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Wen wählt ihr am 13. März in Baden-Württemberg?

Umfrage endete am 12. März 2016 21:26

CDU
5
7%
Grüne
21
31%
SPD
6
9%
FDP
8
12%
Linke
5
7%
AfD
10
15%
Sonstige
1
1%
Ich nix Baden-Württemberg
11
16%



Airwin
Pfff, Weicheier,

bei Väterchen Stalin wurde erst aufgehört zu klatschen, als die ersten in Ohnmacht gefallen sind.


:mrgreen:


vielleicht waren die jungs von der crystaldemokratischen union ja gedopt :lol: ?

redrum
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Lombaseggl
cordoba hat geschrieben:Moral als festes Wertesystem mit unabdingbarem Gültigkeitsanspruch. (Innensicht von Moral)
Ethik als Wissenschaft der Moral hinterfragt einzelne Moralen nach z.B. Logik der Argumentation (Aussensicht von Moral)

Da in der Flüchtlingsfrage keine einheitliche, europäische Moral vertreten wird (Aufnahme: ja, nein; nur Bestimmte: Muslime/Christen, mit/ohne Ausbildung etc.), sollte man von der Innensicht einer bestimmten Moral, z.B. der christlichen Moral , heraus treten und das Problem "ethisch" hinterfragen.


@cordoba: Da möchte ich dir ein wenig widersprechen. Moral ist mitnichten etwas fest Gefügtes. Moral ändert sich ständig, denn sie ist kontextgebunden. Sie fußt auf subjektiven Wertesystemen. Die Moral des Mittelalters war eine ganz andere, als die heutige, weil die Wertesysteme andere waren. Moral passt sich an die Gegebenheiten an und wird darüber hinaus von der Gesellschaft und der Kultur beeinflusst.

Ethik versucht, da gebe ich dir vollkommen recht, der Moral ein wissenschaftliches Fundament zu geben, sie zu objektivieren. Eine klare Grenzziehung ist jedoch schwierig. Kants kategorischer Imperativ ist in seiner Herleitung ethisch, gleichzeitig aber auch vom christlich-abendländischen Wertesystem geprägt und damit zutiefst moralisch.

Den umgekehrten Fall gibt es auch, wo Ethik und Moral gar nicht zusammenpassen. Die US-amerikanische Außenpolitik ist nicht unbedingt ethisch richtig, aber durchaus auch moralisch geprägt. Bush jr. sagte einmal sinngemäß zum Irak-Krieg; wir tun Böses, um Gutes zu erreichen. Damit wäre die moralische Legitimation vorhanden. Die ethische nicht.

Eigentlich sollte Politik streng ethisch agieren, da aber die Grenzen zwischen Ethik und Moral fließend sind und beides leicht miteinander verwechselt werden kann, agiert sie oft moralisch und das führt zu Problemen. Die Mitglieder des Schengenraums haben alle die Menscherechtscharta der UN unterschrieben. Eigentlich sind sie unbedingt verpflichtet, die Flüchtlinge aufzunehmen. Dieses „Verträge müssen eingehalten werden“ ist ein ethisches Argument. Moralisch gesehen können sie sich jedoch aus der Verantwortung stehlen. „Das Wohl der eigenen Bevölkerung ist wichtiger“ ist eine moralische Rechtfertigung. Denn dahinter steckt ein eigenes subjektives Wertesystem.

cordoba
Granadaseggl
@Hasenrupfer

Ich empfand die Diskussionen oftmals zu emotional geführt, wenig konstruktiv und teilweise in Streit mündend.
Gegen einen Diskurs auf vornehmlich sachlicher Ebene habe ich keine Einwände - Im Gegenteil.
Der in Europa notwendige Diskurs bezgl. einer politischen Union hat bislang nicht bzw. nicht ausreichend statt gefunden. Dies lässt sich u.a. an dem unterschiedlichen Handeln einzelner europ. Staaten in der aktuellen Krise erkennen.

