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Mustermann
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Halbdaggl
Ist wohl eher unwahrscheinlich, aber evtl. wusste C. Rock ja auch nichts von Frau Smiths Erkrankung (?).
Ich kenne ihn nicht: Ist er sonst auch bekannt für geschmacklose/grenzüberschreitende "Witze"?

Und wesentlich stilvoller wär's natürlich gewesen, wenn W. Smith einen Handschuh benutzt hätte 8).
Zuletzt geändert von Mustermann am 29. März 2022 09:11, insgesamt 1-mal geändert.
„I guess that concludes negotiations.“

Tifferette
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Grasdaggl
Keine Ahnung. Aber ob der Rock das nun wusste oder nicht, ist für die Frage, wie das auf Will Smith in dem Moment wirkt, wohl nicht sonderlich relevant.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

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Strafraumgitarre
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Halbdaggl
schwaebi hat geschrieben:Danke. Genau so.


Ich mag @Tiffis Beitrag auch und Empathie ist sicher nix schlechtes. Natürlich nicht.

Aber weil halt auch das Stichwort "Setting" fiel:

Ich hab dann kurz versucht, mir vorzustellen, wie beim Starkbieranstich und Derblecken am Nockherberg ein Markus Söder (zum Beispiel) einem Django Asül (zum Beispiel) eine zimmert, weil der einen - aus seiner Sicht - vielleicht bissi geschmacklosen Witz über sein großes Vorbild Franz-Josef Strauß in den versammelten Saal trompetet. Hm.

Und dann hab ich mich gefragt, wie so eine Aktion auf (zum Beispiel) einen Nachwuchs-Comedian wirkt, der in kleinen Clubs auf die Bühne steigt, bewaffnet nur mit seinem Mundwerk. In Zeiten, in denen 'political correctness' zu einer Maßeinheit wurde, die eigentlich kaum noch jemand so richtig definieren kann, in denen aber praktisch jeder jederzeit mit gefühlten Fakten belegen kann, weshalb nahezu jedwede Aussage von egal wem eindeutig und vollkommen politisch inkorrekt war. Shitstorm inklusive, natürlich. Nochmals Hm.

Fragt sich der Nachwuchs-Humorberufler oder sein gegendertes Gegenstück da nicht möglicherweise auch, ob es zeitgeisttechnisch zunehmend en vogue sein könnte, dass jemand aus dem Publikum seinen (oder ihren...) Unmut künftig eventuell dergestalt kundtun könnte? Also durch auf die Bühne klettern und demonstrativ eine auf's Maul? Weil irgendjemand ist ja immer angepisst, me too...

Für mich persönlich komme ich zu dem Schluss, dass ich keine abschließende Antwort darauf habe, aber dass zumindest auch diese Fragestellung etwas mit Empathie zu tun hat.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Tifferette
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Grasdaggl
Mein zweiter Gedanke war, nachdem ich davon gehört hatte: Gott sei Dank hat da ein Schwarzer einem Schwarzen eine gefeuert. Nicht auszudenken, wenn das, sagen wir mal, Ricky Gervais gewesen wäre. So weit sind wir da leider schon...
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jagdhuette
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Ich finde schon alleine auf Grund der allgemeinen Eskalation der Gewalt sollte man als Schauspieler (Vorbild) versuchen auf Gewalt (außerhalb der Rolle) zu verzichten. Der kann ihn ja anschließend verklagen, wenn er einen Anlass sieht. Aber alles andere ist mEn untragbar und eines Erwachsenen nicht würdig.

de mappes
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Spamferkel
Tifferette hat geschrieben:Naja.

Stell dir vor du bist ein Ehemann und Familienvatermit einem Grammy ausgezeichneter Rappermit tausenden von öffentlichen Auftritten, bist für den wichtigsten Filmpreis der Welt nominiert und Dir dem Clown da vorne fällt nichts besseres ein als auf dieser Bühne gewalttätig zu werden, weil du einen geschmacklosen vor aller Weltöffentlichkeit einen Witz über Deine kranke Frau zu machen, die neben Dir sitzt.

