13592 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
6
43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
0
 
Keine Ahnung, keine Angabe
0
 


Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
higgi hat geschrieben:Volksverpetzer?
Ist das eine seriöse Quelle?


Ja.

Die verpetzen Volksverhetzer. Also solche Medien, die Unsinn schreiben.
Die Bild „mögen“ sie besonders. Und diverse Desinformationsmedien.


Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
higgi hat geschrieben:89% der Haushalte sollen seit 2002 vom Eigentümer bewohnt werden?
Wohl kaum


Die Aussage wäre ein Fall für den Volksverpetzer. :)




Antwort: Nein!

Nach 30 Jahren müssen Heizungen ausgetauscht werden.

1,9 Millionen Ölheizungen und 2,1 Millionen Gasheizungen werden 2024 30 Jahre oder älter sein.
Also vier Millionen, ungefähr.

Ausgenommen sind "Ein- und Zweifamilienhäuser, [...] die am 1. Februar 2002 vom Eigentümer selbst bewohnt wurden und seitdem nicht verkauft worden sind."

Laut Bundesregierung betrifft diese Ausnahme 1,55 Millionen Heizungen.

Von den ungefähr 4 Millionen Heizungen, die über 30 Jahre alt sind und deshalb ausgetauscht werden müssten, fallen 1,55 Millionen Heizungen unter diese Ausnahme - und das sind 38,75%.
Oder eben grob 39%.

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Seit Mitte der 80er werden Konstanttemperaturkessel praktisch nicht mehr eingebaut.

Heute sind noch 300.000 Öl- und 140.000 Gaskessel in Betrieb, die vor dem 31.12.1984 installiert wurden.

Macht ungefähr 440 000. und da geht der Volksverpetzer davon aus, dass das Konstanttemperaturkessel sind.

Von den vier Millionen sind 3,56 Millionen nach dem 31.12.1984 installiert, das sind die 89%.

Das ist sicherlich etwas grob gerechnet, aber man erkennt trotzdem deutlich, in welche Richtung es geht.

Da das Gesetz, dass nach 30 Jahren getauscht werden muss, bisher schon galt, gilt für die noch bestehenden Heizungen also eine Ausnahme (die auch weiterhin gilt).



Übrig bleiben dann 12400 Heizungen, die 2024 getauscht werden müssen.
Die Zahl stammt aus keiner Rechnung vom Volksverpetzer, sondern vom Bundeswirtschaftsministerium.

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Plan B hat geschrieben:Also sind die so links-grün-versifftes Pack. ;)


Was die schreiben, entspricht meiner Wahrheit :mrgreen:


Vorsicht, Ironie, gell.



Eigentlich wollte ich heut noch fragen, warum Deutschland Steinkohle aus Kolumbien importiert.

Auch als linksgrünversifftes Pack darf man das fragen. Muss man sogar.

Was soll das?



Aber jetzt hab ich mich zu lang mit den Heizungen beschäftigt ...



Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Jetzt sind die sich immer noch nicht einig mit dem Heizungsgesetz.

Um was gehts eigentlich? Mit welchem Detail haben die ein Problem?


Habeck sagt inzwischen, es geht nicht mehr nur um das Heizungsgesetz, sondern um die Regierungsfähigkeit :!:

Ach herrje :o


Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
He!
Das ist mein Fred, und ich will jetzt sofort ne Erklärung, was das Problem ist war :!:


Jetzt haben sie sich doch geeinigt. Der Gesetzentwurf kommt in den Bundestag.


Würd mich trotzdem interessieren, warum da so lang blockiert wurde.


Es betrifft ja eh kaum jemand - will die FDP das, was intern schon lange klar war, nun öffentlich sich auf die Fahne schreiben?

Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
Über Verhalten und Gründe der FDP für die Blockade im Heizungsstreit.

Das Uninteressanteste ist das eigentliche Thema.


https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... lles-.html

Um zu verstehen, warum es in der Partei so gärt, muss man den Weg betrachten, den die FDP beim Heizungsgesetz zurückgelegt hat. Denn eigentlich herrschte über das Vorhaben Einigkeit. Die FDP stimmte dem Projekt bereits Ende 2021 im Koalitionsvertrag zu, in Kraft treten sollte es 2025. Nach Ausbruch des Ukraine-Krieges im Jahr 2022 zog die Ampelkoalition den Beginn auf 2024 vor. Doch im März 2023 hieß es plötzlich bei den Liberalen, dass eine "grundlegende Überarbeitung" geplant sei.