Grundsätzlich sollten politischen Entscheidungen stets nach guten Gründen erfolgen. Umso mehr, wenn die zu treffenden Entscheidungen weitreichende Auswirkungen mit sich ziehen.
Sittlich richtiges Handeln unter Verweis auf die eigene Moralvorstellung (vgl. "Mein Land", "Mein Europa", etc.) mag EINEN guten Grund darstellen. Der Verweis auf die "Motivation" kann jedoch nur Teilaspekt bei der Rechtfertigung sein. Weitere Faktoren wie "Handlung" und "Konsequenz" (vgl. normative Ethik) sind bei der Argumentation/ Begründung bezgl. eines Allgemeinheitsanspruchs einzubeziehen.
Dann klappt's auch mit den Nachbarn.


@redrum
Vielen Dank für den Hinweis.
Ich darf korrigieren:
Moral als Regelwerk/Normensystem für das Verhalten von Menschen mit Anspruch auf zwingende Gültigkeit.
Nach dieser Definition enthält "Moral" noch keine Beurteilung bzgl. richtig/falsch oder gut/schlecht.
So kann es durchaus auch eine Moral der Mafia etc. geben.

Die Beurteilung erfolgt wissenschaftlich im Rahmen der Ethik.
z.B. Tötung von Menschen: religiöser Ethiker: stets falsch s. 5. Gebot; Rechtspositivist (falsch bis 1974/76, danach mit Ausnahme s. §218a StGB); Mitglied der Yakuza?
Ich bin Brustringer ©

Auswurf
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Grasdaggl
ich gehe mal davon aus, dass Du auch im alltag weitestgehend ohne gossensprache auskommst
- das ist löblich.
Mir macht aber auch das gegenteil tierisch schbass.
Also unterscheidet sich auch Dein empfinden von dem meinigen, was den umgangston oder die sinnhaftigkeit der auseinandersetzungen hier angeht.
Achtung, das ist kein angriff !!
Du wirkst auf mich ein wenig kopflastig/akademisch, da fang ich kein feuer
- zumindest noch nicht
das ist doch keine Musik






redrum
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Lombaseggl
Auswurf hat geschrieben:Du wirkst auf mich ein wenig kopflastig/akademisch, da fang ich kein feuer
- zumindest noch nicht


Das hat schon seine Berechtigung und ist auch mal wieder angenehm. @ cordoba führt einen gepflegter Disput über ein abstraktes Thema, das aber auch die täglichen Lebensaspekte berührt. Ohne Streit, sondern einfach zum lesen und nachdenken. Ein Aspekt, den wir manchmal völlig vergessen. Das heißt nicht, dass man nicht auch zulangen oder gar randalieren darf. Es gehört eben beides dazu. ;)





cordoba
Granadaseggl
@Auswurf
Nach Zerlegung eines Diskussionsgegenstands mit geeigneten Werkzeugen kann sich bei anschließender Untersuchung eine bestimmte Ordnung ergeben.
Die Werkzeuge im Falle ethischer Betrachtung sind -wie zuvor ausgeführt - wissenschaftlicher Art. Ja, das ist akademisch, was die ganze Angelegenheit vermutlich nicht einfach werden lässt.

Von Leuten, welche Politik als Profession betreiben, darf man diese Vorgehensweise erwarten.
In diesem Forum? Selbstverständlich nicht!

Vielleicht ist die politische Auseinandersetzung hier auch mehr als Spiel angelegt.
Dies ist schließlich ein Fussballforum.

ps.
Für Feuer will ich dieser Tage besser nicht zuständig sein.
Ich bin Brustringer ©

Mike the Bike
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Granadaseggl
Ich darf korrigieren:
Moral als Regelwerk/Normensystem für das Verhalten von Menschen mit Anspruch auf zwingende Gültigkeit.
Nach dieser Definition enthält "Moral" noch keine Beurteilung bzgl. richtig/falsch oder gut/schlecht.
So kann es durchaus auch eine Moral der Mafia etc. geben.


