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Spielgerät
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Halbdaggl
publicenemy hat geschrieben:Laut SZ wird der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnik zurück nach Kiew beordert. Er soll dort im Außenministerium eingesetzt werden. Grund sind vermutlich seine Geschichtskenntnisse, was den ukrainischen Nationalistenführer Stepan Baldera angeht. Mit seiner Interpretation dessen Wohltaten steht er ziemlich alleine da. Hoffentlich finden die Ukrainer einen diplomatischeren Diplomaten als Nachfolger.


Der heißt Bandera.
Jetzt hat der Putintroll mal die Chance, das Narrativ des Nazi-Ukrainers unter die Leute zu bringen und dann versaut er es :lol:
"In this world there's two kind of people: Those who have loaded guns and those who dig. And you dig."

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Grasdaggl
Jou,
schön, dass es schlichte Zeitgenossen gibt, die sich wegen eines falsch geschriebenen Buchstabens so aufgeilen können.
:lol:
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

factotum
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Granadaseggl
UWe hat geschrieben:

Für den Diplomatendienst ist er völlig ungeeignet.


Er war perfekt. Ich vermisse ihn jetzt schon.
The shit that used to work, won`t work now.

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Grasdaggl
Ok, darüber kann man wenigstens sachlich diskutieren.
Was fandest Du an ihm perfekt?
Für mich ist ein guter Diplomat jemand, der sich für sein Land einsetzt, ohne das Gastland oder seine politischen Vertreter zu diffamieren.
Und was hältst Du von Richard Grenell?
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Local Zero
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Grasdaggl
Spielgerät hat geschrieben:
publicenemy hat geschrieben:Laut SZ wird der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnik zurück nach Kiew beordert. Er soll dort im Außenministerium eingesetzt werden. Grund sind vermutlich seine Geschichtskenntnisse, was den ukrainischen Nationalistenführer Stepan Baldera angeht. Mit seiner Interpretation dessen Wohltaten steht er ziemlich alleine da. Hoffentlich finden die Ukrainer einen diplomatischeren Diplomaten als Nachfolger.


Jetzt hat der Putintroll mal die Chance, das Narrativ des Nazi-Ukrainers unter die Leute zu bringen und dann versaut er es :lol:

Findest Du? Ich dachte, Melnik hätte das ganz ordentlich hinbekommen. Nicht? :mrgreen:
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
-------
"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."

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Grasdaggl
Was Bandera betrifft, wird es jetzt schwierig.
Hält man es lieber mit dem Botschafter oder mit dem offiziellen Polen.
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

Strafraumgitarre
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Halbdaggl
Hm. Ich fand, Melnyk war zwar ein schlechter Diplomat, aber dafür ein guter Diplomat.

Soll heißen: Diplomatie im Wortsinn, diplomatische Äußerungen und Vorgehensweisen, waren eher nicht seine Stärken und wohl auch nix, um das er sich überhaupt erst großartig bemüht hätte.

Aber: Als Diplomat, sprich: Als beauftragter Vertreter der ukrainischen Regierung in Deutschland, war er eine laute und deutliche Stimme. Eine Stimme die gehört wurde und dadurch nicht zuletzt öffentliche Debatten angestoßen hat, deren Inhalte sonst bei Tee und Gebäck in irgendwelchen Hinterzimmern weggelächelt worden wären.

In Zeiten wie den jetzigen war er für die Ukraine das, was diese benötigte.

Die Äußerungen zu Bandera sind dann wieder ein anderes Thema.
Fick den Reichskanzler! Und den Kaiser!

Local Zero
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Grasdaggl
Strafraumgitarre hat geschrieben:Hm. Ich fand, Melnyk war zwar ein schlechter Diplomat, aber dafür ein guter Diplomat.

Soll heißen: Diplomatie im Wortsinn, diplomatische Äußerungen und Vorgehensweisen, waren eher nicht seine Stärken und wohl auch nix, um das er sich überhaupt erst großartig bemüht hätte.

Aber: Als Diplomat, sprich: Als beauftragter Vertreter der ukrainischen Regierung in Deutschland, war er eine laute und deutliche Stimme. Eine Stimme die gehört wurde und dadurch nicht zuletzt öffentliche Debatten angestoßen hat, deren Inhalte sonst bei Tee und Gebäck in irgendwelchen Hinterzimmern weggelächelt worden wären.

In Zeiten wie den jetzigen war er für die Ukraine das, was diese benötigte.

Die Äußerungen zu Bandera sind dann wieder ein anderes Thema.

So ähnlich sehe ich das auch. Ich habe mich allerdings manchmal gefragt, ob er seinen Kommunikations-Stil - gerade in Deutschland, mit seinem bigotten "Pazifismus"-Selbstverständnis - im Sinne "seiner" Ukraine geschickter hätte adaptieren sollen. Er hat so den falschen Leuten eine Angriffsfläche gegeben.

