Airwin hat geschrieben:jetzt mal ausser acht gelassen, dass ich mir eine lösung des flüchtlingsproblems anders als Du vorstelle
das glaube ich auch. ich bin da zwar nicht so radikal wie frau merkel, die ja vor kurzem multikulti noch für gescheitert erklärt hat, aber eben auch nicht so auf der linie von frau g.-e, und frau peters deren vorstellungen du wohl teilst.für all das, was Dir da nicht passt, machst Du einzig und allein die deutsche regierung verantwortlich?
nicht einzig und allein aber maßgeblich. deutschland ist das größte land in der EU und beansprucht eine führungsrolle. merkel hat das dublinabkommen außer kraft gesetzt ohne die EU partner zu informieren. merkel hat mit ihrer maximalforderung "keine obergrenze" einen kompromis innerhalb der EU unmöglich gemacht. deutschland war in der EU nicht isoliert sondern merkel hat deutschland isoliert. man muß sich ja nur die aussagen von französischen, dänischen, österreichischen regierungsvertretern anhören, dann weiß man bescheid.
bzgl der osteuropäer: wie naiv und historisch unbeleckt mußte man eigentlich sein um zu glauben gerade dort eine quote ohne obergrenze durchsetzen zu können![]()
? Dummheit oder größenwahn?
ja die merkel reegierung hat dilettantisch agiert und ist nicht teil der lösung sondern teil des problems.
@thoreauUnd deshalb wählt man einen Sauhaufen, der absolut keine Lösungen hat? Verstehe ich nicht.
während die frage oben imo einfach zu beantworten ist, ist es hier schwieriger. ich werd da selbstverständlich keine empfehlung abgeben, dass muß jeder kritiker der flüchtlingspolitik selbst entscheiden wie er mit dem dilemma umgeht, dass es unter den etablierten parteien keine echte opposition zur merkelschen politik gibt.
Ich halte nicht viel von der AfD, sehe aber auch den versuch die partei zu skandalisieren bzw unmöglich zu machen. Das petryinterview und die reaktion darauf nenne ich mal nur als beispiel. Auch die lemminghafte willkommenskultur mitsamt medial unterstützter einheitsmeinung war mir von anfang an suspekt.
Ich verstehe dein unverständnis und antworte - trotzdem - mit einer gegenfrage: Welche wahlempfehlung gibst du denjenigen die mit muttis flüchtlingspolitik ein grundsätzliches problem haben?
Darauf wird es keine Antwort geben, weil es aus deren Sicht alternativ keine gibt.
Es gibt da nur die profunde Perspektive aus der eigenen Gesinnung heraus, die Jeden scheuklappenartig verteufelt, der auch nur annähernd in der rechten Hemisphäre des politischen Spektrums vermutet wird.
Die mannigfaltigen Versäumnisse der Regierenden zu Zeiten wo vorausschauendes Handeln gefragt gewesen wäre, Misskommunikation unter europäischen Verbündeten als führende Nation der EU, unabgesprochene Alleingänge, die daraus resultierenden ärmlichen Versuche den EU-Nehmerländern das am Ende aufzuoktroyieren zu wollen ... und und und ... das wird alles ignoriert, so lange man das breite Spektrum von tumben Faschos bis bürgerlichen Protestwählern nur mit dem Nazistempel erschlagen kann.
Noch mal, sicher sind nicht alle AfD-Wähler die reflektiertesten Bildungsbürger mit hoch solidarischer Disposition, aber sie sind verdammt nochmal Teil dieser Gesellschaft und bestimmen die Zukunft mit. Deshalb MUSS man sich sachlich mit Ihnen auseinandersetzen und sie in der Diskussion nicht nur faktisch widerlegen, sondern versuchen, sie zum Umdenken zu bewegen. Gut, bei einigen Hardlinern ist das vergebene Liebesmühe, aber bei den zahllosen Protestwählern die Mutti's ungesteuerte Flüchtlingspolitik so nicht mittragen wollen eben nicht. Und wer wahrhaftig behauptet, dass bei den neueren 12%-Prognosen der AfD nicht 5-8% reine Protestwähler dabei sind, die einfach ein Zeichen gegen diese planlose Vorgehensweise setzen wollen (ohne sich in einer APO zu organisieren), der betreibt mMn nichts weiter als linke Propaganda.
Woher sollten denn diese ganzen verkappten Nazis denn auf einmal her kommen?
? Dummheit oder größenwahn?

Damit kann man das leidige Thema eigentlich schließen