Ist Moral nich höchst Persöhnlich ,.. hat nicht jede Person seine eigene Moral,.. bzw. sein eigenes Moralempfinden ?



cordoba
Granadaseggl
Mike the Bike hat geschrieben:
Ich darf korrigieren:
Moral als Regelwerk/Normensystem für das Verhalten von Menschen mit Anspruch auf zwingende Gültigkeit.
Nach dieser Definition enthält "Moral" noch keine Beurteilung bzgl. richtig/falsch oder gut/schlecht.
So kann es durchaus auch eine Moral der Mafia etc. geben.


Ist Moral nich höchst Persöhnlich ,.. hat nicht jede Person seine eigene Moral,.. bzw. sein eigenes Moralempfinden ?


Obige Definition besagt lediglich, dass das Verhalten eines jeden Menschen nach bestimmten Regeln erfolgt.
Diese Regeln können natürlich sehr unterschiedlicher Art sein.
So mag für Dich etwa die Regel gelten: Wenn ich mir ein Auto kaufe, dann immer mit schwarzer Lackierung.
Dies ist wohl zunächst eine rein subjektive Regel, denn sie folgt Deinem persönlichen Geschmacksempfinden.
Wie ist es jedoch, wenn viele Menschen schwarze Autos kaufen, vielleicht sogar die Mehrheit. Kann sich hieraus ein allgemeingültiges, verbindliches Prinzip ergeben? Es wird wohl schwierig sein, hier mit gut oder richtig zu argumentieren, weshalb eine diesbezügliche Entscheidungsfreiheit wohl bestehen bleibt.
Daraus folgt, dass es nicht unmoralisch ist, wenn jemand ein schweinchenrosarotes Fahrzeug besitzt.

Anders sieht es z.B. bei dem Normensystem "Grundgesetz" aus. Hier ist man - als Gesellschaft- zu der Übereinkunft gekommen, dass diese Regeln verbindliche Allgemeingültigkeit besitzen sollen. Jedes Mitglied dieser Gesellschaft handelt also unmoralisch, d.h. sittlich falsch, wenn es diese Regeln nicht befolgt.
Ich bin Brustringer ©

Auswurf
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Grasdaggl
das schweinchenrosane auto untergräbt die homogenität und provoziert unfrieden.
Warum will der besitzer sich abheben, warum greift er uns durch seine nonkonformität an.
Gefährdet er durch das zur schau stellen unangepasster lebensweise nicht die entwicklung unserer kinder
und macht er vielleicht meine frau wuschig, wenn sie in schwachen momenten gefallen an sowas finden könnte?

miniröcke sollte man auch verbieten
das ist doch keine Musik



redrum
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Lombaseggl
Ich habe mal einen Strafzettel wegen "Störung des Parkbilds" bekommen. In D geht so etwas. In Frankreich zum Beispiel juckt das keine Sau. Ich habe nur gegen die hiesigen Sitten oder das ästhetiche Wohlbefinden der Politesse verstoßen. Ein schlechtes Gewissen hatte ich danach nicht. Und da sind wir dann auch bei der Verknüpfung Moral und Gewissen.

Wenn mike meint, er habe eine persönliche Moral, so stimmt das und es stimmt doch wieder nicht. Da wir alle Kinder unserer Umgebung sind, wird unsere Moral auch von dieser beeinflusst. Ebenso wie unser Gewissen.

Sex vor der Ehe war bis weit hinein ins 20.Jahrhundert unsittlich und die Leute hatten ein schlechtes Gewissen. Heute ist dieser hier gesellschaftlich akzeptiert. Kein Mensch, außer vielleicht ein paar fundamentale Christen oder Moslems, hat deswegen ein schlechtes Gewissen. Also ist auch dieses, genau wie die Moral mit von der Umgebung abhängig und wandelbar.

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