Ich kann diese Argumentation nicht nachvollziehen, und den Shitstorm in den sozialen Netzwerken noch viel weniger. Man kann da zunächst mal mit ein wenig Empathie rangehen und sich anschauen, was die Kombi Krankheit/Haarausfall für Frauen bedeutet. Und wie das das Leben und die Familie belastet. Dass da dann plötzlich Videos rausgeholt werden, die über 25 Jahre alt sind um zu belegen, dass Will Smith auch mal einen Witz über Kahlköpfigkeit gemacht hat, ist schon ziemlich belämmert. Andere Zeit, anderes Setting, anderer Witz. Kontext ist entscheidend, heißt es doch immer.

Und natürlich ist seine Reaktion inkonsistent, was denn sonst? Bei den Oscars lacht jeder wie blöd über jeden Scheiß. In so einer Situation bräuchte ich auch eine Weile, um zu verarbeiten, was ich da gerade gehört habe. Und natürlich ist ganz entscheidend, wie die Frau das aufnimmt, was denn sonst? Der Smith war mit der Situation offensichtlich überfordert. Darauf ein Scherbengericht aufzubauen fällt mir schwer. Wie gesagt - Empathie. Wollen wir vielleicht mal drüber reden, was in Chris Rock gefahren ist?

Das Verhalten von Will Smith taugt ganz gewiss nicht als Vorbild für sozialadäquate Best Practice. Ich finde es einfach nur ziemlich menschlich. Und hätte er danach nicht diesen larmoyanten Blödsinn von sich gegeben, dann hätte er bei mir ein paar Sympathiepunkte gesammelt.

Dass dieser ganze Hollywoodzirkus von vorne bis hinten verlogen ist - geschenkt.


:prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :nod: :nod:
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Alles richtig gemacht, es war ja auch ne schallende Ohrfeige und kein Schwinger a la Muhammad Ali, den er ja auch schon verkörperte...
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Halbdaggl
jagdhuette hat geschrieben:Ich finde schon alleine auf Grund der allgemeinen Eskalation der Gewalt sollte man als Schauspieler (Vorbild) versuchen auf Gewalt (außerhalb der Rolle) zu verzichten. Der kann ihn ja anschließend verklagen, wenn er einen Anlass sieht. Aber alles andere ist mEn untragbar und eines Erwachsenen nicht würdig.


Wie konnte er diese "allgemeine Eskalation der Gewalt" in diesem Moment nur vergessen... Der war emotional angefasst, da dachte er vermulich nicht daran, ihn irgendwann einmal "zu verklagen". Natürlich kann und sollte man das anders regeln, am besten mit einem coolen Spruch. Allerdings passt es gut in diese woke Empörungsgesellschaft, dass wirklich jeder unbedeutende Furz in einen riesigen Gesamtkontext gestellt und dadurch unendlich aufgeblasen wird. Nichtigkeiten bekommen dadurch eine Wertigkeit, die Ihnen überhaupt nicht zusteht und der Blick auf's Wesentliche wird verstellt.
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jagdhuette
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Halbdaggl
Ich bin bisher gut durchs leben gekommen, ohne jemandem egal in welcher Situation je körperliche Gewalt anzutun. Das ist für mich ein Teil einer modernen zivilisierten Gesellschaft, die Konflikte eben auch anders regeln kann. Verklagt habe ich auch fast noch nie jemanden. Außer als es gar nicht mehr anders ging.
Ich finde schon, dass man das thematisieren muss, wenn jemand der so sehr in der Öffentlichkeit steht es nicht schafft so ein Thema anders zu regeln als einen körperlichen Übergriff zu starten.
Das einzige was eine Ohrfeige meiner Ansicht nach rechtfertigt, ist wenn man als Frau begrapscht wird.
Außerdem ist es doch auch tiefste Vergangenheit, wenn man seine Frau mit einer Ohrfeige verteidigt. Kann Sie sich denn nicht selbst wehren? Ich erziehe meine Tochter so, dass sie selbstbewusst genug ist, für ihre Rechte selbst einzustehen.

