13604 Beiträge

Soll der Bundestag einen neuen Kanzler wählen?

Ja
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43%
Bin da unschlüssig.
3
21%
Nein, Merz macht gute Arbeit
2
14%
Nein, des machts auch net besser
3
21%
Merz soll die Vertrauensfrage stellen und Neuwahlen ermöglichen
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Keine Ahnung, keine Angabe
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Tamasi
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Allmachtsbachel
flux hat geschrieben:Das ist eine ganz andere Frage.

Ist es nicht.

Scheißegal, ob man die Gerichts-Chancen vorab bei 50-50, 60-40 oder 30-70 gesehen hat: Es GAB eine Unsicherheit und die war klar & deutlich. Allseits bekannt.

Hätte Scheuer unterschrieben, wenn er persönlich dafür hätte haften müssen? Hättest DU sowas unterschrieben, wenn du persönlich…?

Bei beiden Fragen „Ja“ angekreuzt? Dann rücke vor auf „Ende der Diskussion“.

Da, wo ich auch schon bin. :-)

Unter Westfalen
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Grasdaggl
fkAS hat geschrieben:
flux hat geschrieben:Bei dem Mauturteil haben die Kläger (Österreich und die Niederlande) vorgebracht, dass (überwiegend) nur Deutsche von der Steuerentlastung bei der KfZ-Steuer profitieren und deshalb nur Nichtdeutsche durch die Erhebung der Maut von Mehrkosten betroffen seien. Dies sei Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit. Dagegen haben Deustchland und Dänemark vorgebracht, dass im Gegenteil durch die Senkung der KfZ-Steuer und Umstellung auf Mautfinanzierung eine bestehende Diskriminierung bei der Finanzierung der deutschen Fernstrassen beseitigt würde, weil Nichtdeutsche in erheblichem Umfang diese zwar bislang nutzten, aber nichts zu ihrer Finanzierung beitrügen. So die beiden Standpunkte in stark verkürzter Form. Ich bin jetzt mal gespannt, ob einer von den ganz besonders klugen Seggln, die immer schon wussten, auf welche Seite sich der EuGH schlagen würde, mir in einfachen Worten erklären könnte, warum er so entschieden hat und nicht anders.

Steuern, auch KfZ Steuern sind nicht zweckgebunden, daher hinkt das Argument mit der Diskriminierung durch KfZ Steuern. Das Problem war, dass die deutsche Politik, die Maut mit der Senkung der KfZ Steuer direkt verknüpft hat und die Senkung so gestaltet hat, dass kein deutscher Bürger durch die Maut zusätzlich belastet wurde. Diese Verknüpfung passte dem EUGH nicht (so meine Erinnerung, hier gibt es ja Juristen, die das sicher besser wissen). Das Risiko, dass der EuGH so entscheiden würde, war jedenfalls bekannt. Bescheuert von Scheuer.
Die Mautpolitik der CSU war ja auch eine gegen Ausländer. Da sollten Stimmen am rechten Rand abgegrast werden. Um die Finanzierung von Verkehrswegen ging es doch nicht. Da hat die CSU ja schon den Bund ausreichend gemolken und viel mehr Gelder verbaut als das in anderen Bundesländern möglich war.


Das Ganze nur deshalb, weil sich die Bayern tierisch darüber ärgern, dass sie in Österreich Maut zahlen müssen und die Älpler unsere teueren Straßen umsonst kaputtfahren dürfen
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

flux
@Tamasi: Ich habe mich noch nicht ein einziges Mal dazu geäußert, ob Scheuer diese Verträge zu dem Zeitpunkt hätte unterschreiben sollen oder dürfen. Oder ob er ein Depp ist und die größte aller Pfeifen in der Riege der CSU-Verkehrsministerdeppen. Ich habe mich lediglich zu der Frage der Strafbarkeit seiner Dummheiten geäussert. Und die ist eben nicht gegeben, weil - ich wiederhole mich und zitiere erneut den Staatsanwalt - fehlende Fähigkeit zur Vorhersage von EuGH-Urteilen eben nicht strafbar ist. Daraufhin haben einige Seggl - die mit Sicherheit viel klüger sind, als dieser Scheuerdepp - behauptet, dieses Urteil wäre zweifelsfrei vorhersehbar gewesen. Was aber halt zweifelsfrei einfach nicht stimmt.
Zuletzt geändert von flux am 10. Juli 2023 02:13, insgesamt 3-mal geändert.

