- Local Zero
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- Grasdaggl
Jemand:
Also liebe Grünende, im Februar sind Wahlen in Berlin. Und obwohl wir in den letzten Monaten - Stichwort Rüstungsexporte, NATO/Verteidigung-und Außenpolitik, Laufzeitverlängerung, Lützerath - sehr vieles anders machen, als wir es bisher immer gesagt haben und obwohl unsere Spitzenkandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin dieses dysfunktionalen Drecklochs eine eher blasse Figur abgibt, könnten wir aus dieser peinlichen Wahlwiederholungsnummer als stärkste Kraft herausgehen. Bizarr, aber ist so. Nachdem wir in den letzten Monaten also kaum Politik für das linke Lager in unserer Anhängerschaft gemacht haben, brauchen wir etwas, womit wir die Farbbeutelwerfer- und Strickpulloverfraktion befrieden und an die Wahlurne locken, wir müssen alles mobilisieren, was ein Kreuz machen kann. Vorschläge?
Cem:
Da bei dieser Wahl offenbar bereits wenige 100 Stimmen über Wahlsieg und Wahlniederlage entscheiden könnten, schlage ich ein Wahlkampfthema vor, womit man gerade hier in Berlin besonders viele Leute zu einer Reaktion motivieren kann: das Containern. Ich hab zwar selbst keine Ahnung, wie wir das rechtssicher straffrei machen können, aber das ist nicht so schlimm, unser Bundesjustizminister von der FDP weiß das auch nicht. Und apropos FDP: Die findet das Thema auch ganz dufte, für die ist das ein Ersatz für die ausgefallene Anpassung des Arbeitslosengeldes 2 zur Sicherung eines menschenwürdigen Daseins. „Containern“ fällt für die ja unter „Eigeninitiative“, auf diese Scheißhausparole holen die sich ja regelmäßig einen runter. Und nach der Wahl interessiert das Thema eh keine Sau mehr, dann trudeln nämlich die ersten Jahresabrechnungen für 2022 der Stadtwerke bei den Leuten ein. Dann beginnt der Stress erst richtig. Das ist dann aber dem Phlegmat sein Problem.
"Ein Wort, Herr! Sag mir nur ein einziges Wort in diesem Elend!" - "Ich sage dir sogar zwei: Guten Appetit!"
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"Es gibt keine Lösung. Weil es kein Problem gibt."