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flux
Goofy hat geschrieben:Die Welt ist schon seit einiger Zeit in der Hand von Verrückten, die immer aggressiver vorgehen, mit dem Ziel, die eigene Macht auszuweiten.

Dagegen hilft nur noch feministische Außenpolitik.


schwaebi
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Grasdaggl
flux hat geschrieben:
Goofy hat geschrieben:Die Welt ist schon seit einiger Zeit in der Hand von Verrückten, die immer aggressiver vorgehen, mit dem Ziel, die eigene Macht auszuweiten.

Dagegen hilft nur noch feministische Außenpolitik.


... weil?
Die Dauer einer Minute hängt sehr davon ab auf welcher Seite der Klotüre man sich befindet.

Goofy
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Grasdaggl
Ich glaube, er meint, dass Deutschland und Annalena da die falschen Prioritäten setzen.

Ob Deutschland da viel ausrichten kann? Eher nein.
Dass Baerbock schon dem einen oder anderen Diktator erklärt hat, dass Deutschland das nicht gut findet und dass das die Geschäftsbeziehungen belasten wird, ist aber ganz richtig.
Wer dieses Verhalten einer Aussenministerin als feministisch bezeichnen will, der soll das tun ;)


Goofy
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Ich denke, dass sich diese Bezeichnung eher auf andere Bereiche ihrer Arbeit bezieht.
Über Frauenrechte in Taiwan braucht sie mit Xi glaub nicht diskutieren.

Aber das verschwimmt natürlich und ist ja gut.


Man(n) hat diese ganzen Diktatoren viel zu lange machen lassen. Wäre Putin letztes Jahr in die Ukraine einmarschiert, wenn ihm schon bei seinen früheren Vereinnahmungen erklärt worden wäre, dass das so nicht geht? Und wenn wir nicht so abhängig von ihm (gewesen) wären? Und wenn man es nicht in dem Ausmaß zulassen würde, dass er Medien westlicher Länder beeinflusst?

China durfte Hongkong auch ohne größere Reaktion einverleiben.

flux
Goofy hat geschrieben:China durfte Hongkong auch ohne größere Reaktion einverleiben.

Es ist genau dieses Festhalten an Vorstellungen aus der Kolonialzeit, aus dem die chinesische Regierung einen großen Teil ihrer Legitimation bezieht.

@Goofy: "Hong Kong einverleibt" hat sich seinerzeit das Britische Empire, und zwar auf allerschäbigste Weise.


flux
@Goofy: Man kann ja das von der Zentralregierung durchgesetzte Wahlrecht, mit dem separatistische Bestrebungen bekämpft werden sollen, durchaus kritisieren. Man sollte aber nicht völlig vergessen, dass es immer noch besser ist, als das Wahlrecht in den Zeiten als Kronkolonie: Da gab es nämlich gar keins.

Tifferette
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Bin gespannt, ob irgendwann irgendwo mal eine Sauerei passiert, die flux nicht wegrelativiert.
"They may be drinkers, Robin, but they are also human beings."

(Batman)


Tifferette
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Doch, natürlich. Wenn man zB weglässt, dass es ab 1997 eben doch ein Wahlrecht gab. Oder dass es eben nicht nur um das Wahlrecht, sondern um so kleine Zuckerl wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit geht. Aber dass das mit den Menschenrechten in Deiner Welt zumindest zu vernachlässigen ist, das ist hier ja reichlich nachzulesen. Bäh, aber zum Glück sehr durchsichtig.
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Unter Westfalen
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Wer wann gegen was verstoßen hat, ist ziemlich eindeutig:

Aus Wikipedia:

Als das Ende des Pachtvertrages allmählich in Sichtweite rückte, begannen in den 1970er Jahren Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Volksrepublik China. Staatsrechtlich wäre Großbritannien nur zur Rückgabe der New Territories verpflichtet gewesen; jedoch erschien eine nur aus Hongkong und „Süd-Kowloon“ (Kowloon südlich der Boundary Street) weiterbestehende Kronkolonie ohne das Hinterland der New Territories keine realistische politische Option und hätte einen dauerhaften Konfliktherd mit der Volksrepublik bedeutet, die Anspruch auf Hongkong erhob. Daher einigten sich beide Seiten auf die vollständige Rückgabe aller britischen Besitzungen (Hongkong, Kowloon und New Territories) zum Auslaufen des Pachtvertrages im Jahr 1997. Da auch die Volksrepublik China unter Deng Xiaoping an stabilen Verhältnissen und einer weiter prosperierenden Wirtschaft in Hongkong interessiert war, machte sie politische Zugeständnisse, indem sie den Weiterbestand der bisherigen kapitalistischen Wirtschaftsverhältnisse sowie eine große Autonomie mit begrenzter Selbstverwaltung Hongkongs auch nach der Übergabe an China zusagte.

Dies alles wurde in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten. Die Erklärung trat am 27. Mai 1985 mit der Übergabe der Ratifizierungsdokumente in Kraft und wurde von den Regierungen der Volksrepublik China und des Vereinigten Königreiches am 12. Juni 1985 bei den Vereinten Nationen registriert.

In der Erklärung verkündete die chinesische Regierung, dass sie wieder die Kontrolle über die Souveränität Hongkongs (Hong Kong Island, Kowloon, New Territories) mit Wirkung vom 1. Juli 1997 übernehmen werde, und die britische Regierung erklärte gleichzeitig die Übergabe von Hongkong an die Volksrepublik China mit Wirkung vom 1. Juli 1997. Die Volksrepublik sicherte zu, dass Hongkong entsprechend dem Grundsatz „Ein Land, zwei Systeme“ weitere fünfzig Jahre nach der Übergabe ein liberal kapitalistisches Wirtschaftssystem behalten und in dieser Zeit eine Sonderverwaltungszone bilden werde.

Am 14. Oktober 2020 veröffentlichte das US-Außenministerium einen Bericht über zehn Personen, die wesentlich dazu beitrügen, dass China seinen Verpflichtungen aus der chinesisch-britischen gemeinsamen Erklärung zu Hongkong und dem Grundgesetz von Hongkong nicht nachkomme. Xia Baolong, Zhang Xiaoming, Luo Huining, Carrie Lam, Teresa Cheng, Erick Tsang, Zheng Yanxiong, Eric Chan, John Lee und Chris Tang wurden darin aufgelistet.[1]
Häggor, fliag iebor da Näggor, fliag iebor da Rai, fliag midda drennai

flux
Tifferette hat geschrieben:Doch, natürlich. Wenn man zB weglässt, dass es ab 1997 eben doch ein Wahlrecht gab.

Und Hong Kong war bis wann Kronkolonie? Genau: Bis 1997. Und das Wahlrecht, dass die Briten zum Abschied hinterlassen haben, war nun wirklich nicht viel demokratischer, als das jetzige.

flux
Unter Westfalen hat geschrieben:Wer wann gegen was verstoßen hat, ist ziemlich eindeutig:


Ja, stimmt: Auch aus Wikipedia:

Zwar hatte Großbritannien 1943 der Republik China zugesagt, alle ungleichen Verträge und Privilegien in den Häfen an der chinesischen Küste aufzugeben, doch die Briten brachen ihr Versprechen, den erzwungenen Pachtvertrag nach Kriegsende für ungültig zu erklären.

thosn
Seggl
Das ist schon nicht ganz so verkehrt, auf was Flux da hinweist. Es sähe heute vermutlich nicht nur Hongkong ganz anders aus, wenn China nicht diese moralisch veheerende Erfahrung der totalen Demütigung während der kolonialen Unterdrückung und Ausbeutung gemacht hätte. Wir können uns doch gar nicht vorstellen, wie China heute wäre, ihre Tradition ist ja kulturell und wissenschaftlich viel größer und länger, als es dieses provisorische Gebilde Volksrepublik momentan vermuten ließe.