wie beim Starkbieranstich und Derblecken am Nockherberg ein Markus Söder (zum Beispiel) einem Django Asül (zum Beispiel) eine zimmert, weil der einen - aus seiner Sicht - vielleicht bissi geschmacklosen Witz über sein großes Vorbild Franz-Josef Strauß in den versammelten Saal trompetet. Hm.
Und dann hab ich mich gefragt, wie so eine Aktion auf (zum Beispiel) einen Nachwuchs-Comedian wirkt, der in kleinen Clubs auf die Bühne steigt, bewaffnet nur mit seinem Mundwerk. In Zeiten, in denen 'political correctness' zu einer Maßeinheit wurde, die eigentlich kaum noch jemand so richtig definieren kann, in denen aber praktisch jeder jederzeit mit gefühlten Fakten belegen kann, weshalb nahezu jedwede Aussage von egal wem eindeutig und vollkommen politisch inkorrekt war. Shitstorm inklusive, natürlich. Nochmals Hm.
Fragt sich der Nachwuchs-Humorberufler oder sein gegendertes Gegenstück da nicht möglicherweise auch, ob es zeitgeisttechnisch zunehmend en vogue sein könnte, dass jemand aus dem Publikum seinen (oder ihren...) Unmut künftig eventuell dergestalt kundtun könnte? Also durch auf die Bühne klettern und demonstrativ eine auf's Maul? Weil irgendjemand ist ja immer angepisst, me too...
Für mich persönlich komme ich zu dem Schluss, dass ich keine abschließende Antwort darauf habe, aber dass zumindest auch diese Fragestellung etwas mit Empathie zu tun hat.