1374 Beiträge






















Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Bei Hertha steht die Wahl eines neuen Präsidenten an. Nun hat sich auch Frank Steffel beworben, ein CDU-Politiker, der auch mal Regierender Bürgermeister von Berlin werden wollte. Hat gegen Wowereit verloren, das war sicher ein schwerer Gegner. Aber eine wirklich gute Figur hat Steffel damals nicht gemacht. Eher so der typische West-Berliner CDU-Filz-Vertreter.

Na gut, ist lange her und wie ich dem kicker entnehmen konnte, ist er seit einigen Jahren Präsident bei den Handball-Füchsen und die sind in der Tat sehr gut in Schuss.

Aber wie es sich für einen guten Politiker gehört, wurde seine Doktorarbeit wegen Plagiatsvorwürfen kassiert. Er hat dagegen geklagt, er hat verloren. Der kicker zitiert ihn dazu:

"Das ist die Höchststrafe wegen ein paar Anführungszeichen."

Yo.


Spielgerät
Benutzeravatar
Halbdaggl
Tamasi hat geschrieben:Hat gegen Wowereit verloren, das war sicher ein schwerer Gegner.


Danke für diesen Satz, der eigentlich ALLES über Berlin sagt, was man wissen muss. Sollte ich mal einem Alien begegnen, dem ich die Stadt beschreiben muss, werde ich mir gestatten, dich zu zitieren :bounce:
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

Tamasi
Benutzeravatar
Allmachtsbachel
Diese Wahl war 2001 und vielleicht war weniger Wowereit "ein starker Gegner" für Steffel, sondern eher er selbst und seine affärige CDU.

Wikipedia hat geschrieben:Steffels Wahlkampf war von Beginn an von mehreren öffentlichen Diskussionen über die CDU überlagert: den am ehemaligen Berliner CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus-Rüdiger Landowsky festgemachten Berliner Bankenskandal sowie die noch nicht in Vergessenheit geratenen Spendenskandale um den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und seiner Partei in Hessen.

Steffels Wahlkampf geriet jedoch insbesondere durch eine Reihe unglücklicher eigener Medienauftritte ins Schlingern, zumal er selbst von seiner Agentur Publicis als „Kennedy von der Spree“ vermarktet worden war. So bezeichnete er bei einem Besuch Münchens diese als „die schönste Stadt Deutschlands“ und „heimliche Hauptstadt“. 2001 ging er beim Wahlkampfauftakt der CDU in Berlin bei einer Eierwurfattacke hinter dem von der Aktion unbeeindruckten Edmund Stoiber in Deckung. Zudem wurde seine Reaktion auf eigene vermeintliche rassistische Äußerungen zu Jugendzeiten als unsouverän empfunden. Als er Günter Schabowski in seinen „Gesprächskreis Innere Einheit“ aufnahm, monierte Berlins SPD-Chef Peter Strieder, dass damit ausgerechnet der Chef-Propagandist der DDR zum Thema innere Einheit herangezogen worden sei.[18] Für Kritik sorgte ferner sein Auftritt in der ARD-Talkshow von Michel Friedman, der selbst Parteimitglied der CDU ist.[19]

Bei der Wahl am 21. Oktober verlor die CDU 17 Prozentpunkte und erhielt 23,8 Prozent der Stimmen. Damit lag sie knapp vor der PDS, die 22,6 Prozent erreichte und damit 4,9 Prozentpunkte hinzugewann. Die SPD kam auf 29,7 Prozent (+7,3 Prozentpunkte), die FDP auf 9,9 Prozent (+7,7 Prozentpunkte) und Bündnis 90/Die Grünen auf 9,1 Prozent (−0,8 Prozentpunkte). Nicht nur für die CDU, auch für Steffel selbst wurde die Wahl zu einer schweren Niederlage.

Das Berliner Stadtmagazin tip wählte Steffel zum „peinlichsten Berliner“ des Jahres 2001.

Lange her und jeder kann sich weiter entwickeln. Seine o.g. Plagiats-Aussage mit den Anführungszeichen spricht allerdings dafür, dass es bei FS vielleicht noch ein wenig dauert mit dieser Weiterentwicklung.

Anders gesagt:
Toitoitoi und viel Erfolg bei der Wahl zum Hertha-Präsidenten!