Andererseits: Wenn man sich anschaut, welche Bühnen Guérot, Varwick, Weimer, Wagenknecht, Prechtl, für ihren verlogenen/weltfremden Unfug geboten bekommen obwohl keiner von denen übers bloße Formulieren von Gemeinplätzen und Wünschen hinauskommt und die Frage nach dem "Wie" immer unbeantwortet gelassen hat, kann ich seinen Rochus auf Teile der deustchen Öffentlichkeit gut verstehen.

Bisschen Hintergrund:

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Granadaseggl
UWe hat definiert:

Für mich ist ein guter Diplomat jemand, der sich für sein Land einsetzt, ohne das Gastland oder seine politischen Vertreter zu diffamieren.


Sehe ich genauso.

Mein Punkt ist: Melnyk hat unsere politischen Vetreter nicht diffamiert. Er hat sie vielmehr sachlich korrekt eingeschätzt. Ich wiederhol mich gerne: Unsere pol. Vertreter, mit sehr rühmlicher Ausnahme der führenden Grünen und der einen oder anderen Dame bei der FDP, hätten die Ukraine auf der Stelle und umstandslos drangegeben für weiterhin ungestörte Geschäfte mit dem großen Gasbruder. Das gilt im übrigen auch für recht weite Teile des hiesigen Wahlvolks. Wir haben uns gegenüber den Ex Satellitenstaaten wie Arschlöcher verhalten seit Jahrzehnten, und sehr viele wollen bis heute am allerliebsten so weitermachen.

Da darf man schonmal deutlich werden, wenn man gerade um sein Leben kämpft ( im Wortsinn und übrigens durchaus auch persönlich. Wieviel Restlaufzeit gibst Du dem Melnik, wenn Putain mal Zeit und Ressourcen findet, um sich zu kümmern?)

Melnik ist top.


Disclaimer: Natürlich hätte der Steinadler häufig einen blaugelben Schal getragen, und das manikürte rhetorische Fäuschdle geschwungen von seiner Kanzel runter. Etwa von März bis Mitte April.
Soviel Empathie wär schon gewesen, gell.
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Grasdaggl
Die Klitschko-Brüder sind für mich die besseren Diplomaten. Wenn es notwendig ist, die Finger in die Wunde legen und zu kritisieren, was und wer zu kritisieren ist, aber ohne unsachlich zu werden.
Ob es daran liegt, dass sie sehr lange hier gelebt haben?
Und ich glaube nicht, dass sie weniger für ihr Heimatland getan haben, als andere.
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Granadaseggl
UWe hat geschrieben:

aber ohne unsachlich zu werden.


Da kommen wir nicht zusammen. Melnik war nicht unsachlich, sondern inhaltlich im Recht.
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Grasdaggl
Sieht tatsächlich so aus.
Für mich ist unsachlich, wenn man sich vom Sachlichen entfernt und persönlich wird.
Insofern liegen wir in der Sache zwar auseinander, aber ohne dem anderen gegenüber unsachlich zu werden.
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Angry Wasenhuhn
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Granadaseggl
Also Herr Melnyk, es macht uns unglaublich betroffen, dass die Russen Ihr Volk töten und Ihr Land besetzen wollen. Aber wenn Sie in Deutschland etwas haben wollen (Panzer, Waffen, etc.), dann geben wir uns erstmal die Hand, sagen "Grüß Gott!" und dann wird artig danach gefragt, gell. In Ihrem Ton brauchen wir garnicht erst anfangen.
Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!

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Angry Wasenhuhn hat geschrieben:Also Herr Melnyk, es macht uns unglaublich betroffen, dass die Russen Ihr Volk töten und Ihr Land besetzen wollen. Aber wenn Sie in Deutschland etwas haben wollen (Panzer, Waffen, etc.), dann geben wir uns erstmal die Hand, sagen "Grüß Gott!" und dann wird artig danach gefragt, gell. In Ihrem Ton brauchen wir garnicht erst anfangen.

Contenance in Zeiten des staatlich organisierten Massenmords kann man kaum überschätzen! :mrgreen:
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Granadaseggl
zappaf hat geschrieben:

Melnyk war und ist ein peinlicher Provokateur. Der sollte einfach mal die Fresse halten.


Du fühlst Dich völlig zu recht angesprochen.
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Halbdaggl
Tomatenmozart hat geschrieben:Jou,
schön, dass es schlichte Zeitgenossen gibt, die sich wegen eines falsch geschriebenen Buchstabens so aufgeilen können.
:lol:


Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welcher Chuzpe du andere als dumm und schlicht titulierst, während deine eigene Ahnungslosigkeit eigentlich nur noch von deiner selbstgerechten Überheblichkeit übertroffen wird.