de mappes
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Spamferkel
Löblich, dass du so durchs leben gekommen bist, ernsthaft!
Ich musste auch noch keine Gewalt einwenden, bin aber auch zumeist Kompromissbereit.
Trotzdem kann ich absolut diese menschliche Reaktion nachvollziehen, die tausendfach täglich abläuft und zumeist eher unberechtigt.
Dass er sich vor seine Frau stellt finde ich auch keineswegs gestrig, vielleicht hatte sie den Mut nicht oder war geschockt, traurig, konnte sich nicht rühren...alles Spekulation meinerseits

Wer einen solchen Witz über direkt vor ihm sitzende Personen platziert, sollte mit einer Ohrfeige rechnen. Es geht hier ja nicht um Prügelattacken oder ernsthafte körperliche Übergriffe, sondern um eine Schelle, wie sie eben gerade bei rüpelhaftem Benehmen durchaus nachvollziehbar gesetzt wurde

das Thema polarisiert...medial wie hier drin...aber ich bringe da absolutes Verständnis auf und wir sollten nicht vergessen, dass jeder anders sozialisiert wurde von uns
Erstrebenswert, wie du das regelst, jagdütte...aber es gibt eben auch andere Entwürfe oder Menschen, die sich an der Stelle eben anders zur wehr setzen oder Frauen, die vielleicht in einer solchen Situation nicht für ihre Rechte einstehen, auch wenn sie sicherlich selbstbewusst sind

denke das sollte man berücksichtigen bei der Verurteilung einer solchen Tat
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higgi
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Grasdaggl
Auf solchen Veranstaltungen wird man doch mit Ansage durch den Kakao gezogen.
Wenn man das nicht aushält sollte man zuhause bleiben.

Anders natürlich wenn jedes Arschloch im Internet meint seinen Kommentar abgeben zu müssen.

Aber auf eine Gala zu gehen, bei denen Leute wie Ricky Gervais und Chris Rock die Moderatoren sind, und so einen belämmerten Witz, der nicht mal besonders gut war, nicht aussitzen kann, ist an Erbärmlichkeit nicht zu überbieten.
Von dem Geflenne hinterher mal ganz zu schweigen.
Gott war das eine Shit Show vom Hr. Smith
von daher

Tamasi
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Allmachtsbachel
Eine schallende Ohrfeige als erstes Mittel der Wahl. Das ist - m.E. - der Scheiß an dem Ganzen.

Schon klar, alte Filmregel: "Show, don't tell." Aber nee, das kann's nicht sein.


Mago
Granadaseggl
Will Smith hat sich öffentlich bereits von seiner Aktion distanziert. Wie man da allen Ernstes schreiben kann, er habe am Abend zuvor "alles richtig gemacht", erschließt sich mir nicht. Man kann ja Verständnis äußern, aber öffentliche Gewalt gutheißen?
So wie Will Smith vor seiner Aktion besser kurz in sich gegangen wäre, würde es manch einem User ebenfalls gut tun, kurz innezuhalten und vor dem Absenden zu überlegen, ob das wirklich so schlau ist, was man da gerade geschrieben hat.

Tifferette
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Grasdaggl
Mago hat geschrieben:Will Smith hat sich öffentlich bereits von seiner Aktion distanziert. Wie man da allen Ernstes schreiben kann, er habe am Abend zuvor "alles richtig gemacht", erschließt sich mir nicht. Man kann ja Verständnis äußern, aber öffentliche Gewalt gutheißen?
So wie Will Smith vor seiner Aktion besser kurz in sich gegangen wäre, würde es manch einem User ebenfalls gut tun, kurz innezuhalten und vor dem Absenden zu überlegen, ob das wirklich so schlau ist, was man da gerade geschrieben hat.

