Der natürliche direkte Ansprechpartner beider Mannschaften ist für den Schiedsrichter immer der jeweilige Spielführer. Das ist nämlich dessen originäre Aufgabe. Deswegen gibt es die Funktion eines Spielführers. Bezeichnend, dass das die Beteiligten von Seiten Leverkusens offensichtlich nicht wussten. Denn auch in Kiesslings Gesicht war eindeutig abzulesen, dass er keinen Schimmer hatte, wieso ausgerechnet er nun zu seinem Trainer hingehen sollte.
Wenn die Fans im Stadion Ärger machen geht der Schiri ja auch nicht in die Fankurve um mit den Beteiligten ein klärendes Gespräch zu führen, sondern er ruft sich den Kapitän der Mannschaft und sagt ihm was er von den Verantwortlichen am Seitenrand erwartet und welche Konsequenzen drohen.
Zwayer hat sich völlig richtig verhalten und Schmidt und Völler sollten hart bestraft werden. Zudem sollte man ernsthaft erwägen, einen Intensivkurs Regelkunde zur Auflage zu machen, inklusive Abschlussprüfung. Oder am besten gleich die Schiedsrichterprüfung ablegen lassen. Der Völler würde Augen machen, wie viel Neues er dabei lernen würde.
Das Sportgericht sollte in diesem Präzedenzfall ein richtungsweisendes Urteil fällen, das jedem Beteiligten klar macht, dass die Autorität des Schiedsrichters ein unantastbares Gut ist. Vor allem den Schiedsrichtern aus unteren Spielklassen würde damit geholfen.
Wir sind hier nicht bei "Wünsch Dir was" sondern bei "So isses".