Es ging ein wenig hin und her, doch dann stimmte die FDP koalitionsintern zu: Das Bundeskabinett – also auch Christian Lindner – billigte am 19. April das Gesetz. Allerdings unter dem Vorbehalt, noch mal im Parlament darüber verhandeln zu können. Dann kam der Bundesparteitag am 22. April. Und dann kam Frank Schäffler.

Ein kleiner Erfolg in Bremen – und mancher fühlt sich bestätigt
Schäffler reichte einen Dringlichkeitsantrag gegen das Gesetzesvorhaben ein. Er sammelte innerhalb von nur wenigen Stunden Dutzende Delegierte als Unterstützer, unter anderem auch viele Bundestagsabgeordnete. Die Parteiführung um Lindner wurde überrumpelt. Nun war klar: Mit einer geräuschlosen Lösung, wie sie Lindner geplant hatte, wird es nichts. Seither lautet die Position: Wir müssen noch mal grundlegend verhandeln.

Schäffler setzte via "Bild"-Zeitung die Nachricht in die Welt, es gebe rund 100 Fragen, die nun erst mal geklärt werden müssen. Ein riesiger Katalog, viele Details. Im Wirtschaftsministerium von Robert Habeck kamen die Fragen erst mit Verzögerung an. Aber das war irgendwie nicht so wichtig. Genauso wenig wie das Problem der FDP, dass nach ihrem Willen der Heizungstausch für die Menschen nicht zu teuer sein soll, es aber auch nicht so eine hohe Förderung geben darf, dass es für den Staat zu kostspielig wird.

Entscheidend für die FPD war, dass sie bei der Bürgerschaftswahl in Bremen Mitte Mai für ihre Verhältnisse gut abgeschnitten hatte. Es wurde nach den vergangenen Wahlschlappen ein katastrophales Ergebnis befürchtet, doch die FDP erreichte 5,1 Prozent.



Tifferette
Benutzeravatar
Grasdaggl
Das ist schon ein Spezialfall. Das Thema NS-Zeit wurde jahrelang totgeschwiegen. Den Begriff "Holocaust" gab es noch gar nicht. Ich denke, dass das nicht als Gradmesser taugt.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)

Auswurf
Benutzeravatar
Grasdaggl
mir gings weniger um's thema, sondern darum, wie die sich ausdrücken.
Man hat irgenwie das gefühl, dass die alle noch viel krasser in ner mini bubble/ ihrer kleinen welt lebten,
als heute.
das ist doch keine Musik



Mago
Granadaseggl
Auswurf hat geschrieben:mir gings weniger um's thema, sondern darum, wie die sich ausdrücken.
Man hat irgenwie das gefühl, dass die alle noch viel krasser in ner mini bubble/ ihrer kleinen welt lebten,
als heute.

Mit dem Unterschied, dass Kinder und Jugendliche damals aufgrund der geringeren Verfügbarkeit von Informationen und dem Schweigen vieler Eltern geringere Chancen hatten, aus der Bubble herauszukommen, als heute.


Goofy
Benutzeravatar
Grasdaggl
halensee hat geschrieben:mir geht es wieder gut und ich weiß auch wieder wen oder was ich wählen werde.


Die SPD, gell? :)
Zumindest, falls Karl das Gesundheitssystem in den Griff bekommt.
Ansonsten alternativ die Option auf die Grünen ;)


schwaebi
Benutzeravatar
Grasdaggl
Zu Apotheken kann ich ganz viel sagen... Auf die Schnelle mal nur dies: Vor 20 Jahren gab es ca 22.000 in Deutschland, jetzt 18.000 und fallend. Schon mal überlegt, wo das arme Mütterchen die Apothekenumschau (weil sie sich kein Fernsehprogramm leisten kann) herkriegt, wenn es nur noch Online-Apotheken mit Medikamenten unbekannter Herkunft gibt?
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.


de mappes
Benutzeravatar
Spamferkel
Goofy hat geschrieben:
halensee hat geschrieben:mir geht es wieder gut und ich weiß auch wieder wen oder was ich wählen werde.


Die SPD, gell? :)
Zumindest, falls Karl das Gesundheitssystem in den Griff bekommt.
Ansonsten alternativ die Option auf die Grünen ;)


Zumindest die einzigen beiden, die in der satirischen Aufarbeitung fehlten, ja :arr:
Don't criticize what you can't understand