Kurz zum Verständnis - wer sagt, dass er alles richtig gemacht hat? Wer hat öffentliche Gewalt gutgeheißen?
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(Batman)

Angry Wasenhuhn
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Granadaseggl
Es gibt zig Möglichkeiten, dieser Situation zu begegnen. Die Schelle ist eine schlechte welche.

Man könnte anführen, dass er selbst einen gewalttätigen Vater hat. Das ist natürlich nicht der Freibrief, anderen eine zu klatschen. Nur erweitert das die Frage für mich, ob man genau in dem Moment, in dem ihm die Sicherung durchbrennt, diese vernünftige Auseinandersetzung erwarten kann, die jetzt von einer überwältigenden Mehrheit eingefordert und vorgelebt wird. Nein, Gewalt ist keine Lösung - auch dann nicht, wenn sie zur Kinderstube gehört hat. Smith hat da einen schwierigeren Weg vor sich, als andere, um diesem Prinzip gerecht zu werden.

Seine Entschuldigung auf Instagram liest sich, offenbar mit weitaus weniger Druck im Kessel, schon besser. Also, will sagen, es gab schon viel schlechtere Wege, um Verzeihung zu bitten. Das darf mit in die Waagschale.

Aber vielleicht macht es auch einen Unterschied, dass das alles vor laufenden Kameras und live stattgefunden hat. Das provoziert ja gerade eine mediale Reaktion und sämtliche Feedbackschleifen, die da ihre Kreise ziehen. Das Positive daran ist ja eher, dass wir mal die anderen aktuelleren Probleme zur Seite legen können. In einem Satz:

Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!

Angry Wasenhuhn
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Granadaseggl
Tifferette hat geschrieben:
Mago hat geschrieben:Will Smith hat sich öffentlich bereits von seiner Aktion distanziert. Wie man da allen Ernstes schreiben kann, er habe am Abend zuvor "alles richtig gemacht", erschließt sich mir nicht. Man kann ja Verständnis äußern, aber öffentliche Gewalt gutheißen?
So wie Will Smith vor seiner Aktion besser kurz in sich gegangen wäre, würde es manch einem User ebenfalls gut tun, kurz innezuhalten und vor dem Absenden zu überlegen, ob das wirklich so schlau ist, was man da gerade geschrieben hat.

Kurz zum Verständnis - wer sagt, dass er alles richtig gemacht hat? Wer hat öffentliche Gewalt gutgeheißen?


de mappes hat geschrieben: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :prost: :nod: :nod:
Ein Mensch, keine Figur
Menscheln...sympathisch
Alles richtig gemacht, es war ja auch ne schallende Ohrfeige und kein Schwinger a la Muhammad Ali, den er ja auch schon verkörperte...


Würde ich jetzt nicht so hoch hängen. Ist eher unglücklich formuliert.
Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!



Plan B
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halensee hat geschrieben:
Tifferette hat geschrieben:Mein zweiter Gedanke war, nachdem ich davon gehört hatte: Gott sei Dank hat da ein Schwarzer einem Schwarzen eine gefeuert. Nicht auszudenken, wenn das, sagen wir mal, Ricky Gervais gewesen wäre. So weit sind wir da leider schon...


Das war mein erster Gedanke.


Und mein zweiter Gedanke war, dass jetzt noch jemand schreibt, es sei ja klar, dass dies unter Schwarzen passiert ist, Weisse hätten sich da besser unter Kontrolle gehabt. :|
Carpe diem.


Mago
Granadaseggl
Tifferette hat geschrieben:Ah, okay. Dann soll man das halt schreiben und nicht von "manch einem User" raunen.

Ist doch egal, wer das war. Es ging um die Aussage, nicht um die Person dahinter.