Southern Comfort
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Grasdaggl
Unter Westfalen hat geschrieben:Das Ganze nur deshalb, weil sich die Bayern tierisch darüber ärgern, dass sie in Österreich Maut zahlen müssen und die Älpler unsere teueren Straßen umsonst kaputtfahren dürfen


Ach Uwe, das ist doch kein ausschließliches Bayernthema, sondern stört niedersächsische wie schwäbische Autobahnmeistereien gleichermaßen.

@Topic
Meiner Erinnerung nach gab es neben wohlwollenden Gutachten zur Maut auch noch Verständigungen mit der europäischen Kommission, bevor man das Gesetz auf den Weg gebracht hat. Der EuGH hat es halt kassiert.

Ich bin ja wirklich nicht daran interessiert den Scheuer zu verteidigen, aber man könnte sich doch geeignetere Angriffsflächen suchen, durchaus auch im persönlichen Bereich, als dieses Thema.

Hinsichtlich der Maut wundert es mich allerdings, warum es keinen zweiten Anlauf gibt. Meinetwegen mit Trick 17, dass erst die KfZ-Steuer wegfällt (FDP-Style) und dann die Maut nach abgelaufener Schamfrist kommt. Oder die Maut kommt zusätzlich zur KfZ-Steuer (Grünen-Style), die man später abschafft.
Bruno Labbadia ist wie ein Aschenbecher in einer Kneipe, die schon vor 20 Jahren hätte abgerissen werden sollen. Du weißt nicht, warum, aber er steht stetig in der Ecke, voller kalter Kippen und mit dem beharrlichen Geruch von verbrannter Vergangenheit.

Unter Westfalen
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Grasdaggl
Ich weiß jetzt nicht auf die Schnelle, ob der Scheuer noch mehr Angriffsflächen geboten hat. Die eine reicht doch schon. Oder? :)
Was Du den zweiten Anlauf nennst, hätte im ersten Anlauf mal eruiert werden sollen. Aber die CSU ließ sich ja durch nichts beirren. Man musste mit Vollgas gegen die Betonmauer fahren.
Übrigens, wir in NRW haben mit unseren Nachbarn keine Probleme. Die Vernünftigen unter uns freuen sich, wenn sie auf den niederländischen Autobahnen ganz entspannt ihren Urlaubszielen entgegenfahren können.
Und die Klontjes können auf den deutschen Autobahnen mal so richtig die Sau rauslassen
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

flux
Southern Comfort hat geschrieben:Hinsichtlich der Maut wundert es mich allerdings, warum es keinen zweiten Anlauf gibt. Meinetwegen mit Trick 17, dass erst die KfZ-Steuer wegfällt (FDP-Style) und dann die Maut nach abgelaufener Schamfrist kommt. Oder die Maut kommt zusätzlich zur KfZ-Steuer (Grünen-Style), die man später abschafft.

Fehlt noch SPD-Style: Man führt die Maut ein, senkt die KfZ-Steuer aber später deshalb nicht (von Abschaffen ganz zu Schweigen), weil davon die Reichen mit ihren dicken Schlitten am meisten profitieren würden. Dass sie mit diesen auch deutlich höhere Mautbeträge zahlen gilt als Selbstverständlichkeit, die dann keine Rolle mehr spielt.

de mappes
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fkAS hat geschrieben:2 Juristen 3 Meinungen... wo hilft das nun weiter? Es gab doch auch genug Stimmen, die gewarnt haben, dass der EuGH anders entscheiden könnte.


Ebend
Und das muss er und sein beraterstab gewusst haben
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de mappes
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Spamferkel
Kann ich mir kaum vorstellen dass er ihm diesen Rat erteilt hätte
Wobei: über den kleinen Mann und seine Steuergelder lachen sie dann vielleicht zusammen :roll:
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Nilkheimer
Halbdaggl
Erwflux zieht in altbewährter Manier einfach mal eine Stimme aus der Tasche, und verschweigt dabei geflissentlich, dass zum Beispiel der Wissentschaftliche Dienst des Bundestages schon 2015 in schön und ausführlich herausgearbeitet weshalb es ausgesprochen gute Gründe gibt, die Wahlkampfmaut als unionsrechtswidrig einzuschätzen.

https://fragdenstaat.de/dokumente/4362/ (ich empfehle die Zusammenfassung Seite 45)

Klar, kann man auch anders sehen, das ist ja in juristischen Fragen eine Binse, aber spätestens danach durfte Scheuerandi angesichts des hier bestens belegten Risikos natürlich keinesfalls mehr unterschreiben, das ist doch sonnenklar. Egal, "gegen die Ausländer" hat geil gezogen für die CSU und die Zeche zahlen jetzt wir. Wichser san's halt, schon immer gewesen.
Aber das macht doch nichts.




flux
Den Empfehlungen der EuGH-Generalanwälte folgen die Richter in drei von vier Fällen. Es muss verdammt schwer sein, einzuräumen, dass dieses Urteil dann doch vielleicht nicht ganz so vorhersehbar war, wie hier manch einer meint, gewusst zu haben. Dass es völlig ausgeschlossen war habe ich nie behauptet.

