fkAS hat geschrieben:Medic ist aber vermutlich nicht schneller als Anton. In der aktuellen Saison steht da 31.74 zu 31.66 pro Anton. Letzte Saison war Medic bei irgendwas knapp über 32, ähnlich wie bei Anton.
Soweit ich weiß, sind das aus dem Spiel heraus gemessene Momentangeschwindigkeiten und zwar natürlich das Maximum. Das ist also keine Geschwindigkeit, die über einen längeren Zeitraum, sprich: mehrere Sekunden gehalten wurde. Das ist ein rein mathematisch ermittelter Grenzwert, m.M.n. ohne Bedeutung für die Beurteilung.
Dann kommt noch diese Pseudo-Genauigkeit mit zwei Nachkommastellen hinzu. Hier haben wir also ein Differenz von 0,12km/h, das sind doch glatt 3,3cm pro Sekunde. Bei einem 50m-Sprint wäre Anton also 2 Hundertstel schneller oder hätte einen Vorsprung von sage und schreibe 17,6cm. Nach 50m wohlgemerkt. Selbst bei einer Endgeschwindigkeit von 32km/h kommen wir bei 50m nur auf eine Differenz von 5 Hundersteln, das sind 17,8cm Vorsprung. Das kann man doch komplett vergessen.
Trotzdem ist es natürlich unsere Wahrnehmung, daß es schnelle und nicht so schnelle Spieler gibt. Es kommt aber da wie schon x-mal geschrieben nicht auf die Endgeschwindigkeit an, sondern auf die Antrittsschnelle, also die Beschleunigung. Würde man z.B. Silas und Werner in einem Duell mit stehendem Start gegeneinander antreten lassen, würde Werner Silas auf den ersten Metern mit Sicherheit ein oder zwei Meter abnehmen, da er eine kürzere Übersetzung, also kürzere Beine hat. Nach vielleicht 20m wären sie vielleicht gleichauf und danach würde Silas davonziehen wegen seiner Schrittlänge. Wer also ist der Schnellere? Werner nach 10m? Beide gleich schnell nach 20m? Oder Silas nach 30m? Die Antwort lautet nach alter Juristensitte: Kommt darauf an. Was ich haben will. Die höhere Endgeschwindigkeit liegt sicher bei Silas, Werner ist aber mit Sicherheit antrittsschneller, hat also die bessere Beschleunigung.
Bei den geringen gemessenen Differenzen muß denen doch selbst aufgehen, daß das was nicht passt. Denn von massiver Bedeutung ist auch das Reaktionsvermögen. Da macht es einen Riesenunterschied, ob ich 0,6 oder 0,7 Sekunden brauche, bis ich mich in Bewegung setze. Hier sprechen wir von Zehntel, nicht von Hundertstel. Sekunden. Allein bei einer solche Reaktionsdifferenz ist der Vmax-Unterschied sofort einkassiert und bedeutungslos. Und das ist auch genau das, was subjektiv die Dynamik des Spielers ausmacht: Kurze Reaktionsdauer und schneller Antritt. Darauf kommt es beim Fußball an. Und nur ganz selten auf die Endgeschwindigkeit.
Wenn man also quantifizieren und dann vergleichen will, dann Reaktionsdauer und Beschleunigung.