Du hast Bandera nicht als Baldera bezeichnet, weil du dich verschrieben hast, sondern weil du ebenso wie der Putintroll von der historischen Figur schlicht keine Ahnung hast. Ich übrigens auch wenig und ich will den auch gar nicht verteidigen. Aber ich kann dich gerne mal meiner Nachbarin vorstellen, die ist Ukrainerin und was die so über Bandera zu erzählen weiß, geht halt weit über das Bild des ukrainischen Nazis, das in erster Linie von Russland verbreitet wird, hinaus. Falls es dich wirklich interessieren sollte, lies mal den von Local Zero verlinkten Twitter-Thread durch, der bringt Bandera und unsere Haltung dazu hervorragend auf den Punkt. Unter anderem:

Meine polnische Bekannte Agnieszka, deren Mutter als kleines Kind von der UPA fliehen musste, hat zu mir folgendes gesagt: die Verehrung von Bandera werde ich niemals akzeptieren. Über all das werden wir diskutieren – sobald die Ukraine gewonnen hat. Wir kritisieren seit Jahren eure Bandera-Verehrung, aber jetzt stehen wir an eurer Seite. U.a. dadurch ist die polnische moralische Autorität in der Ukraine viel höher als die deutsche. Sie hat bereits Wirkung gezeig., Man muss Agnieszkas Haltung nicht teilen und sagen: ich widerspreche immer, wenn Verbrechen geleugnet werden. Wichtig ist die Art und Weise und die Berücksichtigung des Kontexts. Beschimpfungen und der berüchtigte moralische Zeigefinger der Deutschen bringen uns nicht weiter.


Wenn man also Melnik wegen seiner Parteinahme für Bandera und der Leugnung der diesem zugeschriebenen Verbrechen kritisiert - was absolut legitim ist – dann sollte das halt nicht reflexhaft erfolgen sondern schon etwas Substanz haben und im geschichtlichen Kontext verankert sein. Vor allem sollte man sich gerade als Deutscher hüten, den Ukrainern die Deutung ihrer eigenen Geschichte rundherum abzusprechen. Das nämlich wäre Ausdruck einer überheblichen postkolonialistischen Haltung, wie sie gerade in Teilen der vermeintlich friedensbewegten deutschen Intellektuellen immer wieder aufscheint. Gott sei Dank käme dir so etwas nie in den Sinn.
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Angry Wasenhuhn
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Granadaseggl
Ja klar Provo. Muss ja... Hilft ja... Wer kennt schon den georgischen oder kasachischen Botschafter in Deutschland? Wahrscheinlich kennen derzeit mehr Leute den Melnyk als den aktuellen Bundespräsidenten. Und sein Ruf wird ihm herzlich egal sein, wenn er dafür den trägen Apparat hier in Bewegung setzt.
Entspannt Euch doch mal... - AM ARSCH GELECKT!


Iron
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Angry Wasenhuhn hat geschrieben:wenn er dafür den trägen Apparat hier in Bewegung setzt.


Die Ukrainer haben eigentlich relativ wenig zu bieten außer Mitleid.

Local Zero
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Grasdaggl
Iron hat geschrieben:
Angry Wasenhuhn hat geschrieben:wenn er dafür den trägen Apparat hier in Bewegung setzt.


Die Ukrainer haben eigentlich relativ wenig zu bieten außer Mitleid.

Meiner Meinung nach haben die Ukrainerinnen und Ukrainer das nobelste und edelste zu bieten, was für uns - verglichen mit dem was Putin und sein Russland aufrufen kann - von Interesse sein könnte:

Den absoluten Willen, ihre und unsere Freiheit verteidigen zu wollen. Eine Freiheit zu der auch gehört, einen kleptokratischen Massenmöder mit der Macht eines absolutistisch regierenden Staatspräsidenten einen kleptokratischen Massenmöder mit der Macht eines absolutistisch regierenden Staatspräsidenten nennen zu dürfen (vulgo: die Wahrheit aussprechen). Und dabei nicht Gefahr laufen zu müssen, für das bloße Hochhalten eines leeren weißen Blatt Papiers willkürlich verhaftet, misshandelt und jahrelang in einem sibirischen Straflager weggesperrt zu werden. Oder von einem omnipräsenten Geheimnisdienst vergiftet zu werden.

Ich denke, dass ist nicht nichts.
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."


Iron
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Local Zero hat geschrieben:Meiner Meinung nach haben die Ukrainerinnen und Ukrainer das nobelste und edelste zu bieten, was für uns - verglichen mit dem was Putin und sein Russland aufrufen kann - von Interesse sein könnte:

Den absoluten Willen, ihre und unsere Freiheit verteidigen zu wollen.


Sie kämpfen für ihre Unabhängigkeit, für ihre Selbstständigkeit, aber ganz sicher nicht für unsere Freiheit.


Local Zero hat geschrieben:Und dabei nicht Gefahr laufen zu müssen, für das bloße Hochhalten eines leeren weißen Blatt Papiers willkürlich verhaftet, misshandelt und jahrelang in einem sibirischen Straflager weggesperrt zu werden.


Der Krieg in der Ukrainer wird das auch weiterhin nicht verhindern. Genausowenig wie viele andere Ungerechtigkeiten in diversen Staaten.

Dass irgendjemand um irgendeine Freiheit kämpft, ist ganz großer Mist um junge Leute zu verführen. Am Ende sind das nur die Bauernopfer ...

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