Aber diese Aussage z.B.
Nilkheimer hat geschrieben:... und die sehr wahrscheinliche Europarechtswidrigkeit war allen bewusst.

ist halt schlicht falsch.

Edit meint noch, dass, wer die Empfehlung eines EuGH-Generalanwalts als "einfach mal eine Stimme" bezeichnet, eh nicht weiß, wovon er spricht.

flux
Nilkheimer hat geschrieben:Erwflux zieht in altbewährter Manier einfach mal eine Stimme aus der Tasche, und verschweigt dabei geflissentlich, dass zum Beispiel der Wissentschaftliche Dienst des Bundestages schon 2015 in schön und ausführlich herausgearbeitet weshalb es ausgesprochen gute Gründe gibt, die Wahlkampfmaut als unionsrechtswidrig einzuschätzen.

https://fragdenstaat.de/dokumente/4362/ (ich empfehle die Zusammenfassung Seite 45)


Und ich empfehle, nicht nur die Zusammenfassung zu lesen, sondern auch auf das Abschlussdatum dieser Untersuchung zu achten. Die Arbeit des wissenschaftlichen Dienstes behandelt nämlich das Gesetz in seiner ursprünglichen Fassung von 2015. Mehrfache Änderungen haben erst die EU-Kommission und später den EU-Generalanwalt veranlasst, ihr europarechtliches OK zu geben.
Zuletzt geändert von flux am 9. Juli 2023 20:00, insgesamt 1-mal geändert.

jagdhuette
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Halbdaggl
Eigentlich ist doch schon die Idee einer inländischerfreundlichen Maut eine Frechheit, die nichts anderes als Neiddebatten befeuert.
Eigentlich müsste man es, wenn dann so wie in einigen Nachbarländern nutzungsabhängig machen.

Wie man das Thema überhaupt mit der kfz Steuer vermengen kann, ist mir unklar. Die LKW Maut war auch ein Desaster mit jahrelangem Schlichtungsverfahren. Doch da haben die Anbieter gepatzt. Dass man das nächste Thema dann auch in den Sand setzt ist schon oberpeinlich und sollte entsprechend aufgearbeitet werden.

flux
@jagdhütte: Bei der Einführung einer PKW-Maut mit gleichzeitiger steuerlicher Kompensation der Inländer hat sich Dobrindt an einem Vorbild orientiert, wo das im Prinzip genau so gemacht wurde. Ironischerweise war das die später vor dem EuGH erfolgreiche Klägerin: Nämlich die Republik Österreich.


Goofy
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Grasdaggl
de mappes hat geschrieben:aber dann sollte man bitte die Verträge auch erst unterschreiben, wenn rechtssicherheit besteht




... und falls die andere Seite darauf drängt, dass bald unterschrieben wird, dann schicken wir de mappes hin, um das auszudiskutieren.
So wird genug Zeit gewonnen. :)


@de mappes
einverstanden? ;)

jagdhuette
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Halbdaggl
flux hat geschrieben:@jagdhütte: Bei der Einführung einer PKW-Maut mit gleichzeitiger steuerlicher Kompensation der Inländer hat sich Dobrindt an einem Vorbild orientiert, wo das im Prinzip genau so gemacht wurde. Ironischerweise war das die später vor dem EuGH erfolgreiche Klägerin: Nämlich die Republik Österreich.


Die wurde ja auch jahrelang von Rechtspopulisten (mit)regiert. Da ist die Methode ich ich ich normalerweise Programm. Sprich es wird nicht nach einer sachlich guten sondern nach einer propagandistisch maximalen Variante geschaut. Spricht Bände über die Denkweise der CSU sich daran zu orientieren.

de mappes
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Spamferkel
Goofy hat geschrieben:
de mappes hat geschrieben:aber dann sollte man bitte die Verträge auch erst unterschreiben, wenn rechtssicherheit besteht




... und falls die andere Seite darauf drängt, dass bald unterschrieben wird, dann schicken wir de mappes hin, um das auszudiskutieren.
So wird genug Zeit gewonnen. :)


@de mappes
einverstanden? ;)


kann ich gerne tun für entsprechendes Salär ;)

