Nice Weather hat geschrieben:nur ist das entscheidende Kriterium in der Tat eine “saubere” Sprache: es geht um Klarheit, weniger um Regelkenntnis.
“Macht Sinn” hat sich aus dem Englischen eingeschlichen, und viele haben’s gar nicht bemerkt, weil es funktioniert und sich eigentlich auch nie scheiße angehört hat. Es rollt gut von der Zunge, und das ist der Grund, warum es sich blitzschnell durchgesetzt hat. Wer sich heute noch darüber echauffiert, wirkt kleinlich.
Hanx! Unterschreibe ich exakt so. und ist ist in meinen
Augen Ohren ein Beispiel für einen besser funktionierenden Pseudo-Anglizismus.
Ähnliches Beispiel das eingedeutschte 'not really', also 'nicht wirklich'.
Ich kannte mal einen, der hat sich da jedesmal fürchterlichestens (ätsch!) drüber aufgeregt.
Nach dem Motto, entweder 'ja' oder 'nein', aber was zur Hölle würde 'nicht wirklich' aussagen? Nicht das eine und nicht das andere, sondern - für ihn - lediglich wischiwaschi!
Ich konnte seinen Punkt zwar nachvollziehen, grad auch unter dem oben genannten Aspekt der 'Klarheit'.
Aber: Ich persönlich mag halt die (selbst-)ironische Brechung, die da mitschwingt.
Haben sich dem Windhorst seine 375 Millionen für die Hertha gelohnt? Nicht wirklich!

Wo ich persönlich dann schmerzende Ohren kriege, ist, wenn jemand z.B. sagt "Da bin ich fein mit."
Daseinsberechtigung qua Herkunft aber exakt dieselbe, also was lernt uns das (doppelätsch!):
Jede Schmerzgrenze verläuft halt irgendwo anders... Wenn man das begriffen hat, fällt auch Toleranz ein ganzes Stück leichter.
Trotzdem: Ästhetik natürlich wichtig. Aber halt grundsätzlich immer sehr individuell.