Aber zur Sache: Politiker in Verantwortung sollten sich bei solchen Themen nun wirklich nicht drängen lassen (müssen)
Es sei denn man will natürlich...
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de mappes
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Spamferkel
Bin weder Jurist noch Politiker (wobei das eine ja oft das andere bedingt ;) )

Von daher...könnten wir diesen Job glaube ich auch ganz gut gemeinsam ausüben...doppelt hält besser :P
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flux
jagdhuette hat geschrieben:
flux hat geschrieben:@jagdhütte: Bei der Einführung einer PKW-Maut mit gleichzeitiger steuerlicher Kompensation der Inländer hat sich Dobrindt an einem Vorbild orientiert, wo das im Prinzip genau so gemacht wurde. Ironischerweise war das die später vor dem EuGH erfolgreiche Klägerin: Nämlich die Republik Österreich.


Die wurde ja auch jahrelang von Rechtspopulisten (mit)regiert. Da ist die Methode ich ich ich normalerweise Programm. Sprich es wird nicht nach einer sachlich guten sondern nach einer propagandistisch maximalen Variante geschaut. Spricht Bände über die Denkweise der CSU sich daran zu orientieren.

Das "Pickerl" in Österreich war ein Werk der großen Koalition aus SPÖ und ÖVP.

jagdhuette
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Halbdaggl
Ich kenne die Hintergründe zur Österreichischen Maut nicht.

Ich habe kürzlich diesen Kommentar auf LinkedIn dazu gelesen, der mir zumindest einleuchtet. Er kommt von einem nach meinem Kenntnisstand eher konservativen Jura Professor.

#Wahlkampf 2013. CSU-Chef Horst Seehofer beantwortet seine Frage „Ja, geht das denn europarechtlich?‘“ gleich selbst: „Wenn man sich immer in ‚juristischen Bedenken‘ ergeht, dann passiert nie was“. Die CSU stimmt für die „Ausländer-#Maut“, notdürftig verhüllt in einer Konstruktion aus Zahlung und – bei Deutschen – Anrechnung. Der damalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ist ebenso begeistert wie sein Amtsnachfolger Andreas Scheuer (CSU). Verkehrsminister-Juristen warnen, erwartungsgemäß, Bundestags-Juristen auch. Das Kabinett Merkel beschließt, der Bundestag ist dafür, der Bundespräsident unterschreibt. Noch während eine Klage beim EuGH anhängig ist, schließt Scheuer Verträge mit Betreiberunternehmen (2 Mrd. Euro Volumen). Deren Vorschlag, bis zur Entscheidung des EuGH zu warten, lehnt er ab.

Am 18.6.2019 entscheidet der EuGH, die inzwischen sog. „#Infrastrukturabgabe“ sei europarechtswidrig. Scheuer zeigt sich überraschenderweise von dem Urteil „vollkommen überrascht“. Die Betreiber fordern 560 Mio. Euro #Schadensersatz. Nach mehrjährigem #Schiedsverfahren einigt man sich jüngst auf 243 Mio. Euro. Das habe die aktuelle Bundesregierung ausgehandelt, sagt Scheuer. Der aktuelle Verkehrsminister Volker Wissing (FDP Freie Demokraten) verweist auf „#Schadensbegrenzung“. Nun prüft das Verkehrsministerium #Rückgriffsansprüche gegen Scheuer. Er will kein #Sündenbock sein und argumentiert, dass er das bereits verabschiedete Gesetz als Minister lediglich umgesetzt habe.

Wäre ein Minister kein Minister, sondern etwa Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft, dann wäre die #Haftung klar. Wer juristische Expertisen, wonach sein Vorhaben rechtswidrig ist, als irrelevante „Bedenken“ vom Tisch wischt und handelt, der macht das grob fahrlässig oder gar vorsätzlich. Wenn andere Vorstandsmitglieder oder der Aufsichtsrat mitwirken, entlastet ihn das nicht, sondern führt zur #Mithaftung der Mittäter. Wenn der Schaden erst durch einen freiwilligen Vergleich entstünde und man stattdessen im Prozess erfolgreich auf „Sieg“ hätte setzen können, würde das den Täter entlasten. Das ist hier aber abwegig, die #Rechtswidrigkeit sprang von Anfang an ins Auge, wurde nur aus politischen Gründen ignoriert.

Ich finde, Minister sollten wie Manager haften. Aber ich bin ziemlich sicher, dass sich keine Partei dafür einsetzen wird. Man prüft, dann wird der Vorgang abgelegt. Die Rechnung bezahlt jemand anderes. Und #Wähler vergessen schnell.